Experiment: Was passiert, wenn eure SchĂŒler...

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mauricewoike
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Hallo zusammen,

ich wollte mal ein Thema in die Runde werfen, das vermutlich jeder Vocal Coach und Musiklehrer hier kennt:

Die Unterrichtsstunde war super, der SchĂŒler geht motiviert nach Hause – und eine Woche spĂ€ter stehen wir wieder bei Null. Die Ausreden sind ja oft kreativ:
  • „Ich habe den Zettel mit den Übungen verlegt.“
  • „Ich wusste nicht mehr genau, wie die Phrasierung ging.“
  • „Ich hatte keine Zeit, die Aufnahme vom Handy auf den PC zu ziehen.“
Ich fand dieses „Zettel-Chaos“ und die fehlende Verbindung zwischen den Stunden irgendwann extrem frustrierend. Wir leben im digitalen Zeitalter, aber der Musikunterricht lĂ€uft oft noch wie vor 20 Jahren.

Daher hab ich eine App gebaut.

Die Idee dahinter: Es ist eine App, die als direkte Schnittstelle zwischen Coach und SchĂŒler dient. Statt Notizen ins Heft zu kritzeln, schiebe ich dem SchĂŒler die Hausaufgaben, Audio-Files (Warm-ups, Songs) und Feedback direkt in seine App. Er hat alles in der Hosentasche, kriegt Erinnerungen ans Üben und ich sehe seinen Fortschritt.

Meine Frage an euch: Wie löst ihr das aktuell? Nutzt ihr noch klassisch Stift & Papier, WhatsApp-Gruppen oder Cloud-Ordner?

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Liebe GrĂŒĂŸe & happy singing!
 
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Ich sage mal vorsichtig "Herzlich willkommen", auch wenn ich mutmaße, dass der Thread wegen "Eigenwerbung" nicht lange hĂ€lt.

Ich hĂ€tte als Gesangslehrer nicht die geringste Lust, meine SchĂŒler auch außerhalb der Gesangsstunden aktiv zu betĂŒdeln, ob nun digital per App, Cloud oder analog. Wenn sie nicht ĂŒben und ihre Sachen nicht zusammenhalten, dann machen sie halt halt auch weniger Fortschritte. Pech. Die Arbeitsunterlagen digital zu verwalten, ist natĂŒrlich grundsĂ€tzlich nicht verkehrt.

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Absolut verstĂ€ndlicher Gedanke, aber es geht nicht ums "betĂŒdeln", sondern vielmehr darum, Zeit zu sparen und AblĂ€ufe und den Orga Kram zu minimieren
 
Meine Frage an euch: Wie löst ihr das aktuell? Nutzt ihr noch klassisch Stift & Papier, WhatsApp-Gruppen oder Cloud-Ordner?
Mal eherlich: Interessiert es Dich wirklich? Oder ist das eigentlich eine rethorische Frage, die in Wirklichkeit zu Marketing/Vertriebszwecken gestellt wird.

Sorry, ich bin bei solchen Dingen immer sehr empfindlich, wenn ich den Eindruck habe, irgendwelche Marketingleute wollen mich fĂŒr blöd verkaufen.

Sag doch einfach eherlich: Ich habe eine App entwickelt und finde diese großartig. Schaut sie Euch an und wenn sie Euch gefĂ€llt, dann kauft sie (oder ein Abo oder was der Teufel). Das ist fĂŒr mich wunderbar und okay. Ich wĂ€re der letzte, der bei Bedarf da nicht zuschlagen wĂŒrde.
Aber wenn ich sowas wie oben zitiert lese, Àrgere ich mich und verliere auch die Lust auf das Produkt.

(Beitrag aus Crosspost verschoben)
 
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Die Ersparnis sehe ich noch nicht. Gerade diese Punkte hier:

Feedback direkt in seine App
Erinnerungen ans Üben und ich sehe seinen Fortschritt.

Wenn ich einen SchĂŒler habe, der einmal die Woche fĂŒr eine Stunde zum Unterricht kommt, betrĂ€gt die Zeit, die ich in ihn investiere, genau eine Stunde pro Woche. Diese Zeit kann nicht "erspart" werden, denn genau dafĂŒr zahlt der SchĂŒler. Alles darĂŒber hinaus ist ist zusĂ€tzliche Zeit.

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Michael Scratch
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Ich sage mal vorsichtig "Herzlich willkommen", auch wenn ich mutmaße, dass der Thread wegen "Eigenwerbung" nicht lange hĂ€lt.

Ich hĂ€tte als Gesangslehrer nicht die geringste Lust, meine SchĂŒler auch außerhalb der Gesangstunden aktiv zu betĂŒdeln, ob nun digital per App, Cloud oder analog. Wenn sie nicht ĂŒben und ihre Sachen nicht zusammenhalten, dann machen sie halt halt auch weniger Fortschritte. Pech.

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Dass dies zusÀtzliche Zeit ist, ist mir klar. Aber der Unterricht ist ja mehr als die eine Stunde. Es ist die Vor- und Nachbereitung. Die Materialrecherche.
Alles darĂŒber hinaus ist ist zusĂ€tzliche Zeit
Klar, die eigentliche Unterrichtsszeit kann nicht eingespart werden. Es wÀre doch aber möglich, Unterrichtsmaterialien zu digitalisieren und in einer Community freiwillig miteinander auszutauschen.
Oder wenn man den SchĂŒler weiter voranbringen mag und dafĂŒr den Stimmumfang bestimmen möchte.

Es sind primÀr Aspekte, die den Unterricht nicht direkt betreffen, aber definitiv nicht zu vernachlÀssigen sind.
 
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@mauricewoike

Unterichtest du selbst Gesang? Sei ehrlich.

...
 
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Meine Frage an euch: Wie löst ihr das aktuell? Nutzt ihr noch klassisch Stift & Papier, WhatsApp-Gruppen oder Cloud-Ordner?
Zettel, Notizen, Messenger, cloud

Gegenseitige RĂŒckmeldungen finden im GesprĂ€ch wĂ€hrend des Unterrichts statt.

Ich werde, als Lehrer, niemanden nötigen zu ĂŒben.
Ich möchte, als Unterichteter, selbst nicht genötigt werden â€žĂŒben zu mĂŒssen“.

Ich werde, als Unterrichtender , bezahlt fĂŒr selbigen bezahlt.
Ich biete eine Dienstleistung bzw. nehme eine solche in Anspruch.
Alles darĂŒber hinaus( Übezeiten, HĂ€ufigkeit, Dauer, Erfolge, etc.) liegt immer in der persönlichen Handhabe der SchĂŒler_in
 
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Rein wirtschaftich gedacht. Ein SchĂŒler, der nicht ĂŒbt, braucht lĂ€ngere Zeit, um Fortschritte zu machen. Ergo: Mehr Stunden, mehr Geld fĂŒr den Lehrer.

Aber abgesehen davon: Hier haben schon einige Gesangslehrer aus dem NĂ€hkastchen geplaudert und manchmal auch ihren Frust geklagt. Die hier geschilderten, vermeintlichen Probleme gehörten bisher nicht dazu. Eher eine zu große Erwartungshaltung und Ungeduld beim SchĂŒler.

Daher meine Frage, ob du wirklich Gesang unterrrichtest.

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Daher meine Frage, ob du wirklich Gesang unterrrichtest.
Ich unterrichte nicht selbst, habe jedoch Einblicke in die aktuelle Situation bei LehrkrÀften durch Umfragen bekommen.
Viele haben sich ĂŒber den Organisationsaufwand (unbezahlt!) beschwert
Beitrag automatisch zusammengefĂŒgt:

Es geht ja auch nicht um Werbung fĂŒr genau diese Anwendung hier. Ich wĂŒrde gerne nur verschiedenste EindrĂŒcke sammeln, wie die Situation im breiteren Umfang ausschaut.
Klar werden viele LehrkrĂ€fte sagen, Ihnen wĂ€re das zu viel und es wĂ€re nicht nötig, den Unterricht zu digitalisieren. Darum der Gedankenanstoß an dieser Stelle
 
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habe jedoch Einblicke in die aktuelle Situation bei LehrkrÀften durch Umfragen bekommen.

Bei LehrkrÀften, zum Beispiel an allgemeinbildenden Schulen, trifft das sicher zu und da könnte sowas auch Sinn machen.

Aber Gesangsunterricht ist keine Pflicht, er ist Privatsache, man macht ihn freiwillig und bezahlt dafĂŒr. Die von dir geschilderte Situation kommt daher recht selten vor und wenn doch, dann ist es die Entscheidung des SchĂŒlers.

Daher wundert es mich, dass du dich ausgerechnet auf private GesangsschĂŒler spezialisert hat, wo es doch anderswo viel nĂŒtzlicher wĂ€re.

BTW: Als ich Gesangsunterricht hatte, gab es ĂŒberhaupt keine Unterlagen.

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Dass Gesangsunterricht keine Pflicht ist, ist mir bewusst. Mit den Umfragen bei LehrkrĂ€ften meinte ich im Übrigen auch private Gesangslehrer
 
Er hat alles in der Hosentasche, kriegt Erinnerungen ans Üben und ich sehe seinen Fortschritt.
WĂŒrd mich als SchĂŒler extrem nerven und wĂ€r ein Grund, bei Dir erst gar nicht anzufangen. Wenn ich nicht ĂŒbe, komm ich nicht weiter und ich ĂŒbe nicht, wenn's mir keinen Spaß macht und ich nicht motiviert dazu bin. Das kann viele GrĂŒnde haben, aber ein Musikleherer, der mich dann ausserhalb der Stunden mit ner App und Handy-Benachrichtigungen nervt Ă€ndert daran gar nichts. Im Gegenteil.

Also gemeinsam schauen, woran's liegen könnte? Falsche Songs, Über-/Unterforderung, vielleicht doch nicht das richtige Hobby/Instrument oder vielleicht passt's auch menschlich einfach nicht. Ansonsten wĂŒrd ich nach ner gewissen Zeit dem SchĂŒler auch klar sagen, dass ich nicht weiter machen werde, wenn nicht geĂŒbt wird.
 
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Ich kann nur eine Ausrede, Cartoon von 'nichtlustig' beisteuern. Der hÀngt bei mir im Eingangsbereich:

Der Hund sagt: "Ich konnte diesmal die Hausaufgaben nicht fressen, weil der SchĂŒler, der normalerweise hier sitzt, sie nicht gemacht hat."
 
Helfen Gesundheits App dabei sich gesund zu verhalten? Hilft eine Erinnerungs App dabei die Motivation zum Üben aufzubauen?
Ich bin da sehr skeptisch. Wer sich gesund verhalten will, der kann das mit einer App optimieren/ noch weiter verbessern.
Die Motivation muss aber IMO schon da sein.
 
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Die Unterrichtsstunde war super, der SchĂŒler geht motiviert nach Hause – und eine Woche spĂ€ter stehen wir wieder bei Null. Die Ausreden sind ja oft kreativ:
  • „Ich habe den Zettel mit den Übungen verlegt.“
  • „Ich wusste nicht mehr genau, wie die Phrasierung ging.“
  • „Ich hatte keine Zeit, die Aufnahme vom Handy auf den PC zu ziehen.“
Wie alt sind Deine SchĂŒler?
Kommen sie aus eigenem Antrieb zu Dir?

Wenn Du SchĂŒler(innen) im "schwierigen" alter hast die zum GU kommen weil sie von extern dazu "motiviert" werden dann nĂŒtzt auch die beste App wenig. Hier gibt es dann ander PrioritĂ€ten fĂŒr die Jungs und MĂ€dels.

IMHO ist es so das der / SchĂŒler(in) motiviert sein muss etwas zu lernen und auch daran zu arbeiten. Erst dann bringt es auch viel den Unterricht bzw. die Lehrmittel zu optimieren.
 
Ich unterrichte nicht selbst,
War irgendwie klar.
Es geht ja auch nicht um Werbung fĂŒr genau diese Anwendung hier.
TatsÀchlich?
Ich wĂŒrde gerne nur verschiedenste EindrĂŒcke sammeln, wie die Situation im breiteren Umfang ausschaut.
Ach weißt Du, ich habe bis vor ca. zehn Jahren selbst im Marketing / Vertriebsumfeld gearbeitet (obwohl ich das eigentlich nie so richtig wollte und da trotz Erfolge eigentlich irgendwie immer so ein Fremdkörper war). Laut GesprĂ€chsleiutfĂ€den und Coaching sollten wir auch immer "nur" mit den Leuten mal so ins GesprĂ€ch kommen ... so ganz unverfĂ€nglich.
Mir war das immer zu blöd: Ich habe den Kunden klar gesagt, was ich anbiete, was geht und was nicht ... und damit hatte ich meist mehr Erfolg als die Kollegen, die rumgeeiert sind. Wohlgemerkt: Wir haben ein Klientel aus Akademikern aquiriert, die Leute sind doch nicht auf den Kopf gefallen.

So, mehr sag ich jetzt auch nicht mehr. Rege mich nur auf. :hat:
 
Ich unterrichte nicht selbst, habe jedoch Einblicke in die aktuelle Situation bei LehrkrÀften durch Umfragen bekommen.
Viele haben sich ĂŒber den Organisationsaufwand (unbezahlt!) beschwert
Vor- und Nachbereitung und Organisation des Unterrichts ist Teil der ZusammenhangstĂ€tigkeiten, die jeder Musiklehrer macht und wofĂŒr er bezahlt wird. Wer seine Preise so gestaltet, dass er die ZusammenhangstĂ€tigkeiten nicht bezahlt bekommt, macht wirtschaftlich was verkehrt. Wer denkt, seine ZusammenhangstĂ€tigkeiten wĂŒrden nicht bezahlt, hat die RealitĂ€ten von Musikunterricht nicht ganz durchschaut.
Es geht ja auch nicht um Werbung fĂŒr genau diese Anwendung hier. Ich wĂŒrde gerne nur verschiedenste EindrĂŒcke sammeln, wie die Situation im breiteren Umfang ausschaut.
Klar werden viele LehrkrĂ€fte sagen, Ihnen wĂ€re das zu viel und es wĂ€re nicht nötig, den Unterricht zu digitalisieren. Darum der Gedankenanstoß an dieser Stelle
Hast du vor Entwicklung deiner App mal geschaut, was z.B. der VdM seit Jahren macht? Digitalisierung von Musikunterricht, unter anderem, aber als ganz wesentliches Thema.
 

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