Festival-Tipp: "Static Roots" in Oberhausen - Americana vom Allerfeinsten

von h.chinaski, 11.07.18.

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  1. h.chinaski

    h.chinaski Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.18   #1
    Liebe Forenmitglieder,

    ich melde mich hier zwar höchst selten zu Wort und bin eher ein stiller, wenngleich eifriger Mitleser; heute möchte ich aber gerne auf ein noch recht junges Festival aufmerksam machen, das meiner Ansicht und Erfahrung nach jede Unterstützung verdient:

    Das Static Roots-Festival in Oberhausen (13. & 14.07.2018) findet in diesem Jahr zum dritten Mal statt und bietet an zwei Tagen eine Auswahl internationaler Acts aus dem Bereich Americana, die in dieser Qualität wohl einzigartig in Deutschland sein sollte; Namen wie Terra Lightfoot (Kanada), Anthony da Costa (unter anderem „Sideman“ von Sarah Jarosz und auch solistisch ein schier unglaublicher Sänger, Gitarrist und Songwriter) oder Cordovas (Nashville, TN), deren aktuelles Album „That Santa Fe Channel“ von Kenneth Pettengale von den „Milk Carton Kids“ produziert wurde, seien hier nur stellvertretend für das mit viel Liebe und Geschmack von Festivalmacher Dietmar Leibecke zusammengestellte Line Up genannt. Mehr erfährt man auf der Website des Festivals: https://staticrootsfestival.com/

    Ich selbst bin vor mittlerweile zwei Jahren durch einen Zufall in die damals noch private allererste Version des Festival geraten – und war tief beeindruckt von der Musik, dem Sound, der Location (das „Zentrum Altenberg“ ist eine alte Industrieanlage) und nicht zuletzt der wunderbaren Atmosphäre der ganzen Veranstaltung; hier steht die Liebe zur Musik im Vordergrund, und das merkt man. Das Schöne ist, dass dies alles bei der ersten wirklich „kommerziellen“ Version des Festivals im vergangenen Jahr erhalten geblieben ist – ebenso wie wie Unterstützung von „Ärzte ohne Grenzen“ durch den Erlös aus dem Merchandising. Zudem hielt es auch die Künstler nach dem Gig meist nicht im Backstagebereich, sodass man als Zuschauer hier im Gespräch auf Tuchfühlung gehen konnte.
    Übrigen muss angesichts der Begriffe „Roots“ und „Americana“ niemand Sorge haben, es nur mit Holzfällerhemd-Fiedel-Banjo-Hardcore zu tun zu haben; ganz im Gegenteil: Mir hat das Programm der letzten Jahre eher die Augen dafür geöffnet, wie weit die stilistischen Grenzen hier gefasst werden, und nicht nur wer sonst etwa mit Jackson Browne, The Band (oder meinetwegen auch Del Amitri) etwas anfangen kann, wird auf seine Kosten kommen und viel Neues entdecken. Ich selbst wäre sonst niemals auf Künstler wie etwa Leeroy Stagger, The Wynntown Marshals, Peter Bruntnell oder Erin Rae aufmerksam geworden.

    Im Moment bekommt das Static Roots auch medial einiges an überregionaler Aufmerksamkeit; so etwa auf „Welt online“, wo es – gerade für uns Musiker – meiner Ansicht nach durchaus lesenswert ist, was Organisator Dietmar Leibecke zur Bezahlung von Künstlern bei seinen Wohnzimmerkonzerten zu sagen hat; für mich sagt dies auch einiges über den Charakter des Festivals aus: https://www.welt.de/regionales/nrw/...merfeeling-auf-dem-Static-Roots-Festival.html.


    Ich bin übrigens nicht in irgendeiner Weise geschäftlich mit dem Festival verbunden – sondern lediglich ein begeisterter Besucher der vergangenen zwei Jahre, der sich bereits wie ein Kind auf das kommende Wochenende freut. Und vielleicht fühlt sich ja auch von Euch der/die andere angesprochen – es würde mich freuen!

    Liebe Grüße

    h.