Guter Preamp + Comp für Metal-Vocals

von rammsteintypie, 19.07.16.

  1. rammsteintypie

    rammsteintypie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.16   #1
    Hallo liebe Community

    Ich produziere schon eine Weile Gutturalgesang mit meinem SM7B, dem Preamp meines Interfaces (Apogee Duet 2) und digitaler Compression.
    Jedoch finde ich, dass den Aufnahmen der gewisse Druck und höchstwahrscheinlich auch die Compression vor dem Interface fehlt um die Vocals richtig im Mix sitzen und knallen zu lassen.
    Da es hier wirklich nur um Vocalaufnahmen geht reicht ein Kanal.
    Preistechnisch würde ich pro Unit ein Limit von 1500€ setzen.
    Würde mich sehr über einige Vorschläge / Erfahrungsberichte (insbesondere in der Kombo mit dem SM7B / anderen dynamischen Mics) freuen.

    Als kleine Anregung für einen Sound den ich anstrebe gibts hier auch nochmal was auf die Ohren. ;)

     
  2. reisbrei

    reisbrei HCA Vocals / -Equipment HCA

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    Erstellt: 19.07.16   #2
    Einfach mal ein schneller Gedanke dazu. Das SM7B ist mAn eher ein "Schönklingmikro", das ist ja gerade das Geile daran. Man singt rein und es klingt direkt gut. Wenn man allerdings einen harten Sound will - und es richtig knallen soll - dann wäre dieses Mikro nicht gerade meine Wahl. Wieso verwendest du gerade das?
    Übrigens wäre es deutlich zielführender, eine Hörprobe von deinem Setup zu haben als irgendein Jutjuub-Video von irgendwem :D
     
  3. rammsteintypie

    rammsteintypie Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.16   #3
    Hey reisbrei
    Das SM7B ist Standart im Extreme Metal Bereich und jede meiner Lieblingsbands recordet damit. Es hat genug Dynamische Qualitäten um Guttural und brutal zu klingen, aber klingt auch offen genug um den Tone nicht komplett zu sqashen (SM58 etc) und eben noch gerade einen Hauch Naturlichkeit in den Tone zu bringen.
    Der Song im Youtube Video ist btw auch damit aufgenommen.
    Eine Aufnahme von mir kannste auch gerne haben. ;)
    https://soundcloud.com/chrishamboy/infant-annihilator-torn-from-the-womb-vocal-cover
     
  4. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.16   #4
    imo kann bei solch filigranen vocals einen gut emulierten 1176 nicht von der Hardware unterscheiden
    preampmässig bist du mit dem Duet passabel aufgestellt und Pegelprobleme sollte es mit dem keine geben
    will sagen du müsstest eigentlich ein recht weites Dynamikspektrum abgebildet bekommen
    (das dann per Software in die eine oder andere Richtung gelenkt werden kann)
    vor der eigentlichen (Effekt) Kompression würde ich mal den Anwida L1V probieren
    aber nicht am Limit, sondern um der Sache einfach mehr Substanz zu geben - das erleichtert den Schritt danach ungemein
    das Teil sieht nach nix aus, ist aber ziehmlich exklusiv in seinen Eigenschaften

    cheers, Tom
     
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  5. rammsteintypie

    rammsteintypie Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.16   #5
    Hey Tom !

    Vielen Dank für deine Antwort und das Beispiel. Kling echt nett. :)
    Ich habe das SM7B bisher einmal durch einen Universal Audio Solo 610 laufen lassen und das klang imo schon um Welten besser als nur durch das Duet.
    Wahrscheinlich ist mir "passabel" einfach nicht genug. :D
    Hab ich dich richtig verstanden dass du 2 Kompressionen in der Signalkette empfiehlst ? Quasi ein mal die 1176 Emulation und davor den Anwida ?
    Ich werde die zwei auf jeden Fall mal auschecken !

    Chris
     
  6. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.16   #6
    'klassisch' würde man ja UA 6176 schreien und 2,5K auf den Tisch blättern... :D
    es hatte hier mal jemand 2 Endmixe mit echtem versus emuliertem 1176 - liess sich heraushören
    (wenn man sich Mühe gegeben hat... aber entscheidend war der Unterschied keineswegs)
    insofern macht die Software zwar keinen 100% Job, aber in Anbetracht des Preises... gefühlte 96%

    den 'Mangel an Saft' den du im Quellsignal vermutest, kann der L1V recht gut ausgleichen
    mit moderater Einstellung auf Sprache angewendet, klingt es einfach als würde jemand deutlicher sprechen
    ansonsten ändert sich da praktisch nichts, keine Filter oä
    einfach mal verschiedene Aufnahmen durchschicken und vergleichen

    der L1V ist kein echter Kompressor, und ziehmlich zeitunabhängig (auch wenn's einen release Knopf gibt)
    im Prinzip wählt man Einsatzpegel und gewünschte Ziellautstärke - den Rest rechnet sich das Teil zusammen
    ich benutze die (vermutlich) Vorlage aus SAW-Studio (Levelizer), der Anwida kommt noch deutlich weiter ohne zu verzerren
    man muss ein bischen probieren, wie die Regler wirken... danach ist es set and forget, man weiss intuitiv, welcher Wert passt

    quasi Vorprozessor für die vocals - danach dann die 'normale' Verarbeitung, manchmal muss es schliesslich pumpen

    cheers, Tom
    --- Beiträge zusammengefasst, 19.07.16 ---
    da ist immer der Punkt des Übertragers...
    der ja im 610 vorhanden ist - so etwas tut dynamischen Mikros oft sehr gut
    ich nutze praktisch nur dynamische Mikros und bin mit einem Audient ID22 sehr zufrieden - halb vintage - halb modern
    Focusrite ISA könnte ich mir wegen Gain und variabler Impedanz auch gut vorstellen
     
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  7. rammsteintypie

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    Erstellt: 19.07.16   #7
    Okay nach einiger Zeit der Recherche und vielen Klangbeispielen habe ich mich mittlerweile gegen nen "echten" Komp entschieden. Das L1V ist der Wahnsinn.
    Preamptechnisch bin ich bei dem Warm Audio TB 12 Tone Beast hängengeblieben, da es unfassbar vielseitig ist, sehr aggressiv klingen kann und mehr Headroom als zB das 610 bietet.
    Noch einmal vielen, vielen Dank an Telefunky für die gute Beratung. :)
     
  8. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.16   #8
    sieht gut aus... Marken-Übertrager und viele, viele, bunte Einzelteile :great:

    cheers, Tom
     
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