Joyo AC-40 zwecks Gewichtreduzierung auf LiFePo4-Akku umrüsten

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Ich habe mir den Amp gekauft und schrieb das Gesamtgewicht dem Holz und den Lautsprechern zu. Bei genauer Recherche war allerdings schnell klar das etwas Anderes verantwortlich ist: Der Bleiakku bringt es auf knapp 2kg, dass sind 25% des Gesamtgewicht !!!

Als Modellbauer weiss ich natürlich schon länger um andere Akkus, wie NiMH, LiPo oder LiFePo. NiMH schied aus, macht gewichtsmässig kaum einen Unterschied und ist selten hochstromfähig. LiPo ist zu gefährlich und liefert die falsche Spannung. Blieb nur noch LiFePo.

Viele haben inzwischen ihre EBikes, Motorräder und Wohnmobile umgerüstet und dabei Gewicht eingespart. LiFePo ist nur halb so schwer und ausserdem wird aufgrund der verwendbare Kapazität (fast 100% im Vergleich zu den 50% eines Bleiakkus) kein so grosser Akku benötigt. Und die Kosten sind auch gesunken...

Also einen 4,5mAh (Original waren es 7Ah beim Bleiakku) Lifepo4 um 45 Euro bestellt. Gewicht: Knapp 400g!!!
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Zuerst mal alles zerlegt. Die Stecker sind alle gut verklebt, lassen sich aber mit etwas zureden lösen.

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Die Strombuchse ist schon mit Schalter ausgestattet, aber leider hab ich sie bei Auslöten ruiniert. Es wäre leichter gewesen einfach die Platine (Leiterbahnen oben und unten) mit einen Dremel an der richtigen Stelle durchzuschneiden.

Aber die neue Buchse fällt kaum auf.

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Die Buchse ermöglicht das Spielen des Amps über die Batterie, von der Buchse geht das kurze Kabel aber nicht zum DC IN auf der Platine, dahinter befindet sich nämlich die Ladeelektronik, die nicht mehr benötigt wird, da ein LiFePo Lader verwendet werden muss, sondern auf den Batterie Anschluss.

Die Buchse schaltet bei angeschlossenem Kabel den Amp weg, somit kann dem beim Laden nichts passieren. Netz Betrieb ist bei diesem Amp nicht vorgesehen.
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Zu guter Letzt muss der neue Akku Platz finden. Mit gutem Zureden und einen Hammer lässt sich eine der Klammern so umbauen, dass sie passt. Die 2. Klammer bleibt original und hinder die Batterie am Verrutschen. Es waren keine weiteren Anpassungen notwendig, unglaublich!

Die Assymetrie des Akkus ist durch das geringe Gewicht nicht spürbar beim Tragen!

1,6kg eingespart!!!

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an dem Amp selbst ist ja nichts dran :D
 
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Ja, der ist ein Leichtgewicht. So gut wie er klingt dachte ich zuerst er wäre "analog". Das wäre vermutlich aber zu schön gewesen.
 
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Ich reaktivere diesen Thread, da ich nun einige Erfahrungen teilen möchte.

Der LiFePo4 Akku hat sich im Betrieb (1x 1h / Woche) sehr gut bewährt. Er hält bei moderater Lautstärke (mir reicht meist Volume auf 2) für Monate. Auch der Gewichtsunterschied ist Balsam für den geschundenen Rücken des E-Gitarren Spielers.

Um nun auch Pedale damit betreiben zu können (im Moment ist das ein Harley Benton TrueTone British und ein Ditto X2 Looper) hab ich einen DC Wandler installiert. Der konvertiert, was immer der LiFePo4 liefert, auf 9V Ausgangsspannung. Ein Schalter verhindert, dass der Wandler ständig Strom zieht. Obwohl das nur sehr wenig ist (<20mA).

DC DC Step down Module XL4015 Einstellbarer Abwärtswandler 5A Hochleistung 75W DC-DC mit LED-Anzeige (2 Packungen)

Der Wandler kann theoretisch 5A liefern. Soviel möchte ich ihm aber nie zumuten, die beiden Pedale gemeinsam ziehen jetzt knapp über 200mA.

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Ich habe berichtet, dass der Joyo nicht der leiseste Amp ist. Zusätzlich fiept er manchmal.

Nach genauerer Analyse und einiger Hilfe aus dem DIY Audio Forum dürfte der Amp bei gewissen Reglerstellungen oszillieren. Das hatte ich bei meinem DIY Amp auch schon.

ABER das betrifft nur den TREBLE Regler im Bereich von 5 bis 6,5. Davor oder danach ist alles gut!

Da ich den Amp sowieso mit einem PreAmp benutze, habe ich das, wie folgt, genial gelöst. ;)

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Hier noch ein Diagramm was ich bei den Mods verkabelt habe.

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