Endlich latenzfrei am PC üben/komponieren - aber wie? Tipps und Kaufberatung bitte :)

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Nachtfalke
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Folgendes Anliegen:

Ich möchte zuhause an meinem PC anständig üben können ohne einen Übungsamp kaufen zu müssen.
Möchte gern ein Programm wie Guitarrig o.ä. nutzen um so gut wie latenzfrei üben und komponieren zu können.

Problem:

Ich habe das Tascam US-122L und momentan zeigt mir GuitarRig 4 eine Gesamtlatenz von 17,4 ms
(11,6 ms Input, 5,8 ms Processing,

Nun möchte ich wissen:

Gibt es eine Möglichkeit, dass ich so gut wie latenzfrei üben kann? Ich habe mir meine Spielweise durch das
Gewöhnen an diese Latenz schon genug versaut. Aber ich möchte auch net auf die 2 Sounds eines Übungsamps reduziert sein, zwecks Komposition.

Ich bin durchaus bereit etwas zu investieren in z.B. neues Interface, Preamp o.ä.
nur habe ich selber auf diesem Gebiet kaum Erfahrungen, und wäre über eine professionelle Beratung sehr dankbar. Auch Erfahrungsberichte lese ich gerne.

Welche Hardware/Software schlagt ihr vor?

Vielen Dank schon einmal,
grüße

Tobias
 
ars ultima
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Ist denn die Latenz schon minimal eigestellt?
 
Nachtfalke
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ja, ich habe es so niedrig gestellt, dass es gerade nicht knackt
 
D
dkreutz
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Samplingrate erhöhen (also z.B. 96KHz statt 48KHz) verringert bei gleich großem Buffer die Roundtrip-Latenz, erhöht aber gleichzeitig natürlich die Prozessorlast. Leider hast Du Dein Setup nicht näher beschrieben, deshalb vermute ich jetzt mal PC/Laptop mit Windows. Hast Du schon den Asio4All-Treiber probiert?

Das momentan technisch machbare Maximum (bzw. Minimum in Sachen Latenz) bei USB-Interfaces dürfte die RME Fireface UC sein, die hat je nach Setup Latenzen im Bereich von 3-4ms. Besser geht es wohl nur mit PCI-basierten Lösungen.
 
Nachtfalke
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Also mein Setup:

Tascam US-122L
Windows 7 64 bit
Dual Core 3,2 Ghz
7 GB DDR2 RAM

Asio4all Treiber hab ich auch. Mir scheint ich habe meine Minimallatenz schon erreicht.
Aber für unsere Songs reicht es nicht. Ich merke wie ich im Probenraum mich auf die 0-LAtenz
ersteinmal einstellen muss und das ist kacke, da wir sehr übungsintensive Stücke spielen.

Daher die Frage ob ein neues Interface die Lösung ist, oder ob mit
Guitarrig allgemein nicht mehr drin ist?

Ich habe mal gehört dass es was bringen könnte nen Preamp zu nutzen,
und bei Guitarrig nur die Simulationen / Sounds zu nutzen.
Bringt das was?
 
pico
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ein PreAmp hat mit der Latenz nichts zu tun. Diese entsteht durch
- Wandlung des Analogen Signals nach Digital ~0,5ms 48KHz/24Bit
- Übertragung und Verarbeitung im Rechner ???ms - da spielt die CPU Power, der Treiber und das verwendete PlugIn eine große Rolle, aber selbst ohne PlugIn ~2ms
- Wandlung Digital nach Analog wieder ~0,5ms

als eines der besten Interface ist da das RME zu nennen (schon geschehen), das theoretisch auf 3-4ms kommt (ohne PlugIn) - in der Praxis liegt es bei etwa 5-6ms.

Wichtig zu beachten ist auch, die angezeigte Latenz ist oft nicht richtig. Da hilft es nur, einen Test zu machen. Ein Klicksignal auf einer Spur ausgeben und gleichzeitig über das Interface (Out und In it Kabel gebrückt) aufzunehmen (Latenzausgleich in der DAW auschalten!!!) und den Spurversatz zu messen.
Ist hier eine große Differenz, dann heißt es den Rechner bzw. die installierte Software, Treiber und Dienste genau zu untersuchen - oft sind irgendwelche anderen Gerätetreiber oder Hintergrundprogramme die Ursache dafür.

GuitarRig und Co sind je nach gewähltem Setup schon recht rechenintensiv und damit auch für hohe Latenzen verantwortlich.
Noch so ein kleiner Tip - die 'Latenz' der Schallwelle von der Box zum Ohr beträgt auch ~3,3ms pro Meter - also wenn Du 2 Meter von der Box weg stehst hast Du da auch schon knapp 7ms :D

GuitarRig und Co sind je nach gewähltem Setup recht rechenintensiv und tragen damit beträchtlich zur Latenz bei
 
Nachtfalke
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die Monitore stehen zum Glück ca. 60 cm bis 1 m vor meinem Kopf ;)
Ich meine die Latenz ist nicht sooooo hoch, das sie extrem nervt.
Ich habe halt immer nur das Gefühl, dass ich anders spiele als dann im Probenraum,
und dass ich so meine Spielweise verhunze.

Danke für die Antworten soweit.
ich werd mir das RME mal ansehen.

Grüße
 
Nachtfalke
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Ich glaube ich habe das Problem gefunden, bzw. die Probleme:

1. mein CPU war im Energiesparmodus (auch Guitarrig konnte den nicht abschalten)
2. der Asio4all treiber war nicht optimal konfiguriert. Nachdem der CPU volle Power gab konnte ich die Latenz deutlich drücken ohne Knackser zu bekommen
3. Umschalten auf 48.000 Hz brachte auch einen riesen Sprung nach vorn.

Somit habe ich nun 6,7 ms Latenz.
Ich glaube das Problem kann damit als gelöst bezeichnet werden.

Vielen Dank an alle Poster,
Grüße
 
pico
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tja, wiedereinmal war es doch nicht das böse und schlechte Interface :D
 
Nerezza
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Öhm, aber warum benutzt Du ASIO4ALL? Das ist doch nur eine Krücke für Soundkarten, die keinen eigenen Asio Treiber mitbringen. Das Tascam sollte eigentlich einen haben, den Du auch nutzen solltest.

Grüße Nerezza
 

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