Kassetten, besser als man sich (nicht) daran erinnert

Basselch
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Hallo,
Du bis ein Methusalem, wenn… LP, in Kneipe gehen um Menschen zu treffen, gedruckte Enzyklopädie benutzen.
...o.k., dann bin ich sogar schon ausgestorben :D - an CDs schätze ich nach wie vor, wenn denn mitgeliefert, die Booklets mit Zusatzinformationen (...die vor allem in der Klassik sehr, sehr reichlich ausfallen können und oft viel zum Verständnis beitragen!). Und das Artwork würde ich auch gerne würdigen ;) - die alten LP-Hüllen z. B. von Barclay James Harvest waren oft richtige Kunstwerke. Kommt auf CD-Hüllen-Format dann auch nicht mehr ganz sooo toll...
War vielleicht ein Vorteil der alten Cassetten - man war, wenn man etwas auf "Bandschonung" bedacht war, weniger bereit, einfach zum nächsten Titel vorzuskippen (..zumal das ja auch erst später als Zusatzfeature bei den Tapedecks kam...) und hörte eher in Ruhe.

Viele Grüße
Klaus
 
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... und das überspielen war noch eine richtige Aktion ;)

Mein schönstes Erlebnis diesbezüglich war in Polen 1987. Da konnte man in ein Kaufhaus gehen, die hatten West-Schallplatten. Die LPs konnte man aber nicht kaufen, sondern die überspielten das auf eine Kassette! Dh. man zahlte und kam dann nach ner Stunde zum Kassette abholen wieder. Die offizielle Schwarzkopie ;)
 
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Meine erste Schallplatte (Natty Dread von Bob Marley) habe ich mir auch gekauft und im Laden auf Kassette überspielen lassen, da ich noch keinen Plattenspieler hatte. Mit dem ersten Geld von einem Ferialjob hab ich mir dann einen Plattenspieler besorgt. Dann gings wirklich los. Wir waren dann so eine Gruppe von Freunden und haben uns dann gegenseitig die Platten geborgt um sie zu überspielen. So kamen wir zu etwas mehr Auswahl um wenig Geld. Und ich habe auch des öfteren mal die Nacht vorm Fernseher verbracht um die Rockpalast Sendungen aufzunehmen. Weil ich aber einen uralten Schwarzweiß Fernseher ohne Audioausgang hatte, habe ich ein Mikro vor den Lautsprecher gestellt um doch zu Aufnahmen zu kommen, wenn auch mit extrem miserabler Qualität. Aber mir war das Was immer viel wichtiger als das Wie.
Ebenfalls Quelle für meine Musikalische Bildung abseits vom Mainstream waren zwei Sendungen im österreichischen Radio, „Music Box“ und „Harte Währung“. Auch hier war die Kassette unverzichtbar. Noch heute gehören Acts wie Little Feat und Rickie Lee Jones, die ich in diesen Sendungen, neben anderen Acts, für mich kennen und lieben gelernt habe. So gesehen ist für mich das Medium Kassette mit starken Emotionen aus meiner Jugend verbunden.
 
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Wer im Sendegebiet des WDR wohnte hatte die Möglichkeit die parallel laufende Radioübertragung mitzuschneiden.*):juhuu:
Leider begann pünktlich um 6 Uhr das Frühprogramm mit den Nachrichten. So auch an dem Sonntagmorgen, als Johnny Winter ein wenig überzogen hatte.

*) hiermit:
1670272359768.png

Quelle: radiomuseum.org
 
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Mein schönstes Erlebnis diesbezüglich war in Polen 1987. Da konnte man in ein Kaufhaus gehen, die hatten West-Schallplatten. Die LPs konnte man aber nicht kaufen, sondern die überspielten das auf eine Kassette! Dh. man zahlte und kam dann nach ner Stunde zum Kassette abholen wieder. Die offizielle Schwarzkopie ;)
WOW, wie krass ist das denn!

Maximal kundenfreundlich, aber deutlich weniger Band-schädlich als heutzutage Schpottifei und Co, wo sich die "Künstler" freiwillig in´s eigene Knie schiessen?!?

NEIN. Früher war ganz sicher nicht alles besser!

Aber insgesamt menschenfreundlicher schon ...

Just my 5 cents.

Cheers
 
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Auf eine Kassette habe ich übrigens Aufnahmen von "Schwingungen" wiedergefunden. Erinnert sich noch wer daran? Das war zu Pre-1Live Zeiten.
 
adrachin
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Bei dem Shop hat ich mal so ein Exoten Ding gekauft. Und siehe da, die haben sogar noch ein Teac Tape im Programm. Sogar relativ günstig. Also wer schwere Entzugserscheinungen hat, dem kann geholfen werden..... (;
 
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Das kannst Du auch bei Otto.de für 380€ kaufen. Es ist bei TEAC noch ganz normal im Programm. Allerdings ist das kein gutes Deck, denn es hat weder Dual-Capstan, noch Dolby Ruschunterdrückung, geschweige denn eine Metal-Tape Erkennung und entsprechende Vormagnetisierung.

Dolby Lizensiert das System seit Jahren nicht mehr, sodass hier was eigenes, aber nicht mit Dolby kompatibles eingebaut wurde.
Und wie am Anfang erwähnt, produziert nur noch Tanashin Laufwerke. Und die taugen nichts.

Wer heute noch ein Tapdeck sucht, macht sich am besten nach einem der mitt-90er auf die Suche und tauscht die Riemen aus. Davon hat man mehr.

Beispielsweise ein Sony TC-K 611S oder sein Nachfolger TC-K615S
 
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geschweige denn eine Metal-Tape Erkennung
so etwas gibt es? ich habe damals immer wissen müssen, welchen Bandtyp die Kassette hatte, die ich da dem Gerät in den Schlund geschoben habe. Also gabs auch bei dieser Technologie schon Ansätze zur Verdummung der Anwender. Mist aber auch.
 
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Gibt ja auch für den normalen Anwender überhaupt keinen sinnvollen Grund die Bandsorte manuell einstellen zu müssen … daher war die automatische Erkennung schon vernünftig, es gab sicher nicht wenige Nutzer die das Prinzip der Bandsorten völlig ignoriert haben, und sich mit den entsprechenden Ergebnissen zufrieden gegeben haben . Allerdings waren „ mehr Schalter auf der Front“ für Fans wieder verkaufsfördernd, auch wenn man‘s garnicht braucht .
 
Murenius
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Mir persönlich sind ja diese modernen Magnetbänder unheimlich, ich bleibe bei meiner Phonographenwalze mit Wachszylinder. Dieser Elektrokram wird sich nie durchsetzen und bei Kassetten geht die ganze Dynamik des Handkurbelns verloren. ;)
 
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Hallo,

...na ja, auch vom Computer hat einmal jemand gesagt, er sähe weltweit vielleicht maximal einen Markt für zwei oder drei solcher Anlagen... :D
Im Zuge der hier ungehemmt gewälzten Nostalgie ;) recht passend, daß ich gerade erst mal wieder die Frage reinbekam, ob ich einige alte Cassetten auf digital "retten" könnte, die dem Besitzer wohl viel bedeuteten... immerhin hat uns diese Technik ja nun doch seeehr lange begleitet...

Viele Grüße
Klaus
 
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Wer sich nochmal intensiv mit dem magnetischen Aufzeichnungsverfahren beschäftigen möchte, findet auf Youtube eine 4-Teilige Doku des NDR aus dem Jahr 1987 zum Thema.
Hier Teil 2, der sich intensiv mit der Herstellung und Audio-Bändern sowie Vormagnetisierung beschäftigt:



Lustigerweise wird in Teil 1 von der Schallplatte und sogar Disketten berichtet, zur CD, die zu diesem Zeitpunkt ganz allmählich ihren Siegeszug antrat, wird kein Wort verloren.

Und wie in den 80ern üblich, dürfen die Frauen nur assistieren, im Abspann genannt werden sie jedoch nicht. :censored:
 
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apropos Siegeszug: ich erinnere mich, im Frühjahr 1990 die erste CD gekauft zu haben, weil es (erschreckender Weise) die "Scheibe" (war eine von REM) nicht mehr als LP gab ..
 
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weil es (erschreckender Weise) die "Scheibe" (war eine von REM) nicht mehr als LP gab ..
Ich habe damals LPs gekauft, solange diese noch billiger als CDs waren - als Schüler war mir notgedrungen mehr Musik für's Geld doch wichtiger. Heute stelle ich fest, dass das Vinyl von '90/'91 teils zu unglaublichen Kursen gehandelt wird, da damals mit dem Siegeszug der CD immer weniger gepresst wurde. Egal, ich gebe die Scheiben trotzdem nie her.
 
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Ich habe gerade als die CD kam das erste richtige Interesse an Musik entwickelt und hab auch damals die CD vorgezogen. Das ganze Generve mit Verbrauchsmaterial wie Nadeln fand ich furchtbar (kannte es ja noch durch meine Eltern) und dass ich bei CDs meine liebsten Lieder in Wiederholung hören konnte waren für mich so ein Killerfeature, dass ich den Kassetten und LPs keine Träne nachgeweint habe. Ich hab mir dann auch fürs Auto so früh es bezahlbar war einen CD Player gekauft.
 
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Hallo,

...ich kleckere noch mal nach... :D Vorgestern fragte ein Bekannter, ob ich ihm eine Cassette digitalisieren könnte, die er im Nachlaß seines vor kurzem verstorbenen Vaters gefunden hatte. Das ganze stellte sich als Mitschnitt einer Jam-Session des Vaters mit Hans Süper heraus, aufgenommen 1970, laut meinem Bekannten ist das in einer Küche aufgenommen woren (das wußte er noch aus Erzählungen...). Die Aufnahme war in überraschend gutem Zustand, natürlich ohne jegliches Dolby o. ä., aber keineswegs dumpf, und brauchte nur recht wenig Nachbearbeitung...

Viele Grüße
Klaus
 
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