EUB - Ned Steinberger, Aria oder doch was günstigeres

von Gast 168306, 19.07.10.

  1. Gast 168306

    Gast 168306 Guest

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    Erstellt: 19.07.10   #1
    Moin moin,

    ich würde gerne neben E-Bass auch mit Kontrabass spielen anfangen und meine erste Wahl wäre ein EUB.
    Das er klanglich nicht mit einem normalen Kontrabass zu vergleichen ist, ist mir bewusst und ich habe mich auch schon ein wenig durch das Forum gelesen. Ein KB scheidet allerdings aufgrund der Größe aus (Wohnung, Auto, Proberaum :) ).

    Privat würde ich das Instrument für Rockabilly, Blues und Jazz benutzen und in meiner Band könnte ich mir auch vorstellen, damit die etwas härtere Gangart anzuschlagen. Streichen wäre auch interessant, die Option möchte ich mir aufjedenfall offen halten, auch wenn es erst mal nicht mein Fokus ist.

    Jetzt ist die Frage, welches Modell für den Einstieg Sinn macht. Ich kaufe ungerne zweimal und lege wenn nötig lieber etwas mehr Geld auf den Tisch.

    Zur Auswahl stehen:

    -NS Design WAV4
    -NS Design NXT
    -ARIA SWB Lite One
    -(Stagg EDB 3/4)
    -(HB EUB 500)

    Zu Ned Steinberger habe ich hier gar nichts gefunden und die Infos zu Aria halten sich auch in Grenzen. Sind die Instrumente generell zu empfehlen oder lieber doch was ganz anderes?
    NS Design würde mich persönlich am meisten ansprechen.


    Danke für eure Antworten.

    MfG
    Dennis
     
  2. tom5string

    tom5string Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.10   #2
    Hi,

    die Billigheimer hatte ich noch nicht in der Hand, da gibts hier im Forum aber einige Meinungen von Leuten, die sowas mal getestet haben -> Suchfunktion :-)

    Am Aria stört mich das Ahorn-Griffbrett - geschwärzt. Ich bin da echt konservativ: das muss Ebenholz sein.

    Also bleibt von deiner Auswahl eigentlich nur NS-Design übrig. Und die mag ich nicht, da fehlt das Gefühl, einen grossen Bass zu spielen. Die NS sind ziemlich leicht - ich hab lieber einen Gegenpol, der einige Masse hat. Ausserdem finde ich die Variante des auf dem Dreibein montierten Instruments auch blöde - am Ende fehlten mir an den NS-Instrumenten alle KB-typischen Anlehnungspukte; das sind halt echt leichte, dünne Spargel mit Saiten 'drauf.

    So, jetzt hab ich leider alle deine Vorschläge niedergemacht ;-), sorry ....

    Als Tip von mir folgendes:
    - Teste mal so einen NS aus, vielleicht kommt dir das Spielgefühl ja entgegen, klingen tun die nicht schlecht.
    - Mit dem Bogen solltest du auf allen EUB's spielen können, die Griffbrettwölbung sollte immer reichen (ausser bei solchen Hybrids wie z.B. Bassline Worp)
    - schau dich um nach gebrauchten Geräten um, z.B. Yamaha SLB oder Vektor oder Fichter- muss ja nicht immer neu sein. Mit nem gebrauchten für ca 1000-1500 kommst du in eine sehr interessante Liga.
    - wichtig ist die Mensur, mindestens 104 cm sollten es schon sein.

    Viel Spass beim Testen, und willkommen im Lager der EUBler :-)

    Tom
     
  3. Gast 168306

    Gast 168306 Threadersteller Guest

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    Erstellt: 21.07.10   #3
    Also spricht in deinen Augen nur die Größe der Ned Steinberger gegen eine Anschaffung? Werde aufjedenfall mal probieren, einen anzuspielen.
    Sind die Instrumente qualitativ zu gebrauchen? Bei dem Preis sollte man ja eigentlich davon ausgehen können :)

    Auf dem Gebrauchtmarkt schaue ich mich auch mal um, bin eigentlich ein großer Yamaha Freund, vielleicht findet sich ja ein SLB.

    Weitere Vorschläge, Meinungen und Erfahrungen?
     
  4. Zoidson

    Zoidson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.07.10   #4
    Ich hatte mich auch schon mal mit dem Thema EUB befasst und auch mal den Stagg EDB bestellt, der mich aber so gar nicht überzeugt hat und gleich wieder zurück ging.
    Laut einigen Berichten soll der hier ganz brauchbar sein: Eminence E-DB
    Für mich war der zum mal ausprobieren aber viel zu teuer, aber wenn du die Möglichkeit hast, würde ich den auch mal anspielen.
     
  5. Scriptura

    Scriptura Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.10   #5
    Hallo Dennis,
    ich habe den NS Wav 4.
    Was mir sofort negativ aufgefallen ist, waren die mitgelieferten Saiten, die den Bass wie einen mittelmäßigen Fretless klingen lässt. Hier mußt Du auf jeden Fall nochmals investieren. Beim mitgeliefertem Tripod-Ständer hat sich nach kurzester Zeit der Festell-Spind gelöst, wo quasi der Gewindebolzen sitzt, der den Bass aufnimmt. Dieses Problem ließ sich aber mit einer Blechschraube leicht lösen. Kontrabass-Saiten lassen sich hinter dem Bass einhängen und werden durch den Korpus durchgeführt. Bei der E-Saite muss man die Saite am Wirbel etwas kraftvoll reinquetschen. Bis der Bass dann stimmstabil ist, geht relativ lang.
    Jetzt aber zu den Pluspunkten:
    Der Bass ist sehr sauber verarbeitet und lackiert bis auf dem Halsauschnitt bei den Wirbeln wo etwas nachläßig gearbeitet wurde. Die Elektronik arbeitet passiv mit einem Volumenregler und einer Tonblende, weiterhin hat er noch einen Mini-Schalter, wo man 2 Modi abrufen kann, wobei mir persönlich nur die "Pizzicato-Stellung" gefällt, mit dem ich auch Arco spiele und hier mit der Tonblende die Höhen runterdrehe. Ansonsten bekommst Du ein unschönes Piezo-Kratzen...
    Der Hals ist durchgehend, wie bei einem E-Bass ausgeführt, und hat als Orientierung des Griffbretts Dotmarkers eingearbeitet.
    Die Bespielbarkeit ist sehr gut, wobei ich mich etwas umstellen mußte, gegenüber dem Kontrabass. Ich finde es für mich am bestem, wenn ich "hinter" dem Bass stehe, ähnlich der "Rabbath-Metode". Mit Bogen spielen geht auch, das für mich auch der Hauptgrund war für diesen Bass, auch leise mit Bogen üben zu können.
    Das mitgelieferte Gig-Bag ist sehr gut ausgeführt, wobei sogar an eine extra Tasche für den Tripod-Ständer gedacht wurde.
     
  6. Moulin

    Moulin Fender Vintage & Reissue Bass HCA HFU

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    Erstellt: 09.08.10   #6

    Wenn man im Eröffnungsthread von Rockabilly spricht, kommt man mit einem 'etwas besseren Fretless E Bass' nicht wirklich weiter.
    Eine Mensur von 104, wie Tom schon oben schrieb ist da notwendig. Allerdings ist es ohnehin schon schwierig einen so dünnen Stab zu halten und dann noch darauf zu Slappen.

    Andere Musikrichtungen kann man mit einem 34'' Upright natürlich schon bedienen.
     
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