Großmembran- oder Kondensatormicro für ruhige live-musik?

von Shino, 14.06.08.

  1. Shino

    Shino Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.08   #1
    hallo.

    wie die frage schon lautet....
    ich habe einen sm58 für den liveeinsatz viele jahre gebraucht und der taugt wirklich und macht seine dienste gut... jedoch mache ich keine laute krachmusik mehr *hehe... so dachte ich mir dass ich eigentlich ein anderes/vollwertigeres micro nehmen könnte...
    da er nicht bewegt wird und keinen sonderlichen belastungen ausgesetzt wird könnte theoretisch ein großmembran micro was taugen oder?

    oder eben ein kondensatormicro... allerdings kenne ich mich da nicht sonderlich aus...
    auf jeden fall gehts mir darum dass er die stimme so echt wie möglich überträgt...

    wo ich allerdings auf ein problem stoße ist dass die großmembran und auch die kondensatoren brauchen ja stromversorgung.... sprich phantomspeisung... die habe ich an meinem AC90 nicht mit dem ich hauptsächlich spiele...
    gibts da möglichkeiten das micro irgendwie anders mit strom zu versorgen?

    ich mach nur gesang und akustische gitarre und alles in einem ruhigen melancholischen stil.

    hab die threads hier mal durchgeschaut... aber so wirklich was passendes nicht gefunden... und bei den vielen threads wirst ja nach ner weile blöd :)

    kann da jemand etwas dazu raten?
    danke.
     
  2. Fish

    Fish HuF User & Mod PA/E-Tech Moderator HFU

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    Erstellt: 14.06.08   #2
  3. Shino

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    Erstellt: 14.06.08   #3
    ah.. danke.. das wäre was :)
    da ich aber keine 4 micros brauche zum gesang *hehe... würde mir ein adaptor wohl reichen.. haste da zufällig nen link zu einem der was taugt?

    und was den live-einsatz angeht.. haste da zufällig erfahrung damit?

    das wäre sowas oder?
    https://www.thomann.de/de/behringer_ps_400.htm

    behringer ist ja an sich ganz ok.. oder gibts da nen besseren für nicht all zu viel geld?
     
  4. Fish

    Fish HuF User & Mod PA/E-Tech Moderator HFU

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    Erstellt: 14.06.08   #4
    Ja, sowas zum Bleistift. Habe aber keine Erfahrung mit den Teilen. Meine Mischer haben alle Phantomspeisung.

    Gruß

    Fish
     
  5. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 15.06.08   #5
    Hallo,

    ich würde kein Großmembran-Mic für Gesang auf die Bühne nehmen, auch wenn's ruhiger zugeht. Das ist eigentlich eher was fürs Studio. Wenn Du keine Phantompower zur Verfügung hast, könnte auch ein hochwertiges "Dynamisches" für Dich geeignet sein, z. B. so etwas hier. Grundsätzlich gilt: Selbst testen - nicht jedes Mic paßt zu jeder Stimme!
    Ich empfehle für eine Orientierung den gepinnten Thread mit den Standard-Mikrofonempfehlungen, das ist schon mal eine ganz gute Hilfe.

    Viele Grüße
    Klaus
     
  6. Shino

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    Erstellt: 15.06.08   #6
    hi.

    hmm.. also du würdest sagen dass ein dynamisches genügend spektrum hat um die stimme so ähnlich echt zu wiedergeben wie ein großmembran?
    weiss ja nicht.

    warum würdest du kein großmembran verwenden?

    und was ist mit nem kondensator gesangsmicro?

    danke.
     
  7. Jakob

    Jakob Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 15.06.08   #7
    warum live eher kein großmembran kondenser:

    - Feedback (selbst wens leise ist,.. bei studio mics wurde bei der entwicklung nie auf feedback resistenz geachtet)
    - Handling: bis du das ding moniert hast ev. sogar mit spinne :screwy:, dann braucht man auf jeden fall einen poper-stopper.
    - Optik, stell dir einen auf einer bühne , überkopf hängendem großmembran mic mit popstop
    vor. :eek:
    - Robustheit: ein live mic. hat mit hinungerfallen, spucken beim singen und feedback (vom SPL her) wenig problem. Ein kondensatior mic ist ein halbes messinstrument.

    Es gibt allerdings anwendungen für Großmembraner im live bereich: beim schlagzeug!
    (zwar selten, aber als overhead kommt es vor)

    Lg Melody
     
  8. Shino

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    Erstellt: 15.06.08   #8
    ah.. ok ... überzeugt :)
    klingt alles schlüssig und logisch *hehe

    was ist denn da eigentlich mit den kondensatorgesangsmicros?
    https://www.thomann.de/de/kondensator_gesangsmikrofone.html

    und mal ne nebenfrage... was soll ein bändchenmicro sein?

    ich hoffe ich überlade euch nicht mit fragen :)
    aber ich kruschtel gerade beim thomann rum und hab da was gefunden...
    und zwar folgendes:

    https://www.thomann.de/de/audio_technica_atm_710.htm
    dafür bräuchte ich halt noch eine externe phantomspeisung.. wäre aber kein problem... der übertragungsbereich scheint ja klasse zu sein von dem.

    und dann noch die frage zu den zwei micros...

    einmal die billigere variante:
    https://www.thomann.de/de/ev_blue_raven.htm

    und einmal die teuerere:
    https://www.thomann.de/de/ev_blue_cardinal.htm

    lohnt es sich da mehr geld auszugeben für cardinal als für raven?
    beim raven ist halt die untere grenze bei 45 und bei dem cardinal bei 35... ist es viel?
    die obere dann beim raven 18.000 und bei dem cardinal 20.000 .. die gleiche frage auch hier :)

    naja und raven ist dynamisch und cardinal ein kondesatormicro....
    lohnt es sich da nen kondenser zu kaufen?
     
  9. Lost Prophet

    Lost Prophet Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.08   #9
    wenn du live damit hantieren willst und nicht zur aufnahme. nimm doch das c1000 von akg. ist ein klassiker für singer songwriter. und man kann sogar im zweifelsfall damit aufnehmen.

    https://www.thomann.de/de/akg_c1000s.htm
     
  10. Shino

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    Erstellt: 15.06.08   #10
    hmm... nach unten geht er aber nicht mehr als ein sm58....
    ist er dann wirklich hörbar besser?
     
  11. Astronautenkost

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    Erstellt: 15.06.08   #11
    Na, das C 1000 ist als Gesangsmikro nicht so prickelnd. Es ist ja auch was in die Jahre gekommen. Was die Grundlagen von Mikrofonen angeht, so gibt es ein gutes Kapitel bei Wikipedia. Du brauchst nur dem Link in meiner Signatur zu folgen. Max Raabe singt zwar live mit einem Neumanngroßmembrankondensatormikro, der hat aber auch einen sehr guten Tontechniker. Ein sehr gutes dynamisches Bühnenmikro, das fast wie ein Kondensatormikro klingt, ist das Opus 89. Es hat in meinem Vergleichstest auch das Sennheiser 945 eindeutig geschlagen. Noch was besser gefällt mir das Audix OM6.

    EDIT: Laut MSA-Seite hat der AC90 Phantomstrom! Es würde also dem KSM9 nichts im Wege stehen. :D
     
  12. Shino

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    Erstellt: 15.06.08   #12
    *lach
    oh... ok... wusste gar nicht dass der phantomspeisung hat... müsste ich mal nachlesen :)
    ok.. danke für die info!

    wie ist es denn mit dem?
    https://www.thomann.de/de/ev_blue_cardinal.htm

    ich find der sieht einfach klasse aus... und laut bericht soll er auch wirklich ordentlich was taugen.

    opus wäre noch kaufbar für mich...
    der audix allerdings schlägt schon hart an die grenze :eek:
     
  13. Astronautenkost

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    Erstellt: 15.06.08   #13
    Das Opus ist ordentlich besser als das Cardinal.
     
  14. Shino

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    Erstellt: 15.06.08   #14
    hmm... ok.
    da wäre dann die überlegung opus zu kaufen...
    werd dann wohl erstmal bei dem stehen bleiben.

    merkt man den unterschied zu einem sm58 deutlich.. also ist es wirklich hörbar für den otto-normal-hörer?
     
  15. Basselch

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    Erstellt: 15.06.08   #15
    Hallo, Shino,

    jawohl, das hört man! Shouter können durchaus mit dem SM58 glücklich werden, in meinen Augen - oder bessergesagt, Ohren - ist das SM58 vor allem für Frauenstimmen ein absolutes no-go, und auch ruhige, eher "balladige" Stimmen verlieren. Im Hause Shure gibt's da schon besseres, das SM58 lebt von seinem Ruf als "Legende". Sein unbestreitbarer Vorteil: Es ist gnadenlos stabil... Wie gesagt, wenn's zur Stimme paßt, o.k., aber speziell für die von Dir gewünschte nuancenreiche Übertragung ist es nichts. Das wäre übrigens die Stärke von Kondensator-Gesangsmics im Gegensatz zu den dynamischen. Die Kondensatoren übertragen üblicherweise noch feiner und sind seit langem auch robust genug für den Bühneneinsatz.

    Viele Grüße
    Klaus
     
  16. Shino

    Shino Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.06.08   #16
    hallo.
    ich danke dir für die info.

    also wäre es doch besser einen kondenser zu kaufen als den opus?
    denn der ist ja dynamisch.

    ich mein... letztendlich ist es wohl es die preisfrage... ein billigkondenser ist wohl schlechter als der opus...
    und ab welcher preisklasse wird er denn besser als opus sein?

    da wäre doch der sicherlich geeignet oder?
    https://www.thomann.de/de/rode_s1.htm

    wäre der rode da besser als opus in der wiedergabe des klangs und bei dem live-einsatz?

    dann hätte ich alle rodes *lach
     
  17. Bernd Neubauer

    Bernd Neubauer Offizieller Beyerdynamic Application Engineer

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    Erstellt: 16.06.08   #17
    Hallo Shino,

    hier noch ein Tipp in der oberen Liga von uns als Kondensatormikrofon - TG-X 930. Ist für ein Kondensatormikro auch relativ unempfindlich gegen Feedbacks.


    Liebe Grüsse

    Bernd
     
  18. Shino

    Shino Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.06.08   #18
    hi.
    danke für den tipp...
    kann mir allerdings die liga noch nicht leisten... wenn ich mal rockstar bin .. dann :D
     
  19. IcePrincess

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    Erstellt: 20.06.08   #19
    Das Opus 89 fälllt gegen das TG-X 930 vom Klang her im mittleren Bereich erstaunlich wenig ab. Da mußt Du schon sehr gutes Frontholz haben um den Unterschied noch abzubilden. Es ist halt wesentlich größer und schwerer, aber wenn das nicht stört ;)
     
  20. Shino

    Shino Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.09   #20
    aso.. ist zwar schon eine Weile her.. dennoch...
    hab mich für Rode S1 entschieden.... es ist wirklich ein geniales Teil.
    Der Klang ist erstaunlich toll und groß rückkoppeln tut er auch nicht.

    Ist also für ruhige akustikprojekte oder derartiges sehr zu empfehlen.
     
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