Grobe Werteinschätzung?! Ibach 1928

von C-Schm, 18.03.15.

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  1. C-Schm

    C-Schm Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.15   #1
    Hallo,

    meine Tochter und ich haben Jahre Klavier gespielt, jetzt müssen wir uns aber von unseren Klavier trennen.

    Leider habe ich keine Ahnung, wie viel unser Klavier wert ist und wollte euch mal um eine Einschätzung bitten.

    Es handelt sich um ein schwarzes IBACH Klavier mit Baujahr 1928.
    Es ist 2005 neu mit Schellack gestrichen (hoffe man sagt es so) worden. '
    Das Klavier steht auf Rollen.
    Es hat Elfenbeintasten.
    Und einen Moderator.

    2005 habe ich es generalüberholt gekauft (vom Klavierhändler im Ort). Es stand immer nur in trockenen Räumen, ohne Bodenheizung oder ähnliches. Ich glaube es müsste ggf. mal gestimmt werden, aber sonst hat es nur leichte Kratzer (vom Umzug und herumschieben in der Wohnung).

    Was denkt ihr, wie viel Wert hat es?

    Danke schon mal für eure Einschätzung!

    C-Schm
     
  2. stuckl

    stuckl inaktiv HFU

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    Erstellt: 18.03.15   #2
    Wann ist es das letzte mal gestimmt worden?
     
  3. Roon

    Roon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.15   #3
    vor 10 jahren vom händler gekauft...
    tja was war es denn damals wert??
     
  4. stuckl

    stuckl inaktiv HFU

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    Erstellt: 19.03.15   #4
    Fürchte der Wert geht gegen null.
     
  5. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 20.03.15   #5
    Ein schwieriges Thema. Was heißt generalüberholt? Wenn generalüberholt heißt, daß das Klavier lediglich einen neuen Lack bekommen hat:

    würde ich seinen Wert auch nicht besonders hoch einschätzen.

    Das muß aber nicht sein. Wenn die Generalüberholung darin bestand, daß das Klavier neue Hammerköpfe bekommen hat, ggf. vorhandene Resonanzbodenrisse ausgespant wurden, sämtliche Filze erneuert wurden, das Klavier mit einer neuen Besaitung versehen wurde, ausgeleierte Stimmwirbel durch besser passende ersetzt wurden und das Klavier einer kompletten Neuregulierung unterworfen wurde etc., dann kann es sich durchaus um ein gutes Instrument handeln, das auch noch einen Wert hat. Ich kenne einen Steinwayflügel von ca. 1900, der grundlegend restauriert wurde. Das Instrument ist richtig klasse und wie neu.

    Die Frage ist, ob es sich bloß um einen Händler handelte, oder um einen Klavierbauer. Die Wahrscheinlichkeit, daß Restaurierungsarbeiten vorgenommen wurden, ist bei einem Klavierbauer natürlich größer. Vielleicht gibt es diesen "Händler" noch und man kann ihn fragen, was gemacht wurde?

    Viele Grüße,
    McCoy
     
  6. borgward

    borgward Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.03.15   #6
  7. C-Schm

    C-Schm Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.03.15   #7
    Hallo,

    vielen Dank für Eure Antworten erstmal!
    Ich hab nun mal ein Foto gemacht:[​IMG]

    Also das Klavier wurde das letzte mal vor unserm Umzug gestimmt, dass war vor 6 Jahren.
    Wir haben das Klavier damals für 3500€ von einem Klavierbauer gekauft, der neben der Werkstatt auch einen kleinen Verkaufsraum hatte.
    Er hatte es damals selbst gekauft und komplett neu aufgearbeitet und erneuert von innen.
    Wir hätten auch ein ganz neues kaufen können, aber das alte aufgearbeitete hat mir einfach am meisten gefallen.
    Ich hatte den Klavierbauer nur darum gebeten einen Moderator einzubauen.

    C-Schm
     
  8. Mod-Paul

    Mod-Paul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.03.15   #8
    @C-Schm

    Das ist auf jeden Fall schon mal ein schmuckes Klavier :) 88er Klaviatur und wahrscheinlich ein kreuzsaitiger Unterdämpfer. Um diese Aussage zu bestätigen, wären Fotos vom Innenleben nicht schlecht. Du kannst ohne weitere Probleme die beiden großen Rahmen unterhalb und oberhalb des Spieltisches herausnehmen.

    Der Wert eines Instrumentes setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Alter, Beschaffenheit der Filze, Zustand von Resonanzboden, Stege, Stimmtstock, Mechanik, etc. Das alles können wir von aus der Ferne nicht beurteilen.

    Ja, das ist ein äußerst denhbarer Begriff und führt meist zu großen Mißverständnissen. Am besten ist immer eine Liste mit den ausgeführten Restaurationsarbeiten.


    Sehr guter Hinweis!
    Schellack wird "aufgetragen". D.h. nach einem bestimmten Verfahren wird Schicht für Schicht die Politur aufgetragen. Je mehr Schichten, desto größer der Spiegeleffekt. Jedoch ist dieses Spiegelbild nicht vergleichbar, mit dem von einer modernen Polyester Lackierung. Und es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass man eine einmal fertige aufgetragene, aber schon etwas in die Jahre gekommenene Schellackpolitur wieder mit einem Staubtuch und irgendeinem Spray wieder glänzend bekommt. Je mehr man reibt, desto mehr trägt man wieder die Schichten ab und desto matter wird der Glanz. Deswegen werden bei alten Klavieren die Kanten meistens als erstes hell. Klappt man hingegen den oberen Hinterdeckel auf, kann man häufig den Unterschied zu früher erkennen.
    Es gibt leider auch nicht mehr viele Klavierbauer, die das Schellackauftragen richtig gut draufhaben. Eine leider immer mehr aussterbene Fertigkeit.
     
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