Fragen zur Restaurierung einer Egmond Kansas Archtop

von tomte55, 29.08.20.

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  1. tomte55

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    Erstellt: 29.08.20   #1
    Hallo Zusammen,

    neulich auf dem Flohmarkt bin ich schwach geworden und habe eine Egmond Kansas aus den 1960ern mitgenommen.
    Die Gute hat schon einiges mitgemacht und ich möchte ihr sehr gerne zu neuem Glanz verhelfen.
    Ich habe zwar einige Erfahrung aus dem Möbelbau und Vollholz Klangkörpern, aber die Archtop Welt ist eine komplett neue.

    Hauptproblem an dem guten Stück ist die Halsaufnahme und der damit verbundene Schaden an der Gitarre.

    Wie auf den Bildern zu erkennen:
    - der Hals ist von oben und unten Verschraubt
    - es ist ein großer Spalt zwischen Hals und Body
    - der Hals liegt auf dem dem Tonabnehmer auf was meiner Vermutung nach zu der Eindellung der Oberseite des Bodys geführt hat (?)
    - die Tonabnehmer sind nicht auf der selben Höhe (vorheriger Grund?)
    - es gibt ein Spalt an der Unterseite der Halsaufnahme

    Meine Fragen sind folgende:
    - Könnte es sein, dass es sich nicht um den Originalhals handelt - deshalb die Probleme?
    - Hat jemand so eine "Eindellung" schon einmal gesehen und gibt es Hoffnung auf Rettung? (ggf. Abnahme des Rückens und anschließende Wärme bzw. Feuchtigkeitsbehandlung etc.?)
    - Ich gehe momentan von einer Nitrolackierung aus und würde diese gerne zumindest Versiegeln. Bisher habe ich nur Erfahrung mit Schellack gesammelt und wäre auch hier für Ratschläge dankbar.

    Mir ist bewusst, dass es hier größeren Aufwandes bedarf und vermutlich ein Profi am besten gefragt wäre..
    Ich würde trotz allem dies gerne als selbst in die Hand nehmen soweit möglich :)

    Vielen Dank vorab für jeden Tip!

    Als Referenz habe ich folgende Seite gefunden:
    https://linstrumenterie.com/products/egmond-kansas-de-1960s

    Top Body Kopf Tonabnehmer Back Spalt 1 Eindellung Spalt 2 Aufnahme
     
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  2. History

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    Erstellt: 30.08.20   #2
    Hallo tomte,
    das dürfte schon der Originalhals sein. aber es fehlt offensichtlich ein wichtiges Teil.
    Egmond hatte auf der langen Schraube eine kegelförmige Spiralfeder eingebaut, damit konnte der Halswinkel eingestellt werden. Drehung nach links, wurde die Feder entspannt und das Halsende ging nach oben. Die Holzschraube im Griffbrett diente lediglich der Fixierung.
    Versuch mal, mit Wim Markenhof Kontakt aufzunehmen, der kann dir evtl weiterhelfen.
     
  3. dSmith

    dSmith Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.20   #3
    So eine Spiralfeder hätte ich von meinem Egmond-Wrack u.a. noch übrig...
     
  4. Real-JJCale

    Real-JJCale Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.10.20   #4
    @tomte55 :

    leider kann ich dir zur Restaurierung deiner Egmond keinen Tip geben, jedoch einen Hinweis zu den bei deinem Modell verbauten Pick Ups (die von deiner Referenzseite s.o. abweichen).

    Diese PUs sind so ziemlich die fettesten Single Coils, die mir bis dato untergekommen sind und klingen...

    ..................................................................................................................................................................großartig !!!


    Egmond hat diese einspuligen PUs mit "Powertone" beworben (Nomen est Omen ! ) und sie in sehr vielen Egmond-Modellen verbaut.

    Ich besitze seit Ende 1972 eine Egmond "Thunder ES 3" bzw. "EG 3" von 1963 -> Click und finde diese Tonabnehmer auch heute noch hammermässig (insbesondere in der 3er-Kombi).


    LG und viel Erfolg beim Reaktivieren deines Schätzchens!

    RJJC
     
  5. OldRocker

    OldRocker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.10.20   #5
    Hey,
    ...erwarte allerdings trotz der guten Pickups keinen allzu knackig-definierten Ton.
    So ne hohle "Sperrholz-Hundehütte" mit Holzsteg und ner Halsbefestigung die konstruktiv eher als "Dämpfungselement" als zur Schwingungsübertragung geeignet bezeichnet werden kann klingt immer dementsprechend indirekt und recht undifferenziert--das hat sie mit Klira/Framus/Höfners ähnlicher Konstruktion gemeinsam.
    Auch diese Gitarren haben oft vergleichsweise gute/sehr gute Pickups...die eben das machen was gute Pickups machen: den beschriebenen Klang der Konstruktion übertragen...das ist Sound!

    Gruß,
    Bernie
     
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