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Letztendlich heisst Waterfall ja nur abgerundete Vorderkannte und diese kann ja nicht wirklich die Schnelligkeit verbessern?

Ein anderer, vielleicht noch wesentlicherer Einfluss ist, dass es damals keine anschlagsdynamischen Tasten gab. Obwohl moderne Waterfall-Tastaturen auch einen Velocity-Wert liefern können, so sprechen sie anders an: Sobald die Taste auch nur ein bisschen gedrückt wird, steht der Ton. Anschlagsdynamische Keyboard-Tastaturen muss man wesentlich weiter/stärker drücken, damit ein Ton hörbar wird. Das heißt, die Töne fallen auf einer Waterfall einfach leichter. Diese Leichtigkeit ist es, was die Glissandi auf der Orgel so "typisch" klingen lässt. Und nicht nur die, sondern auch viele andere, gespielte Figuren, die kleinere Slides beinhalten, denn die "Pausen" zwischen den Einzelnoten werden dabei beim Slide geringer, und so klingt das Sliden mehr legato, und auch intransparenter, was vor allem bei Rock-Musik gaaaanz wichtig ist.
Auf der Original-Hammond verhält sich's ja sogar noch ein klein wenig komplexer: Während des Drückens der Taste fallen die Lagen einzeln (wenn man ganz langsam auf der Hammond eine Taste nach unten drückt, kann man das hören). Daher sind moderne Key-Klick-Emulationen auch immer nur "halbherzig". Ich weiß nicht, ob aktuelle Simulationen den Velocity-Wert abgreifen und das berücksichtigen. Aber damit kann ich leben![]()
Das mag sein, Waterfall steht dennoch nur für die Tastenform.


Ja, aber lass uns doch hier mal von der "common sense"-Definition ausgehen, die gemeint wird, wenn man landläufig von "Waterfall" spricht. Da gehört eben dazu, dass man nicht auf dem Tastenboden spielen muss