Geschenktes Akkordeon - was tun?

  • Ersteller siebass
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Als Erinnerungsdekoration ist das auch schön. Heute könnte man meinen das seien Kinderinstrumente.
Meine Galotta ist das Sportmodell 25 und wird eher als leichtes Instrument für unterwegs gedacht gewesen sein.
Für die Wandervögel waren aber Lauten noch leichter und gebräuchlicher.
 
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Zu den Erfolgsaussichten und der Wirtschaftlichkeit einer Instandsetzung ist objektiv denke ich schon genug geschrieben worden. Ich hab dazu noch folgende Gedanken:
  • Wenn du die Zeit und Lust hast, betrachte die Instandsetzung als Hobby wie eine Modelleisenbahn. Dahinein kann man auch beliebig viel Zeit und Geld versenken (und dann noch nicht mal die Rhapsodia Andalusia drauf spielen...) aber auch viel Spaß haben und eine Menge lernen. Aber anders als eine "echte" Modelleisenbahn wie etwa die in der Hamburger Speicherstadt wird selbst das heruntergekommenste Akkordeon irgendwann einmal fertig.
  • Wenn du das Geld übrig hast, warum nicht instandsetzen lassen? Auch dein letztes Hemd wird keine Taschen haben. Und andere kaufen alle drei Jahre ein neues Auto, das im ersten Jahr mehr Wert verliert, als die Instandsetzung kosten wird.
  • Zu Bares-für-Rares würde ich damit nicht gehen. Dann kann man womöglich in "Händlerstücke" sehen, wie jemand eine Minibar draus macht. <grusel/>
 
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moin, jo, bei allem stimme ich dir zu, allerdings ... :
- lust hätte ich und rentner bin ich auch. allerdings hab' ich dermaßen viele andere, musikbezogene tätigkeiten, daß die gefahr viel zu groß ist mich davon abzulenken - das geht wohl vielen so.
- das hab' ich auch überlegt, und wenn es aus meiner eigenen vergangenheit stammen würde, dann würde ich das sofort machen lassen (wie zum beispiel mit meiner uralten olivetti lettera dl schreibmaschine), aber dafür ist es mir dann doch zu fremd und ich würde geld lieber in ein neues investieren. aber auch das kommt nicht in frage ... siehe oben ;)
- das ist sicher richtig, aber lieber als minibar enden als in der müllverbrennng?
variante: falls es tatsächlich aus klingenthal kommt hier anfragen ob die interesse haben.
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mhhhh, hab' gerade mal geguckt: sowas wie Hohner Bravo II 48 Red würde mir zum ausprobieren gefallen (schwerer dürfte es auch nicht sein) - und, warum muß für mich ein akkordeon eigentlich rot sein? ... nnneeeeeiiiiiinn, kommt gar nicht in frage o_O;):poop:;)
 
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Ich habe meine Galotta doch schneller ans Laufen gekriegt als gedacht.
Man braucht natürlich einen Stimmbalg und etwas Akkordeonwachs.
Die meisten Stimmplatten konnte ich um die Stahlzungen frei zu kriegen mit der Schlüsselfeile vom Belag befreien.
Nur drei mußte ich ausbauen und später mit dem Lötkolben wieder einwachsen.
Mit ein Ventil wieder einkleben und Koffer Leimen hat das ganze ca. 3 Stunden gedauert.

View: https://www.youtube.com/watch?v=fZAcMvDzZqo
 
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glückwunsch :biggrinB:
 
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@siebass Von "vernünftig spielbar" ist das allerdings noch Lichtjahre weit entfernt: Man hört deutlich, dass die Kiste verstimmt ist und Nebenluft zieht.
 
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ja, das war selbst für mich akkordeonlaien deutlich hörbar, dennoch glückwunsch, weil meine noch lichtjahre selbst davon entfernt ist - und es auch bleiben wird. ;)
 
unvernünftig spielbar ist schon mal mehr als nur piepsende Dekoration
Vielleicht gehe ich das später nochmal gründlicher an.
 
@Wil_Riker Aber er hat sich rangetraut, und Verbesserungen erzielt.
 
Aber er hat sich rangetraut, und Verbesserungen erzielt
und? Das heißt noch lange nicht dass jeder die gleiche handwerkliche Begabung hat und das Teil verbessert wenn er Hand anlegt! Ich war in meiner Kinderzeit gefürchtet, weil ich auch alles reparieren wollte... und hinterher war s erst recht kaputt! Meine ersten 20 Lebensjahre war ich eher "Machheniker", bevor ich dann so langsam zum "Mechaniker" wurde!

Abgesehen davon sehe ich noch keinen größeren Sinn darin, etwas von "klingt unerträglich" auf "klingt furchtbar" zu verbessern und dabei unter Umständen mangels Wissen etliche Kardinalsfehler zu begehen , die nicht wieder korrigierbar sind.

Und überhaupt warum muss denn bei allem versucht werden das irgendwie n bissl zu verbessern? Für einen Museumskurator sind meist die Objekte die wertvollsten, an denen noch keiner rumgefrickelt hat - eben weil die noch original und authentisch sind und damit ihre Geschichte noch erzählen....Z. B den Koffer wieder "schön" machen und diesen "komischen" Aufkleber entfernen... damit wäre die Geschichte gestorben die er erzählen kann.
 
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diesen "komischen" Aufkleber
der besagt übrigens, daß dieses gepäckstück außerhalb des inkludierten reisegepäcks transportiert wird.
sozusagen das, auch noch heutige, standardschicksal von musiker.innen auf reisen.
 
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der besagt übrigens , daß dieses gepäckstück außerhalb des inkludierten reisegepäcks transportiert wird....
genau das wollte ich ja damit auch sagen:

Man kann mit entsprechendem Aufwand Akkordeon und auch Koffer wieder in prakjtisch neuen Zustand versetzen.. dann ist es einfach ein altes Akkordeon mit Koffer in wieder hergerichtertem Zustand... oder man kann es mit all seinen Schäden und Macken fehlenden Knöpfen und Aufklebern auf Koffer oder sonst noch wo so lassen und damit dem Instrument seine Geschichte belassen:

Ein altes kaputtes Instrument muss nicht unbedingt hergerichtet werden - wenn es eine interessante Geschichte erlebt hat darf es auch so wie es ist als Zeitzeuge weiterbestehen mitsamt seiner Geschichte. Repariert man es, geht ein Teil der Geschichte verloren.

Aber nicht falsch verstehen: Ich bin beileibe keiner der meint alte Akkordoens soll man einfach alt lassen und keinesfalls richten....Wenn es vom Zustand her gut ist und auch eine entsprechende Qualitätsstufe hatte und man mit einer Instandsetzung wieder die alte (hohe) Qualität verfügbar machen kann, dann bin ich klar für s wieder herrichten. wer micih kennt , weiß dass ich selber einige "Oldtimer" spiele die ich wieder top herrichten lassen habe... aber das sind auch keine einfachen Instrumente, sondern schon Instrumente, die etwas beonderes waren und jetzt auch spielerisch und klanglich wieder etwas besonderes sind.

Aber hier in dem Fall ist das Instrument schlichtweg einfach und ohne besondere musikalische Rafinessen. Auch sonst eher schlicht. Liese man das herrichten, dann kostete es sehr viel Geld und man hätte hinterher immer noch nur ein einfaches Akkordeon ohne besonderes Aussehen oder besonders interessante musikalische Details... Aber die Geschichte die es erzählt wäre dann weitestgehend erloschen.
 
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Das besondere des Sportmodells ist die Größe von H 27cm x B 22cm x T 12,5cm.
Die paßt ohne den Koffer noch in den Turnbeutel und die Fahrradpacktasche.
Dabei hat sie aber anders als die Mignon schon zwei Zungen je Ton so daß man etwas Schwebung stimmen kann.
Die Diskantreihen haben auch je einen Hilfston.
Es sind aber auch bei dem kleinen Instrument 58 Stimmplatten und 116 Stimmzungen und Ventile.
Die Nebenluft zieht es auf der Basseite, der Balg ist dicht.
Ich besorge mir erst mal einen Stangenkratzer.
Vielleicht dürfen Altwachs und Ventile etwas nachgestimmt verbleiben.
Das ehrwürdige Alter darf man ruhig noch etwas auch hören.
 
Das besondere des Sportmodells ist die Größe von H 27cm x B 22cm x T 12,5cm.
bitte trotz allen Engagements hier in diesem Faden beim eigentlichen Thema bleiben und für das eigene "Schätzchen" gegebenefalls einen eigenen Faden aufmachen! Denn hier gehts ja ganz grundsätzlich um ein anderes Akkordeon!
 
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Wenn bei einem solchen geschenkten Instrument eine Instandsetzung nicht in Frage kommt und es als Dekoration auch keine Verwendung findet kann sich jemand daraus noch einen einfachen Stimmbalg bauen.
 
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