Pop, Rock & Co. Kann nicht aus dem Bauch singen = Falsche Techniken = Singen abbrechen?

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Problemfall
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Hallo,

sollte man das Singen "lernen" abbrechen wenn man von Grund auf falsch atmet, die Stütze nicht bewusst ansteuern kann? Seit Denkzeiten war ich schon immer Kurzatmig, auch habe ich eine kaputte Sprechstimme bekommen weil ich "naturell" 0 Stütze.
Ich hab alles erdenkliche versucht.

Während meinen 6 Monaten Gesangsunterricht war ich bei 3 verschiedenen Lehrern und leider kann mir niemand die perfekte Stütze erklären, so dass meine Übungs- und Gesangsleistung unweit mich meinem Potential zurücklässt.
Ich kann sonst alles, Intonation, Emotionen, Belten, durch den Bruchsingen (Brust, Mix, Headvoice)

Auch im Chor kann mir niemand wirklich helfen, wenn die Stütze kommt dann ist der Klang einfach mega geil.
Wenn nicht dann treff ich zwar alle Töne und auch mit Ausdruck, aber das klingt wie wenn ich nicht ernst singen würde.
Mal davon abgesehen das dann nach ner Stunde mein Hals zu macht und die Muskeln übermüden.

Bin sehr frustriert, irgendwie schaffen alle Anfänger recht schnell die Stütze zu meistern und fahren metaphorisch singend on point und technisch einfach.
Ich hingegen schlenker mich vorwärts ans Ziel...

Ich komme auch mit den Begrifflichkeiten auch einfach nimmer klar. Eine Lehrerin sagt wie wenn du ein Butterbrot schmierst, der andere sagt spüre die Flanken, die 3 meint singe aus dem Bauch - stelle dir vor dein Mund wäre da unten, der Chorleiter sagt entspanne deinen Gaumen und singe oben entlang. Was sind das bitte für Erklärungen? Ich verstehe das nicht und komme mir dumm vor.
Ein bekannter Sänger hat zu mir gesagt dein Körper ist dein Instrument, allem voram der Bauch / Rücken als Core Bereich. Wenn das Grundgefühl nicht im Körper stimmt dann bringt das alles nix.

Alle haben mich gefragt was spüre ich beim singen und ich spüre nichts. Wie soll sich das denn anfühlen?
Und kommt mir Bitte nicht mit PA, TA; KA Übrungen / Vokale. Da spüre ich zwar einen Puls allerdings presst es auf den Kehlkopf.. zumal ich ja nicht immer impulsive Konsonanten singen kann / werde.
 
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Shana
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Ich kann sonst alles, Intonation, Emotionen, Belten, durch den Bruchsingen (Brust, Mix, Headvoice)

wie geht das denn ohne Atemverbindung("Stütze")?
Und wenn du alles kannst - wo liegt dein Problem??
 
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Naja - wenn es das Wort gibt, muss man das eben auch unbedingt können. Egal, was es ist ;)
 
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Problemfall
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wie geht das denn ohne Atemverbindung("Stütze")?
Und wenn du alles kannst - wo liegt dein Problem??

Weil ich das nicht kann aus eigener Meinung heraus und von den GL bestätigt.
Ich habe kein Gefühl um die Atemverbindung bewusst anzusteuern und sie aufrecht zu halten, also kann ich zwar vereinzelt mal Dinge erreichen allerdings ohne das es für irgendwas reicht.

Naja - wenn es das Wort gibt, muss man das eben auch unbedingt können. Egal, was es ist ;)

Stimmt du hast Recht, ein Fußballspieler braucht auch die ganzen Fachbegriffe nicht. Der kann die Techniken auch so von Anfang an.
Komisch wobei hier im Forum doch verschrien wurde "Singen kann man lernen" - Ahja ..

Danke für eure konstruktiven Ratschläge.
 
Vali
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Ich kann sonst alles, Intonation, Emotionen, Belten, durch den Bruchsingen (Brust, Mix, Headvoice)

Weil ich das nicht kann aus eigener Meinung heraus und von den GL bestätigt.
Ich habe kein Gefühl um die Atemverbindung bewusst anzusteuern und sie aufrecht zu halten, also kann ich zwar vereinzelt mal Dinge erreichen allerdings ohne das es für irgendwas reicht.

Also kannst du das alles doch nicht oder nur für ein paar Sekunden, oder wie darf man das verstehen? Warum schreibst du dann, dass du sonst alles kannst? Wenn du das wirklich könntest und eben nicht nur sozusagen aus Versehen mal hinbekommen hast, aber den Begriff "Stütze" nicht verstanden hast, dann hast du wirklich kein Singproblem.

Außerdem sind 6 Monate GU und dann auch noch bei 3 GL gar nichts. Wenn man das Singen noch lernen muss, sein Instrument noch aufbauen muss, dann dauert das Jahre. Und du schreibst, dass du die Erklärungsversuche nicht verstanden hast. Hast du das den GL auch gesagt? Wenn ja, haben sie es anders zu erklären versucht? Hast du bei deinem GL mal am Rumpf tasten dürfen? Wenn du nicht gesagt hast, dass du das nicht verstanden hast, dann hol das gleich bei der nächsten Stunde nach! Immer wenn du was nicht verstanden hast, dann nachfragen! Dir kann schließlich niemand in den Kopf gucken. Ein GL ist von deiner Rückmeldung abhängig, wie soll der denn sonst wissen ob du was verstanden hast, ob du Schmerzen hast, ob dich was betrübt?
Wenn dir das Thema Stütze sehr wichtig ist, dann sag das deinem GL dass du das jetzt intensiv lernen willst. Die Initiative muss von dir kommen. Ich habe mit meiner GL daraufhin ca. 6 Unterrichtsstunden (also 3 Monate lang!) Übungen für die Stütze probiert und die die an mir funktioniert haben intensiv wiederholt. Also klemm dich dahinter und sag deinem GL was dich bewegt, so ähnlich wie hier.

Und wenn dir das mit dem Konzept der Stütze nichts taugt, dann probier es doch mal mit nem Lehrer mit sog. funktionellen Lehransatz.
 
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Danke für eure konstruktiven Ratschläge.

Sorry dafür und nachträglich willkommen. Das Problem ist tatsächlich, so wie du es schilderst, nicht ganz einfach nachzuvollziehen. Ich versuche, meine saloppe Begrüßung etwas zu fundieren.

Während meinen 6 Monaten Gesangsunterricht war ich bei 3 verschiedenen Lehrern und leider kann mir niemand die perfekte Stütze erklären

Wie Vali schon sagt, sind 6 Monate fast nichts und das vielfache Wechseln könnte ebenfalls ein Hinweis sein, dass es dir nur ein bisschen an Geduld mangelt. Das gilt auch für Fußballspieler.
Was waren denn die Gründe für die häufigen Wechsel?

Aber zu deinem Trost: Dein "Problem" ist ganz und gar nichts Schlimmes und oder Seltenes. Vielleicht hilft dieses Zitat aus einem GL-Blog - besonders interessante Passagen habe ich fett hervorgehoben:

Als ersten Beitrag habe ich mir ein Thema ausgesucht, das in der Welt des Gesanges stark umstritten und auch ein wenig sagenumwoben ist. Manche sehen "Stütze" beinahe als Allheilmittel für stimmliche Probleme aller Art. Andere lehnen "Stütze" als gesangstechnisches Mittel schlicht ab. Bemerkenswert ist auch die Uneinigkeit über die Bedeutung des Begriffes. Obwohl "Stütze" in aller Munde zu sein scheint, erhält man je nach Gesprächspartner eine grundlegend andere Definition.
Link zu "Mythos Stütze verständlich erklärt"


wenn die Stütze kommt dann ist der Klang einfach mega geil.

Das heißt doch, dass du vereinzelt schon mal etwas gespürt hast, was du für Stütze gehalten hast - nur eben noch nicht automatisiert, sondern eher zufällig. Insofern wieder kein Problem des "Nicht könnens", sondern eine Übungs- und Geduldsfrage.

Stimmt du hast Recht, ein Fußballspieler braucht auch die ganzen Fachbegriffe nicht. Der kann die Techniken auch so von Anfang an.

"Stütze" ist eben für sich gesehen keine Technik und meiner Meinung nach nicht mal ein richtiger Fachbegriff. Es ist (heutzutage) eher ein Bild für einen Vorgang, der helfen soll, sich Gesangstechnik anzueigen.

Bin sehr frustriert, irgendwie schaffen alle Anfänger recht schnell die Stütze zu meistern

Das halte ich für ein Gerücht. Ich singe seit Jahrzehntenn und bin mir nach wie vor nicht mal sicher, was mit der Stütze gemeint ist und ob ich sie überhaupt nutze. In meinen GU wurde das Wort nicht verwendet, worüber ich nicht unglücklich bin.

Ich verstehe das nicht und komme mir dumm vor.

Das ist nachvollziehbar. Einfach noch mal das Zitat aus dem Blog oben lesen und schon kannst du dich wieder schlauer fühlen. ;)

"Stütze" beschreibt meines auch nur theoretischen Wissens meist einen Vorgang, an dem mehrere Muskeln und Organe beteiligt sind und bei dem das Zwerchfell die Atmung kontrollieren und dosieren soll. Nun weiß aber fast niemand, wo dieses Zwerchfell eigentlich ist, weil man es nicht sieht und nicht direkt spürt - geschweige denn, wie man es dann kontrollieren soll. Und weil es eben schwer ist, etwas Unsichtbares über ein Gefühl zu erklären, fallen die Definitionen durchaus sehr unterschiedlich aus. Von sehr bildhaften bis zu rein funktionalen. Begriffe wie "Stütze" oder auch "Luftsäule" sind im Prinzip bereits solche bildhaften Erklärungsversuche.

Alle haben mich gefragt was spüre ich beim singen und ich spüre nichts. Wie soll sich das denn anfühlen?

Der Weg zur so genannten Stütze führt in der Regel über die Bauch- und Rückenmuskulatur, da man dort von Außen am ehesten Zugang zu findet. Man kann also erstmal nicht viel anderes tun, als um Übungen zu bitten, die beteiligten Muskeln zu trainieren. Wenn du dabei nichts Nennenswertes spürst, ist das überhaupt kein Drama. Man muss nicht wissen, wie sich Stütze anfühlt, um schön singen zu können. Und darauf bezog sich auch mein erster etwas schnippischer Kommentar. Momentan jagst du einem Phantom hinterher, von dem du weder genau weißt, was es ist, wo es ist – und eben daher auch nicht wissen kannst, ob du es nicht längst erwischt hast.
 
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Ich würde zu einem Besuch beim Logopäden raten. Die sind darin geschult, physiologische Probleme am Stimmapparat zu diagnostizieren und zu therapieren. Viele Profi-Sänger gehen zum Logopäden und schicken auch ihre Schüler dahin. Wenn du Probleme mit der Sprechstimme hast, frag doch mal deinen Hausarzt nach einer Überweisung zum Logopäden.
 
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Moin,

ich finde die gemachten Beiträge hier alle wirklich sehr gut und möchte (und kann mit Sicherheit nicht so gut) zum Thema "Gesangstheorie/Praxis" nichts hinzufügen.

Dennoch habe ich einen Tip für dich der dir helfen könnte: Sport!

z.B. im Gewichtheber Bereich ist die sogenannte Geist-Muskel Verbindung etwas wichtiges und zentrales. Diese ist bei trainierten Menschen deutlich ausgeprägter, als bei untrainierten Menschen. Wenn du Probleme damit hast, deinen Körper und deine Muskel zu steuern und zu fühlen, dann hilft es dir vielleicht Sport zu machen. Es muss nicht Ausdauer Sport, oder Gewichtheben sein, es sollte dir Spaß machen und dich völlig auspowern.

Hier ein paar Links, wenn es dich interessiert:

http://www.got-big.de/Blog/geist-muskel-verbindung/
http://thefitnessaddict.blogspot.de/2014/06/geist-muskel-verbindung-der-wichtigste.html

Ich bin mir allerdings sicher, dass du auch durch kontinuierliches üben und dem Willen dich zu verbessern das auch hinbekommst. Dranbleiben, nichts kommt über Nacht!

Für mich ist Musik eine nie endende Reise, ich würde nie sagen ich "kann" etwas, ich will immer ein bisschen mehr. Und jedes Stückchen, was ich mir erarbeite, sei es auf der Gitarre oder mit der Stimme bringt mich weiter und macht mich glücklicher.

LG

Mat
 
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Ich habe auch ein mieses Körpergefühl und habe als Kind und Teenie mehr oder weniger ohne groß bewusst zu stützen gesungen - Fiel im Chor jetzt auch nicht weiter auf, klang halt ein bisschen dünn. Die Chorleiterin hat es dann irgendwann erklärt (da muss sich hinten an der Taille was "aufblasen") und es uns gegenseitig spüren und üben lassen. War bei mir nicht wirklich was los, Bewegung im Millimeterbereich, aber bei vielen anderen auch nicht. Ich habe jahrelang geübt (v.a. beim Einsingen), hatte aber nicht den Eindruck, dass es besser wird. In der ersten Gesangsstunde war ich dann wirklich überrascht, als die Lehrerin meinte: "Prima, das mit dem Atmen klappt ja soweit".
Entsprechend würde ich auch sagen: Das braucht einfach Zeit, und wenn man es sich falsch angewöhnt hat und grundsätzlich "unsportlich" ist, eben etwas länger. Erklärungen helfen auch wenig, man muss es einmal bewusst gefühlt haben, wie es richtig geht, dann kann man daran weiterarbeiten und "trainieren", bis es irgendwann automatisiert ist. Wenn man alle 2 Monate den Lehrer wechselt, ist das sicher kontraproduktiv, ich habe 2 Jahre gebraucht, um "Sing mehr in die Maske"???? umzusetzen...
Sport hilft definitiv auch, zumindest funktioniert das andersrum: Kinder mit guter Stütze (=trainierter Tiefenatmung) aus dem Bläserbereich (Oboe, Klarinette, Trompete) sind normalerweise auch verdammt gute Mittelstreckenläufer. Und um regelmäßig einen Kilometer in gehobenem Tempo zu laufen, braucht man außer einem Waldweg und einem Paar Sportschuhe auch nicht wirklich viel "Infrastruktur".
 
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Ich versuche den Begriff "Stütze" in meinem Unterricht möglichst zu vermeiden, obwohl ich an sich ein großer Fan der Stütze bin ;)
Es ist ein blödes Wort, viele können sich einfach nichts darunter vorstellen und auch nach jahrelangem Unterricht "stützt" nicht jeder gleich, weil es u.a. auf den allgemeinen Muskeltonus, auf die Körperhaltung und -spannung, den Zustand der Rückenmuskulatur und letzten Endes auch auf die Psyche ankommt. Und wir sind halt individuell verschieden.

Hast du denn deine Atemmuskeln bewusst trainiert und wenn ja, über welchen Zeitraum ? Ist dir bewusst, dass Stütze kein Gewaltakt ist, sondern etwas Flexibles, Elastisches, und dass eine trainierte Atemmuskulatur "nur" das (solide) Fundament für diese Flexibilität darstellt ?

So ganz klar ist mir dein Problem nicht ... du schreibst, du kannst sonst "alles", auch belten. Das ist ohne eine gute Atemanbindug aber quasi unmöglich, wie Shana schon schrieb - oder du hättest wohl jetzt schon einen amtlichen Stimmschaden davongetragen.
 
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Problemfall
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Hallo Bitte Thema closen hab doch ein anderes Problem. Nicht die Stütze sondern die Maske.
 
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Hallo Bitte Thema closen hab doch ein anderes Problem. Nicht die Stütze sondern die Maske.

Ich glaube eher, du weißt gar nicht, was genau dein "Problem" ist ;-) Ist nicht böse gemeint.
"Maske" und "Stütze" sind beides allenfalls Beschreibungen, man kann sie auch durch ganz andere Bilder ersetzen. Worum es geht ist Atemverbindung/Körperspannung bzw Resonanznutzung/Raumklang beim singen.
Wenn du nicht gerade ein begnadetes Naturtalent bist lernt sich das nicht von heute auf morgen. Das ist normal. Zudem funktioniert das Instrument nur dann richtig gut, wenn alles zusammenpasst. Du kannst also nicht sagen, "Stütze" kann ich, aber "Maske" nicht oder umgekehrt.

"Maske" ist nach meiner Ansicht ein leicht irreführender Begriff, denn eine Maske trägt man ja außen auf dem Gesicht. Der Klang beim singen entsteht aber innerlich und richtet sich auch immer nach innen. Je mehr du IN dir spürst und klingst., desto besser trägt der Sound nach außen. Ist ein bisschen paradox, aber auch leicht verstehbar, wenn du dir eine Gitarre vorstellst. Eine Westerngitarre klingt laut und resonanzreich, weil sie einen großen Innenraum hat. Hätte sie das nicht, wäre sie geschlossen und kompakt wie eine E-Gitarre würde nichts klingen. Du als Sänger schaffst dir also immer Klangraum nach innen, niemals nach außen. Der "Fokus" des Klanges sitzt vorne. Das ist als hättest du eine große weite Höhle und vorne hängt eine Lampe.
 
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Ich glaube eher, du weißt gar nicht, was genau dein "Problem" ist


Ich habe auch den Eindruck, dass hier nach einem Begriff als Lösung für ein Problem regelrecht gesucht wird, was man auch ganz einfach als normalen "Anfängerstatus" bezeichnen kann, was man ja nach einem halben Jahr eher seltenen GU noch ist.

Es ist natürlich verlockend, weil solche Begriffe auch schnelle Lösungen suggerieren ("sobald ich Maske/Stütze beherrsche, kann ich besser singen. Wie also mach ich Maske/Stütze?). Das Zauberwort heißt aber Geduld und dranbleiben.
 
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Ich habe auch den Eindruck, dass hier nach einem Begriff als Lösung für ein Problem regelrecht gesucht wird, was man auch ganz einfach als normalen "Anfängerstatus" bezeichnen kann, was man ja nach einem halben Jahr eher seltenen GU noch ist.

Wollte ich auch gerade sagen! :great:
 
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Kurz zu mir: Ich lerne die CVT Technik und nutze diese auch in meinem Sängeralltag. Zu CVT gibt es genug im Internet zu lesen und ich werde es nicht gebauer erläutern.

Wie du sagst ist die Stütze eine Grundbedingung beim singen. Nur wird sie leider oft mit Bauchmuskeln anspannen, irgendetwas herunter drücken, auf die Tiolette gehen etc. verglichen. Dies ist kompletter Schwachsinn und hat nichts mit der Stütze zu tun. Die Stütze ist das bewusste kontrollieren des Loslassen des Zwerchfells. Theorie beiseite...
Du kannst deine Stütze finden, indem du abwechselnd den oberen Teil deines Bauch unter den Rippen im Wechsel mit dem unteren Bauchteil ca. unter dem Vauchnabel nach aussen und innebewegst. Dies solltest du leicht tun und nich forsieren.
Eine andere Übung aus dem CVT wäre einzuatmen, und beim ausatmen die Hände unter den Rippen links und rechts einzustützen. Mit den Händen nach innen drücken und mit dem dortigen Muskel nach aussen drücken. Diese Übung solltest du max. 5 Mal machen, damit du die Muskeln nicht zu überanstrengst.
 
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Komisch wobei hier im Forum doch verschrien wurde "Singen kann man lernen" - Ahja ..
Stimmt doch auch. Wenn man stetig dran bleibt, übt und das macht, was der/die GL sagt statt von "Problem" zu "Problem" zu hüpfen ;)
("sobald ich Maske/Stütze beherrsche, kann ich besser singen.
Auch das stimmt. Hat ja niemand gesagt, dass das in einem halben Jahr schon immer sitzt :D Manche brauchen halt vielleicht ein "bisschen" länger :D
 
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Das habe ich mir jetzt auch mal durchgelesen. Ja, ist ganz gut und verständlich erklärt, wenn ich auch die Ansichten des Autors nicht ganz teile. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, hält er nichts von (isolierten) Atemübungen. Ich hingegen schwöre darauf und mache sie seit Jahren jeden Tag, auch wenn ich mich ansonsten immer zu jeglicher Überei überwinden muss - diese Viertelstunde am Tag muss sein. Möglich, dass sich klassischer und Contemporary-Gesang da unterscheiden, aber mir haben diese speziellen Übungen zu einer sehr ausdauernden Stimme und vor allem eben auch zu einer mühelosen Höhe verholfen. Wobei "Höhe" im Contigesang natürlich eine andere und nicht zu vergleichen ist. Aber weder machen mir lange Proben noch lange gigs etwas aus, noch habe ich ein Problem, wenn die Instrumentalisten lieber einen oder zwei Ganztöne nach oben transponieren wollen anstatt in eine für mich bequemere Lage zu gehen. Ich singe dann einfach mit mehr Kopfstimme, und sie springt zuverlässig an.
Es ist einfach eine Freude, wenn man modulieren und variieren kann und die Stimme macht alles mit, weil sie ein elastisches und flexibles, aber eben auch kraftvolles Fundament hat. Ich würde es nie mehr anders machen wollen.
 
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