Kann ich mein altes Billig-Bontempi problemlos live verwenden?

  • Ersteller bobcät
  • Erstellt am
bobcät

bobcät

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
02.03.11
Mitglied seit
26.05.08
Beiträge
518
Kekse
1.061
Also, werden wir direkt mal konkret. Ich habe günstig ein Bontempi MS40 erstanden, ein betagtes Teil mit ungefähr 25 Melodie- und 15 Akkordtasten. Aus den 80ern glaube ich und wohl eher ein Lerninstrument für Anfänger. Das Ding hat einen sehr simplen, aber nicht unangenehmen Sound. Ich hab's dann mal spaßeshalber zum Keytar umgebaut (2 Löcher rein und Gurt dran) und zur Bandprobe geschleppt. Dank einem Stereoklinke-Ausgang konnte ich das Teil in den Powermixer einstecken und war soweit auch sehr zufrieden mit dem Sound im Bandkontext. Momentan bin ich halt von der portablen Keytar-Spielweise angetan, die ich meinem besseren Synth einfach nicht zumuten will. Und wie gesagt, soundtechnisch reicht mir die Kiste grundsätzlich aus.

Das MS40 hat wohl ein recht deutlich hörbares Grundbetriebsgeräusch, auf das die Stellung des Volumereglers am Gerät auch keinen Einfluss hat (genau dasselbe hat er auch, wenns über den internen Lautsprecher läuft, nur entsprechend leiser). Ob ich den Lautstärkeregler des MS40 voll aufreiße oder komplett drossele, der Pegel des Geräuschs bleibt gleich. Innerhalb eines Songs ist das aber absolut nicht mehr hörbar, daher war meine Idee, das Bontempi einfach immer erst IM Song einzuschalten, um das Geräusch zu umgehen (das Ploppen sollte auch keiner merken, hoffe ich zumindest), und es vor Ende des Songs wieder auszuschalten. Es käme sowieso nur bei manchen Nummern zum Einsatz, insofern ginge das.

Aber wie sieht es aus, wenn ich das Ding ernsthaft auf die Bühne schleppen will? Gibt es da was zu beachten bei so alten Billigkisten? Ne DI-Box täte vermutlich sowieso Not. Oder würdet ihr mir die Benutzung des Bontempi generell ausreden wollen? Und gibt's nen Trick, das Grundgeräusch zu eliminieren? Sollte natürlich preisgünstig sein, sonst lohnt sich der ganze Zirkus für die Kiste dann doch wieder nicht. Also, wär toll, wenn ihr mir zu ein, zwei Punkten bissken was sagen könntet.
 
Ippenstein

Ippenstein

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
09.04.21
Mitglied seit
18.03.08
Beiträge
4.213
Kekse
7.383
Ort
Klingenthal
Es gibt sicherlich Effektgeräte, die so Hintergrundbrummen etc. live tilgen. Andererseits: Wenn Du mit voller Überzeugung das Teil so nimmst, wie es ist, kannst Du daraus auch einen gewissen Kultfaktor machen. Denn nicht jeder hat den Mumm, mit einem Bontempi aufzukreuzen. ;)
 
Boogie_Blaster

Boogie_Blaster

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
12.10.15
Mitglied seit
21.08.06
Beiträge
1.276
Kekse
6.503
Zur Reduzierung bzw Umgehung des "Betriebsgeräusches" (ich gehe mal davon aus, daß du damit irgendeine Form von konstantem Rauschen, Brummen oder Surren im Ausgangssignal meinst) kannst du ein beliebiges Noisegate verwenden. Gibt's in diversen externen Effektgeräten, Kompressoren oder auch manchen Equalizern.
Ein Noisegate macht genau das, was du manuell vorhast (nämlich: Ausschalten) automatisch. Es unterbricht den Signalweg, wenn kein oder nur wenig Signal anliegt. Man kann den Mindestpegel, ab dem das Gate öffnet, einstellen. Spielst du dann einen Ton, öffnet das Gate sofort und schließt wieder, sobald du nicht mehr spielst und der Pegel unter die eingestellte Grenze fällt.

Dafür kann man sich z.B. ein billiges, altes Behringer-Teil bei Ebay schießen.
 
bobcät

bobcät

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
02.03.11
Mitglied seit
26.05.08
Beiträge
518
Kekse
1.061
Es gibt sicherlich Effektgeräte, die so Hintergrundbrummen etc. live tilgen. Andererseits: Wenn Du mit voller Überzeugung das Teil so nimmst, wie es ist, kannst Du daraus auch einen gewissen Kultfaktor machen. Denn nicht jeder hat den Mumm, mit einem Bontempi aufzukreuzen. ;)

Auf diesen Faktor vertraue ich, hehe.
Wie gesagt, nur ein paar Hintergrundakkorde und Melodieeinwürfe, dafür wär das ein geiler Gag. Und ein Keytar wollte ich schon immer ;)

Zur Reduzierung bzw Umgehung des "Betriebsgeräusches" (ich gehe mal davon aus, daß du damit irgendeine Form von konstantem Rauschen, Brummen oder Surren im Ausgangssignal meinst) kannst du ein beliebiges Noisegate verwenden. Gibt's in diversen externen Effektgeräten, Kompressoren oder auch manchen Equalizern.
Ein Noisegate macht genau das, was du manuell vorhast (nämlich: Ausschalten) automatisch. Es unterbricht den Signalweg, wenn kein oder nur wenig Signal anliegt. Man kann den Mindestpegel, ab dem das Gate öffnet, einstellen. Spielst du dann einen Ton, öffnet das Gate sofort und schließt wieder, sobald du nicht mehr spielst und der Pegel unter die eingestellte Grenze fällt.

Dafür kann man sich z.B. ein billiges, altes Behringer-Teil bei Ebay schießen.

Danke für den Noisegate-Tipp! Dann leg ich mich mal in der Bucht auf die Lauer.

Hat eigentlich irgendwer Erfahrungen mit dem Teil? Ich versteh den Akkordbegleitungsteil links nicht wirklich... war leider keine Anleitung mehr dabei.
 
Funkeybrother

Funkeybrother

Helpful & Friendly User
HFU
Zuletzt hier
07.05.20
Mitglied seit
22.06.08
Beiträge
1.663
Kekse
7.029
Ort
Westfalenland
bobcät;3649243 schrieb:
Ob ich den Lautstärkeregler des MS40 voll aufreiße oder komplett drossele, der Pegel des Geräuschs bleibt gleich. Innerhalb eines Songs ist das aber absolut nicht mehr hörbar, daher war meine Idee, das Bontempi einfach immer erst IM Song einzuschalten, um das Geräusch zu umgehen (das Ploppen sollte auch keiner merken, hoffe ich zumindest), und es vor Ende des Songs wieder auszuschalten. Es käme sowieso nur bei manchen Nummern zum Einsatz, insofern ginge das.

Eine andere Möglichkeit wäre vielleicht noch, über ein Volume-Pedal zu spielen.
Wenn Dich ein Pedal auf der Bühne stören sollte, könntest versuchen, das Lautstärke-Poti in das Keyboard einzubauen.:rolleyes:

Witzige Idee übrigens - hast Du schon mal überlegt, das Teil über irgendwelche Effektgeräte zu spielen? Mit solchen Primitivteilen hat man so oft überraschende Ergebnisse.
Hatte mal ein Casio-Kinderkeyboard mit einer Handvoll lustigen Sounds - dazu einen BOSS-Super-Phaser.:D
 
bobcät

bobcät

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
02.03.11
Mitglied seit
26.05.08
Beiträge
518
Kekse
1.061
Eine andere Möglichkeit wäre vielleicht noch, über ein Volume-Pedal zu spielen.
Wenn Dich ein Pedal auf der Bühne stören sollte, könntest versuchen, das Lautstärke-Poti in das Keyboard einzubauen.:rolleyes:

Hmm ja aber wie gesagt, das Ding hat ja nen Lautstärkeregler, der aber keinen Einfluss auf das Geräusch hat. Deswegen nenne ich es auch Betriebsgeräusch. Also hab ich keine Ahnung wie ich den Poti einbauen müsste, um das zu killen (hab da sowieso keine Ahnung von). Pedal, hm, ja, wenn ich schon en Keytar habe, dann würde mich das zu sehr an einen Fleck fesseln. Aber grundsätzlich vielleicht doch ne Idee.

Witzige Idee übrigens - hast Du schon mal überlegt, das Teil über irgendwelche Effektgeräte zu spielen? Mit solchen Primitivteilen hat man so oft überraschende Ergebnisse.
Hatte mal ein Casio-Kinderkeyboard mit einer Handvoll lustigen Sounds - dazu einen BOSS-Super-Phaser.:D

Ich hab mir das Voicetone Create Gesangseffektgerät bestellt und werde da auch mal mit dem Bontempi experimentieren. Allerdings wär dann bei gleichzeitigem Singen natürlich derselbe Effekt auf meiner Stimme. Aber da werd ich trotzdem mal rumprobieren. Danke!
 

Neue Themen

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Oben