Harley Benton Enhanced / Sandberg

von Sebi Knetzgore, 25.09.19.

  1. Sebi Knetzgore

    Sebi Knetzgore Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.19   #1
    Moin Leute!

    Hat jemand erfahrungswerte zu den Enhanced Bässen von Harley Benton?
    "Komposition" der Materialien klingen vielversprechend. Sicherlich sind hier im Gegensatz zu den Sandbergbässen die hier als Vorlage dienen Abstriche zu machen, wobei das Fretwork bei meinem Sandberg 5 Saiter im Werkszustand auch nicht ideal war.

    4 Saiter für 300€
    5 Saiter für 330€

    jeweils Edelstahlbünde, wahlweise MM + J oder MM + P Pickup (MM Pickup ist laut YT Videos splitbar)


    folgende Fragen ergeben sich dann aber und da brauch ich Erfahrungen sofern jemand welche mit den Bässen gemacht hat:

    1. Sind die Mechaniken Stimmstabil?
    2. Ist die Brücke gut, bzw. ist die Brücke im Zweifelsfall ohne Korpusbearbeitung durch eine Sandbergbrücke ersetzbar?
    3. haben die verbauten Pickups die gleichen Maße wie die von Sandberg verbauten Delano?
    4. Sind die Bünde und Griffbretter gut abgerichtet?

    Normalerweise hab ich nen Sandberg Custom5, hätte aber gerne einen Zuverlässigen Backup Bass und da wäre der zumindest auf den Ersten Blick interessant. (ggf. noch einen Tonabnehmer durch Delano Tauschen, ich selber nutze eh nur dne Neck)


    Grüße Sebi
     
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  2. greenwaar

    greenwaar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.10.19   #2
    Würde mich auch interessieren :)
     
  3. Sebi Knetzgore

    Sebi Knetzgore Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.10.19   #3
    Ich war am Samstag im Thomann und habe beide 5 Saiter Varianten angetestet. Das war aber jeweils nur 20 minuten, im Laden ohne Bandkontext, in üblicher Thomann-euphorie, usw...
    D.H. das ist auf KEINEN FALL als Review anzusehen.

    Den P-Bass fand ich an sich geil, der J-Bass hat mir soundtechnisch nicht zugesagt. Das war auch schon fast der Unterschied zwischen beiden.... naja nicht ganz mehr dazu später ;-)

    Tonabnehmer:
    Der MM-Style Humbucker ist in beiden Modellen verbaut:
    Bridgepickups mag ich nicht, bei Bässen mit Blendregler gehe ich zu ca. 80-90% des Regelweges auf den Halstonabnehmer, aber dennoch würde ich sagen, dass der gut verwendbar ist wenn man auf den Sound steht. beim J-Modell lässt sich zudem der Humbucker splitten.

    Der J-Styler:
    klingt natürlich dünner als der P-Style und da haben wir wieder das Problem, dass J-Bässe nix für mich sind, also nochmal sorry an der Stelle, ich denke jedoch, dass der Bass für jemanden mit J-Bass Soundvorstellungen ein extrem interessantes Gerät ist, da der Klang schon sauber und differenziert war.

    Der P-Style Abnehmer:
    Ja wie schon geschrieben sehr geil. der geht gut nach vorne raus klingt sehr mächtig und frech, verliert dabei auch nicht an Definition, mir hat das testen super Spaß gemacht. also alles was rock metal etc. angeht ist der mit sicherheit super verwendbar.

    Haptik, feeling, Verarbeitung:
    Was an beiden Bässen auffällt ist die echt gute Verarbeitung. Ich habe währen des Antestens keine Kanten, Ecken, Deadspots oder sonstwas vernommen. Beide Bässe hatten einen satten Sustain, gute Saitenlage und eigentlich alles was man an einem guten Instrument so zu schätzen weiß. Da ich kein absolutes Gehör habe weiß ich nicht auf was die gestimmt waren, ich habe beide aber jeweils auch mal 2 Ganztöne runtergestimmt, somit müsste das G-C-F-A#-D# gewesen sein und auch da waren sie nach wie vor ohne scheppern oder schnarren also echt sauber.
    Ultra Pluspunkt: Edelstahlbünde. d.H. wenn die Legierung nicht irgendeine Trickserei ist wird man enorm lange spaß an dem teil haben.

    Hier der erste Negativpunkt: die Potiknöpfe sitzen nicht gerade, irgendwo meine ich gelesen zu haben dass es daran liegt, dass die Potiachsen geriffelt und die Knöpfe geschraubt sind, also nix tragisches, evtl. bekommt man sogar steckknöpfe auf Kulanz
    Leichtgewichte sind sie beide nicht, aber ich denke mein Sandberg (Mahagoni Body/Bubinga Decke) ist schwerer.
    Der hals ist ein "Modern C" und damit auch bissl mehr Masse als bei manch anderen Bässen, wer also eher so der Ibanez SR spieler ist wird sich hier umstellen müssen.


    Hardware:

    Leichtgängig und Stimmstabil, die Brücke ist ne coole Sache, man kann die Saiten sowohl "String throug Body" als auch normal "Top Mounted einhängen"


    Elektronik:
    Die Elektronik lässt echt sehr viele Sounds zu, der EQ ist auch effektiv, extremsettings habe ich nicht probiert, rauschen habe ich keines vernommen.
    Weiterhin positiv ist dass nur der EQ aktiv ist, d.H. wenn die Batterie leer ist kann man auch auf Passiv umschalten und weiter spielen. Bei Aktiv/Passiv kommt er dann der zweite Haken :D
    Zwischen aktiv und Passivbetrieb hat man einen deutlich hörbaren lautstärkeunterschied, hier würde es sich lohnen auf eigene Faust zu modden, z.B. ein Umbau auf komplett passivbetrieb, oder ein Trimpoti um Aktiv und Passiv Pegel anzugleichen.

    Unterschiede:

    Tonabnehmer BridgeMM StyleMM-Style Splitbar zu Singlecoil
    Tonabnehmer HalsP-StyleJ-Style
    Regler:Volume
    Push/Pull (Umschaltung Aktiv/Passiv)
    Blend (Balance)
    Bass
    Treble
    Volume Push/Pull (Umschaltung Aktiv/Passiv)
    Blend (Blance)
    Bass
    Treble
    Split schalter (Humbucker zu Singlecoil)

    sorry wegen der Tabelle irgendwie krieg ich es nicht hin das zu fixen, links der P Rechts der J, ist aber denke ich offensichtlich :D


    Resümee:

    Ich mag die Klassischen J und P Formgebungen nicht, war aber zumindest auf den ersten Blick sehr angetan von diesen Bässen und werde mir auf kurz oder lang einen 5 Saiter P-Style dieser Serie kaufen um ihn dann ausgiebiger zu testen und diesen dann im Idealfall als Backup Bass zu nutzen.
     
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  4. greenwaar

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    Erstellt: 07.10.19   #4
    Danke dir für die ganzen Infos!
    Auch für mich käme nur der P-Bass infrage. Scheint ja wirklich ein Preis Leistungs Monster zu sein, so wie du es beschreibst...
    Also werde ich wohl den Bestellknopf in den nächsten Tagen einmal drücken und ihn mir zum testen mal schicken lassen.
    In der gewünschten Farbe ist er aber erst ab November wieder verfügbar, also bis dahin muss ich mich auf jeden Fall noch gedulden!
    Wie gesagt, vielen Dank für die Infos!
     
  5. DanTheMan

    DanTheMan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.10.19   #5
    Also ich weiß nicht so recht. Ich kann nicht so ganz verstehen wieso die Bässe aus der HB Enhanced Reihe auch als Sandberg Klone angesehen werden.

    Die Form mag zwar nur leicht abgeändert sein und doch empfinde ich es in diesem Beispiel besonders eklatant, welchen riesigen Ausschlag auch nur minimale Unterschiede machen können. Während ich die Sandberg Form als extrem sexy und elegant empfinde, würde ich niemals nie auf die Idee kommen die Enhanced Bässe als schön zu bezeichnen. Ich weiß nicht so recht was da die Unruhe für mich reinbringt aber die Enhanced Teile sind meiner Meinung nach pott hässlich und haben bis auf die 6-Fach-Verschraubung die es jedoch auch bei anderen Bässen gibt für mich optisch so gar nichts mit Sandberg gemein.
     
  6. Sebi Knetzgore

    Sebi Knetzgore Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.10.19   #6
    Grundsätzlich geht's ja nicht darum einen Sandberg 1:1 durch einen Harley Benton zu ersetzen, das wäre ja auch etwas naiv.

    Es geht wohl eher um einen günstigen Bass der dem Sandberg stark ähnelt und ein echt gutes Preis Leistungs Verhältnis bietet ;-)
     
  7. DanTheMan

    DanTheMan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.01.20   #7
    Warum denkst du eigtl nicht über einen Sandberg Electra als Backup nach? Ist ja naheliegend wenn man schon einen ausgewachsenen Sandberg hat und die klassische J und P Formgebung nicht mag sondern eher auf die moderne Interpretation von Sandberg steht?
     
  8. Sebi Knetzgore

    Sebi Knetzgore Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.20   #8
    Vorweg ich habe den Harley Benton mittlerweile gekauft.

    1. Hauptgrund für den Harley Bendon: der Bass sollte nur ein Backupbass werden und möglichst günstig sein. Electra gibts nur al 4 Saiter und der California gaht bei rund 1300€ erst los
    2. egal ob das jetzt ein Electra, California, Fender, etc. ist ein P-Bass ist ein P-Bass, egal ob moderne Interpretation oder nicht, ich mag die Teile optisch nicht. (Mein Sandberg ist ein Custom5 also was ganz anderes als die Klassichen Formen)
    3. Der Harley Benton ist ein Grundsolides instrument (Siehe auch Hier) ich nutze nur den P-Style Abnehmer, d.H. wenn ich da jetzt nochmal nen Hochwertigen Abnehmer (und ggf. Elektronik reinsetze) bleibe ich noch immer unter 500€ für nen anständigen 5 Saiter als Backupinstrument.

    Der Electra ist natürlich auch ne gute Option wenn man einen 4-Saiter P-Style out of the Box haben will, aber ich brauch leider alle 5 ;-)
     
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