Gesammelte Tipps: Lampenfieber

von ulrichstadter, 21.02.08.

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  1. ulrichstadter

    ulrichstadter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.08   #1
    EDIT by Antipasti: Angeregt durch dieses "Nekroposting" in einen alten Thread und weil es mittlerweile einige Threads zum Thema "Nervösität vorm Auftritt", "Angst dass meine Stimme versagt", "wie werde ich locker" gibt, wird es mal Zeit für einen angepinnten Sammelthread.

    Den letzten Beitrag z.T. hab ich dementsprechend mal hierher verschoben.


    Nun, Lampenfieber selbst soll angeblich ein gutes Zeichen sein ...

    Ich bin seit ca. 1990 tätig als Alleinunterhalter und sitze (nach wie vor) vor jedem Auftritt wie auf Kohlen.
    Allerdings bezieht bei mir sich die Spannung mehr auf den Gedanken, ob mit der Anreise und rechtzeitigem Beginn usw. alles klappt, nicht so sehr aufs Musikalische selbst.

    Wenn Du bzgl. Deines Handwerks mehr Selbstsicherheit gewinnst und genau weisst, dass Dir so schnell niemand etwas erzählen kann, legt sich zumindest dieser Anteil an Nervosität zum Grossteil von selber. Wobei ich nicht weiss, wie es mir gehen würde, wenn ich plötzlich vor Zigtausenden von Zuhörern spielen müsste (bisher sind es meist nicht mehr als einige Hundert auf einmal gewesen) ...

    Ansonsten gibt es auch die Möglichkeit, regelmässig zu meditieren, mit einer wissenschaftlich fundierten Übungstechnik. Das hilft, unterbewusste Ängste zu überwinden und wirkt logischerweise auch bis in Auftritte hinein.

    Als mehr organische Tips für die Stimme selbst (bei drohender Heiserkeit oder so, was bekanntlich als Alptraum vieler SängerInnen gilt) habe ich für mich herausgefunden, es tut meiner Stimme gut, wenn ich genug Vitamine einnehme und zumindest am Auftrittsabend auf raffinierten Zucker verzichte (weil Letzterer die Vitamine leider 'selber auffressen' würde).

    Mein Yogalehrer sagte, ein altes Indisches Hausmittel für starke Stimme sei eine Mischung von Butterschmalz mit schwarzem Pfeffer (lässt sich z.B. aufs Brot schmieren). "Macht Stimme wie Tabla (Trommel)."

    Ich hoffe, Du und/oder weitere KollegInnen können damit etwas anfangen.
    Liebe Grüsse und viel Erfolg weiterhin! :great:

    Ulrich Stadter
    Musiker, Alleinunterhalter
     
  2. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 21.02.08   #2
    Dann mach ich mal weiter:

    Plage oder Allheilmittel?
    Bestimmte Ängste, zB dass die Stimme versagt oder durch Ängste enstandene, psychosomatische Symptome, zB dass man erkältet ist, Husten hat, der Ton im Hals stecken bleibt usw verschwinden mit der Routine. Oft ist sogar das Gegenteil der Fall: Echte Beschwerden scheinen plötzlich auf der Bühne wie weggeblasen. Dachte man am Vormittag noch, man könnte keinen Schritt gehen und keinen Ton rauskriegen, hüpft und trällert man abends, als sei es nichts. Das Adrenalin lässt einiges völlig vergessen. Was natürlich ebenfalls mit Vorsicht zu genießen ist. Denn ein wirklich kranker Körper will dann auch irgendwann geschont werden.

    Lampenfieber bleibt trotzdem und das ist auch ganz gut so.

    Jedem sein eigenes Mittel
    Bekämpfen kann und braucht man es nicht, aber jeder hat da so seine Mittelchen, damit umzugehen: Bei manchen wie Ulrich hilft scheinbar Yoga und ein Butterbrot, viele schwören auf Alkohol in übersichtlichen Mengen. Wichtig ist, das Lampenfieber zu akzeptieren und als etwas zu sehen, was am Ende positive Wirkung hat.

    Wie es mir selbst so ergeht und was ich dagegen mache
    Ich selbst bin immer sehr nervös und laufe gern wie ein Tiger im Käfig von links nach rechts und zerkaue meine Lippen. Aber eher in die Richtung: ist alles verkabelt? Hab ich alles bei mir? Kann ich alle Texte? Liegen Kostüme am richtigen Platz?

    Ich komme deswegen immer sehr früh zum Aufbau und plädiere immer für einen recht zeitigen Aufbau und Soundcheck, soweit das möglich ist. So habe ich zum einen meine Aufbaupflicht schnell erfüllt und kann mir Zeit für Pausen nehmen. Wenn alles Technische und Organisatorische erledigt ist, nehme ich mir Zeit für mich, setze mich an einen Tisch, nehme ein paar Drinks meines Vertrauens und versuche, die Atmosphäre des Raumes aufzunehmen, beobachte, wie das Publikum eintrudelt, begrüße einzelne usw.... wichtig ist dabei gar nicht, was ich genau mache, wichtig ist nur, dass ich jetzt meine Freizeit verbleibende genieße und bis zum Auftritt NICHTS mehr tun MUSS, was mit Musik zu tun hat.

    .. ich bleibe dabei natürlich nervös, aber eher im positiven Sinn. Dieser Freiraum ist wichtig, um den Stress in Euphorie umzuwandeln, überhaupt erstmal (positives) Lampenfieber und Spannung aufzubauen. Fällt das aus, zB auf Festivals, wo alles ganz schnell gehen muss und meist nur ein fliegender Soundcheck gemacht wird, fehlt mir dieses Lampenfieber sogar.

    Zumindest, wenn ich mit einer Band spiele. Wenn ich allein auftrete, bin ich bis zum Auftritt ein nervliches Wrack und denke immer wieder: warum machst Du das eigentlich - zu Hause vorm Fernseher wäre es jetzt viel entspannter. Glücklicherweise weiß ich sicher, dass diese Aufregung verschwindet, sobald ich auf der Bühne stehe.

    ... und hinterher weiß ich wieder, warum ich das eigentlich mache...

    ...
     
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  3. Basselch

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    Erstellt: 21.02.08   #3
    Hallo,

    zu meinen schlimmsten Lampenfieber-Zeiten haben mir Rescue-Tropfen (auch bekannt als Notfall-Tropfen) schon gute Dienste geleistet. Das Präparat kommt aus der Bachblüten-Ecke, ist pflanzlich und hat keinerlei unangenehme Nebenwirkungen. Eine halbe Stunde vor dem Auftritt vier Tropfen auf die Zunge, runter damit und das war's. Bei dem einen wirkt's, beim anderen nicht. Ob da jetzt teilweise auch der Glaube Berge versetzt? Mag sein - mir haben die Tropfen geholfen.
    Ansonsten habe ich vor Auftritten auch meistens das Käfig-Syndrom - immer im Kreis rumtigern, noch mal kritische Passagen oder Einsätze im Geiste durchgehen und möglichst nicht ansprechen lassen (meine "Chormitstreiter" wissen mittlerweile, wann sie besser nichts sagen). Die Anspannung schwindet - bzw. verändert sich in positive Spannung - sobald ich dann erst auf der Bühne bin.
    Grundsätzlich versuche ich auch immer, mit mehr als ausreichendem Zeitpolster am Veranstaltungsort zu sein - es gibt nichts schlimmeres, als sich im Auto einsingen zu müssen und dann direkt von der Autobahn aus auf die Bühne zu müssen (auch, wenn's manchmal nicht anders geht).

    Viele Grüße
    Klaus
     
  4. erdbeer-shisha

    erdbeer-shisha Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.08   #4
    Wichtig ist immer, dass die Stimme "Betriebstemperatur" hat. Heisst nichts weiter als: Wirklich gut eingesungen nimmt einem das meiste negative Lampenfieber. Wenn die Stimme gut funktioniert am Abend, kann eigentlich nichts mehr wirklich schief gehen.

    Bei meinen allerersten Auftritten war das Problem immer der gefürchtete "Kloß im Hals". Ziemlich behindert, ist das doch der Garant für einen relativ schwachen Start in ein Lied.
    Gute Gegenmittel dagegen sind immer, die Stimme bis kurz vor dem Auftritt "warm" zu halten und sich einfach abzulenken.

    Entsprechende Basics, die ich bis kurz vor dem Auftritt mit mir trage sind in jedem Fall:

    - ein warmer Schal um den Hals (egal ob krank oder nicht, hält die Muskulatur oben schön warm und beweglich)

    - immer was zu Trinken griffbereit

    - lockeres Summen ("mmmmmmm)

    - kurz vorm Auftritt, wenn einen wirklich heftiges Lampenfieber packen sollte und man Probleme mit Verspannungen oben hat (wie der Kloß zum Beispiel): Mit der Hand aufs Brustbein klopfen und lang und mit "aaaaaah" Geräusch ausatmen, ganz locker, ganz entspannt, ein paar Mal. Auch gut ist Lippenflattern von oben nach unten, mit dem Klopfer dabei.
    Diese Tricks hat meine Gesangslehrerin mal angewendet, als mir etwas sehr sehr dummes und peinliches passiert ist :D
    Und zwar hat vor meinem Auftritt ein Typ gesungen, der mich doch tatsächlich zu Tränen gerührt hat. Total der Kloß im Hals und dann auffe Bühne XD. Paar Mal im Hauruck-Verfahren die Muskulatur da oben gelockert und der Kloß war halbwegs weg. Generell sollte man aber darauf achten, vor dem Auftritt in einer emotional ausgeglichenen Situation zu sein, sonst könnte das üble Folgen haben ;)

    ...
     
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  5. flaschendeckel

    flaschendeckel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.08   #5
    lampenfieber? einfach abstellen :)
    so hab ichs beim ersten auftritt gemacht, und ich wäre fast gestorben, hätte ich nicht ein paar monate zuvor schon mental darauf hingearbeitet.
    jedenfalls kurz und knapp gesagt, warum nciht einfach das lampenfieber sein alssen und endlich anfangen keins zu haben? viele leute können das, es ist ihnen egal, wenn sie sich vor einer masse blamieren oderso, außerdem ist nicht gesagt, dass man sich blamiert.
    also einfach mal so tun, als wäre man einer ohne lampenfieber, und das lampenfieber sein lassen :)

    und nicht mit sachen anfangen wie "ich hatte schon immer lampenfieber, deswegen werd ich auch imemr welches haben". solche glaubenssätze haben mich lange genug beinahe gefoltert
     
  6. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 30.11.08   #6
    Daran glaube ich nicht. Lampenfieber, Freude, Trauer, Euphorie sind Gefühlszustände, ausgelöst durch allerlei Gedöns wie Hormone, Enzyme usw. Die hat man oder nicht. Man sie kann sie allenfalls ignorieren oder als etwas (auch) Positives akzeptieren.

    Aber abstellen? Wo ist denn der Schalter dafür? Das ist wie "ich stelle meine Grippe einfach ab"...

    Sicher kann man durch mentales, autosuggestives Training u.ä. Schabernack darauf hinarbeiten, damit besser klarzukommen. Aber allein dadurch, dass Du dieses tust (und wie Du ja selbst sagst, sogar Monate lang), erkennst Du ja an, dass Du welches hast und unternimmst was dagegen. Ein bißchen Lampenfieber, das mir auch einen gewissen Kick gibt, ist mir dann doch lieber als langwieriges mentales Training. OHne Lampenfieber wär es doch auch irgendwie langweilig.

    ...
     
  7. erdbeer-shisha

    erdbeer-shisha Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.11.08   #7
    Vorallem: Ohne Lampenfieber und diesen kleinen Adrenalinkick unterlaufen mir häufig mehr Fehler, hab ich gemerkt. Bei Lampenfieber habe ich das Gefühl, dass jede einzelne Faser meines Körpers auf den Auftritt fixiert ist, ich höchst konzentriert bin. Das ist sowas wie ein eigener Kontrollmechanismus, dessen Wirkung man nicht unterschätzen sollte.
    Ohne Lampenfieber, sozusagen mit "lazy mood" stimmt die Konzentration häufig nicht 100%, ich bin albern, zappel herum oder kicher oder sowas (Leute haben mich schonmal nach einem Konzert angesprochen, ob ich betrunken war - das war peinlich!). Dagegen macht Lampenfieber mich ernster, mir liegt es daran, einen guten Auftritt abzulegen, ich lasse mich durch nichts ablenken.

    Find ich schon gut, sowas ;)
     
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  8. moniaqua

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    Erstellt: 30.11.08   #8
    Naja, Lampenfieber ist ja schoen und gut, aber wenn's dann so ist, dass man vor lauter Kloss im Hals keinen graden Ton mehr rauskriegt, ist es auch Mist.
    Es wird mit der Zeit eh besser; bis dahin muss man sich halt mit Rescue-Tropfen, "Kugerln" (Globuli, keine Ahnung, welche), mentalem Training oder wassweisich behelfen.
     
  9. Bowen

    Bowen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.12.08   #9
    Ich kann das nachvollziehen!

    Und ich wünsche jedem, dasse es funktioniert! Bei mir hat es das auch! Ich habe auch beruflich viele Vorträge halten müssen und immer unter einem schrecklichen "Anfangsschub" von Nervosität gelitten, so dass teiweise schon kein Ton mehr sprech - geschweigedenn singbar gewesen ist.

    Jetzt habe ich kein Lampenfieber mehr. Oder sagen wir sehr geringes! Manchmal geht das so weit, dass ich mich soweit downen kann, dass ein "brummen" im Körper herrscht. So als ob der "Motor" gleich ausgeht. Dann muss ich mich fast wieder ein wenig hochziehen. Bei Vorträgen hilft, dass aber total, man ruht dann in sich und steht über allem und kann sei Thema toll verdeutlichen.

    Ich habe mir eigentlich irgendwann einfach gesagt: Hier bin ich! Schaut mich an! Ich mach mich nackich für euch! Und es kann ruhig jeder glotzen! Ihr steht ja hier nicht! Sondern ich!
    Irgendwie habe ich mir dass als unterbewusstes Mantra genommen und den Zuhörern irgendwie Energie abgezogen. Speziell denen die argwönisch oder amüsiert blicken.
    Ich kann das schwer erklären aber irgendwie muss man sich die Zeit nehemn die Leute anzuschauen und in sich in sie reinzufühlen. Vielleicht auch einfach größenwahnsinnig dazustehen und die Brust zu schwellen, wenn es am allerbeschissensten läuft.
    Gleichzeitig dazu blende ich "Ängste" aus. Mir ist es ehrlichgesagt scheißegal ob ich gut oder schlecht bin, ob ich denText vergesse oder nicht oder ob mal ein Ton total in die Hose geht.

    Wenn ich auf der Bühne stehe, dann gebe ich einen Teil von mir, wer ihn will soll ihn nehemen. Wer nicht der nicht! Und wenn es mal scheiße läuft, dann haben alle was zu lachen gehabt ... und das iss doch auch schön!

    In extremen Fällen sollte man aktiv mit seiner Angst umgehen. In meiner Anfangszeit haben mir die Hände gewackelt bei Vorträgen. Dann wende ich mich an das Publikum, blicke denen Tief in die Augen und sage mit einem langsamen bedachten und zielgerichteten Satz. Wow ... es freut mich, dass ich heute bei Ihnen sprechen darf, um ganz ehrlich zu sein bin ich sogar sehr aufgeregt (dann ruhig mal mit einem lächeln die Hand raushalten), aber das zeigt nur wie wichtig mir das Thema ist, dass ich heut mit Ihnen besprechen möchte.

    Einfach versuchen im Leben zu stehen, zu dem zu stehen was man da grad tut und spass an der Sache haben. Der Rest kommt von selbst.

    Ich bin heute wirklich glücklich nur noch eine freudvolle Anspannung vor einem Auftritt zu haben und es gar nicht werwarten zu können, dass es loßgeht.

    Ein Freund von mir der lange Musik macht und das ganze schon immer recht entspannt sieht hat neuliche bei genau dem gleichen Thema folgenden weisen Satz gesagt:
    "Wer sich net zum Deppm mocha wui, der hod auf anaer Bühna nix verlurn!"

    Greeetz
    Der Bowen
     
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  10. Bass-Sopran

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    Erstellt: 24.01.09   #10
    Na ja... dieser Tipp ist vielleicht nicht direkt gegen Lampenfieber aber gegen die Wirkung desselben.

    Wenn man Angst hat das die Stimme versagt (und auch sonst) vor dem Auftritt Bonbons lutschen (gegen Husten und Heiserkeit)... keine Ahnung warum das unser Chorleiter immer sagt.

    Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um einen Placebo, weil man dann denkt, dass die Stimme gar nicht versagen kann... dies gibt die nötige Sicherheit und somit wird das Lampenfieber reduziert...
     
  11. ninanna

    ninanna Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.09   #11
    Sagte unsere auch immer ^^ Naja, das lenkt auch ab, wenn man was zum lutschen hat und noch dazu was zur Beruhigung, weil man dann weiß, man hat etwas gutes für seine Stimme getan.
     
  12. capoo

    capoo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.09   #12
    mein Geheimtip ;) : Stress!

    Am wenigsten aufgeregt bin ich, wenn ich vorm Auftritt so richtig doll Stress hab - z.B. wenn wir früher als geplant dran sind oder man quasi direkt von Arbeit kommt, man es grad noch so zum Auftritt schafft oder oder oder...
    Wenn ich unter Stress stehe, hab ich keine Zeit noch groß nachzudenken - schnell auf die Bühne hetzen und los gehts. Das hilft bei mir immer am Besten. Weil in dem Moment wo die Musik beginnt ist eh die Aufregung weg.


    Ansonsten: Globuli (homeooatisch). Meine Tanztrainerin hat die mir mal verabreicht vor nem wichtigen Casting. Hat super funktioniert, Aufregung war wech - Casting top gelaufen...
     
  13. 36 Tankian

    36 Tankian Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.07.09   #13
    Ich habe da auch meine Methode:

    Ich gehe auf die Bühne und provoziere eine art Überdrehtheit bei mir - ich freu mich richtig, ich kanns eigentlich immer kaum noch erwarten dasses los geht. Man schlüpft auf der Bühne in eine andere rolle - man ist nie man selber. zumindestens ist es bei mir so.
    und hey, was sollte schon passieren? selbst wenn man den auftritt absolut verkackt - keiner wird es dir lange nachtragen. und was ein paar denken sollte keine aufregen.
    ich bin auf der bühne um SPASS zu haben - natürlich professionalität wahrend xD - spaß ist neben routine wohl das wichtigste um das lampenfieber zu vertreiben!
    ob das Publikum spaß hat muss es selber wissen. ich tue alles dazu, was ich kann.

    besonders in meiner musik ist es so: wenn man mit den falschen bands auftritt gibt es immer wieder so "groupies" die EGAL was man macht einen ignorieren oder nur rumstehen - da kann man sich mühe geben wie man will. in diesem falle den auftritt einfach als übung ansehen - wenn se dich eh "ignorieren" dann hat man nichts zu verlieren.


    Zum Thema stress:
    Stress habe ich immer davor xD aber zuviel stress verursacht schlimmstenfalls eine show, in der man vor erschöpfung und wirr-im-kopf nicht 100% geben kann.
     
  14. Fynraziel

    Fynraziel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.09   #14
    Mir geht s vor nem Gig in etwa so wie Antipasti....
    Ich renne den ganzen Tag rum wie ein Tiger im Käfig, tue manchmal echt sinnlose Dinge, nur um die Zeit rumzukriegen, meine Frau belächelt das immer *g.
    Allerdings bin auch ich ein Freund vom "stressfreien Ablauf" bis zum Auftritt, das bedeutet, früh genug vor Ort sein um in aller Ruhe den Aufbau und erst recht den Soundcheck durchzuziehen, damit noch genug Zeit bleibt, sich auf den Auftritt vorbereiten zu können.
    Das Gefühl der "Unruhe" verfliegt bei mir, sobald es ans Aufbauen geht (außer es treten Probleme auf, natürlich...), mich befällt dann ein ganz angenehmes Gefühl der Ruhe, es kam sogar schon vor, daß ich mal zu nem Bandkollegen sagte: Ich hab eigentlich gar keinen Bock, aufzutreten... *lach
    komischerweise war das dann ein Gig, an dem ich besonders gut drauf war.
    Ich brauche vor dem Auftritt eine gewisse Zeit für mich allein, ich fahre mich dann bewußt selber runter, schließe meine Augen, fange dann an, mich warm zu singen.
    Die Anspannung erwacht erst wieder, kurz bevor s dann losgeht. Aber das äußert sich bei mir als positives Kribbeln und ist jedesmal schön, wenn ich dann auf die Bühne gehe.
    In diesem Sinne ;-)
    Fyn
     
  15. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 16.07.09   #15
    Das geht mir immer so. Ich sage meistens: "Warum kann ich nicht wie andere vernünftige abends auf dem Sofa und fernsehen? Das wäre doch jetzt viel schöner."
     
  16. Fynraziel

    Fynraziel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.09   #16
    Haha, genau.... irgendwie hab ich da nen richtig toten Punkt, da würd ich mich am liebsten auf ne Couch verziehen und ne Runde pennen....
     
  17. DieWiedergeburt

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    Erstellt: 16.07.09   #17
    Zwar ursprünglich mehr auf Instrumentalisten gemünzt, aber dennoch weitgehend auf Sänger übertragbar:

    Ursachen von Nervosität/Fehlern beim Spielen vor Publikum

    Enthält Ursachenerklärung und Handlungsempfehlungen. Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Fachmod oder DieWiedergeburt.
     
  18. Fynraziel

    Fynraziel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.09   #18
    Moin !
    Die Rede war doch von Lampenfieber VOR dem Auftritt... oder hab ich da was falsch verstanden ?
    Klar ist jedoch, wenn man auf der Bühne immer noch nervös ist, Angst hat, Fehler zu machen, sollte man diese zunächst noch meiden, denn meines Erachtens kommt die Angst, Fehler zu machen daher, daß man sich selber nicht zutraut, das Geplante zu schaffen.
    Das abzuschaffen gelingt nur, wenn man sein "Zeugs" vollkommen beherrscht, denn wenn keine Unsicherheiten mehr da sind, ist meist auch kein Grund vorhanden, nervös zu sein.
    Klingt zwar brutal, aber wenn es nicht gelingt, diese Unsicherheit bzw. Nervosität "wegzutun", sollte die Bühne gemieden werden, so hart es klingt.
    Denn nichts ist schlimmer als ein nervöser Musiker, der nicht nur den Rest der Band kirre macht, sondern diese Nervosität auch auf s Publikum überträgt und sich so sogar vielleicht zum Affen macht.
    Man kann als Band versuchen, ihn(sie) zu stützen und aufzumuntern.
    Sollte man natürlich auch tun, aber auf Dauer ?
    Achso, was ich eigentlich noch zum Thema sagen wollte....
    Sobald ich auf der Bühne stehe, bin ich eigentlich gar nich mehr ich selbst ( geht wohl nicht nur mir so)
    Fehler werden hingenommen und sofort aus meinem Kopf verbannt... Nervosität als solche auf der Bühne kenne ich schon lange nicht mehr.
    Mein Motto ist: Mein Zeug so gut wie möglich rüberbringen, vergesse aber niemals daß es nie wirklich 100% sein können. Denn irgendwas ist immer *lach
    Und vor allem möchte ich für die Dauer meines Gigs mit meinem Publikum und meiner Band ne Menge Spaß haben. Und wenn ich dann nach getaner "Arbeit" verschwitzt und etwas platt von der Bühne gehe, bin ich immer ein sehr glücklicher Mensch. Egal vor wievielen Leuten wir gespielt haben.
     
  19. antipasti

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    Erstellt: 17.07.09   #19
    Neee ... ist n anderes Thema. Geht nicht um Fehler AUF der Bühne, sondern eher um Lampenfieber vor dem Auftritt. Wir Sänger machen keine Fehler - wir improvisieren und variieren nur :) ... Dafür sind wir eben vorher oft aus etwas neben der Spur.
     
  20. Fynraziel

    Fynraziel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.09   #20
    genau !!!!! :D
     
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