Frauenbands Quotenfrauen in der Musikszene

  • Ersteller mikroguenni
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Aus meiner Erfahrung kann ich eigentlich nicht behaupten dass es wenige Musikerinnen gibt.
"Frauen sind in allen Bereichen des Musikgeschäfts unterrepräsentiert. Wieso haben wir diese Ungerechtigkeiten im Jahre 2021 nicht schon längst überwunden?"
.. tja, da stellen sich mir ja ein paar Fragen: was ist denn "unterrepräsentiert sein" eigentlich? das bedeutet doch, es gibt eine große Menge, die etwas anbieten, und nur unverhältnismäßig wenige davon kommen zum Zuge, oder? Inwieweit das eine "Ungerechtigkeit" darstellt und ob es überhaupt so ist, darauf bleibt der Artikel die Antwort schuldig.

Aber: von einer Quote sehe ich da auch nichts.

Ganz allgemein sehe ich: Frauen kommen am besten in Führungspositionen und an Einfluß heran, wenn sie sich verhalten wie Männer. Das ist aus vielen Gründen bedauerlich. Die "Emanzipation", wie ich sie mein Leben lang beobachte, bedeutet vor allem, Fauen sind begrenzt und wohl dosiert willkommen, Verantwortung zu tragen für den Mist, den das Patriarchat verzapft, entwickeln aber sehr selten tatsächlich nicht-patriarchale Strukturen und Konzepte. Das war, zumindest nach meiner Wahrnehmung, nicht der Ansatz, den diese Bewegung ursprünglich verfolgte ... Es scheint mir jedenfalls sehr blauäugig (auch von Frauen), anzunehmen, dass Männer ihre Machtpositionen freiwillig räumen werden, sie weichen letztlich auch mit vordergründig ausgleichenden Modellen nur dem Druck aus, ändern aber keineswegs ihren Anspruch. Ich nehme an, solange es dieses System in seiner Gesamtheit, also ökonomisch, sozial und politisch, gibt, wird sich daran nichts ändern. Und von einer Vorstellung,wie eine Alternative aussehen könnte,sind wird derzeit weit entfernt.
 
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Es scheint mir jedenfalls sehr blauäugig (auch von Frauen), anzunehmen, dass Männer ihre Machtpositionen freiwillig räumen werden, sie weichen letztlich auch mit vordergründig ausgleichenden Modellen nur dem Druck aus, ändern aber keineswegs ihren Anspruch. Ich nehme an, solange es dieses System in seiner Gesamtheit, also ökonomisch, sozial und politisch, gibt, wird sich daran nichts ändern. Und von einer Vorstellung,wie eine Alternative aussehen könnte,sind wird derzeit weit entfernt.
Die Annahme man könnte den aktuellen Umstand in einer Generation lösen ist recht blauäugig. Im Grunde sind heute in Führungspositionen die Männer die aus einer anderen Zeit kommen und die Welt noch nicht so sehen wie wir jungen. Die Natur sorgt aber dafür, dass de Jungen früher oder später in die Positionen kommen und ihr Gesellschaftsbild dort umsetzen werden. Die extreme Männerdominanz die eben über Jahrhunderte entstanden ist wird nicht von heute auf Morgen verschwinden, so was braucht einige Generationen.

Aber das ist ja auch eine gesellschaftliche Sache. Ich will etwas und zwar sofort und nicht erst Morgen. Wir müssen heute die Weichen stellen damit es die Frauen in der Zukunft einfacher haben.
 
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Und was wäre an einem geschlechtsneutralen Board besser, wenn hier gar nix mehr los ist, weil die Jungs nimmer spielen dürfen?
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... das würde sicher zutreffen, wenn es denn wirklich um Rechte ginge, es geht aber tatsächlich um Machtverteilung. Deshalb findet es faktisch eben auch selten statt .... oder vor allem als political correctness Theater.
Dahinter steht der Ansatz, Individuen einer benachteiligten Gruppen (in diesem Falle alles andere als eine Minderheit) seien deshalb benachteiligt, weil sie einer Gruppe angehören, dies sei dann diskriminierend und dürfe nicht sein. Tatsächlich sind sie aber benachteiligt, weil eine andere Gruppe an ihrer Macht hängt und sie ausnutzt. Das sieht zwar auf den ersten Blick ziemlich gleich aus, ist aber eine komplett unterschiedliche kausale Zielrichtung. Das erste Modell lässt nämlich die Ursache der Diskriminierung letztlich diplomatisch außen vor. So, wie Mächtige das eben gerne und überall machen ....
Wir müssen heute die Weichen stellen damit es die Frauen in der Zukunft einfacher haben.
... wen meinst du denn mit "wir" in diesem Fall?
Ich denke ja, schon 1972 waren John&Yoko da dicht an einer treffenden Analyse, auch was die Beziehung zwischen "Sklaven und deren Sklaven" angeht ... nur irgendwie ohne Konzept für einen Ausweg.
Noch etwas weiter gespannt: ohne eine geschlechtsspezifische Individuation, die sich von patriarchalen Vorgaben gelöst hat, ist es extrem schwierig, selbstbewusste Menschen in eine Lage zu versetzen, von der aus sie sich verwirklichen können. Das geht so in die Richtung: frage eine 4 Jährige oder einen 4 Jährigen, was ist ein Mann oder was ist eine Frau. Die Genderwischereien, die uns die Gesellschaft derzeit anbietet, halte ich für reines Gift, wenn es um die Ausprägung einer Gesellschaft geht, in der jeder erkennt, wer er ist, auch wenn der Eindruck erweckt wird, dies sei damit ergebnisoffen einfacher.
 
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Ich bin echt faszinert von dieser Diskussion, denn eigentlich würde ich behaupten, "Musik" ist doch ein im wesentlichen weibliches Hobby! In meinem (akademiker) Umfeld hat praktisch jede Frau ein Instrument gelernt, viele spielen auch noch trotz Familie und Beruf. Manche nur zu Hause für sich (oft die Pianistinnen), ansonsten in Sinfonieorchester, Musikverein, Posaunenchor, Akkordeonorchester, Gitarrenensemble oder Chor. Musikmachende Männer? Ja, zwei Bläser und da ist glaube ich auch einer, der Gitarre oder so was in einer Band spielt...

Unser Musikverein und der Posaunenchor halten dank dem tiefen Blech übrigens mit Müh und Not noch knapp die Hälfte Männeranteil, überall sonst sehe ich zu 80% Frauen. Musikschule dito. Männerchöre sind übrigens eine aussterbende Gattung, und die paar Männer in Bands fallen mengemäßig auch nicht ins Gewicht.
Da sieht man aber schon eine gewisse Einschränkung bezüglich Genres. Viel klassische Musik, Vereine und dergleichen. Schon Jazz ist da nicht vertreten, auch Blues nicht, neuere Black Music auch nicht, keine Rockmusik usw. Das sind dann umgekehrt Gebiete, die fast reine Salamipartys sind.

Und genau das wird hier angeprangert.

Nebenbei:

In Deutschland stehen Andrea Berg und Helene Fischer mit Abstand (!) an der Spitze der Topverdiener.

Das heißt: auch die "bösen" Männer in den Vorstandsetagen verkaufen das, womit sich am meisten Geld verdienen lässt.
Schlagersängerin und Schlagersängerin.

Wieviel kreativen Input haben die beiden sonst so?

Klar haben Rapperinnen ein Problem, sich in der Branche zu behaupten, aber ausgerechnet Rap definiert sich doch oft genug durch Kokettieren mit Bildungsferne, Brutalität, Frauenfeindlichkeit, Sexismus, Rassismus und eben allem, was schockiert. Da ist vielleicht mehr die Zielgruppe schuld als das Management...?
Girl-Rap war in den 90ern mal ein Thema, als es hierzulande noch nicht diese Ghetto-Gangsta-Attitüde gab. Beispielsweise Tic Tac Toe, die so'n bißchen was von den deutschen Spice Girls hatten, oder die mit einer noch größeren Klappe gesegnete Sabrina Setlur (formerly Schwester S). Das hatte immer was von "Hihi, wir sind Mädchen, aber genau deshalb könnt ihr uns nix".

Rapperinnen gibt's in Deutschland immer noch, aber die sind auch nur interessant, weil sie Frauen sind. Okay, könnte schlimmer sein...

Ja, deshalb hatte ich auch Andrea Berg und Helene Fischer erwähnt.
Wie haben die das geschafft?
Wie andere Sängerinnen auch: mit Horden von (überwiegend) Männern dahinter, die sich um alles kümmern.

Typischerweise müssen^Wdürfen Solosängerinnen nicht großartig was anderes als gut singen und gut aussehen. Das müssen sie beides, wenngleich mit unterschiedlicher Gewichtung. Das Optimum ist Céline Dion: sieht gut aus + Bombenstimme. Bei Adele haben sie auf dem Albumcover aus guten Gründen immer nur ihr Gesicht abgebildet.

Kreatives Mitspracherecht haben sie erst, wenn sie sonst damit drohen, ihren Vertrag zu kündigen und woanders weiterzumachen. Oder man läßt sie ein bißchen am Songwriting-Prozeß teilhaben, für den sonst pro Song mindestens ein halbes Dutzend Leute eingespannt werden, um behaupten zu können: „Ja, sie schreibt ihre Songs natürlich selbst!“

Instrumente spielen tun sie auch nicht. Entweder können sie das gar nicht, oder es lenkt nur ab. Ich meine, auch vielen männlichen Sängern, die als Solokünstler vermarktet werden, ist es nicht "gestattet", ein Instrument zu spielen. Oder nur heimlich – wer weiß schon, daß Chris Rea seine Gitarrensoli selber gespielt hat?

Ausnahmen aus jüngerer Zeit sind selten. Alicia Keys hat gesagt: "Nicht ohne mein Klafünf!" Das heißt, ich glaub, nachher ist sie auch nur noch als Trällersternchen mit komplett vorproduziertem Retortenbacking vertickert worden. Sia Furler schreibt mehr, als sie selbst singen kann (deswegen schreibt sie auch für andere), und läßt auch mal andere Songwriters mitmachen. Lady GaGa läßt sich das Songwriting ja auch nicht abnehmen.

Eine der letzten, die es vorher aus eigenem Antrieb in eine Solokarriere geschafft haben, ohne gepusht zu werden, war Kate Bush. The Kick Inside hatte sie selbst komponiert und brauchte eigentlich nur Hilfe dabei, das Album einzuspielen. Und in den frühen 80ern kaufte sie sich ein Fairlight und brauchte dann im Grunde keine Hilfe bei gar nix mehr. (Ist schon ein Vorgriff aufs Thema "Frauen und elektronische Musik".)

Und bei einem Orchester, das mit 50 % Frauen besetzt ist, haben auch diese Frauen den Weg zum Publikum gefunden.
Eine Callas oder Caballé ist doch nach meinem Empfinden nicht weniger berühmt als ein Caruso oder ein Pavarotti?
Belcanto läuft außer Konkurrenz, das ist ganz was anderes.

Im Jazz sieht es doch auch nicht schlecht für Frauen aus, oder?
Kommt ganz drauf an.

Bei kleineren Projekten, bzw. wenn Gesang im Spiel ist, dann schon eher. Das kann auch groß rauskommen. Norah Jones ist Jazzerin, Katie Melua wird meines Wissens auch dem Jazz zugerechnet, und auch Alicia Keys hätte Jazzerin sein können, hätte man sie nicht zwecks Profitmaximierung im R&B geparkt. (Aber LeAnn Rimes und Taylor Swift durften ja auch nicht im Country bleiben.)

Swing ist dagegen außerhalb von Bildungseinrichtungen seit jeher eine Salamiparty, Bebop ist erst recht eine Salamiparty, Dixie ist eine Salamiparty, Skiffle ist eine Salamiparty, und Jamsessions in kleinen Jazzclubs sind weit überwiegend auch Salamipartys. Zugegeben, ich hab wohl einige Genres aufgezählt, mit denen Frauen sich wohl eher nicht so gern identifizieren würden. Und ich glaube, Jazzmusikerinnen gehen ungern auf Jamsessions, weil man sie da nicht für ihren musikalischen Beitrag beachtet, sondern nur, weil sie Frauen sind.

Interessant. In Rock- und Popbands ist es genau umgekehrt. Frauen am Schlagzeug, am Bass oder an der E-Gitarre sind extrem selten. Wenn eine Frau in der Band ist, dann in der Rolle der Frontfrau (hier auch öfter mit ausgewählten Instrumenten wie akustische Gitarre oder Tasteninstrument) oder der Backgroundsängerin. Wobei auch hier gilt: Je härter die Musik, desto kleiner der Frauenanteil.
Selbst wenn das passiert, ist es oft nicht gewünscht. Karen Carpenter war eine granatenmäßige Schlagzeugerin, außerdem fühlte sie sich da wohl – sie hatte ja Mordslampenfieber, und hinter den Drums sah sie das Publikum nicht. Sie wurde aber, als die Carpenters groß rauskamen, hinter der Schießbude rausgezerrt, weil man befand, ein hübsches Mädel wie sie sollte front-stage stehen.

Ansonsten, stimmt. Gerade im Metal und nicht erst seit Nightwish. Suzi Quatro ist ja die Superausnahme, aber zum einen, weil sie unter Solokünstlerin plus Begleitband läuft, und zum anderen, weil sie so eine Rockröhre ist, daß kein Hahn danach kräht, wie sie aussieht. Es hilft, daß der Baß das wohl männlichste und phallischste anzunehmende Musikinstrument ist – und weil sie so klein ist, wirkt das Ding an ihr noch größer.

Interessant, daß du Tasteninstrumente ansprichst. Da gab's ja auch einige Beispiele. Grace Slick, Sängerin und Keyboarderin von erst The Great Society und dann Jefferson Airplane. Aber gut, die schien eh genug Autorität auszustrahlen, und was im Bay Area der späten 60er passierte, lief eh unter Ausnahmeregelungen. Oder Ideal mit Annette Humpe als Frontfrau, Sängerin und Keyboarderin, aber die waren so New Wave, da ging auch alles. Christine Perfect von Chicken Shack, später Christine McVie bei Fleetwood Mac, war nie Chefin und hatte eigentlich auch nicht derartig Bock aufs Showbiz, hat sich aber trotzdem eingliedern können. Auch sie hat in die Tasten gegriffen.

Und was auch äußerst rar ist: Bands mit mehr als einer Frau. Speziell in diesem Zusammenhang empfehle ich "Es kann nur eine geben" von Carolin Kebekus: Das ist kein Phänomen, das nur in Bands auftritt. Dasselbe gibt es auch in Filmen, Serien, Büchern, Kinderspielzeug. Sehr aufschlussreich, was da an Beispielen zusammengetragen wird.
Das Schlumpfine-Prinzip.

Aber ist so: Bei einer Frau hat man Schiß, daß sie die Band durcheinanderbringt. Bei zweien oder mehr hat man Schiß, daß das Zickenkrieg geben würde. Hat überwiegend auch nur funktioniert im Bay Area (The Mamas & The Papas), in überwiegenden Gesangsgruppen, die keine rein eigenständigen Bands waren (ABBA, Dschinghis Khan), als Deko für eine Funk-Rhythmusgruppe (Chic), bei merkwürdigen Retortenprodukten (Boney M.) und bei den beiden Mädels der Post-Martyn-Ware-Human League, weil die (anfangs) eh Jailbait waren. Auch hier wieder: Instrumentalistinnen in der Minderzahl.

Fleetwood Mac gingen mit dem Einstieg von Stevie Nicks (und Lindsey Buckingham) tatsächlich kaputt, auch wenn die Gruppe in ihrer Phase als Seifenoper populärer wurde denn je. Das lag aber nicht an einem Zickenkrieg, und das ließ sich auch nicht dadurch aufhalten, daß alle fünf Bandmitglieder verpartnert (Buckingham/Nicks) oder gar verheiratet (die McVies, Mick Fleetwood war auch verheiratet) waren.

... wo sind denn die Frauen hier, die was dazu sagen könnten ????
Nur eine ?
Dieser Post sollte für den ganzen Thread eigentlich Rechtfertigung genug sein.

Noch ein Teilthema, das hier noch gar nicht angesprochen wurde: Frauen in der elektronischen Musik. Da ist es noch extremer.

Okay, werden jetzt sicherlich einige einwerfen, es gibt doch DJanes wie die längst aus frühen Berliner Techno-Zeiten legendäre Marusha, die ja auch eigene Sachen produziert hat. Aber schon die sind in der Minderzahl. Das ist auch schon viel diskutiert worden. Und Marusha dürfte die einzige sein, die nicht dafür gebucht wird, daß sie eine Frau ist, sondern dafür, daß sie einen ähnlichen Legendenstatus hat wie z. B. Westbam.

Wenn man noch weiter zurückgeht, sieht's noch düsterer aus. Dabei gab es sie, die Elektronikpionierinnen. Delia Derbyshire. Elianne Radigue. Daphne Oram, die auch einiges an Gear selbst entwickelt und gebaut hat. Jüngererdings Suzanne Ciani. Aber auch hier kräht kein Hahn danach, was sie gemacht haben. Man kennt sie im Grunde nur dafür, daß sie Frauen waren/sind.

Kate Bush ist bekannter, gilt für viele aber auch nur als "Singvögelchen", dabei macht sie ihre Backings selber. Auch z. B. die Synthpop-Poetin Anne Clark oder Alison Goldfrapp haben sich ihre Finger an elektronischen Musikmaschinen schmutzig gemacht. Little Boots – der Name klingt schon so niedlich – macht auch alles selbst; außerdem ist sie ein riesengroßer Jean-Michel-Jarre-Fan, hat ihre eigene Laser Harp, hat im Rahmen des Electronica-Projekts mit ihm kollaboriert und bekam sogar ein Angebot als feste Tourmusikerin. Noch eine Collab-Partnerin von Jarre ist Laurie Anderson, bei der es eigentlich schon etwas offensichtlicher sein sollte, daß sie ihre Vokalbasteleien selbst gestaltet.

Ich glaube, wenn ich erwähne, daß der berühmteste aller analogen TB-303-Klone, die x0xb0x, von einer Frau entwickelt wurde, werden einige vom Glauben abfallen.


Martman
 
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Ist das jetzt einfach eine eine Aufzählung von Klischees, Satire, oder ernstgemeint?
 
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Kein Kommentar, disqualifiziert sich selbst.

die keine rein eigenständigen Bands waren (ABBA
äh..., hallo? Vier außergewöhnliche Musikprofis tun sich zusammen, machen alles selbst, sind weltweit erfolgreich aber "keine eigenständige Band"?

Kate Bush ist bekannter, gilt für viele aber auch nur als "Singvögelchen"
ja, für Dich vielleicht...
Sonst weiß eigentlich jeder, daß Kate Bush musikalisch über Zweifel erhaben ist.
 
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Sonst weiß eigentlich jeder, daß Kate Bush musikalisch über Zweifel erhaben ist.
Von uns Musizierenden vielleicht. Nicht unbedingt von allen Menschen, die KB hör(t)en. Und ich erinnere mich an ihre erste Zeit, in der sie in D in den Medien gehypt wurde - da stand in der ersten Zeit wohl tatsächlich das "Singvögelchen" im Vordergrund. Auch bei mir hat es (leider) längere Zeit gebraucht, bis ich dieses Bild revidieren durfte. Mea culpa, aber war so. Und wenn mir das damals als durchaus interessiertem Musikwissenschaftsstudi passierte, dann dürfte das auch noch anderen Leute so gegangen sein.
 
Rapperinnen gibt's in Deutschland immer noch, aber die sind auch nur interessant, weil sie Frauen sind.
Hmm, wenn ich mir da Yasmin Hafedh (a.ka. Yasmo) als Beispiel herausnehme, dann sind die eher interessant weil sie weit weg von dem typisch maskulinen Prolo Rap sind, sondern recht intelligente Konzepte und Texte produzieren.

Typischerweise müssen^Wdürfen Solosängerinnen nicht großartig was anderes als gut singen und gut aussehen.
Das galt auch für so weibliche Ikonen wie Janis Joplin. Es gab da mal in einem der Rororo Rock Jahrbücher einen Artikel mit dem Titel "Frauen im Rock sind Frauen in Hosen". Da wurde unter anderem Joan Armatrading interviewed, die wohl als eine der ersten Frauen gilt die ihre künstlerische Tätigkeit vom Anfang (Komposition und Texten) bis zum Ende (Umsetzung als Interpretin auf der Bühne und im Studio) in der eigenen Hand hatte bzw hat. Es gab dann auch noch andere wie Laurie Anderson oder Patti Smith die dann zumindest gezeigt haben, dass hinter der "erfolgreichen" Frontfrau nicht unbedingt ein Faden ziehender Mann stehen muss. Ich muss das Buch mal wieder raus suchen, ist schon lange her dass ich es gelesen habe.

Mir ist übrigens in letzter Zeit aufgefallen dass cheinbar beim ORF ein gewisser Hand zum vermehrten Einsatz von Frauen in Live-Bands bei diversen Fernsehproduktionen sind. Da gibts diverse reine Frauenbands in unterschiedlichen kabarettistischen Sendungen und auch bei der Liveband von der letzten Starmania Staffel wurde da zumindest ein 50-50 Anteil Männlein und Weibchen realisiert.

Hier gibts übrigens nachzulesen wie die Wiener Philharmoniker über die Jahre mit dem Thema Frauen im Orchester umgegangen sind: http://www.osborne-conant.org/vpo-chronologie.htm
 
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Weil sie das Girlie gibt, nicht singen kann, der Text die dümmlichsten Geschlechterklischees zementiert und die Musik ausgesprochen primitiv ist. Mädels, die sich dermaßen kindisch aufführen, um Erfolg zu haben, kann man zum Thema "fehlende Gleichberechtigung" nur zurufen: selber Schuld!
 
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Weil sie das Girlie er den Spacken gibt, nicht singen kann, der Text die dümmlichsten Geschlechterklischees zementiert und die Musik ausgesprochen primitiv ist.
Klingt ehrlich gesagt nach einem ziemlich sicheren Erfolgsrezept. Daran kann's meiner Meinung nach also eigentlich nicht liegen.
 
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bitte unterlasse verfälschte Zitate meiner Beiträge!
Meine Bearbeitung (!) deines Beitrags ist klar ersichtlich!

Mir ging es darum, dass deine Kritikpunkte (kann nicht singen, dummer Text, primitive Musik) auch bei sehr vielen Männern zutreffen. Dort scheinen sie aber kein Hindernis auf dem Weg zum Erfolg zu sein. Warum ist das so?
 
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...dass deine Kritikpunkte (kann nicht singen, dummer Text, primitive Musik) auch bei sehr vielen Männern zutreffen. Dort scheinen sie aber kein Hindernis auf dem Weg zum Erfolg zu sein.
war auch mein Gedanke
 
dass deine Kritikpunkte (kann nicht singen, dummer Text, primitive Musik) auch bei sehr vielen Männern zutreffen.
Und? Die beschweren sich aber i.d.R. nicht bei Erfolglosigkeit über angebliche "Geschlechterdiskriminierung". Das ist m.E. der Unterschied.

Dort scheinen sie aber kein Hindernis auf dem Weg zum Erfolg zu sein.
Denke, doch. Die vielen erfolglosen Männer sind dir ja gar nicht bekannt. Tausende Bands (meistens Männer) kommen niemals aus dem Proberaum raus! Lucielectrik war auch kurz erfolgreich -- so wie einige Spackenmänner. Aber Blender werden eben auch bald entlarvt. Wer dauerhaft Erfolg hat, hat offensichtlich irgendwas zu bieten, auch wenn es vielleicht keine gute Musik ist. Jedenfalls kann man Erfolg nicht einklagen und ist keine Frage von "Rechten". Das hätte nämlich zur Folge, daß du dir in Zukunft auf Konzerten lauter Quotenfrauen, Quotenrollstuhlfahrer, Quotentransen und weiß ich nicht, was noch alles anhören musst.
 
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Eigentlich hatte ich keinen Bock, diesem Thread aktive Beachtung zu schenken, aber die Position zu Lucilectric machen eines deutlich, was in der Kunst [Literatur, Musik (hier mit Gesang)] oft falsch gemacht wird: Den Autor in autobiographische Position zum Werk zu setzen.
Es gibt ein "lyrisches Ich"/"generisches Ich", das völlig unterschiedlich sein kann zum organischen/tatsächlichen Ich.
Und ein Sänger kann ein Interpret sein, also nur der Vortragende eines Dritten geistigen Eigentums/Werkes.
Cannibal Corps oder Bret Easton Ellis oder Michel Houellebecq müssten dann ob ihrer Texte mit mindestens pathologisch degenerierten Psychopathen gleichgesetzt werden, weil der Rezipient unterschiedlos den Autor/Interpreten mit dem Inhalt verbindet.
Demnach über Luci van Org z. B. herzuziehen, weil man den Text nicht mag oder meint, dass der Text/das Lied die Emanzipation konterkariert, zeigt u. U. eine unvollständige hermeneutische Analyse, bevor man einen Entschluss heraushaute.
 
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Bevor man moniert, dass Frauen in verschiedenen Bereichen nicht so sehr vertreten sind, sollte man in Betracht ziehen, dass vielleicht auch einfach kein Interesse seitens uns Frauen an solchen Bereichen besteht?

Meine Ambitionen nach einer Spitzenposition mit mehr als 40 Wochenstunden, ebenso wie beispielsweise an bestimmten Männerberufen (Kanalreinigung, Straßenbauer), sind recht gering ausgeprägt.

Die Frage ist, dürfen wir Frauen nicht, oder wollen wir vielleicht auch manchmal gar nicht?
 
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Die Frage ist, dürfen wir Frauen nicht, oder wollen wir vielleicht auch manchmal gar nicht?
Es gab mal ein interessantes Interview mit Ina Deter, die damals nur Männer in ihrer Band hatte. Die sagte, daß alle Frauen, mit denen sie es versucht hätte, nicht akzeptieren wollten, daß Erfolg mit jeder Menge Arbeit, Disziplin und Verzicht verbunden ist...

In der Klassik ist der Geschlechteranteil nach meiner Beobachtung etwa 50/50. Da kommst du gar nicht erst in die Nähe einer Bühne, wenn du nicht schon mind. 10 Jahre Disziplin bewiesen hast.
 
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Bevor man moniert, dass Frauen in verschiedenen Bereichen nicht so sehr vertreten sind, sollte man in Betracht ziehen, dass vielleicht auch einfach kein Interesse seitens uns Frauen an solchen Bereichen besteht?
Bevor man jetzt wieder abdriftet, sollte man einfach mal den Eröffnungsbeitrag und vielleicht sogar den dort verlinkten Beitrag lesen.
Frauen beschreiben das Problem ("Musikerinnen kämpfen für Gleichberechtigung"), analysieren es und machen Vorschläge dazu.

.
angebliche "Geschlechterdiskriminierung".
wieso "angeblich"?
c028.gif
 
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