EWI-USB drahtlos: Done! :-)

von Petra Sue, 28.08.16.

  1. Petra Sue

    Petra Sue Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    23.11.12
    Zuletzt hier:
    14.03.18
    Beiträge:
    127
    Ort:
    Aachen / Landsberg am Lech
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    1.212
    Erstellt: 28.08.16   #1
    Hallo zusammen,

    nach einigen Versuchen, Irrungen und Wirrungen habe ich es nun hinbekommen, das EWI-USB drahtlos per BLE (Bluetooth Low Energy) an einen Synthi anzuschließen und damit endlich das Kabel zwischen Blasrohr und Synthesizer durchzuchneiden.

    Hier mein System (zugegebenermaßen ohne Kabel zwischen Synthi und Aktivbox):

    DSCN3563-cut-opt.JPG

    Das EWI trägt einen Yamaha UD-BT01 Sender, der seinerseits von einer relativ kleinen Power Bank gespeist wird - irgendwo her muss der Strom ja kommen. Eigentlich ist die Power Bank mit 5,6 Ah schon viel zu groß dimensioniert; die kleinen 2,6 Ah-Teile mit nur einem Li-Ionen-Standardakku drin würden dicke ausreichen. Aber nachdem ich mit so einem Billigteil negative Erfahrungen gemacht hatte, habe ich dann lieber zur größeren Ausführung gegriffen. Das zusätzliche Gewicht von ca. 150 g für alle Anbauteile ist durchaus erträglich. Dafür hatte ich ja schon länger diese "Wertigkeitsfeeling-Metallplatten" des EWI-USB rausgenommen ... ;)

    Das UD-BT01 ist ja eigentlich "nur für Apple-Geräte" als Gegenpart konzipiert. Aber ein pfiffiger australischer Brieffreund hat die BLE-Anbindung netterweise ans Laufen bekommen und mir die entsprechenden Ansprachedaten zur Verfügung gestellt.

    Ich habe den Akku etwa in der Mitte des EWIs platziert, weil er mir da von der Gewichtsverteilung am besten erschien. Das zunächst befürchtete Übergewicht nach links ist gefühlt nicht eingetreten.

    Die Drahtlosverbindung geht per BLE (Bluetooth Low Energy) zum Raspberry Pi 3, der neben dem dicken, hinter dem Metallgitter sitzenden Betriebsakku des Synthis in dem kleinen, schwarzen Käschtle auf dem Synthigehäuse mit Textilklebeband auf dem Synthigehäuse fixiert ist. Der Raspi setzt die BLE-Informationen um und gibt sie an einen USBtoMidi-Konverter billigster Bauart weiter, der (derzeit noch) leider viel zu lange Kabel hat und mit dicken Steckern im Synthi eingestöpselt werden muss. Das macht die derzeitige Verkabelung noch etwas experimentell. Aber ein weiteres Billigteil liegt schon zum Abknapsen und Bessermachen bereit. Der Raspi arbeitet "headless", stellt also nach Einschalten und nach Anschalten des EWIs die Verbindung automatisch her. Sollte er sie mal verlieren, wird sie nach ca. 1 sec automatisch wieder hergestellt. Dass alles korrekt gekoppelt ist, erkennt man an der wechselfarbigen Leuchtdiode des UD-BT01. Man braucht sich also informations- und elektrotechnisch um nicht zu kümmern, wenn man mit dem System spielen will.

    Seinen Strom bekommt der Raspi über einen USB-Port vom Synthi und damit letztlich aus dem Betriebsakku. Das tut aber nicht sonderlich weh, denn die zusätzliche Leistungsaufnahme beträgt weniger als 1,5 Watt und geht gegenüber dem Leistungsbedarf des Synthi (ca. 40-44 Watt) gewissermaßen im Rauschen unter.

    Die älteren Bluetooth-Standards waren ja bekanntlich zu langsam für interaktive Musikanwendungen. Erst die Bluetooth 4.x Verbindungen versprechen, hinreichend latenzarm zu sein, so dass es auch für musikalische "Echtzeit"-Anwendungen reicht. Zumindest für meine Hobbyansprüche habe ich das Gefühl, dieses gut hinbekommen zu haben. Hierzu waren aber noch ein paar Änderungen an den Raspi-Basiseinstellungen und ein wenig Umprogrammierung erforderlich. Gemessen habe ich die resultierenden Latenzzeiten noch nicht (kommt noch), aber gefühlsmäßig passt die Geschichte. Mein typisches Teststück ist in dieser Hinsicht der "Buuredanz" ()

    ... wobei ich die entsprechenden Passagen der Singstimme staccato spiele. Dabei nehme ich ein Instrument mit schnellem Einsatz (bei mir: Bassoon/Fagott), damit auch die musikalische Ansprechzeit minimiert ist.

    Tschüssi,
    Petra
     
  2. dynasample

    dynasample Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    12.06.12
    Zuletzt hier:
    17.02.18
    Beiträge:
    227
    Zustimmungen:
    35
    Kekse:
    739
    Erstellt: 28.08.16   #2
    Klasse!

    Das ist immer noch ziemlich kompakt und scheint mir insgesamt nicht größer als mein drahtlos-System mit dem zerlegten Kenton USB->MIDI Konverter mit dem (ebenfalls zerlegten) midiBeam zu sein.

    Ich denke, Deine Variante ist zumindest preislich etwas günstiger.

    Schade, dass man sich hier immer im DIY Bereich bewegen muss und es keine fertigen Geräte gibt außer dem etwas teueren und noch nie lieferbaren "Airpower3" von Starrlabs. http://www.starrlabs.com/product/airpower3/

    LG, Ingo
     
  3. Petra Sue

    Petra Sue Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    23.11.12
    Zuletzt hier:
    14.03.18
    Beiträge:
    127
    Ort:
    Aachen / Landsberg am Lech
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    1.212
    Erstellt: 28.08.16   #3
    Wenn Interesse an dieser BLE-Anbindung existiert, würde ich das Zeugs - natürlich etwas schicker aufbereitet :rolleyes: - auch kommerziell anbieten wollen. Aber dazu hätte ich gerne zunächst eigene Messdaten zur Latenz aufgenommen und zweitens über entsprechende Rückmeldungen das Gefühl, dass das nicht auf reine Einzelfertigung hinausläuft.


    Wenn du auf eine qualitativ hochwertigere Single-Cell-Powerbank gehst (sollte laut Spec eigentlich für einen ganzen Tag Drahtlospielen reichen!) ist es eigentlich schon kompaktestmöglich, und das sogar mit käuflichen, nicht handnachbearbeiteten Teilen.

    Ich würde mal sagen: Es ist deutlichst günstiger, im Vergleich zum Airpower3 weniger als die Hälfte. Ein Endpreis würde aber noch von der gewünschten Kompaktheit und Einbauvariante abhängen. Da sind dann schnell mal 10-20 EUR mehr oder weniger drin ...


    Kleine Anmerkung noch für die Allgemeinheit: Auch wenn ich Ingos Xpression für mich immer noch für den besten aller verfügbaren Synthis halte, ist die Anbindung natürlich nicht synthesizerspezifisch. Jeder Synthi, der Midi-In hat, sollte damit eigentlich klarkommen - sofern er die Midi-Controller-Spezifika des EWI-USB versteht. Die werden letztlich 1:1 durchgereicht.

    Tschüssi,
    Petra
     
  4. dynasample

    dynasample Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    12.06.12
    Zuletzt hier:
    17.02.18
    Beiträge:
    227
    Zustimmungen:
    35
    Kekse:
    739
    Erstellt: 28.08.16   #4
    Nur mal kurz zum Größenvergleich zwei Fotos von meinem Kenton / midiBeam Sender:

    [​IMG]

    [​IMG]

    Vom Preis her lag ich damals unter 200 EUR, aber heute wird's auf jeden Fall über 200 EUR liegen. Das Gehäuse stammt aus meinem 3D-Drucker.
    Da sowohl das Akku wie auch der MIDI->USB Converter & midiBeam unten sind, bemerkt man beim Spielen kaum die zusätzlichen Teile. Gesamtgewicht inkl. Akku 738 Gramm.

    Der Sender wird einfach auf das EWI aufgeschoben und mit 2 Kabeln verbunden.
     
  5. Petra Sue

    Petra Sue Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    23.11.12
    Zuletzt hier:
    14.03.18
    Beiträge:
    127
    Ort:
    Aachen / Landsberg am Lech
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    1.212
    Erstellt: 30.08.16   #5
    Wir haben gestern mal mein gemoddetes Ewi auf die Waage gelegt: 690 g. (Ohne Nackenstraps, versteht sich.)

    Ätsch! :D

    Tschüssi,
    Petra :engel:
     
  6. dynasample

    dynasample Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    12.06.12
    Zuletzt hier:
    17.02.18
    Beiträge:
    227
    Zustimmungen:
    35
    Kekse:
    739
    Erstellt: 30.08.16   #6
    Mmmmhh ...

    Vielleicht liegt's an dem (sauschweren) gelben Haargummi am Mundstück? :rolleyes:
     
  7. Petra Sue

    Petra Sue Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    23.11.12
    Zuletzt hier:
    14.03.18
    Beiträge:
    127
    Ort:
    Aachen / Landsberg am Lech
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    1.212
    Erstellt: 05.09.16   #7
    So, weiter im Text:

    Nach einigen vergeblichen Versuchen, den Versatz zwischen Tapps (Finger klatscht vernehmlich auf einen EWI-Sensor und Bumms (der dadurch induzierte Ton, typischerweise ein impulsartiger wie Steel Drum, Cembalo oder Timpani, kommt aus dem Lautsprecher) mittels Oszilloskop zu bestimmen, habe ich schlicht Audacity dazu verwendet, diese akustischen Manifestationen auf dem gleichen Track mitzuschneiden - was ausgesprochen gut funktioniert hat. Man erhält auf diese Weise insbesondere auch die Brutto-Latenz über alles - und das ist letztlich das, was *mich* beim Muckemachen interessiert.

    Ich war dann gestern bei Ingo, um mit ihm und seiner besseren Ausstattung zusammen dem BLE noch ein wenig quantitativer auf den Zahn zu fühlen.

    Ingo hat dann zunächst mal sein EWI-5000 mit sowohl direktem Midi-Out und USB-Out verwendet, um über ein spezielles Programm die reinen Midi-Laufzeitunterschiede zwischen diesen beiden Übertragungskanälen zu ermitteln. Über 11 Noten nacheinander gespielte Noten, die wir so untersucht haben, ergab sich im Schnitt eine Verzögerung von 8,8 ms, wobei die Schwankungsbreite bei 6-12 ms lag.

    Danach haben wir noch mit meiner Tapps-Bumms-Brutto-Technik per Audacity geschaut und damit die Gesamtlatenz für ein Xylophon ermittelt, wobei wohl ein (messteschnisch fairer) Trick ist, die Lautstärke des Instruments auf den Maximalwert zu nageln, um nicht unötig im Synthi verlängernde Anklingvorgänge zu induzieren. Als Track sieht das dann aus, wie im Bild geschildert:

    Tapps-Bumms-Xylo.png

    (zur Interpretation: zusätzliche ca. 1-2 ms für Laufzeit Lautsprecher => Mikro + ca. 3 ms für eine zusätzliche, aufbaubedingte Latenz durch eine MidiBeam-Übertragung, macht also in diesem konkreten Beispiel ca. 55-56 reale Ansprechzeitverzögerung - eingegrauter Bereich - zwischen Fingerpatsch auf Sensor und Ertönen des Xylophon-Klangs)

    Hierbei ergab sich typisch eine totale Ansprechverzögerung von ca. 57 ms, die sich - durchaus erklärlich - aus verschiedenen Komponenten zusammensetzt:

    # ca. 21 ms durch das EWI selber bedingt (bis es das Note-On-Signal an die Schnittstelle gibt.)
    # ca. 18 ms durch den Syntesizer (Dynasample Xpresion) nach Empfang des Note-on
    # ca. 10 ms durch die BLE-Übertragung

    ... macht zusammen ca. 50 ms. Die restlichen paar ms sind jetzt zwar nicht unmittelbar zuzuordnen, aber werden sich wohl auch noch irgendwie interpretieren lassen, wenn's einen interessiert.

    Mein Fazit:

    # Die Nutzung der BLE-Übertraung ist einfachstmöglich: UD-BT01 und EWI per Powerbank aufpowern, Raspi über eine USB-Schnittstelle des Synthi durch dessen Anschalten mit Strom versorgen, und die Verbindung ist schneller aufgebaut, als der Xpression zum Hochfahren benötigt. Sollte die Verbindung mal abreißen (weil jemand 'ne Metallplatte durch's Bild trägt oder so), wird sie nach Ende der Störung innerhalb ca. zwei Sekunden automatisch wieder aufgebaut.

    # Ja - die BLE-Übertragung trägt ihren Anteil zur insgesamt auftretenden Brutto-Latenz bei, aber sie ist nicht so groß, dass es eine wirkliche Rolle spielt oder gar zu einer schlechteren Spielbarkeit führen würde.

    # Es existiert ein Jitter von typisch ca. +/- 3 ms (maximal ca. +/- 6 ms in unserem kurzen Experiment), der vielleicht noch etwas stören könnte. Aber da bin ich mit einer Überarbeitung der Kernelparameter des Raspi gerade noch mal ran. Hier dürften sich vielleicht noch geringere Jitterzeiten erreichen lassen.

    # Ich habe die BLE-Technik jetzt so implementiert, dass sämtliche beteiligten Komponenten (EWI, Xpression , Raspberry Pi 3, USB2Midi-Adapter, Yamaha UD-BT01, Power Bank) ohne Modifikationen oder Löten eingesetzt werden können. Damit bleibt bei jeder Komponente (insbesondere Synthi und EWI) die volle Flexibilität erhalten.

    Das kann mögilcherweise für die Profis eine Rolle spielen: Wenn da in Bluetooth-verseuchten Auditorien (in den ganzen Handys) die Bandbreite möglicherweise knapp wird, kann auch mal kurz auf das gute alte USB-Kabel zurückgegriffen werden, und alles läuft trotzdem noch. Für meine Privatanwendung ist das jedenfalls kein realistisches Störszenario.

    Ich bin daher jetzt ganz happy mit meinem kabellosen EWI und werde wohl auf absehbare Zeit nicht mehr kabelgebunden spielen.

    Tschüssi,
    Petra
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  8. dynasample

    dynasample Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    12.06.12
    Zuletzt hier:
    17.02.18
    Beiträge:
    227
    Zustimmungen:
    35
    Kekse:
    739
    Erstellt: 06.09.16   #8
    Noch eine Vermutung zu den fehlenden Millisekunden.

    Leider gibt es keinerlei Dokumentation darüber, was das Key-Delay beim EWI macht, oder in welchen Maßeinheiten die Zahlen sind. Ich vermute jetzt aber, dass es Millisekunden sind, die zusätzlich zum bereits vorhandenen Anblasdelay des EWIs aufaddiert werden.

    Ich hatte am EWI5000 ein Keydelay von 7 eingestellt, was dann die Latenz des EWIs selbst auf ca. 28 ms erhöhen würde.


    Zur Erläuterung der internen Latenz des EWIs:

    Ein Delay von 21 ms (gemessen hier im Nuendo) zwischen dem ersten Breath Controller Wert, der den eingegebenen minimalen Schwellwert übersteigt, und der dann folgenden Note On ist notwendig, um die Anschlagstärke zu ermitteln. Ca. 20 ms entspricht der Zeit, die der Mensch benötigt, den Blasdruck auf die Maximalstärke aufzubauen. Diese Zeit ist gleich, egal ob man Trompete oder Flöte spielt oder auch singt. Danach benutzt das EWI den bis dahin erreichten Wert und gibt ihn als Anschlagdynamikwert aus.
    Da die Anschlagdynamik ein Teil jeder "Note On" ist, kann vor Ablauf dieser benötigten Messzeit keine Note ausgegeben werden, wenn sie einen korrekten Anschlagsdynamikwert (engl. Velocity) beinhalten soll.

    Bei bereits aufgebautem Blasdruck - wie beim Legatospielen - könnte diese Zeit zwar theoretisch weggelassen werden, das würde das Instrument aber unberechenbar machen, da es keine konstante Zeit zwischen Logato- und Nonlegatonoten gäbe. Exaktes Timing wäre - im Gegensatz zu einer vorhandenen konstanten Latenz - kaum möglich.



    Man stellt also fest, dass der größte Teil der Verzögerung vom EWI selbst kommt. Kommentare wie "ich kann nur spielen, wenn ich mein System-Delay maximal 1,5 ms beträgt. Bei 3-6 ms geht schon nichts mehr" sind Unsinn.

    Die Latenz eines Computers oder Soundmodul entspricht in keiner Weise dem eingestellten Wert des Soundkarten-Puffers, da i.d.R. 2-3 Puffer verwendet werden und die Zeit der MIDI-Verarbeitung, der D/A Wandler und die interne Software und Betriebssystem-Latenz addiert werden müssen. Dazu kommt der Jitterm der bei MIDI (jeweils) mindestens 1 ms und beim Audio mindestens eine Puffergröße hat. Auch die Software benötigt Zeit zur Berechnung ...
    Eine Einstellung von 64 Samples (entspricht ca. 1,5 ms) hat also bereits in der Praxis eine Latenz von höchstwahrscheinlich über 10 ms.


    Noch eine Anmerkung:
    Die Latenz des midiBeam lag bei ca. 2-3 ms bei einem Jitterwert von 1-2 ms, was dem Jitterwert der MIDI-Wandlung entspricht. Dieser Wert ist nochmal deutlich präziser. Allerdings kann man sagen, dass sich die Signifikanz im Verhältnis der gesamten Verzögerung relativiert.

    Eine weitere wichtige Änderung wäre die Kernel Timerauflösung des RaspberryPi. Diese steht bei Petras aktuellen Kernel auf 300 Hz, was für eine volle MIDI-Timing Auflösung von benötigten 1.000 Hz zu niedrig ist. Dadurch sollte der Jitter nochmal um ca. 3 ms verringert werden und die durchnittliche Latenz sollte sich um knapp 2 ms reduzieren.


    LG, Ingo
     
  9. Petra Sue

    Petra Sue Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    23.11.12
    Zuletzt hier:
    14.03.18
    Beiträge:
    127
    Ort:
    Aachen / Landsberg am Lech
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    1.212
    Erstellt: 03.10.16   #9
    Done! :great: ;)

    Tschüssi,
    Petra
     
  10. Petra Sue

    Petra Sue Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    23.11.12
    Zuletzt hier:
    14.03.18
    Beiträge:
    127
    Ort:
    Aachen / Landsberg am Lech
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    1.212
    Erstellt: 07.10.16   #10
    Sodele,

    nachdem ich nun einige Erfahrungen mit meinem "Drahtlossystem" gewonnen habe, fühle ich mich sicher genug, das System als Bausatz anzubieten. Der Begriff "Bausatz" ist hier nicht so gemeint, dass der Nutzer noch groß etwas zu basteln hätte, sondern dass er die Komponenten in Verbindung mit den eigenen, schon vorhandenen Musikkomponenten zusammenstecken muss, um ein funktionierendes Etwas daraus zu machen. Das Paket ist so zusammengestellt, dass es eigentlich ein Rundum-Sorglos-Paket ist. Es besteht aus:

    Wind-Controller-seitig:
    • Bluetooth-Sender Yamaha UD-BT01
    • kleine Power-Bank zur Stromversorgung des UD-BT01 und ggf. des angeschossenen Wind Controllers oder sonstigen Midi-Instruments (reicht beim EWI-USB für 10+ h kontinuierliches Spielen) mit aufgeklebtem Stück doppelseitigem Klebeband zur Anbringung am Wind Controller
    • kurzes Verbindungskabel USB A-B für die Verbindung des Wind Controller USB-Out (z.B. eines EWI-USB) und dem UD-BT01
    Synthesizer-seitig:
    • Raspberry Pi 3 in einem quaderförmigen Gehäuse mit 8 GB µSD-Karte als Bluetooth-Empfängermodul
    • USB-to-Midi-Konverter mit einer 5-pol DIN Midi-Out-Buchse
    • wahlweise ein USB-Netzteil oder ein kurzes USB A-µB Kabel als Stromversorgung für den Raspberry Pi. [Übliche USB-A-Buchsen an entsprechenden Geräten (Stromleistung bis 500 mA) reichen aus, um den Raspberry Pi darüber zu versorgen.]
    Software- / installationsseitig:
    • Fertig auf den mitgelieferten UD-BT01 abgestimmtes, autostartendes Raspbian-System, als Nur-Lese-System gegen hartes Abschalten abgesichert (geht ja auch nicht anders im Betrieb als Musikkomponente)
    • konfiguriert als reines, unidirektionales Midi-System: Es werden ausschließlich Midi-Events ohne jegliche inhaltliche Modifikation vom Wind Controller zur Midi-In-Buchse des angeschlossenen Synthesizers geleitet. Eine Rückleitung von Midi-Informationen (z.B. SysEx-Pakete etc.) ist nicht vorgesehen.
    • experimentell (bei individueller Nachfrage): automatische Konvertierung von CC-Events, um unflexible, ältere Synthesizer insbesondere mit CC2-Events (Midi Expression-Werten) ansprechen zu können.
    Diese Zusammenstellung ist als AEG-System ausgelegt: Auspacken - Einstöpseln - Geht.
    Ich biete es an für insgesamt 200 EUR inkl. Versandkosten und Mwst.

    Allerdings sollte man sich über folgende Liefer- und Betriebsrandbedingungen im Klaren sein:
    • Da diese angebotene Zusammenstellung kein seriengefertigtes System ist, bin ich auf den Zukauf der erwähnten Einzelteile mit entsprechenden Lieferzeiten angewiesen. Jedes ausgelieferte System ist zuvor von mir einzeln an meiner eigenen Hardware auf Funktionsfähigkeit geprüft worden. Entsprechend kann die Lieferzeit nach Bestellung durchaus zwei Wochen betragen, da ich mir keine genannten Komponenten auf Halde lege.
    • Der am UD-BT01 per USB A-Stecker angeschlossene Wind Controller (oder belieber sonstiger Midi-Controller, z.B. auch Keyboard) muss als solcher erkannt werden. Yamaha ist in dieser Hinsicht sehr entspannt, was die Kompatibilität angeht. Die übliche Forderung ist eine "Midi Class Compliance", die wohl für so ziemlich jedes Gerät gilt, das in diesem Jahrtausend (und wohl auch schon davor) gebaut wurde.
    • Der auf der Empfängerseite angeschlossene Synthesizer muss mit den transparent durchgeleiteten Midi-Informationen etwas anfangen können. Ggf. ist entweder der Wind Controller oder der Synthesizer (z.B. durch Umstellen des Expression Events CC2 auf CC7 oder CC11) entsprechend einzustellen.
    • Ich habe nur ein sehr begrenztes Testumfeld: Beliebige Midi-Controller im Zusammenspiel mit beliebigen Synthesizern kann ich nicht gegentesten!
    • Für sämtliche Einstellarbeiten am Wind Controller ist wegen des nicht vorgesehenen Rückkanals das hier angebotene Übertragungssystem nicht zu gebrauchen. Diese sind weiterhin über konventionelle Verbindungen (typischerweise zu einem Computer mit USB-Anschluss) vorzunehmen.
    Nachfragen bitte per PM über das Musiker-Board oder direkt an roosen@vollmer-roosen.de
     
  11. dynasample

    dynasample Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    12.06.12
    Zuletzt hier:
    17.02.18
    Beiträge:
    227
    Zustimmungen:
    35
    Kekse:
    739
    Erstellt: 26.12.16   #11
    Hallo, und erst mal an alle noch "ein frohes Fest"!


    Ich habe zum Thema Bluetooth kürzlich den CME WIDI BUD

    https://www.thomann.de/de/cme_widi_bud.htm?ref=search_rslt_CME+WIDI_397328_0

    entdeckt und mir direkt vor Weihnachten noch (zusammen mit dem Yamaha UD-BT01)

    https://www.thomann.de/de/yamaha_ud_bt01_wireless_midi_adapter.htm?ref=search_rslt_UD-BT01_379375_0

    besorgt.


    Und siehe da, ich konnte das Teil direkt an meinen XPression anschließen und es lief!
    ... allerdings mit sehr hoher Latenz! :bad:

    Heute morgen habe ich den WIDI BUD auf die 1.1 Frimware upgedatet und jetzt läuft's auch mit niedriger Latenz! :great:

    Da der WIDI BUD direkt als USB-MIDI Gerät erscheint und nicht einfach als Bluetooth Device, das erst noch "midifähig" gemacht werden muss, kann man sich so die ganze Peripherie auch am Windows- oder Linux-Rechner sparen.

    Ich gehe davon aus, dass man das Ganze auch über einen Kenton MIDI USB HOST als Standard MIDI ausgeben kann. Muss ich allerdings noch testen, da ich meinen 2. Kenton gerade verliehen habe.
    (Mein erster Kenton ist ja bereits fest mit dem midiBeam am EWI-USB verbaut!)

    Alternativ habe ich mir ein Arduino mini plus USB Host Shield bestellt, mit dem das genauso (mit etwas Basteln für 25,- EUR) funktionieren sollte. Das entspricht dann ungefähr diesem Teil (Mode Machines Cerebel USB), das mit den normal großen Arduinos dasselbe macht:

    https://www.thomann.de/de/mode_machines_cerebel_usb.htm?ref=prod_rel_325513_2

    Damit könnte man dann auch einen midiBeam als MIDI Sender am EWI-USB benutzen, der dann noch eine (fühlbare) niedrigere Latenz liefert. Wobei ich sagen muss, dass die Bluetooth Variante durchaus spielbar ist.

    Dann noch einen GUTEN RUTSCH! :m_sax::m_trumpet::m_trombone::m_dblbass::m_drummer::m_key::m_git1:

    Grüße, Ingo
     
  12. Petra Sue

    Petra Sue Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    23.11.12
    Zuletzt hier:
    14.03.18
    Beiträge:
    127
    Ort:
    Aachen / Landsberg am Lech
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    1.212
    Erstellt: 26.12.16   #12
    Hört sich gut an! Wie gering ist den niedrige Latenz, wenn du über die gleiche Timing-Methodik vergleichst, die wir seinerzeit auf meine Raspi-Lösung angewendet haben?

    Tschüssi und ebenfalls noch frohes Fest und guten Rutsch!

    Petra
     
  13. dynasample

    dynasample Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    12.06.12
    Zuletzt hier:
    17.02.18
    Beiträge:
    227
    Zustimmungen:
    35
    Kekse:
    739
    Erstellt: 26.12.16   #13
    Über die genaue Latenz kann ich noch nichts Nachgemessenes sagen.
    Ich werde bei Gelegenheit mal den "Petraschen-Latenz-Test"* machen.

    Ob das noch in diesm Jahr ist, kann ich aber so genau nicht sagen ...
    Auch hier wäre eine gewisse (unmessbare) Latenz möglich!

    * benannt nach der Erfinderin
     
  14. Petra Sue

    Petra Sue Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    23.11.12
    Zuletzt hier:
    14.03.18
    Beiträge:
    127
    Ort:
    Aachen / Landsberg am Lech
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    1.212
    Erstellt: 17.02.18   #14
    Ich habe mich beim letzten Besuch bei Ingo nun doch mal zum Widi Bud inspirieren lassen und mir für 49 EUR einen bestellt. Nun kann ich Ingos Aussage bestätigen, dass nach Einspielen des Updates und Pairen mit meinem UD-BT01 das Dingens anscheinend ganz gut mit dem EWI-USB zusammenarbeitet. Meinen Latenztest muss ich zwar noch machen, aber vom Gefühl her könnte das mit dem Teil noch einen Hauch weniger als bei meiner Raspi-Lösung sein.

    Auf jeden Fall ist der Geräteaufwand deutlich (und wahrscheinlich der Strombedarf ein wenig) geringer - so gering, dass man fürchten muss, den Widi Bud zu verlieren, wenn man ihn einmal aus dem USB-Port rausgenommen hat.

    Ich werde bis auf Weiteres meine Raspi-Lösung mal totgeschaltet am Synthi hängen lassen und schauen, wie ich mit dem Widi Bud klarkomme. Als Rückfalllösung und für den Fall, dass ich in den Datenstrom eingreifen möchte, ist der Raspi natürlich weiter das Mittel der Wahl. Beim Widi Bud kann man sowas ja nicht.

    Tschüssi,
    Petra
     
Die Seite wird geladen...

mapping