Flatwound Chromes und High Gain?

von Zv?n, 22.04.06.

  1. Zv?n

    Zv?n Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.10.05
    Zuletzt hier:
    16.09.06
    Beiträge:
    20
    Ort:
    Miesbach, Oberbayern
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 22.04.06   #1
    Hallo..
    Momentan hab ich Ernie Balls Stainless Steel Regular (10-46) auf meiner Ibanez SZ520, einer vom Sound her Les Paul-artigen Gitarre.
    Der Klang der Saiten gefällt mir gar nich.. zu unindividuell und zu glatt bei Verzerrung.

    Um sich ein Bild von meinem Soundgeschmack machen zu können, hilfts vielleicht wenn ich noch anmerke, dass ich momentan nicht mehr als ein Boss DS-2 in den 2. Kanal eines Fender Deluxe Reverbs (der 2. Kanal is auch clean, zumindest bis Stufe 4 :D ) habe. Ich möchte den Standard Fender Scheiß Speaker (Zungenbrecher?) gegen nen Celestion Classic Lead austauschen.. der entspricht meinen Soundvorstellungen gut.

    Jetzt zu der ursprünglichen Frage.. wie machen sich da Flatwound Chromes oder Flatwounds im allgemeinen so mit etwas mehr bzw. etwas viel mehr Gain.. wie klingen sie überhaupt, soweit man das mit Worten beschreiben kann?
    Ich stell mir den klang aggressiv und bratig vor, wenn das jemandem was sagt..

    Sonst irgendwelche Vorschläge für Saiten?

    Danke und Tschüss,
    Sven
     
  2. HammerOfJustice

    HammerOfJustice Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    16.07.05
    Zuletzt hier:
    12.09.07
    Beiträge:
    26
    Ort:
    Raum Kassel
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    49
    Erstellt: 22.04.06   #2
    Prinzipiell, je mehr Gain du fährst, desto unwichtiger sind die Saiten. Aber im Grunde genommen sind Flatwounds runder im Klang, und haben weniger Attack. Ich weis ja nicht was du spielen willst, aber ich nehme mal an Rock oder Metal (da ist ja meist High-Gain im Einsatz) - und dafür sind die eigentlich nicht geeignet, aufgrund des fehlenden Attacks.

    Unterm Strich aber, probier sie selber aus, sooo teuer ist das nu auch nicht wenn man seinen Geschmack mal finden will. Ich z.B. nutze Elixir Nanoweb.
     
  3. Rockin'Daddy

    Rockin'Daddy Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    21.09.05
    Zuletzt hier:
    2.12.16
    Beiträge:
    20.705
    Ort:
    Berlin
    Zustimmungen:
    4.347
    Kekse:
    114.580
    Erstellt: 28.04.06   #3
    Flatwounds sind eigentlich reine Jazz-Saiten. Für cleanes und bestenfalls leicht angezerrtes Bluesspiel.
    HammerOfJustice hat mit dem Attack schon recht, die Dinger sind nicht sehr präsent und klingen sehr dunkel und weich. Also quasi genau das Gegenteil von dem Sound, den Du erwartest.
    Ergo: Vergiß es, die Dinger sind teuer (von 12- 42 Euro) und nicht für Dein Musikstil geeignet.
    Ich weiß auch gar nicht genau, ab welcher Stärke die losgehen, bilde mir aber ein, das es bei z.B. den D'Addarios erst mit 11-52ern (?) beginnt.

    Ich habe solche Sätze früher oft auf der 295er gespielt und für oldschool Jazz und BeBop sind die grandios, aber das Ansprechverhalten und die Tonbildung ist sehr träge.


    mfg
     
  4. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

    Im Board seit:
    09.11.03
    Beiträge:
    16.142
    Zustimmungen:
    1.119
    Kekse:
    49.592
    Erstellt: 28.04.06   #4
    Davon, dass reguläre E-Git-Saiten "zu glatt bei Verzerrung" klingen habe ich noch nie etwas gehört. Das ist völliger Quatsch :D . Du hast ein Soundproblem und suchst die Lösung nun bei den Saiten, die letztlich nur die letzten 2% ausmachen (für Leute, die ihren Sound eh schon längst gefunden haben).

    Das liegt an Deinen Soundeinstellungen und Deinem Spiel. Bei zuviel Gain und zu viel Verzerrung klingt eh alles gleich, egal welche Saiten Du auf welcher Gitarre hast.

    Wenn Du einen Ton haben möchstest mit dem Du besser arbeiten kannst: Zerre runter. Da Du das Boss DS-2 hast: Das Gerät arbeitet extrem subjektiv. Es macht Dir einen bestimmten Sound und der ist immer geprägt von starken Tiefmitten und damit einem wenig definiertem Anschlag. Sehr gut geeignet, wenn man das mal in speziellen Fällen so haben möchte! Aber totales Gift, wenn Du mehr Individualtät und Variation im Ton suchst. Zumal Dir die PUs Deiner LP-Kopie vermutlich eh schon reichlich Matschmitten erzeugen, um eine Art von Sustain vorzugaukeln. Ist leider so. Die Saitenfrage bringt da Dich jedenfalls keinen Millimeter weiter. PU-Matsch plus Effekt-Matsch ergibt exakt = Deine geäußerte Erfahrung "zu unindividuell und zu glatt bei Verzerrung"

    Als Lösung schlage ich vor: Kombiniere einen eher Hochmitten betonenden Overdrive (z.B. Ibanez TS-7 oder besser: einem erstklassigen TS-9 Clone von MEK) mit einer warmen aber nicht zu matschigen Zerre (z.B. Boss DS-1).

    Wobei wir selbst da noch auch halben Wege sind, da wir weder Deinen Amp noch Deine Spielerfahrung/ Anschlags-/Tonformungstechnik bislang berücksichtigt haben...

    rWahrscheinlich kommen jetzt noch 50 Posts "nimm diese und jene Saiten, die klingen bei mir auch geil" etc.
     
  5. Zv?n

    Zv?n Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.10.05
    Zuletzt hier:
    16.09.06
    Beiträge:
    20
    Ort:
    Miesbach, Oberbayern
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 09.05.06   #5
    danke erstmal für eine richtig geile antwort.. ich werd dich gleich mal raten dann..
    Damit du mich nicht für dumm hälst:
    Da mein Speaker wohl schon zu alt ist, oder scheiße.. (hab ich gelesen, dass sie an dem gespart haben.. ist einer von Fender.. ich werd ihn jetz schon ganz sicher gegen einen Celestion Classic Lead austauschen) hab ich unteranderem ein rauschen im Sound.. und zwar nicht das, das man hört wenn mehr und mehr verzerrung stattfindet, sondern eines das nur beim Spielen zu hören ist.. also quasi Teil des Tons.. (sorry, besser konnt ich mich jetz nich ausdrücken, aber du verstehst das sicher so wie ich die einschätz) hab ich gedacht, dass flatwounds weniger höhen haben und gedacht ich krieg das damit weg. gleichzeitig hab ich gedacht wenn dann des rauschen weg is, bleibt mehr für die wiedergabe der erwünschten frequenzen und somit besserer sound.. dass der speaker kaputt ist hab ich nicht geahnt zu dem zeitpunkt... außerdem hatte ich irgendwie den gedanken: dicker und härter (bei den saiten) -> gleich mehr eier (beim sound).. wie primitiv :)

    Na gut, also dass ich einen ordentlichen Mittenmatsch mit der SZ hab, bezweifle ich.
    Das Teil hat ein gutes Gewicht und einen guten Holzklang.. die PU sind zumindest gut aufeinander abgestimmt, nur der Bridge Tonabnehmer is mir n bisschen zu höhig.. dafür klingt wahrscheinlich die mittelstellung umso geiler.. ka.. ich werd wenn ichs geld hab das bridge pu mal gegen ein sd full shred 10 austauschen..

    Das ziemlich bassige Klangbild beim DS-2 stimmt nur teilweise.. so ab etwa 15:30 wirds extrem ich sag mal druckvoll.. vorher hat der Sound eigentlich ziemlich wenig druck.. was mich stört.. (Ich hab Level so eingestellt dass Clean (bei Lautstärke am Fender >5) und DS-2 Sound gleichlaut sind und Tone is full up, weil ich mir einbilde dass ich mit dem teil nur höhen bedämpfe und dadurch Soundeinbusen entstehen, deshalb dreh ich lieber die höhen am Fender raus.. 2-3 im Channel 2, Input 1 (Bässe auf 4 ca., Mitten gibts nich.. werd mir noch n 10 Band EQ kaufen)..
    Vor 16:30 beim Boss jedenfalls fehlt der Druck.. den krieg ich zwar durch Endstufenzerre, allerdings versagt dann der kaputte/schlechte Speaker.. die Bässen verzerren extremst.. (obwohl nur auf 3-4.. nich vergessen)

    Zu meinem gewünschten Sound.. schwer zu beschreiben.. Greg Howes Lead sound ist meist nicht schlecht beispielsweise.. ich weiß nich ob du ihn kennst.. aber ich hörs halt grad.. und ein angezerrter Plexisound is auch hammerstgeil.. Also instgesamt eher low gain eigentlich.. was mir an high gain gut gefällt weiß ich nich.. aufjedenfall find ich kompressierten sound scheiße.. transparent wär gut.. so.. jetz fällt mir nix mehr ein und den faden hat ich eh noch nie... danke erstmal
     
Die Seite wird geladen...

mapping