Halbakustische Ukulele oder Instrumentenmikro (clip-in)?

von Fartuuna, 01.04.16.

  1. Fartuuna

    Fartuuna Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.16   #1
    hallo! :)

    ich bin neu hier, und semineu was das ukulelespielen angeht.
    da ich hier im forum bzgl. meines anliegens leider nicht fündig geworden bin, bzw. der einzige thread der zum thema gepasst hätte von 2007 ist, und ich mir dachte bei einer neuerstellung stehen meine chancen ggf. aweng besser, hier nun also mein anliegen:

    ich spiele nun schon seit knapp einem jahr eine sopran-ukulele von mahalo und bin mit dieser auch sehr glücklich. da ich diesen sommer aber als teil eines furiosen ukulelenduos (zwei ukulelen, zweimal gesang und witzigkeit ohne grenzen und pardon) auch einzweifünf auftritte spielen willwerde, und sich die verstärkung meiner sowie der ukulele meiner mitukulelista als problematisch herausgestellt hat sind wir aktuell auf der suche nach einer lösung.

    wie der titel dieses threads schon verrät sind bei uns gerade zwei lösungsansätze im gespräch:

    zum einen sich halbakustische ukulelen zuzulegen (wobei ich mir unsicher bin ob's hier überhaupt einen unterschied zu e-ukulelen gibt..? meine googelei zu dem thema hat mich nämlich leider mit einigen fragezeichen zurückgelassen), oder in instrumentenmikros (clip-ins) zu investieren.

    gibt es hier vlt menschen die erfahrungen mit der einen oder der anderen variante haben, und mir einen rat geben könnten?

    würdet ihr mir bzw. uns eine bestimmte halbakustische ukulele empfehlen, oder eher davon abraten?
    und dasselbe was instrumentenmikros (clip-ins) angeht.

    ich werde nächste woche auch mal beim musikladen meines vertrauens dieselben fragen stellen, aber ich dachte the more the merrier und so.
    dementsprechend: ich würde mich sehr über rückmeldungen freuen!

    musikalische grüße
    fartuuna, ein newbie im saiteninstrumenteland
     
  2. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 01.04.16   #2
    Hallo im Forum!

    Ich weiß jetzt nicht genau was du mit halbakustisch meinst, das ist ein Begriff aus dem Bereich E- und Jazz-Gitarre, das gibt es bei Ukulele ganz selten bis gar nicht.
    Es gibt E-Ukulelen, die magnetische Tonabnehmer und Stahlsaiten wie E-Gitarren haben, dann aber auch meistens mit massivem Korpus. Ich denke so etwas suchst du nicht.

    Die meisten verstärkbaren Ukulenen sind ganz normale akustische Instrumente mit einem Piezo-Element unter dem Steg, so was lässt sich auch relativ einfach nachrüsten:

    Die ab Fabrik haben dann halt noch einen Klangregelung mit drin, machmal ein aktiver Preamp.

    Wenn es bei der Präsentation um einen gediegenen Anlass geht, dann würde ich ein Kondensatormikro vor das Instrument stellen, das klingt immer am besten.
    Ein Clip-Mikro (an welches hattest du denn gedacht?) bringt dir nur mehr Bewegungsfreiheit.
    Auch ganz passabel klingen kann ein Piezoelement auf der Decke, da musst du nur etwas mit dem optimalen Position experimentieren.
    Für lautere Anlässe und Band mit Drums etc. werden die Piezosysteme unter dem Steg bevorzugt, weil die Rückkopplungsempfindlichkeit damit nicht ganz so hoch ist. Klanglich können die aber mit einem Mikro nicht mithalten.

    P.S.
    Es gibt auch noch Ukulelen mit massivem Body und Piezo unter dem Steg, die würde ich persönlich nicht nehmen, weil du da auch für Aufnahmen nicht die besser klingende Option mit dem Mikro hast.
     
  3. Fartuuna

    Fartuuna Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.16   #3
    vielen dank erstmal! sowohl für das willkommenheißen als auch für die prompte rückmeldung!! :)

    ich merke mal wieder das ich wirklich sehr sehr neu in der ganzen thematik bin. puh. wenn ich also eventuell offensichtlich beknackte fragen stelle: ich bitte um nachsicht!

    da ich bzw. wir den akustiksound beibehalten wollen, und es nur um eine verstärkung desselben geht sind e-ukulelen, wie von dir richtig vermutet, raus.
    ich hab auch mal in das beigefügte video reingeschaut, und da ich meine mahalo genau so wie sie ist sehr gerne mag würde ich da auch keine semidauerhaften änderungen dran vornehmen wollen. mein handwerkliches geschickt mitgedacht.

    tatsächlich war ein clip-mikro, im gegensatz bspw. zu einem von dir beschriebenen, genau wegen der erhöhten bewegungsfreiheit das tool unserer wahl.
    gedacht hatten ich da tatsächlich an noch gar keins, wir stehen grade ziemlich am anfang mit unserer recherche und dieses forum ist eine von verschiedenen anlaufpunkten um sich einen überblick zu verschaffen.

    bzgl. dieses piezo-elements hab ich eine frage: ich bin da googletechnisch grad nicht wirklich schlau geworden, und auch durch das video bin ich grad aweng verwirrt. vlt denk ich grad aber auch einfach in die falsche richtung.
    funktioniert ein piezo-element wie ein resonator? also quasi eine schallverstärkung ohne elektronische verstärkung (also ohne einstöpselung usw.)? und ist ein solches auch ohne eine, wie im video beschriebene, um- bzw. aufrüstung zu bewerkstelligen? durch draufkleben oder so..?

    und ich hab noch eine frage: sind akustische ukulelen die schon ab fabrik mit einem solchen element versehen sind auch als solche ausgeschrieben? oder wie nennt man die dann? bzgl. weiterer recherche.

    auf jeden fall schon mal vielen dank das ich mit meinen vielen fragen erstmal wo hin kann..!
     
  4. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 01.04.16   #4
    Also falls das für dich eine Referenz ist:
    Das bekannte Ukulele Orchestra of Great Britain mikrofoniert auch! ;)
    Der beste Klang entwickelt sich sozusagen vor den Instrumenten, deshalb machen die das so.

    Mit Clip-Mikros habe ich leider kein Erfahrung, dehalb gebe ich da auch keine Empfehlung.
    Ein Versuch wert wäre das Kontaktmikro AKG C411 für die Decke, das hatte ich schon auf Mandolinen.
    Klingt gut, aber auch nicht so gut wie ein normales Mikro.

    Die Piezoelemente funktionieren über Druck, der in Spannung umgewandelt wird.
    Und das funktioniert auch ohne zusätzlich Verstärkung, auch wenn das Signal schwach ist, für weitere Wege muss dann doch ein Preamp her, deshalb ab Werk meist mit eingebaut.

    Wenn du in einem Shop sucht, dann ist eigentlich schon angegeben, ob ein Pickup mit drin ist, bei T musst du nur links das Häkchen Tonabnehmer setzen:
    https://www.thomann.de/de/ukulelen.html?filter=true&feature-5787=true
    Heißen tun die nicht unbedingt anders, du erkennst nur auf dem Bildchen machmal den Preamp an der Zarge und sehr oft wird ein Cutway mit Pickup kombiniert.
     
  5. Fartuuna

    Fartuuna Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.16   #5
    vielen vielen dank!! :)

    du hast mir wirklich sehr weiter geholfen!

    dann werd' ich das mal alles ausforschen und mich mal mit meiner ukulelenpartnerin in crime besprechen.

    ich werde dann berichten was es geworden ist! ;)
     
  6. wulfenganck

    wulfenganck Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.04.16   #6
    Also ich habe meine Ukulele mit einem simplen Transducer Marke Harley Benton über Thomann "elektrifiziert". War eigentlich nur ein Test, deshalb wollte ich nicht viel investieren, bin aber jetzt seit zwei Jahren dabei geblieben. Ich hatte einen wesentlich teureren Transducer von Schaller, der auch nicht besser klang und sogar mehr Nebengeräusche (FIngergeräusche auf dem Korpus etc.) produzierte.
    Ein gutes MIkro ist zwar vom Sound besser, aber reduziert natürlich die Bewegungsfreiheit, kam für mich nicht in Frage, da ich ziemlich viel herumhampele
    Der Transducer ist weniger rückkopplungsempfindlich als ein Klipp-Mikro.
    Ich habe keinen Preamp am Instrument, weil mit das den Akustiksound und auch die Balance des ganzen Instruments negativ beeinflusst hat. Das dürftige Output-SIgnal geht deshalb in einen Booster (bei mir ist es ein Reusenzehn Max Röhrig) und von dort aus direkt in das Mischpult.
    Funktioniert wie gesagt seit zwei Jahren einwandfrei. Man muss natürlich ein wenig mit dem EQ eines MIschpulters arbeiten, ohne Parametrik wird es da schwierig....
     
  7. Fartuuna

    Fartuuna Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.16   #7
    vielen dank für die rückmeldung wulfenganck!

    eine rückfrage hätte ich: hat die klebemasse besagten transducers rückstände auf deiner ukulele hinterlassen?
     
  8. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 04.04.16   #8
    Ich hatte ja von dem AKG-Mikro für die Decke geredet, das funtioniert auch mit so einer Art Kaugummimasse.
    Zumindest dort geht das Zeug rückstandsfrei wieder weg.

    Den von wulfenganck erwähnten Piezo für die Decke kannst du auch probieren, zumal das wirklich günstig ist.
    Du musst dann mit der Position auf der Decke etwas experimentieren, klingt nicht an jeder Stelle gleich.
    Meiner Erfahrung nach sind so Dinger schon etwas rückkopplungsempfindlich, aber du willst die Ukulele glaub in keiner Metal-Band einsetzen.
     
  9. Fartuuna

    Fartuuna Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.16   #9
    vielen dank geh!
    das klingt wirklich gut..ich glaube ich werde das akg- und das mikro das wulfenganck empfohlen hat die tage mal im musicstore oder so austesten. da du jetzt schon der zweite bist der mich bzgl. der kleberückstände beruhigt bin ich was das angeht auf jeden fall erleichtert, da das nach den vereinzelten negativen reviews tatsächlich eine große sorge von mir war.

    meine mahalo ist einfach das erste instrument das ich mir komplett selber gekauft, das ich mir komplett selbst beigebracht hab und mit dem und für dasich meine ersten songs geschrieben hab. dementsprechend schlimm wären für mich irgendwelche fiesen kleberückstände. tatsächlich.

    und nein, ukumetal machen wir in der tat nicht! ;)

    wenn du mal reinhörn magst: wir haben eine liveaufnahme von unserem ersten gig auf youtube gepackt. einfach "heinzesuchardaukuuleleconnection" eingeben.

    der sound ist zwar eher bescheiden, aber das wird sich ja bald ändern! ;)
     
  10. saitentsauber

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    Erstellt: 04.04.16   #10
    Der Vollständigkeit halber - oder meinte wulfenganck dasselbe? - noch ein Hinweis auf die Möglichkeit, den Tonabnehmer von unten an die Decke zu kleben. Der Ausgang ist wie im Video, aber die Arbeitsschritte "Loch in die Stegaufnahme bohren" und "Stegeinlage abschleifen" entfallen bzw. werden durch Ankleben ersetzt. Auch dabei muss evtl. ein bißchen nach der optimalen Platzierung gesucht werden (Versuch mach kluch).

    Hier ein Beispiel mit Hörprobe. Gibts aber vermutlich auch von anderen Firmen.
     
  11. Fantus

    Fantus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.16   #11
    im Grunde ist das doch nur eine Frage des Aufwandes .. die Peizo Stege klingen auch "akustisch" und wenn man eindfach schnell oder auch live spielen will reicht das doch völlig.

    Für wertige Aufnahmen ist immer ein Mikrofon besser
     
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