Gibson SG - Abschirmung mit Kupferfolie

...
3. auf jeden Fall, der vollständige Schirm MUSS auf Masse gelegt werden - sonst wird aus der Schirmung eine Antenne...
Danke dir, wo löte ich den Schirm am besten an? Gibt es eine gute Methode um z.B. die Potis unberührt lassen zu können? Klinkenbuchse oder so?
 
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versuche viele Massepunkte zu vermeiden. Am besten ein zentraler Massepunkt z.B. Masse Klinkenbuchse.
Die Potigehäuse werden gerne als Massepunkt verbunden, wegen der abschirmenden Wirkung der Blechgehäuse.
Denn merke: Alles, was nicht auf Masse liegt, in eine Antenne für Störungen.
 
...PU-Fräsungen bringt bei Humbuckern wenig bis nichts weil...
Bei geschirmten Kabeln (bei HB üblich) bringt das Abschirmen der Kabelkanäle auch so gut wie nichts.
Wenn du's möglichst einfach haben willst reichts bei Folie mit leitendem Kleber wenn sich alle Stücke irgendwo überlappen und...
Am sichersten/besten ist es natürlich alle Stücke mit einem Lötpunkt und das ganze per Kabel mit Masse zu verbinden.

Daß Störgeräsche sich verringern wenn du die Saiten berührst liegt übrigens nicht dran, daß du die Saiten erdest sondern...
Also PU Fräsungen frei lassen bei HB‘s?

Verbaut Gibson abgeschirmte Kabel? Habe eine SG Faded 2016.

Ich könnte mit der Kupferfolie so ja auch prinzipiell schmale Streifen/Leitungen legen und diese denn an den Enden umgedreht (Metall auf Metall) größzügig miteinander verkleben um sicheren Halt zu gewährleisten?

Das mit Kupferfolie mit leitfähigem Klebstoff.

Um nicht löten zu müssen (ich müsste erst einen Lötkolben kaufen, man will auch nicht den letzten billigschrott kaufen, denn lieber gleich was vernünftiges blubb blubb, kostet wieder alles Geld und dann macht man damit ewig nichts) könnte ich ja eine Art Schlinge mit der Folie um den Poti legen und dann großzügig verkleben so das es hält.

Erreiche ich denn bei korrekt verbauter Abschirmung dass das Brummsignal verschwindet so als würde ich die Saiten berühren?
 
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So richtig verstehe ich deinen Plan nicht, aber was du glaube ich nicht auf dem Schirm hast: deine Abschirmung darf an keiner Stelle Kontakt zur Signalleitung haben. Also auch nicht an den Lötösen der Potis etc. Sonst bleibt die Gitarre stumm.
 
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So richtig verstehe ich deinen Plan nicht, aber was du glaube ich nicht auf dem Schirm hast: deine Abschirmung darf an keiner Stelle Kontakt zur Signalleitung haben. Also auch nicht an den Lötösen der Potis etc. Sonst bleibt die Gitarre stumm.
Auf dem Schirm :D

spaß beiseite, ja da liegst du richtig.

Verstehe.

Ich dachte darüber nach an einen poti Kupferfolie zu kleben die zur Schirmung geht, um die Verbindung herzustellen. Dann noch ein bisschen über den Kupferstreifen kleben das es hält.

Oder man geht an die Klinkenbuchse. Vielleicht lässt sich das besser machen.
 
Wenn du komplett die gefrästen Fächer der SP mit Cu-Folie beklebst, mit Leitlack behandelst oder mit Feenstaub🪄 betupftst: Wichtig ist nur, die Masse der Schaltung und die Fachsbschirmung einmal zu verbinden.
 
Muss die Kupferfolie von der PU Fräsung und dem E-Fach verbunden sein?

Würde es funktionieren die Klinkenbuchse mit der Abschirmung zu verkleben um die Verbindung herzustellen?
 
Nein. Das wichtigste bei einer Masseverbindung ist die Niederohmigkeit. Eine geklebte Verbindung kann das (noch) nicht.
 
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*edit*
Ok, ich hatte jetzt ein paar mal nachgefragt weil jemand im Laufe des Threads meinte das würde auch funktionieren.
 
Grund: edit by C_Lenny -> Vollzitat Vorpost
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du knnst aber Lötpunkte auf der Kupferfolie anbringen
 
Der Kleber ist zwar leitend, aber die Verbindung ist hochohmig. Deswegen sollten die Bahnen der Folie miteinander veröltet sein und mit einem Kabel mit Masse verbunden sein. Alle Folienteile müssen eine leitende Verbindung zur Masse haben, um optimal abzuschirmen.

Um an Gitarrenschaltungen zu arbeiten ist gutes Werkzeug und ein guter Lötkolben unabdingbar.

Jetzt kommt sicher wieder die Frage....

Nehmt einen Lötkolben mit min. 50Watt Leistung und eine Lötspitze, die mindestens 3MM breit ist, damit ihr genügend Hitze an die Lötstelle bekommt. Poties werden nicht durch zu hohe Temperatur gekillt, sondern dadurch, dass zu lange versucht wird die Lötstelle auf Temperatur zu bringen.

Und übt das Löten, bevor Ihr Euch an die Gitarre wagt.
 
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Alle Fräsungen, Fächer und die Abdeckung wird ausgekleidet ?
Ja
Kabeltunnel können frei bleiben ?
im Idealfall nich, aber geht wohl nicht anders ;-)
3 - Müssen alle Schirmungselemente miteinander verbunden werden ?

3.1 - Wie gehe ich dabei am besten vor ?
Überlappend arbeiten, die Bahnen verlöten oder verbinden
4.1 - Gibt es eine Möglichkeit eine Masseverbindung ohne löten herzustellen ?
ja, die Gehäuse der Potis könnenKontakt zur Masse erzeugen
Du kannst geschraubte oder genagelte Kontakte erstellen

Löten ist jedoch absolut empfehlenswert und sinnvoll
 
*edit*
Danke, zwecks Kabeltunnel warf sich bei mir die Frage auf, wenn ich jetzt die Fräsungen der PU‘s auskleide, aber nicht mit dem Rest des Schirms verbinde, weil es nicht geht, habe ich denn nicht mit der PU Auskleidung wieder die Antennenwirkung weil es frei steht?

Der Kleber ist zwar leitend, aber die Verbindung ist hochohmig. Deswegen sollten die Bahnen der Folie miteinander veröltet sein und mit einem Kabel mit Masse verbunden sein. Alle Folienteile müssen eine leitende Verbindung zur Masse haben, um optimal abzuschirmen.
Danke für die Erklärung
 
Grund: edit by C_Lenny -> Vollzitat Vorpost
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Einfach deine Cu-Folie mit Kabel untereinander verbinden -> keine Antenne.
Du bist ja voller Elan dabei. Ich habe das damals(tm) auch bei ein paar meiner Gitarren durch geführt mit teils zweifelhaftem Erfolg. Aber vielleicht hast du ja Glück und du erreichst den gewünschten Effekt.
Wichtig ist aber auch der Rest deiner Signalkette. Gute Kabel sind oft die einfachste Lösung eines Störungsproblems.
 
Ich habe das Ganze schon an 7 meiner Gitarren durchgeführt - als Tipps: Zum Verarbeiten der Folie bieten sich so abgerundete Holz-Modellierwerkzeuge an (gibt's im Bastelladen z.B. für Ton), dann lässt sich die Folie auch richtig an- und in die Ecken drücken, so dass übereinander liegende Schichten guten Kontakt bekommen. Am Ende sollte man das trotzdem immer mit einem Durchgangsprüfer bzw. Multimeter überprüfen.

Es gibt leider auch Kupferfolien, die sehr leicht reißen und bei denen der Kleber ein Scherz ist, so dass sich alles wieder leicht ablöst (...und da tun sich auch "Abschirmset"-Anbieter für E-Gitarren leider nicht immer gut hervor). Man steckt halt nicht drin... aber ich hatte auch schon Folie, die sich super verarbeiten ließ. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man vor dem Verarbeiten gut durchwischt (und dann trocknen lässt, falls nebelfeucht durchgewischt), damit der (Holz-)Staub weg ist. Dann hat man zumindest eine Chance, dass es gut hält.

Ums Löten kommt man allerdings nie ganz drum herum: Wichtig ist vor allem, dass auch die Potigehäuse weiterhin untereinander verlötet über Kabel Massekontakt haben. Kontakt kommt zwar dann auch über den Druck auf die Kupferfolie zustande, der ist aber nicht zuverlässig: Man wundert sich dann nur, wo plötzlich das Brummen wieder herkommt...

Und die Durchführung ist immer eine etwas nervige Aufgabe. Ich habe mir eigentlich fast jedes Mal gesagt: Das machst Du nie wieder. ;-)
Aber da so manche Vintage-Gitarre einen sehr empfindlichen Lack hat, ist man bei der Kupferfolie zumindest im Vergleich zu lösungsmittelhaltigen Lacken auf einer einigermaßen sicheren Seite. Ich habe mich dann doch jedes Mal wieder gegen Experimente entschieden.
 
Vielen Dank euch für die Tipps!

Beste Grüße
 

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