Grundlagen für Rock-/Pop

von DerWeiz, 24.07.06.

  1. DerWeiz

    DerWeiz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.06   #1
    Hallo an alle hilfsbereiten User!

    Ich habe mir vor ca 3 Monaten eine halbakustische Westerngitarre gekauft und mir bisher anhand von Büchern selbst beigebracht, einfache Songs zu begleiten (die gängigsten Akkorde kenne ich und der nervige F-Dur mit Barré klappt mittlerweile auch meistens ohne zu schnarren ;) ). Allerdings habe ich bisher meistens mit Plektrum gespielt, beim Zupfen wollen meine Finger oft noch ned so wie ich will... Außerdem bin ich auch noch nicht über Achtel hinausgekommen, denn je schneller das Ganze wird, desto schwieriger wird der Akkordwechsel... und da reicht mein Können leider noch nicht aus.

    Ab den kommenden Semesterferien möchte ich Gitarren-Unterricht nehmen, weil ich denke, so schneller voranzukommen. Wenn ich dann so in ein oder zwei Jahren die Grundlagen sauber beherrsche, möchte ich mir eine E-Gitarre zulegen (Unsere Band war schon gegründet, bevor eines der Mitglieder überhaupt zum ersten Mal eine Gitarre in der Hand gehalten hatte ;) ).

    Ich höre Indie-/Alternativerock wie zum Beispiel Maximo Park, Strokes oder Franz Ferdinand, Brit Pop à la Coldplay oder Travis, aber auch ältere Punk-Sachen wie die Ramones. Natürlich bin ich auch ein Fan von den Beatles.

    Nun zu meiner Frage:

    Welche "Basics" sollte ich für diese Musikrichtung mitbringen, d.h. was soll soll ich mir von meinem Gitarrenlehrer (am Anfang noch auf meiner E-Akustik) alles beibringen lassen, um gewappnet zu sein?

    Welche (1.) theoretischen und welche (2.) praktischen Grundlagen (Spieltechniken etc.) sollte ich beherrschen? Und was ist (3.) unnötig?

    Ich hoffe, ihr könnt mir ein paar Tipps geben, damit ich gezielt auf meinen Gitarrenlehrer zugehen und ihm sagen kann, was ich bei ihm lernen will.

    Danke im Voraus!
     
  2. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 24.07.06   #2
    ich will nicht altklug rüberkommen aber ein lehrer muss schon wissen was er dir beibringen soll. wenn du ihm sagst was du erreichen willst.

    ansonsten kannst du schonmal ein wenig mit musiktheorie anfangen... aber das macht sich eigentlich auch besser mit lehrer.

    übrigens muss man nun mit dem E-Gitarrnkauf nicht warten bis man die grundlagen wirklich gut beherrscht. auch auf der E-Gitarre kann man gewisse sachen lernen ;)

    edit: wenn du die standard akkorde schon kannst, kannst du ja auch mal versuchen sie in anderen variationen zu spielen. vielleicht mal deine lieblingssongs anhören, in die tabs/noten reingucken und nachspielen.
     
  3. Rockka

    Rockka Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.06   #3
    Ich würd ertsmal alle Grundakkorde dann vl Pentatoniken ala A moll und C Dur usw..

    Spieltechniken naja was soll ich sagen du solltest einen sauberen Wechselschlag haben/erlernen immer schön mitm Metronom üben (zur Rhytmus hilfe).
    Techniken wie Sweepen usw.. sind noch nix fürn Anfang *sehe ich so*!
    Naja Pull offs und Hammer ons solltets du noch lernen.
    Und nen Gutes Gitárrenbuch dir anschaffen.
    Da haste dann genug Stoff zum lernen.

    mfg Marco
     
  4. HempyHemp

    HempyHemp Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.06   #4
    Hallo,

    ich bin eigentlich der Meinung, dass dein Gitarrenlehrer, wenn du dann Unterricht nimmst, in der Lage sein sollte mit dir gemeinsam genau diese Fragen zu klären. :cool:


    Wichtig für den Anfang ist natürlich, dass du die Standart-Akkorde, also sowohl die offenen "Lagerfeuer-Akkorde" als dann auch die "Typ A- bzw. E-" Barée-Akkorde übers ganze Griffbrett beherrschst. Im Anschluss kann man dann daraus die Powerchords, Dominant-Sept-, sus- und Major7-Akkorde entwickeln (jeweils natürlich mit dem entsprechenden theoretischen Abriss was überhaupt die Akkorde in der Harmonielehre bedeuten usw.).
    Wenn das alles flüssig läuft hat man schonmal ne gute Grundlage um akkord-technisch in ner Band zu überleben.

    Der Rhythmus ist natürlich auch nicht zu verachten. Man muss die Akkorde ja nicht nur greifen sondern auch passend und präzise anschlagen können ohne, dass dabei alle Mitmusiker rausfliegen :p.

    Dann hätten wir da noch das Solo-spiel. Die meisten fangen mit der Pentatonik an, was ich eigentlich auch unterstütze, weil man da mit relativ wenig Aufwand schon was ordentliches zustande bringen kann. Später kann man diese dann zu Tonleitern erweitern (wieder mit der passenden Theorie, was für Töne unterscheiden eigentlich die Tonleiter von der Pentatonik, wann sollte ich was anwenden usw. usf.). Wichtig ist auch, dass man neben dem eigenen Improvisieren auch Soli anderer Gitarristen übt (da ebenfalls mal dem Gitarrenlehrer vertrauen. Manche Soli beinhalten sehr geile Licks, auch wenn der Song in dem sie vorkommen evtl. eigentlich nicht ganz deine Musikrichtung trifft) damit man selbst auf neue Ideen kommt und nicht immer auf der Stelle stehen bleibt. Auch sollte man natürlich ein Solo nicht einfach so nachspielen sondern sich immer die Gedanken machen, in welcher Tonart sind wir gerade (warum?), welches Pattern benutzt er/ich gerade, eher Pentatonik oder komplette Tonleiter (was wird durch die zusätzlichen Töne der Tonleiter eigentlich erreicht?), kann ich einzelne Licks für mein eigenes Spiel verwenden usw...

    Wichtig ist bei allem auch immer, dass deine Technik ordentlich ist. Dein Lehrer muss da natürlich drauf achten aber auch du solltest deinem eigenen Spiel kritisch gegenüber stehen und lieber einmal zu oft ne Frage stellen als einmal zu wenig. Ne falsche Plektrum-haltung zum Beispiel kann man sich nur sehr mühsam wieder abtrainieren, lieber gleich am Anfang drauf achten.

    Fingerübungen werden natürlich auch oft gemacht, ich bin aber der Meinung, dass man es auf dem Gebiet nicht übertreiben muss (ganz weglassen natürlich auch nicht), solange man beim Spielen prinzipiell auf Wechselschlag, Taktgenauigkeit (was halt gerne mal durch die Übungen reingepaukt wird) usw. achtet. Zum Teil nicht schlecht, aber letztendlich geht es um Musik, und dazu zähl ich Technikübungen nicht unbedingt.



    Nochmal zum Abschluss. Wichtig ist, dass du dich mit deinem (kompetenten) Lehrer gut verstehst und er sich für dich interessiert. So könnt ihr am besten zusammen raussuchen was ihr in welcher Reihenfolge macht und wie du am besten und schnellsten zu deinen Zielen kommst.

    Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen.
    Viel Glück und Grüße...
    :great:
     
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