In Ear Monitoring

von Matthaei, 08.11.08.

  1. Matthaei

    Matthaei Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.11.08   #1
    Hallo leute,

    ich bin vorhin nach hause gekommen und hatte nach einem Worskhop wieder das typische Sänger Problem.
    Die Gitarren waren demaßen laut (hab jetzt noch fiepsen in den Ohren), dass ich mich selbst mit Monitor in den tieferen Passagen kein Stück gehört habe und automatisch lauter gegenan gesungen habe, sodass ich ein tierisches Halskratzen habe.

    Da mir das schon öfter passiert ist (obwohl ich nicht gerade eine leise stimme habe und die mischkiste voll aufgedreht war) und das für mich immer sehr nervig/frustierend ist, möchte ich nun ENDLICH in ein IN Ear Monitoring investieren, welches ich einfach überall mit hinnehme und womit ich dann einfach in Zukunft "vernünftig" Singen und mich hören kann.

    Doch bevor ich da einfach drauf loskaufe, wollte ich mal fragen, ob jemand von euch schon Erfahrung mit in Ear gemacht und welche Geräte ihr empfehlen könnt.
    Preislich sollte es nicht all zu teuer sein dachte da an eine Grenze von 150€..

    Gruß
    Matthaei

    NACHTRAG: Ich habe den Thread bewusst nicht ins Technik Forum gesetzt, da ich mir ein paar Tipp aus Sänger sicht erhoffe, anstatt ein Datenblatt ;-)
     
  2. innocence_GoR

    innocence_GoR Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.08   #2
    Hallo Matthaei,
    ich bin Sänger (und Techniker) und arbeite der vielen Vorteile überwiegend mit InEar- Monitoring. Ich kenne dein Problem sehr gut, da bei Monitoren nunmal irgendwann die Koppelgrenze erreicht ist, was unsere lieben Gitarristen aber nicht davon abhält ihre Watt- Boliden weiter auszufahren ;)
    Für 150€ wird das auf jeden fall schwierig. Allein ein guter Kopfhörer kostet um die 80€. Aufwärts gibts wie so oft keine Grenzen. Da musst du dich bei gebrauchten Systemen umsehen. Wenn du viel Glück hast läuft dir eins für den Preis über den Weg. Das günstigste System das ich kenne kostet 266€. Ich habe es selber ausprobiert und kann sagen, dass es für den Einstieg ideal ist. Hast du denn schonmal auf InEar gesungen? Es ist eine ziemliche Umstellung.

    Gruß
    Andi
     
  3. Basselch

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    Erstellt: 09.11.08   #3
    Hallo, Matthaei,

    für 150 Eurinchen Neuware zu kriegen, halte ich für absolut illusorisch - wenn sie denn auch was taugen soll. Ein schaltbarer Limiter sollte aus Gehörschutzgründen UNBEDINGT an Bord sein, von der entsprechend großen Frequenzauswahl auf den heutzutage oft ziemlich "zugefunkten" Bühnen ganz zu schweigen.
    Ich selbst benutze ein älteres Sennheiser EW300, das ich gebraucht erstanden habe. Dazugekauft habe ich mir damals die Shure E3 - mit dieser Kombi bin ich sehr zufrieden.

    Viele Grüße
    Klaus
     
  4. Matthaei

    Matthaei Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.08   #4
    Hallo,

    nein, ich habe noch nie mit In Ear gesungen, aber ich hab mal gelesen, dass man nach einer Eingewöhnung von z.B. ca 3 Proben kein Problem mehr damit haben sollte.

    Ich hab auch eines gesehen von T-Bone (also Thomann)...

    Ich hatte es schon fast vermutet, dass son Monitoring mehr kosten würde...hmm na, dann versuch ich besser noch ein wenig zu sparen und mir was gescheit's zu holen...
    Von euch Vocaleros nen Tipp? Ich hab gelsen mit Sennheiser kann man nix falsch machen.

    Mit dem Limiter klingt nach einer guten Sache, gibt es denn tatsächlich welche ohne? das ist doch total übel fürs ohr....:eek:
    Gruß
     
  5. innocence_GoR

    innocence_GoR Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.08   #5
    Hallo,
    das System das ich gemeint habe ist das LD Systems MEI 100.
    --> https://www.thomann.de/de/ld_systems_mei_100.htm
    Ist sehr hoch gelobt worden...zurecht wie ich finde. Aber wenn du gleich mit Sennheiser oder Shure einsteigst, kannst du wirklich wenig falsch machen. Da wäre zum Beispiel das SHURE PSM-200.
    --> https://www.thomann.de/de/shure_psm200_e2_set_inearsystem.htm
    Oder für die etwas anspruchsvolleren ein System von Sennheiser.
    --> https://www.thomann.de/de/sennheiser_ew_300_iem_g2dband.htm

    Ich würde dir allerdings empfehlen so ein System mal bei einem Konzert auszuprobieren. Ich weiß aus Erfahrung, dass es Leute gibt die überhaupt nicht damit zurecht kommen.
    Gruß
    Andi
     
  6. IcePrincess

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    Erstellt: 11.11.08   #6
    Ich würde es nicht im Konzert ausprobieren sondern mal kabelgebunden im Probenraum. Normaleweise hat jedes Pult einen Kopfhörerausgang, und da kann man einfach mal testhalber gut schließende Kopfhörer (worst case auch mp3-player-Ohrstöpsel) anhängen um zu sehen ob man damit klar kommt und was die Band im Aufbau eventuell verändern müsste.

    Für sauberes In-Ear muss jedes Instrument abgenommen werden (auch die kreischenden Gitarren), das ist Dir hoffentlich klar?
     
  7. Zündapp

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    Erstellt: 11.11.08   #7
    Hallo Matthaei,

    Deine Problemchen kommen mir bekannt vor. Immer wieder die gleichen Probleme mit der eigenen Hörbarkeit.
    Ich habe mir dieses LD- Systems MEI 100 http://www.musik-service.de/ld-systems-mei-100-prx395758884de.aspx geholt und bin vollkommen zufrieden.
    Selbst mit dem serienmässigen Ohrhörer gibt es keinen Grund für Beanstandungen. Demnächst werde ich mir sicherlich noch einen besseren Hörer zulegen, aber zunächst reicht es.
    Es war sogar ein regelrechtes "AHA"- Erlebniss. Ich singe wesentlich Entspannter und Tonsicherer. Hinzu kommt noch, dass man nach der Probe nicht dieses Fiepsen im Ohr hat.

    Also meine Empfehlung an alle Sänger in Rockbands: In- ear- monitoring.

    Sicherlich hat IcePrincess recht das es besser ist ALLE Instrumente abzunehmen, jedoch hab ich mittlerweile lediglich meinen Gesang, meine Gitarre und das Keyboard ganz leise im Monitor. Mehr will ich gar nicht.

    Grüsse

    Zündapp
     
  8. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 11.11.08   #8
    Kommt vielleicht drauf an, was Du außer "singen" noch tust ;)
    Ohne Drums fühle ich mich völlig verloren, ganz egal ob ich nun nur singe, oder auch am Bass stehe.
     
  9. Zündapp

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    Erstellt: 11.11.08   #9

    Du meinst diese "kreischende Gitarre" zu spielen?? :D

    Unser Drummer ist so laut, den will ich gar nicht auf meinem Monitor haben. Ersnthaft, bisher hatte ich nie Probleme die Drums zu hören, auch ohne Monitor.


    Noch kurz meine Meinung zu der angeblichen Eingewöhnung. Also 3 Proben halte ich für weit übertrieben. Sicherlich ist es ein anderes Hörgefühl über IEM, aber ich würde sagen, und so wars bei mir, nach einer halben Stunde will man es nicht mehr abgeben.


    Grüsse

    Zündapp
     
  10. Matthaei

    Matthaei Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.11.08   #10
    Hallo,

    wow, danke für so viel Hilfestellung Leute :great:

    Also ich habe vor den "Stöpsel" Mono auf rechts zu legen und im Prinzip nur meinen Gesang (background, wenn vorhanden) ganz dominant drauf zu legen und dann ein begleit Instrument (im besten Fall dann die Akustikgitarre, evtl dezent den Bass) mit drauf.

    Die Drums, etc sollen dann son bissl über das linke freie Ohr kompensiert werden... Sonst habe ich übrigens die Drums auch nie aufm Monitor. Eigentlich wenn ichs recht überlege, habe ich auch nur meistens ne Akusitkgitarre und die Stimmen drauf. ;-)

    Also so habe ich es zumindest gedacht ;-) Mir geht es in erster Linie eigentlich darum meinen Gesang wirklich gut hören zu können und die Töne nicht nur immer aus meiner Erinnerung zu "erahnen" weil die E Gitarren volles "brett" geben.

    Wie schon gesagt wurde, erreiche ich eigentlich IMMER die Koppelgrenze mit den Monitoren und immer fehlen mir noch vom Hörgefühl so um die 20% bevor es passt.

    Mit meinen Bands spiele ich persönlich selber auch E und A Gitarre, dort habe ich weniger Probleme mich zu hören, weil ich sie ganz meinen Vorstellungen anpasse (in Bezug auf Gesang).
    Nur in der letzten Zeit bin ich in fremden Arrangements mehr und mehr reiner Gesang und dort treten dann die üblichen Hörprobleme auf. Das Ding ist dann halt auch, dass ich dort nicht meine Band "verkaufe", sondern mich persönlich und wenn ich mich nicht höre und schief singe, dann ist das sicher eher "suboptimal und kontraproduktiv" (vor allem auch für meine Stimme, da ich ja wirklich manchmal fast gegen an schreien muss, wenn die drums dann erstmal live abgehen) ;-)

    Gruß
     
  11. Zündapp

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    Erstellt: 11.11.08   #11
    Gern geschehen. ;)

    Was den entgültigen Mix angeht musst Du ausprobieren was Dir am besten gefällt. Ich habe beide Stöpsel drin, höre die Drums und geniesse die Ruhe die mit nur einem Stöpsel nicht da wäre ;)..... herrlich sag ich Dir

    Grüsse

    Zündapp
     
  12. IcePrincess

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    Erstellt: 11.11.08   #12
    Wenn das bei Dir so klappt ist es kein Problem, ja.
    Trotzdem erst mal der Tipp es auf "Schmalspur" und kabelgebunden zu testen.

    Ich selbst fühle mich mit nur einem Ohrstöpsel so unwohl, dass es nicht klappt.

    Das mit den drei Proben halte ich übrigens auch für übertrieben ;) 'rin mit'te Stöpsel und ab ging die Luzie.
     
  13. Matthaei

    Matthaei Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.11.08   #13
    Ich habe das früher immer ganz gut hinbekommen mit einem Stöpsel in der Schule beim Walkman wenn der Unterricht zu langweilig war :-D
    Dort habe ich zumindest alles gehört...

    Aber ich werde es auf jedenfall mal ausprobieren. Ich habe zuhause noch sehr gut abgeschlossene Kopfhörer von AKG (also fürs Recorden).

    Da ich jetzt schon 3 mal von diesen LD Systems MEI 100 gehört habe und die anscheinend für den Einstieg gut sind (ich spiele/singe eher auf kleinen - mittleren Großenbühnen) werde ich mich mal an diesen orientieren.
    Es ist ja meistens auch so, dass bei großen Bühnen die Monitore besser sind (also jeder Instrumentalis/Sänger eigenen Monitormix) bzw. ich hab auch schon oft gesehen bei dementsprechenden Veranstaltern/Technikern, dass die Musiker das In Ear für den Auftritt bekommen.

    Gruß
    Matthaei
     
  14. Singer-Songwrite

    Singer-Songwrite Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.08   #14
    Hallo Leute. Ich hole das Thema nochmal hoch, weil ich ein ähnliches aber leicht anderes Problem habe.

    Bei uns im Proberaum ist alles provisorisch, wir sind ne arme kleine Band, mit eigenen Songs.
    Momentan singe ich noch über ein Fame Mikro, eine Shure Kopie :D Und einen Marshall Gitarrenverstärker, der bald von einer Monitorbox abgelöst wird.
    Ich hör mich selber also quasi garnicht, das heist ich singe blind in den Raum rein.

    Deshalb muss ein bisschen Monitoring schon her, aber ich habe quasi kein Budget.
    Gibt es schalldämpfende Kopfhörer die ich im proberaum benutzen könnte? Quasi On the line vom Mischpult ans Ohr?
    Ohne großes Funktamtam.
    Weil momentan sparen wir auf die Monitorbox/PA, daher ist kein Geld für InEar Monitoring da.
    Ein Mischpult ist allerdings vorhanden :D

    mfg
    Sebastian
     
  15. Basselch

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    Erstellt: 06.12.08   #15
    Hallo, Sebastian,

    als Übergangslösung, die das Budget nicht allzusehr belastet, einigermaßen klingt und ordentlich "geschlossen" ist, würde ich Dir den Superlux HD660 empfehlen.

    Viele Grüße
    Klaus
     
  16. Hemder

    Hemder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.12.08   #16
    Hi,
    in deinem Fall kann ich die 30 EUR Variante von Thomann empfehlen
    https://www.thomann.de/de/the_tbone_hd990d.htm

    laut Thomann optimiert für Drums, unser Drummer hatte es auch als erster gekauft, mittlerweile nutzen aber unser Keyboarder und ich auch eins nachdem wir es mal ausgetestet haben (unser Keyboarder hatte sein Sennheisser >100 EUR ins Eck gelegt nachdem er das T.Bone getestet hat:D, ich selbst nutz es nur für zuhause und da für Drums, Bass, Gitarre und Gesang)

    Man darf für 33 EUR nicht zuviel erwarten, aber es dämmt nach außen hin sehr gut und die Klangwiedergabe reicht für Monitoring zwecke mehr als aus.

    Ein Gerät wo ich sage, das kann man für das Geld bestellen und bei nicht gefallen wieder Return to Sender.

    Grüße
    Michael
     
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