Ein Tuch am offenen Fenster

  • Ersteller Jongleur
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Das ist ein schönes und auch tiefes Liebeslied! In der ersten Fassung hatte ich noch Bilder von einem Künstler im Exil... jetzt ist es (für mich) sehr viel klarer geworden. Und es hat eine tolle rythmische Struktur.
 
Manchmal kehrt man, warum auch immer, nach Monaten zurück zu einem Text, den man scheinbar spontan schrieb, um schreibend zu sich selber zu finden.

Und ja,,mich selber berührte der Text damals (wie heute noch) sehr…

Aber schreibe ich denn für mich???

Heute denke ich, dass ich selten mit Worten näher zu mir fand Und zu meinen Gefühlen für meine geliebte Partnerin.

Ja, ich schreibe, Gott sei Dank, gelegentlich für mich!!! In einer Welt, wo alle Welt nur bestenfalls mal für sich schreibt.

Mit Bildern und Worten, deren Bilder Andere bestenfalls nur irgendwie erahnen.

Na und ?!? Ich begegne manchmal,aufvder Straße jemanden, drehe mich sogar noch um.. und weiß nicht warum. Manchmal erinnere ich mich sogar noch nach Jahren an solche Momente. Warum? Ich weiss es nicht. Es ist einfach so.

In diesem Falle weiß ich allerdings mehr. Ich schrieb es für meine Geliebte, die mich nun fast 30 Jahre begleitet. Interessiert euch das? Wohl kaum, nehme ich an. Das müsst ihr ja auch nicht wissen.

Doch gerade die Erwähnung von scheinbar unwichtigen Details sagen der Erwähnten garantiert: DARAN kannst er sich auch noch erinnern… und wieder fühlt man diese Bande, die einen scheinbar untrennbar verbinden. Es sind die Datails!!!

Ja, wenn ihr DAS spürt, istvdoch allesvgesagt… oder nicht?
 
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Ich war lange weg. Wenn ich kommunizierte, dann vor allem mit mir. Ich suchte nach einer Sprache, die ich verstehe. Zweifellos!

Das ist ein schönes und auch tiefes Liebeslied! In der ersten Fassung hatte ich noch Bilder von einem Künstler im Exil... jetzt ist es (für mich) sehr viel klarer geworden. Und es hat eine tolle rythmische Struktur.
Ja, Klarheit erwartet von mir immer mehr Zeit für immer weniger Worte. Am Ende steht dann meist etwas, wo nur noch meine unsichtbare Seele zu nicken scheint…
Mir gefällt einfach das Wort "Fans" im Zusammenhang des Textes nicht.
Dafür habe ich, mal generell gesagt, absolutes Verständnis. 🙋‍♂️

Meine Devise lautet seit meiner Kindheit, dass ich meinen Lehrer selten versteh, Tut mir leid… so wie ich hoffentlich ihm. 😉
Fünfzeilige Strophen entwickeln eine besondere Dynamik, wie Du hier sehr schön zeigst.
Eine Art angenehme Reibung.

Da sind wir Brüder im Geist. Zu dem faszieren mich auch 5-hebige Verse. Beides ähnelt für mich einer wirksame Hirngymnastik.🙂↕️

und wegen dieser Zeilenumbrüche fühlt man sich als Leser selbst wie ein Tuch am offenen Fenster - leicht schwebend und flatterig. Sehr gut gelungen!
Halt öffentliche Hirngymnastik. Dort finde ich gern Freunde. 🙂↕️
Mit Worten kannst du wirklich umgehen!!
Herzlichen Dank, 🥹 Ich bin nachdenklicher geworden, seit ich mich ernster nehme.. 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber Jongleur,



Ich weiß nicht, ob ich das jetzt richtig beschreiben kann, aber ich könnte mir auch leicht mystisch angehauchten Barde-/Minne-Gesang vorstellen, mit viel Herzschmerz, Tiefe und Ferne..So ein Song, der im Film gespielt wird: mittelalterlich angehaucht, ein Liebespaar hat seine (möglicherweise) letzte gemeinsam Nacht. Sie werden getrennt, weil der Mann in den Krieg ziehen muss. Sie wissen nicht, wann sie sich wieder sehen werden. Die Szene zoomt heraus und die Kamera schweift über Feld und Tal, bis hin zum Schlachtfeld..so diesen Vibe

Danke für diesen Text und ganz liebe Grüße!
Auch wenn ich Rechte-Inhaberv bin: Was ein Texter schreibt, ist eine AHNUNG. Wie die Sängerin das singt, eine andere AHNUNG. Beides ist menschlich. 🙂
 

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