Gitarrenbox ohne Tolex schützen

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Metalröhre
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So, wollte mal paar Meinungen einholen und ggf. paar Tipps bekommen.

Ausgangslage ist meine Orange 412er die bis aufs optische einfach Bombe ist aber die Farbe auf Dauer mir doch stört. Re-Tolexen kommt nicht in Frage da es teuer ist bzw. schwer wenn man es selber probiert. Ausserdem war ich noch nie ein Freund von Tolex.

Meine Anti-Tolex-Haltung teilt nun ein Hersteller aus Amerika, Vader Cabinets. (www.vadercabinets.com). Diese benutzen kein Tolex sondern eine Art aufgesprühte Gummi/Kunststoff Mischung. Hab bereits mit dem Gründer gesprochen und dieser meinte das sich das System im Touralltag bestens bewährt hat. Anscheinend handelt es sich hier um Polyera/Polyharnstoff. In Amerika wird das ganze als "Bed Liner" bezeichnet und findet Anwendung meist auf Lädeflächen von Pickups.
Nun zu dem Problem, wer macht sowas? Der Kerl von Vader Cabinets hat empfohlen das Gemisch mit hohem Druck aufzusprühen, also scheint es sich um ein 2K Gemisch zu handeln das mit einem normalen Spritzsystem aufgetragen wird. Nur leider sind in Deutschland Pickups garnicht verbreitet und somit wohl auch die Zahl der Servicestätten sehr begrenzt. Die Firma "Mattec" bietet zwar ein Gemisch namens "Protecta Korte" an das aufgepinselt wird, allerdings hab ich dabei Bedenken was die Haltbarkeit angeht.

Bin um alle Tipps/Anregungen dankbar wie man das ganze eventuell umsetzen könnte.

mfg rÖhre
 
Eigenschaft
 
Was du suchst, findest du am ehesten unter dem Begriff "Strukturlack".
Die günstigste Variante wäre hier Warnex, das lässt sich zur Not auch mit der Rolle verarbeiten.
Ich würde mal in ein paar PA-Foren nach Lacken suchen, da findest du sicher einiges.
 
Super danke, scheint wohl genau das richtige zu sein.

Was haltet ihr generell von der Idee die Box mit so einem Lack zu behandeln? Vor allem was Roadtauglichkeit und Haftungsdauer angeht?

mfg rÖhre
 
Davon halt ich sehr viel.
Bei meinem Praktikum bei einem PA-Hersteller sehe ich, wie gut diese Strukturlacke Belastungen verkraften. Und da wird nicht unbedingt zimperlich mit denen umgegangen. Einen 100kg-Subwoofer zerrt man schon mal auf dem Asphalt hin und her, ohne, dass es dem Lack wirklich was ausmacht.

Warnex zum Beispiel hat auch noch den Vorteil, dass man eventuelle Macken ganz leicht ausbessern kann. Einfach kurz drüber lackieren und man sieht nichts mehr.

Der Lack, den sie bei meiner Praktikumsstelle verwenden, hat schon eine leicht gummiartige Konsistenz. Was das genau ist, weiß ich nicht, aber im PA-Forum wird das sicher jemand wissen.

Es stellt sich nur die Frage, wo du den Lack herbekommst und ob du ihn selber verarbeiten kannst. Bei Warnex ist das sicher kein Problem, allerdings denke ich, dass andere Lacke hochwertiger sind.
 

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