Hirnloses Floorboard ähnlich zu Modeler (für iPad)

  • Ersteller murmichel
  • Erstellt am
Gut, die persönliche Einstellung OK … ich hoffe Dein „noch“ beschreibt nicht die Hoffnung, dass es Treiber für Core-Audio geben wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Core_Audio?wprov=sfti1
So zumindest ist das Konzept:
„ … Diese Schnittstellen stellen betriebssystemseitig eine direkte Anbindung an die Hardwareabstraktionsschicht zur Verfügung, wodurch die für Echtzeitfähigkeit nötigen niedrigen Latenzen ermöglicht werden. …“
 
Gut, die persönliche Einstellung OK … ich hoffe Dein „noch“ beschreibt nicht die Hoffnung, dass es Treiber für Core-Audio geben wird.

Doch, unter anderem. Denn nur dann wären wirklich kleine Latenzen möglich. Ich weiß auch gar nicht, was das Problem ist. Das gute an macOS ist doch, dass man die Treiber nicht installieren muss, sondern Interfaces immer auch im class compliant Modus betreiben kann.

„ … Diese Schnittstellen stellen betriebssystemseitig eine direkte Anbindung an die Hardwareabstraktionsschicht zur Verfügung, wodurch die für Echtzeitfähigkeit nötigen niedrigen Latenzen ermöglicht werden. …“

Das ist im Vergleich zu Windows auch korrekt, im Vergleich zu dezidierten Treibern (die übrigens auch Core Audio nutzen) aber irrelevant. Denn wie gesagt, die kleinsten Latenzen gibt es nur damit. Und das wird sich auch nicht ändern lassen.
 
Ok, solange sich das nicht ändern lässt, bin ich mit den „zur Echtzeitfähigkeit nötigen niedrigen Latenzen“ zufrieden.
 
Gibt halt auch noch diverse andere Gründe, warum es schick wäre, iOS und macOS endlich mal richtig "gleichzuschalten". Alleine der Umstand, dass man dann alles an Plugins installieren kann, wäre für mich Gold wert.
Allerdings befürchte ich, dass Apple die Sache gar nicht so recht wäre, denn dann müssten sie vermutlich ihre strikte "nur aus dem App Store" Richtlinie aufgeben.
Und es würden dann vermutlich auch viele Leute, die jetzt Macbook und iPad nutzen, nur noch ein iPad und dann womöglich entsprechende Tastaturen kaufen. Mir würde das wahrscheinlich auch fast reichen.
 
Was machen die speziellen Treiber der Hersteller denn anders als die generischen von Core Audio?
 
Was machen die speziellen Treiber der Hersteller denn anders als die generischen von Core Audio?

Das musst du mich nicht fragen, habe von Programmierung keinen Plan. Vermutlich kann man da einige Dinge auf irgendwelche hardware-spezifischen Gegebenheiten besser anpassen, während bloßes Core Audio halt so eine Art Minimalumgebung bietet.
Tatsache ist aber so oder so, dass nur Interfaces mit dezidiert programmierten Treibern wirklich kleine Latenzen bei gleichzeitig stabiler Performance bieten.
Naja ok, wenn man es verspackt, kann es auch mal umgekehrt sein, so wie bspw. bei der Line 6 Helix-Produktreihe. Da bekommt man ohne installierten Treiber Latenzen die wenigstens im "gerade noch OK" Bereich mitspielen, wenn man die Treiber installiert, ist es hingegen absolut katastrophal schlecht (leider braucht man die Treiber für ein paar Sachen). Aber das ist auch echt eine Ausnahme.
 
Ich hab von Programmierung etwas Ahnung (nur schon etwas länger her); das Konzept Core-Audio, das „eine direkte Anbindung an die Hardwareabstraktionsschicht zur Verfügung“ stellt, ist erstmal der Traum für jeden Programmierer (eine hardwarenahe Schicht!), zumal er genau definierte API‘s (Schnittstellen) geliefert bekommt. Wenn also die Software der Hardware z. b. des Interfaces (Firmware) entsprechend angepasst wird, gibt es eine fast direkte Anbindung. Direkter kann es mit einem Treiber dazwischen nicht werden.

„Treiber“ ist nach meinem Verständnis ein (veraltetes) Software-Konzept, mit dem man die unterschiedlichste Hardware relativ unaufwendig passend zum Betriebssystem bekommt. Dazu werden im Treiber Anpassungen (mal gut, mal schlecht) programmiert, die eigentlich (so auch das Konzept von Core-Audio) unnötig sind (s.o. „direkte Anbindung“).
 
Wenn also die Software der Hardware z. b. des Interfaces (Firmware) entsprechend angepasst wird, gibt es eine fast direkte Anbindung. Direkter kann es mit einem Treiber dazwischen nicht werden.

Vielleicht ist es ja auch das, was ich meine, bzw. das, was man für Interfaces unter macOS als Treiberinstallation präsentiert bekommt.
Ist aber an sich auch egal, denn...

„Treiber“ ist nach meinem Verständnis ein (veraltetes) Software-Konzept, mit dem man die unterschiedlichste Hardware relativ unaufwendig passend zum Betriebssystem bekommt. Dazu werden im Treiber Anpassungen (mal gut, mal schlecht) programmiert, die eigentlich (so auch das Konzept von Core-Audio) unnötig sind (s.o. „direkte Anbindung“).

Wie man das jetzt nennt, sei mal Nebensache, Tatsache ist und bleibt, dass, abgesehen von Fällen grober Progammierunfähigkeit (s. mein Beispiel hinsichtlich Line 6), Interfaces quasi ausnahmslos (!) dann die kleinsten Latenzen liefern, wenn der Hersteller einen Treiber bereitstellt.
 
Ich habe Plan von Programmierung. Damit verdiene ich das Geld, dass ich für Musikgeraffel wieder ausgebe.
„Treiber“ ist nach meinem Verständnis ein (veraltetes) Software-Konzept, mit dem man die unterschiedlichste Hardware relativ unaufwendig passend zum Betriebssystem bekommt.
Ein Treiber wird immer dann gebraucht, wenn das Betriebssystem mit einer Hardware-Komponente kommunizieren soll. Du meinst vermutlich, dass alle Geräte dieselben, standardisierten Protokolle unterstützen sollten, damit es keine weiteren Treiber für spezifische Protokolle geben muss. Tatsächlich werden Treiber sogar übereinander gestapelt. Etwa dann, wenn über die selbe Hardware-Schnittstelle, etwa USB, Daten für ganz unterschiedliche Zwecke übertragen werden.

In der Praxis funktioniert das sehr gut. Heute muss niemand für eine externe Festplatte, Tastatur oder die meisten Audio-Interfaces einen Treiber installieren. Dafür gibt es Standardprotokolle und damit korrespondierende Treiber, die sie zugänglich machen.

Wenn man mehr braucht, dann müssen eigenständige Treiber her. Wenn über die USB-Verbindung etwa die Gain-Einstellung des Interfaces gesteuert werden soll, oder Phantomspeisung ein/aus. Das ist im Standard nicht enthalten.

Ich habe also durchaus eine Vorstellung, was ein Treiber tut. Meine Frage oben bezog sich auf Details: Wie erreichen die Herstellertreiber eine bessere Latenz als die Treiber von Apple? Verwenden sie ein ganz anderes Protokoll als USB-Audio? Sind sie effizienter implementier? Es gibt viele Möglichkeiten, aber wie geht es tatsächlich?
 
.

Du meinst vermutlich, dass alle Geräte dieselben, standardisierten Protokolle unterstützen sollten, damit es keine weiteren Treiber für spezifische Protokolle geben muss. Tatsächlich werden Treiber sogar übereinander gestapelt. Etwa dann, wenn über die selbe Hardware-Schnittstelle, etwa USB, Daten für ganz unterschiedliche Zwecke übertragen werden.
Das ist die Idee hinter Core-Audio (das kein „bloßes“ ist); Kommunikation möglichst direkt mit der Hardware- (und Software-) Komponente, u.a. deshalb, weil ja genau dies Stapeln der Treiber u.U. zu größeren Latenzen führen kann.

Wie sollte da konkret ein Treiber auf dem IPad die Latenzen verringern?
 
Ich habe es jetzt auch mal "mit Gehirn" versucht, also geschaut, was die großen Modeler können. Was die Anschlüsse angeht, haben Line6 Helix, Headrush Core/Prime und Neural DSP Quad Cortex alle die nötige Ausstattung. Allerdings kann anscheinend nur der Helix das nötige USB-Audio-Routing, um auch einen Teil der Verarbeitung auf einem iPad zu machen.

Selbst mit einem Alter von 10 Jahren kostet das Helix aber neu noch über 1.000 EUR. Das ist mir für diesen Zweck viel zu teuer. Ich werde also einfach weiter abwarten und die Augen offen halten.
 
Allerdings kann anscheinend nur der Helix das nötige USB-Audio-Routing, um auch einen Teil der Verarbeitung auf einem iPad zu machen.
Nein, kann der cortex auch, allerdings weiß ich nicht ob das sinn macht 1600€ auszugeben wenn man eigentlich mehr auf Midileiste und interface aus ist
 
Klar, ein Neukauf ist bei den aktueller Preisen völlig uninteressant. Mein Gedanke war, dass die Geräte vielleicht in fünf Jahren gewaltig im Preis gesunken sein könnten. Aber die Preisentwicklung beim Helix spricht eher dagegen.
 
Mein Gedanke war, dass die Geräte vielleicht in fünf Jahren gewaltig im Preis gesunken sein könnten.
Unwahrscheinlich, du wirst in 5 jahren für ein gebrauchtes quad Cortex vermutlich immernoch 1000€ und zahlen.
Einzig beim helix könnte ich mir vorstellen, dass es günstiger wird aber nur unter dem Aspekt wenn es ein Lift bekommt, ähnlich damals wie Pod HD zu Pod HDX, aber ich denke das ist eher unwahrscheinlich
 

Ähnliche Themen

highQ
Antworten
5
Aufrufe
12K
highQ
highQ

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben