[Gitarre] FABER LP Custom Premium Relic White, Vorstellung und Review Faber Parts

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Hallo Liebe Community

Ich möchte, nach meiner Weisheitszahn-OP, die Zeit auf der Couch nutzen um hier meine Lieblingsgitarre vorzustellen :)
20190905_111328.jpg

Sie ist bereits fast ein Jahr bei mir und deshalb denke ich doch dass eine ehrliche Beschreibung ihrer Qualitäten möglich ist ohne verdächtigt zu werden, dass ich sie noch durch die rosarote Brille betrachte, sollte ich ins Schwärmen geraten.

Über Faber-Gitarren findet man ja nicht allzu viele, ausführliche Infos und Reviews, weshalb ich dieses spezielle Modell hier einmal näher beleuchten möchte.
Wie der Titel schon verät, möchte ich auch gleich auf die Gitarrenteile der Firma Faber eingehen denn ich habe diese, ohnehin schon tolle Gitarre, noch etwas aufgerüstet. Darauf gehe ich dann auch noch detailierter ein.

Doch hier zunächst die aktuellen Spezifikationen:


Faber Les Paul Custom Premium Relic White

•Revival Serie 2010
•Made in Korea
•Hals: African Mahagoni, 50's Long Tenon Neck (also fettes Halsprofil)
•Knochen-Sattel
•Palisander-Griffbrett mit 50's Celluloid Block Inlays
•Korpus: African Mahagoni/Canadian Maple Top
•PAF-Vintage Faber Pickups
•Faber Deluxe Tuner(nachgerüstet)
•Faber ABR1 Locking Bridge mit Messing-Saitenreitern(nachgerüstet)
•Faber Tone Lock Kit mit Aluminium Stoptailpiece(nachgerüstet)
•Alpha-Potis(Sehr gut! Keine 0815China-Dinger. Muss man ja mal erwähnen, wenn's um die Originalausstattung geht)
•hochwertiger Toggleswitch(keine Ahnung welcher Hersteller aber von der definierten Rastung und Haltbarkeit her würde ich auf Göldo tippen) genau wie die Buchse.
•Nitrocellulose Lack
•Korpusdicke gemessen an der Zarge 4,8cm
•Die Ahorndecke ist an der dicksten Stelle, gemessen in der Fräsung des Bridge-Pickups, ca 2cm dick
•Gewicht 4,8Kg
•Ich glaube der Neupreis lag mal bei 950€. Das ist zumindest das früheste Angebot dieser Gitarre, welches ich finden konnte.

Original hatte die Gitarre bereits sehr ordentliche Hardware. Eine ABR1 Bridge mit Messing-Saitenreitern, ein Aluminium Stoptailpiece und Vintage-Tuner. Also quasi "50's Vintage Correct-Parts", so wie Gibson damals seine Gitarren ausgestattet hat, bevor die billigeren Zink-Gussteile verbaut wurden. Die Originalfarbe der Hardware war Gold-Aged. Weil aber, auf den Kappen der Pickups, kein bischen Gold mehr vorhanden ist, sie bereits"in Würde ergraut" sind und ich das auch farblich passender, zum gut vergilbten Nitrolack mit seinen typischen Rissen fand, habe ich die neue Hardware in der Nickel-Aged-Version gewählt. Einen "neuen" Satz Potiknöpfe habe ich ihr auch noch spendiert, weil die originalen nicht ganz so authentisch gealtert waren wie der Rest der Gitarre und ich noch ein paar abgeranzte, von einer anderen Paula in meiner Ersatzteilkiste hatte. Diese sind zwar genau genommen 60's-style aber egal. Ist eben ne Paula die, nachdem sie die wilden 50er überlebt hat, in den 60ern neue Knöpfe brauchte. :D

Hier noch Bilder der Lady im Originalzustand, so wie ich sie bekommen habe:
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Dem Kenner wird bei den Spezifikationen aufgefallen sein, das die "Custom" eigentlich eine "Standart" ist denn eine richtige Les Paul Custom hat ein Ebenholzgriffbrett und einen Mahagonikorpus ohne Ahorndecke.
Ich finde die Gitarre wirklich wunderschön und sie ist auch super verarbeitet. Die Form der Kopfplatte ist, wie ich finde, auch super und ist ja auch irgendwie ein Klassiker. Es ist zwar kein "Open Book-Headstock" aber man kennt diese Form von den alten japanischen Les Paul-Kopien der 70er Jahre. Ich habe die Gitarre in der Bucht geschossen und mich sofort verliebt, als ich ihre Bilder gesehn habe. Der Nicht zu übertriebene "Relic-Look" ist echt geil, authentisch gemacht und gibt ihr Charakter. Der "Heavy-Relic-Look" entsteht dann beim Rocken
Ganz Perfekt verarbeitet ist sie dennoch nicht.

(Ich höre schon die Stimmen "lst ja auch keine Japan Tokai.")

Kurze, grobe Erklärung, für Leute die es nicht schon wissen. Faber ist eine deutsche Firma, die Hardwareparts und Pickups für Gitarren herstellt. Zudem übernehmen sie den deutschen Vertrieb für Tokai und lassen, wenn ich das richtig verstanden habe, quasi unter der Schirmherrschaft von Tokai, auch eigene Gitarren, in Kleinserien, in Korea Fertigen. Deshalb findet sich, als Verweis auf Tokai die "Tokai-lilie"(so nenn ich das Inlaymotiv jetzt einfach mal) auf dem Headstock der Faber Les Paul Custom Modelle. Die Gitarren werden auch eigentlich mit "Faber by Tokai" gelabelt.


Kommen wir nun zu den "Mängeln".
Es gibt genau ZWEI.

Nr.1:
Die eben erwähnte "Tokailie" wurde etwas schief positioniert. Find ich jetzt nicht dramatisch. Aber der Perfektion wegen sei es mit erwähnt. Ich seh es mal als Alleinstellungsmerkmal. Ich habe ja auch einen großen, markanten Leberfleck auf dem unterarm und meine Eltern haben mich trotzdem lieb. :D xD
Wenn die Gitarre vor einem hängt fällt das eh keinem auf(Das schiefe Inlay mein ich)

Nr.2:
Der Originalsattel wurde schlampig verarbeitet. Auf der rechten Seite(bzw unten, wenn man die Gitarre vor sich hängen hat)ist unter dem Sattel ein ca 1mm breiter Spalt. Er sitzt aber oben so wie er soll und ich habe glücklicherweise bisher noch keine negativen auswirkungen auf den klang der hohen Saiten bemerkt. Der Sattel wird aber ohnehin so bald wie möglich vom Gitarrenbauer gewechselt, weil ich mir gern einen Messingsattel für die Paula anfertigen lassen würde.

Soweit so gut.
Nachdem ich nun die materiellen und visuellen Merkmale dieser schönen Paula, hoffentlich zu genüge beschrieben habe, kommen wir nun zum wichtigsten.

DER SOUND!!!

Hier könnte ich mich jetzt kurz fassen und einfach schreiben "klingt wie eine gute Paula klingen muss". Das wäre aber zu einfach und überhaupt... Was sind eigentlich die Eigenschaften des "Typischen Les Paul-Sounds"? Hier müssen wir natürlich etwas genauer werden. Wie oben schon erwähnt ist die Faber Les Paul "Custom" eigentlich, von ihren baulichen Merkmalen her, eine Les Paul "Standart". Das hört man auch.
Ich will hier jetzt keine Riesen Diskusion über den Einfluss der Holzarten, ihrer Unterarten, Konstruktion, Vodoo bla bla Diskusion lostreten. Das hatten wir ja schon alles.

...Achja...

Wie zur Hölle verhält sich eigentlich das Liebesleben der Pflastersteine unter Einfluss der Sonnenstrahlen, im Frühling?

...Spaß beiseite...

Ich beschreibe jetzt einfach mal was für MICH die typischen Merkmale eines Typischen Les Paul-("Standard" in diesem Fall) Sounds sind, die ich immerwieder, irgendwo höre wenn ich eine solche Gitarre ausprobiere, und auch irgendwie gewohnt bin als Fan dieser Modelle.
Ein warmer, etwas dunkler Sound mit "glockigen" Höhen. "glockig" sagt man ja deshalb weil die nicht so spitz bzw nicht so knallig sondern eher etwas runder oben rauskommen, im vergleich zu den Höhen einer Telecaster, beispielsweise. Was für mich auch irgendwo Paulatypisch ist, bei Palmutes dieses trockene, warme "Klopfen", was so von unten, tiefmittig, hochkommt und was sich irgendwie unheimlich direkt und gleichzeitig druckvoll anfühlt/anhört(was man von seinem Instrument hört beeinflusst ja auch die Art wie man spielt). Ich hoffe ich hab das einigermaßen gut hinbekommen. Zu präzise kann man das auch nicht beschreiben weil jede Gitarre etwas anders klingt, auch wenn die Bauart und die Materialien die gleichen sind.

Aber genau das, was ich eben beschrieben habe, kann die Faber echt richtig gut.
Es ist alles da wo's hingehört bzw hört sich "Richtig" an und sie kann richtig gut singen. Besonders toll finde ich dass man die kontraste sehr schön hört, beim Wechsel zwischen offenen und gedämpften Anschlägen. Bei den offenen Anschlägen sind die glockigen Höhen schön präsent und im stärkeren kontrast dazu das trockene "Klopfen" bei den gedämpften Anschlägen. Eben richtig definiert und das macht den klang irgendwie sehr schön dreidimensional. Es ist auch ein Vorteil bei starker Verzerrung und Riffs mit sehr schnellen wechseln zwischen offenen und gedämpften Anschlägen, wo wirklich auch die Pickups ihre Qualitäten zeigen. Da kommt es nämlich darauf an dass, solche Kontraste, wie eben erwähnt, gut übertragen werden und auch bei hoher Verzerrung nicht verwaschen, denn das ist wichtig für die rhythmischen Betonungen, die man mit seiner Anschlagstechnik setzen will, vor allem im Kontext mit einer Leadgitarre, die mit angehobener Lautstärke, was anderes darüber spielt. Die beiden Humbucker machen hier echt einen guten job und übertragen klar und ehrlich. Vielleicht liegt das auch irgendwie daran, dass sie outputmäßig nicht ganz so viel Gas geben, denn ich würde sie eher im Low Output-Bereich einordnen. Wie dem auch sei. Sie machen ihren Job sehr gut. Billiger sound ist anders. Was besonders aufgefallen ist, dass die Gitarre rein akustisch schon sehr potent ist. Also für eine Solidbodygitarre recht laut. Schon vor dem Wechsel der Hardware war das so und hat sich dann noch einmal unheimlich verstärkt. Alles ist nochmal klarer geworden.

Hier komme ich jetzt auch gleich zum angekündigtenReview der Faber Hardware, welche ich nachgerüstet habe.

Folgende Parts habe ich eingebaut:

•Faber Deluxe Tuner
Das sind unspektakuläre Vintagemechaniken. Allerdings wurden diese wohl mal überarbeitet und in dieser neuen "Deluxeversion" herausgebracht. Ich habe die Originaltuner der Gitarre aus zwei Gründen gewechselt. Zum einen waren sie nicht mehr gut gängig und eine hat geklappert und zum anderen wegen der Optik wie oben schon beschrieben. Die neuen Mechaniken sind wiklich gut verarbeitet und auch schwerer als die alten. Über die Haltbarkeit kann ich noch nichts sagen aber sie sind stimmstabiel und es lässt sich sehr schön feinfühlig, auf den Punkt stimmen. Sie sehen auch einfach klasse aus.

Jetzt die beiden wichtigsten und stärksten Veränderungen, welche das Instrument nochmal ganz weit nach vorn gebracht haben.

•Faber ABR1 Locking Bridge
Diese Brücke ist eine richtig tolle Sache. Sie ist super verarbeitet und verfügt über Messingreiter. Das ist erstmal noch nicht spektakulär denn das war bei der serienmäßig verbauten auch so.
Der entscheidende Unterschied ist der Klemmmechanismus der neuen Brücke. Der Effekt ist wirklich heftig. Die Brücke wird hierzu mit den dazuhörigen gewindehülsen auf die vorhandenen Bolzen geschraubt. Somit sind die teile WIRKLICH fest miteinander verbunden und haben vollkontakt zueinander. Das führt dazu das die Schwingungen der Saiten direkt auf den Korpus übertragen werden und fast keine schwingungsenergie mehr verlohren geht.
Ich gehe gleich noch weiter darauf ein aber zunächst geht's weiter zum Stoptailpiece.

•Faber Tone Lock Kit
Hier ist das Grundprinzip das selbe wie
Wie bei der Bridge. Man stellt eine feste Verbindung der einzelnen Teile her und sorgt dafür dass sie Vollkontakt zueinander erhalten. Das Stoptailpiece selbst ist ein einfaches Aluminium Stoptailpiece(Gibt's auch aus Titan). Nur die bolzen sind modifiziert um das Stoptailpiece richtig fest zu fixieren.

Bei der Brücke ist zu beachten, dass man die Verschaubung erst lösen muss wenn man die Saitenlage einstellen möchte.
Die Höhe des Stoptailpiece ist auch nicht mehr stufenlos verstellbar aber es sind drei Paar verschieden höhe unterlegscheiben dabei, mit dennen man es voreinstellen kann. Diese beiden "Einschränkungen" sind aber vernachlässigbar und durch diese Befestigung der Teile kann sich auch nix verstellen wenn man die Saiten wechselt. Es sitzt alles bombenfest.

Wer eine noch genauere Beschreibung der Teile selbst möchte kann googlen. Ich möchte jetzt direkt auf den Effekt der Teile, auf die Klangeigenschaften der Gitarre eingehn.

Durch diese zwei einfachen Modifikationen ist die Gitarre zum einen erstmal lauter geworden. Ich Rede hier nicht von einem bischen sondern von "ach du schei*** was'n hier los?*. Das zweite was direkt auffällt sind die wesentlich stärkeren Vibrationen, die man selbst spürt wenn man das Instrument berührt. Kein Vodoo und kein "Ich muss irgendwie rechtfertigen wieso sich eingesetzte Kohle gelohnt hat".
Es wird alles lauter und präsenter, für mein empfinden auch gleichmäßig. Und logischerweise wird das Sustain auch merklich länger denn die Saiten schwingen ja stärker bzw resoniert der Korpus stärker. Es braucht also auch länger bis das Instrument aufhört zu schwingen.
Wer nicht glaubt wie groß der Einfluss solcher Teile auf die Schwingungsübertragung von den Saiten, auf den Korpus und umgekehrt ist, kann das ganz einfach testen.

Je schlechter die Übertragunseigenschaften der Teile sind, desto stärker spürt man die Vibrationen am Teil selbst. Diese Vibrationen, welche man dort spürt sind nichts anderes als die Schwingungsenergie, welche an dieser Stelle verloren geht. Bei meiner Faber Paula schwingen jetzt Nur noch die Saiten und der Korpus(und die Mechaniken). Schlage ich meine Saiten jetzt an und halte dann direkt die Fingerspitze direkt an das Metall der Brücke oder des Stoptailpiece, spürt man garnix. Zum Vergleich könnt ihr einfach mal die Fingerspitze an eure Mechaniken halten. Diese werden mit Sicherheit vibrieren weil die Bauteile einer Mechanik keinen vollkontakt zueinander haben. Dürfen sie ja auch nicht, denn sie müssen ja beweglich bleiben. An den Mechaniken geht deshalb auch, gezwungenermaßen so ziemlich die meiste Schwingungsenergie verloren. Probierts aus. Kann durchaus interessant sein. So findet ihr heraus ob eure Bridge und Saitenhalter gute schlechte "Schwingungsüberträger" sind und wo ihr nachbessern könnt wenn ihr gern mehr Sustain und mehr von allem hättet

Ich glaube das war jetzt zum Schluss ein etwas ungewöhnliches Review mit Physiklehrstunde aber was soll's....‍♂️

Jetzt noch die letzten Bildchen für euch(Quasi als Belohnung dafür dass ihr bis hierhin durchgehalten habt) und dann bin ich hier fertig. Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen
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20190905_104858.jpg

Rockige Grüße ausm Osten!

Marcel
 
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Kleiner Nachtrag für User von Vintage-Mechaniken. Sie können nach einer weile ihre gängikeit verlieren, aufgrund eines Mangels an Schmiermittel. Hier empfiehlt es sich ab und an etwas haushaltsöl in das Gehäuse laufen zu lassen. Zu diesem Zweck besitzen diese Mechaniken ein kleines Loch im Gehäuse. Nehmt dazu eine Nadel oder einen anderen spitzen Gegenstand. Taucht die Spitze ins Öl und last einen Tropfen auf das Loch laufen. Wartet einfach bis der Tropfen hinein gesunken ist und fertig ;)
 
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Ich habe Dein Thema mal hierher ins Review Subforum verschoben. Schließlich handelt es sich ja um eines.

Das gibt Dir sogar noch die Möglichkeit, an unserem Review Gewinnspiel (bitte die Teilnahmeregeln lesen!) teilzunehmen. :)
 
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Hallo Marcel, sehr schönes Review und tolle Gitarre!

In einem Punkt muss ich Dich aber korrigieren:)

Dem Kenner wird bei den Spezifikationen aufgefallen sein, das die "Custom" eigentlich eine "Standart" ist denn eine richtige Les Paul Custom hat ein Ebenholzgriffbrett und einen Mahagonikorpus ohne Ahorndecke.

Nur die 57er und 54er Black Beauties und deren Reissues der Les Paul Custom haben keine Ahorndecke. Moderne Customs haben alle eine Ahorndecke;)
Statt Ebenholz inzwischen mit Ritchlite Fretboard. Mal gespannt ob die neuen CITES Regelungen Ebenholz wieder zurückbringen.

Hier die beiden "Customs" im Vergleich:




 
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Danke für die Korrektur!

(Oh man...jedes mal wenn ich eine "57er VOS Custom" sehe fang ich an zu sabbern...aber fast 7000€ für ne Originale...Ich könnt heulen)

Das ist natürlich vollkommen korrekt. Ich hätte vielleicht explizit erwähnen sollen dass ich dort den Vergleich zu den 50's Modellen gemeint habe. Ich bin wohl irgendwie davon ausgegangen, dass man das merkt weil die Faber ja auch, abgesehen von ihrer Konstruktion , nach 50's Spezifikationen ausgestattet wurde.

Die Tuner sind übrigens auch 50's mäßig, mit Einpresshülsen statt Einschraubhülsen, versehen. Sowohl die Serientuner als auch die Neuen. Das sei hier nochmal extra erwähnt
 
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Ich habe jetzt noch eine kleine Ergänzung vorgenommen und sie als separaten absatz, direkt nach der Beschreibung des Tone Lock Kit eingefügt. (für die jenigen, die das Review schon gelesen haben)
 
drul

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Ich habe die beiden Locking-Teile von Faber auch benutzt. Von der Bridge bin ich aber wieder abgekommen.

Grundsätzlich finde ich beide sehr gut; und auch hervorragend verarbeitet.

Die Locking Bridge habe ich aber gegen eine normale Faber ABR getauscht, weil sie - für meinen Geschmack - den Ton recht stark auf die Mitten fokussiert und weniger offen haben erscheinen lassen.

Ich denke aber, wir reden hier von Nuancen. Für das eine Instrument wird das eine besser passen; für das andere das andere.
 
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@drul

Ja tatsächlich kann man mit solchen Teilen den klang eines Instruments sehr gut formen, in die eine oder andere Richtung.

Nicht nur die Konstruktion sondern auch die Materialien der Teile beeinflussen den Klang.
Es gibt die Brücke ja auch noch mit Titanreitern oder gemischt mit Messing- und Titanreitern. Genau so gibt es das Stoptailpiece in Titanausführung. Muss man einfach ausprobieren. Ich glaube beides auf die Titanvariante unzurüsten wäre mir für diese Gitarre etwas zu krass gewesen von der klangveränderung her. Es soll aber einige geben die auf dieses Material schwören. Meine Meinung: Alles ist besser als Zinkguss. Ich bin schon positiv überrascht dass die Neuen Gibsons wieder ordentliche Teile ab Werk verbaut haben. Das sind echt tolle Instrumente geworden wenn auch trotzdem noch überteuert. Man rechnet ja schon bischen mit und ich seh da leider nicht wo die Preise herkommen. Schade.

Aber es gibt ja genug andere ebenbürtige Gitarren.

Es war jetzt auch keine große Umstellung.
Die Serienteile und die Nachgerüsteten unterscheiden sich ja nur dadurch, dass die Neuen eben die Lockingfunktion haben. Die Materialien sind die gleichen.
 
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Hier noch ein kleiner Betrag zu den Spezificationen. Hatte bezüglich der Pickups mal Faber direkt angeschrieben. Die Antwort kam eben rein.

Laut Faber wurden bei dieser Serie Artec-Pickups verbaut. Dh wiederum dass die Beschreibung beim Verkäufer schon nicht gestimmt hat aber wer weiß ob er das selber wusste? Ob das jetzt wirklich gut oder schlecht ist weiß ich nicht. Ich bin zufrieden mit dem Sound aber.... jetzt kreiselt es bei mir im Kopf... .

Ich hatte die Faber neulich mit bei einem Kumpel und sie hat locker mit seiner nagelneuen Gibson Goldtop(2019) mitgehalten. Klar gab's noch Unterschiede aber die sind Geschmackssache. Die Gibson-Pickups sind etwas Heißer ansonsten nicht viel was auffällig gewesen wäre. Das war allerdings noch vor der Hardwareumrüstung. Wenn ich die Elektronik jetzt auf CTS potis und Orange Drop Kondensatoren umrüste, so wie es jetzt bei den neuen Gibsons ist und vielleicht trotz der vernünftigen Serien-Pickups dort auch mal über was Hochwertigeres nachdenke wird dann aus dieser ohnehin schon tollen Paula das absolute Killerteil? :D

Natürlich ist mir bewusst dass das auch in einer Enttäuschung enden kann den teurere Teile müssen ja nicht gleich besser sein. :D

N bischen mehr Bums wäre schon cool aber nicht soviel mehr da ich den cleansound sehr mag. Anderseits Spiel ich jetzt nicht so oft clean. Man ich hasse es wenn ich dieses "geht das vielleicht noch n bischen besser???" Im Kopf habe
 
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