Höfner HM65-Z-CE - Meinungen?

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steman
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Hallo zusammen,
ich wollte mir diese Gitarre zulegen:

Höfner HM65-Z-CE (https://www.hofner-guitars.com/master-series-hm65-z-ce.html)

Hat jemand Erfahrung mit Höfner Gitarren, vielleicht dieses Modell bzw. mit dem 'batterielosen Mi-Si® Vorverstärker'? Würde (abgesehen vielleicht vom Anschaffungspreis ;-) ) etwas gegen diese Gitarre sprechen? Ich würde mich sehr über Meinungen freuen - vielen Dank!
Einen freundlichen Gruß
Stefano
 
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GEH
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mit dem 'batterielosen Mi-Si® Vorverstärker
Finde zumindest die Idee super - was daran liegt, dass ich persönlich "Zargenradios" hasse und lieber auf einen passiven Pickup plus externem Preamp setze.
Beim Kondensator-Prinzip des Mi-Si Vorverstärker fehlt dann nur maximal etwas Klanganpassung, das geht aber auch am Amp oder der PA. Zur Not ist ein simpler EQ-Bodentreter auch vielfältiger als jeder interne Preamp.
Wenn ich richtig recherchiert habe, dann verwendet Mi-Si einen Piezo Tonabnehmer Element von L.R. Baggs, kein schlechtes System.
Zur Gitarre kann ich leider nichts sagen, aber das Tonabnehmer-System finde ich einen Versuch wert, zumal die Bewertungen ganz gut sind - bei alles Skepsis an Produktbewertungen.
 
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steman
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Hallo zusammen,
von dieser 1099€ teuren mit Nailon Saiten bespannten Crossover Konzertgitarre von Höfner HM65-Z-CE habe ich 2 Ausführungen im Netz zum Kauf gefunden. Der Unterschied liegt im Tonabnehmer.
Welches Modell empfiehlt Ihr mir?

A) Mit externen Höfner Pre-Amp / Equalizer / Akkufach
https://www.markstein.de/Hoefner-HM65-Z-CE-Konzertgitarre-mit-Tonabnehmer-vollmassive-Bauweise

B) Internes Tonabenehmer System ohne Equalizer
https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Hoefner-HM65-Z-CE/art-GIT0043947-000

Was meint ihr? Ist vielleicht A) besser, weil ein Equlizer dabei ist und man das Akku jederzeit einfach tauschen kann oder ist B) als das eventuell aktuellere Modell einfach deutlich überlegen (aber warum?)?
Vielen Dank!
 
chris_kah
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Kommt darauf an, ob du bei Auftritten Zugriff auf z.B. Volume haben möchtest.
Wenn du es brauchst und nicht hast, ist es blöd.

Wenn dir eine Gitarre mit makelloser Zarge lieber ist, musst du die nehmen.

Ich persönlich bevorzuge das Zargenradio, damit ich Zugriff habe. Und ein von außen zugängliches Batteriefach ist bei mir Pfilcht. Konstruktionen, bei denen ich die Batterie durch das Schalloch wechslen muss, kommen bei mir nicht in Frage. (Wenn beim Gig die Batterie leer ist, Saiten entspannen, Batterie tauschen, neu stimmen und mindestes ein halbes Set ständig nachstimmen - und hier bei Nylon die komplette Katastrophe)

Was du im Vesand auch beachten musst: Wie ist das Setup der Gitarren? Ich habe erst letzte Woche wieder die unschöne Erfahrung machen müssen, dass man im Versand immer ein Überraschungsei bekommt, was die Spielbarkeit angeht. Man kann Glück haben, aber auch Pech.
 
GEH
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Konstruktionen, bei denen ich die Batterie durch das Schalloch wechslen muss, kommen bei mir nicht in Frage. (Wenn beim Gig die Batterie leer ist, Saiten entspannen, Batterie tauschen, neu stimmen und mindestes ein halbes Set ständig nachstimmen - und hier bei Nylon die komplette Katastrophe)
Ist es aber beim konkreten Modell nicht, da ist wohl so ein Mi-Si drin:
https://www.thomann.de/de/mi_si_acoustic_trio_endpin_preamp.htm
Das ist ein Kondensatorystem, da passiert auch nichts, wenn du das Ladegerät vor dem Auftritt in die Klinkenbuchse einsteckst.
Verstehe nicht, warum Markstein so ein wichtiges Detail nicht nennt. :nix:
Ein Pickup ohne Zargenradio könnte übrigens auch rein passiv sein.

Beim Vergleich wäre noch die Frage, was für ein Piezo verwendet wird, bei teureren Modell mit Mi-Si ist es wohl ein L.R.Baggs

Kommt darauf an, ob du bei Auftritten Zugriff auf z.B. Volume haben möchtest.
Wenn du es brauchst und nicht hast, ist es blöd.
... oder hast ein Volumenpedal :tongue:
 
Primut
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Interessanterweise wird ja die Variante mit "Zargenradio" nicht auf der Höfner-Webseite erwähnt. Vielleicht tatsächlich eine alte Model-Variante, die ausläuft und Markstein noch als Rest hat?

Welche Variante für dich am besten passt, hängt wohl von deinem Musizierkontext ab.
Wenn du mit einer Band zusammen spielst, wo du tatsächlich flexibel - speziell im Volumen - sein musst, bin ich bei @chris_kah und empfehle auch Variante A) "Zargenradio".

Aus optischen und ökologischen Grunden (kein Batterie / Akku-Verbrauch) würde ich persönlich jedoch eher Variante B) bevorzugen. Das bedeutet aber auch, dass du eine externe Klangregelung brauchst. Entweder als Preamp oder im Akustik-Verstärker. Ich benutze dasfür die L.R. Baggs Para-DI und bin damit sehr zufrieden und gleichzeitig flexibel. Und bei einfachen Besetzungen reicht es meiner Erfahrung nach auch aus, einmal ordentlich das Volumen einzustellen und dann ohne Volumenänderung durchzuspielen. Ist halt nur schade, dass eine "Mute"-Taste für die Pausen fehlt.
Bei dieser Variante halt nicht vergessen, vor Konzerten den Kondensator aufzuladen.
Und für Studio-Aufnahmen empfiehlt sich eh aus klanglichen Gründen eine Mikrofonierung.

Willst du vorangig verstärkt spielen? Wenn ich beispielsweise zu hause alleine übe, brauche ich keine Verstärkung, weil ich gegen keine anderen Isntrumente ankommen muss.
Wie sieht deine Verstärkung aus?
 
chris_kah
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mit EQ?
Je nach Anlage drehe ich manchmal auch am EQ, vor allem bei meiner Nylon Akustik - und da vor allem an den Höhen.

Wenn so ein System ohne Batterie im Inneren auskommt, ist mir das auch recht. Meine Mandoline und Ukulele sind rein passiv und brauchen daher keine Batterie.

Aber Systeme, bei denen man im Korpus irgendwelche Batteriesäckchen (Silikon) hat oder Klemmschellen, die nur durch das Schlloch zu wechseln sind kommen für mich niemals in Frage.
 
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Ich hatte einen Akustikbass mit Zargenradio und habe eine Ovation, ebenfalls mit. Sonst nur passive PUs. Ich brauche die Zargenradios nicht nur nicht, sondern - viel ärgerlicher - ich verstelle sie immer wieder versehentlich. Mag mit Hand-, Arm- und Bauchhaltung zusammenhängen, aber ich vermeide dies, sofern möglich. Sound wird wie beim akustischen Spiel mit Handposition und Nagelform gemacht, die Anpassung an die Bühne erfolgt am Mixer oder ggf. am externen Preamp.
 
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Das ist ein Kondensatorystem, da passiert auch nichts, wenn du das Ladegerät vor dem Auftritt in die Klinkenbuchse einsteckst.
Verstehe nicht, warum Markstein so ein wichtiges Detail nicht nennt. :nix:

Wahrscheinlich deshalb, weil die abgebildete Gitarre bei Markstein ein konventionelles aktives Batterie-System hat (!?).
Auf den Fotos sieht man einerseits die Modellbezeichnung HM 65-Z-CE durchs Schalloch, aber andererseits sowohl ein Batteriefach als auch eine Klangregelung (Presence/Volume/Treble/Middle/Bass) incl. "LOW BATT."-Anzeige.

Das war es doch gerade, was @steman verwirrt hatte, oder?

Viele Grüße
Torsten
 
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steman
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Ganz genau! Das ist es, was mich verwirrt hatte! Das gleiche Modell wird mit zwei Ausführungen ausgeliefert. Ich denke auch, die Ausführung mit dem Batteriefach ist wohl das alte System. Und da ich die Wahl hätte, an der Stelle die Frage: Was ist besser? Als Soundsystem habe ich ein Yamaha THR5A. Ich spiele nur privat, nicht auf der Bühne. Einem fest verbauten Akku traue ich nicht ganz. Wie lange hält denn so ein Akku? Ein paar Jahre? Und dann? Dann müsste ich alles ausbauen und ersetzen lassen. Oder habe ich das falsch verstanden?
 
Be-3
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Einem fest verbauten Akku traue ich nicht ganz. Wie lange hält denn so ein Akku? Ein paar Jahre? Und dann? Dann müsste ich alles ausbauen und ersetzen lassen. Oder habe ich das falsch verstanden?

Ja, ich glaube, das hast Du falsch verstanden.
Das mutmaßlich ältere "konventionelle" Modell bei Markstein zeigt ja deutlich ein Batteriefach, das immerhin von außen gut zugänglich ist (also kein Gefummel durchs Schalloch):

1627310843691.png


Das sieht mir sehr nach einem Batteriefach aus (also kein fest verbauter Akku).
Markstein spricht leider nur von einem "Höfner Preamp-System", ohne nähere Angaben zu machen.
Auf jeden Fall ist das nicht der aktuell verbaute Mi-Si-Preamp, der von einem Kondensator gespeist wird, welcher per Ladegerät über den Endpin in einer Minute aufgeladen werden kann.

Viele Grüße
Torsten
 
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steman
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OK - beim alten, konventionellen System wird die Batterie (oder halt ein Akku) verwendet. Da sind wir uns einig. Ich meinte aber dieses Bild - also das andere Modell:
1627311371370.png

Das blaue 5,5V sah für mich auf den ersten Blick wie ein Akku aus - diesen meinte ich :). Aber nach genauerer Recherche, ist das gar kein Akku, stimmt's?
Danke und Gruß
Stefano
 
Primut
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Richtig, das ist kein Akku sondern ein SuperCap, ein Kondensator mit einer sehr hohen Kapazität (1,5 F und davon noch 2 Stk.). Wenn der Kondensator aufgeladen ist, was mittels Ladegerät über die Gitarrenbuchse in 1min geht, hält die Ladung schon recht lange, in der Thomannbeschreibung stand 16h, aber selbst 10 h sind ja locker ausreichend.
Dieses Teil braucht man halt nicht wechseln.

Ist mir auch neu, dass so etwas mittlerweile im Profibereich eingesetzt wird, aber die Entwicklung bleibt nicht stehen und das ist gut so.
 
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steman
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Vielen lieben Dank in die Runde! Die Gesprächsrunde war sehr erhellend!
Ob sich beide Tonabnehmer selbst klanglich sehr unterscheiden? Welches kann den Klang der Gitarre wohl besser transportieren?
Wie es scheint (Kommentare bei Thomann) ist die neue Lösung ganz gut. Und mit meinem Gitarren combo für Akustikgitarre bin ich auch ganz gut bedient :).
 
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saitentsauber
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