Kaufberatung Drummikros

von Sebi Knetzgore, 07.02.18.

  1. Sebi Knetzgore

    Sebi Knetzgore Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.18   #1
    Hi Leute!

    Ich mache ja schon ein paar jährchen Musik, ein paar wenige Mikros habe ich bereits, allerdings würde ich gerne aufstocken.

    Ziel ist es auf lange Frist mir eine komplette Drummikrofonierung zuzulegen, die für Hobby bis Semiprofessionell ausreichen soll.

    Aktuell habe ich folgende Mikros verfügbar:
    Snare - SM57
    Standtom - SM58
    Hihat -(übergangsweise) Beyerdynamic Opus 53
    Ride -(übergangsweise) t.bone EM700
    tomtom1 - (übergangsweise) t.Bone MB75
    tomtom2 -(übergangsweise) t.Bone MB75


    Was jetzt fehlt sind Kick und vernünftige Overheads

    würde für die Kick auch ein Rode S1 Gesangsmikro gehen?

    habt ihr empfehlungen für Overheads die nicht zu scharf klingen und im idealfall wenig übersprechungen mit Toms und Snare haben?

    oder gibts ganz andere bessere Lösungsansätze z.B. einfach 2 Großmembranmikros?

    Musikstil ist Metal, d.H. die Bassdrum und Snare sind wohl die wichtigsten Kandidaten

    Grüße Sebi
     
  2. Rescue

    Rescue Registrierter Benutzer

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  3. Mtree

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    Erstellt: 07.02.18   #3
    Passt.

    Ungeeignet. Zu wenig Tiefbass.

    Damit klingen die Becken definitiv nicht gut. Gerade bei Nahmikrofonierung mit Kondensator Mikros können Becken u.U. sehr scharf und schrill klingen, die Ausrichtung und der Abstand sind hier mindestens genauso wichtig wie das Mikrofon selbst.

    Je nach Ausrichtung der Overheads und vor allem abhängig vom anschließenden Drums Mix kann es aber gut sein, dass überhaupt keine Mikros an Hi-Hat und Ride nötig sind.

    Ebenfalls ungeeignet für Toms. Zu wenig Tiefbass.

    Sennheiser e604 oder e904 wären hier erste Wahl fürs kleinere Budget.

    Das empfohlene Shure Beta52a ist für die Kick ok. Für Metal aber auch mal das Sennheiser e602 abchecken. ;)

    Für Metal definitiv nicht.

    Oktava MK-012. Kenne keine Kleinmembran-Kondensator Mikros in der Preisklasse, die weniger scharf und runder klingen als diese. Nutze die auch als Overheads.
    "Übersprechen" mit Toms und Snare? Kommt immer auf die Ausrichtung und den Mixdown der Drums an.

    Eher weniger. Dadurch wirds eigentlich nur unnötig teuer.

    Es kann für Metal sinnvoll sein, (zusätzlich) mit Samples zu arbeiten. Die kann man sich selbst vom selben Set bauen. Bei der Snare ist dabei der Vorteil, dass man diese auch aus einer anderen Position abnehmen kann, ohne den nah besprochenen SM57 Sound und ohne Übersprechen vom restlichen Set. Z.B. könntest du mit einem der Oktava MK012, sofern du die nimmst, aus 0,5-1m Abstand schräg von oben ein Snare Sample einspielen und das dazu mischen. Selbe Snare, aber natürlicher und durchsetzungsfähiger klingender Snare Sound der selben Snare. Ergänzt sich im Mix prima mit einer SM57 Spur.

    Noch ein Tipp als Allzweckwaffe für Becken und alle möglichen Instrumente: Beyerdynamic M201.
     
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  4. lightsrout

    lightsrout Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.18   #4
    Hi Sebi!

    Das 57er bzw 58er sind für die Snare geeignet, für die tiefe Tom aber nicht, da es unter 100Hz abfällt. Das ist nicht extrem schlimm aber vor allem im Metal mit tief gestimmten Toms ist es vielleicht ein Proble. Ich würde da das Opus hinhängen. Kleinmembran-Kondensatormikrofone kannst du quasi für alles nehmen.

    Als Overheads werden oft die Rode NT5 empfohlen und gelobt. Ich hab mir zwei CM3 von einer kleinen Manufaktur aus Schweden namens LineAudio bestellt. Die sind noch billiger (und besser). http://www.lineaudio.se/CM3.html
    Zum Thema Übersprechungen auf den Overheads gilt generell: die OH's SIND dein Drumsound. Du stellst sie auf um das Schlagzeug als ganzes einzufangen. Zusätzlich unterstützt du einzelne Instrumente mittels close miking. Im Metal werden OH's oft nur für Becken verwendet, wenn du Toms und Snare nicht durch samples ersetzt wirst du aber die OH's für den Sound brauchen.

    Das S1 kann für die Bassdrum klappen. Wenn du ein bisschen Geld hast investier aber in ein Beta52, dann steht dein Kickdrum Sound sofort. Edit: weil mir @Mtree wiedersprochen hat nochmal genauer: das Mikrofon nimmt alles was du von der Bassdrum willst auf und verträgt den Schalldruck. Allerdings musst du den EQ selbst stellen, während dieser beim Beta52 und E602 schon eingebaut ist.

    Zu den Tbones sag ich nichts.

    Bitte bedenke das zum Schlagzeugsound der Raum eine Menge beiträgt. Wenn du also nur einen kleinen, vor allem niedrigen Proberaum hast wird das nichts mit einem großen Metal Drumsound wie man es von den professionellen Produktionen kennt. Zu ausprobieren und lernen wirst du auch in einem kleinen Raum Freude haben aber bedenke das bevor du eine Menge Geld ausgibst.

    LG lightsrout
     
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  5. Mtree

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    Erstellt: 07.02.18   #5
    Ein EQ kann nie ein passendes Mikro ersetzen. Gerade bei Drums. Weil EQs schmieren, ringen und färben. Es ist ein Irrglaube, den Frequenzgang eines Mikrofons mit nachträglichem EQing nachbauen zu können.
    Von weiteren Eigenschaften des Mikrofons abgesehen.

    Für eine dumpfe, plockige Jazz Bassdrum mag ein Rode S1 zur Not gehen. Aber für Metal definitiv nicht. Ein professioneller Mischer wird da ganz schnell seine Bassdrum Samples auspacken.
     
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  6. GI Peter Pan

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    Erstellt: 07.02.18   #6
    Erfahrungsgemäß würde ich Ride und HH (erst einmal) einfach weg lassen. Die beiden sind eh so laut auf den OHs, dass man kaum noch nen anderes Mikro braucht, jedenfalls im Amateurbereich.

    Den Antrag mit dem Beta 52 unterstütze ich.

    Aus Ermangelung an Alternativen habe ich letztens https://www.thomann.de/de/oktava_mk_01201_msp2_matched_bundle.htm?ref=search_rslt_oktava_241781_4 diese für die Overheads genommen, gefallen mir eigentlich ganz gut.

    Wenig Übersprechen von Snare etc auf OHs? Vielleicht steht ich mit der Meinung alleine da, aber ich finde OHs und Raum Mikros sind ziemlich wichtig für den Sound des kompletten Sets, nicht nur für den Blechkram.
     
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  7. Mtree

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    Erstellt: 07.02.18   #7
    Noch eine Anmerkung von mir:
    Gerade für Musikstile wie Metal sind die Overheads nicht so wichtig für den Gesamtsound des Sets. Insbesondere, wenn der Raum sowieso nicht gut klingt. Overheads bilden das Set nicht natürlich ab. Raum Mikrofone hingegen schon, allerdings will man dort mehr den Raum als das Set einfangen. Lohnt sich auch nur bei einem guten Raum. Klingt der Raum nicht gut, können (u.U. auch noch unpassend ausgewählte und ausgerichtete) Raum Mikros sogar kontra-produktiv sein. Da ist es dann besser, im Mix mit einem guten Faltungshall für die Simulation des Raums zu arbeiten.
     
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  8. Astronautenkost

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    Erstellt: 07.02.18   #8
    Ich würd auch mal die Thomann-Hauns als Overheads in Erwägung ziehen. In meinen Ohren den Oktavas überlegen. Das Metall wird definierter dargestellt.

    [​IMG]
     
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  9. Sebi Knetzgore

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    Erstellt: 07.02.18   #9
    Boah Krass das ging aber schnell, vielen Dank für die Zahlreichen Antworten. :great:

    Das SM58 soll definitiv auch nur übergangsweise hergenommen werden, habs vergessen mit hinzuschreiben. für die Overheadabnahme nutze ich aktuell noch ein altes Großmembran, leider auch ein sehr günstiges Thomannteil das nimmt die Snare allerdings fast identisch laut wie die Becken auf, daher auch die Anmerkung mit wenig übersprechen :D

    Opus an der Standtom werde ich mal ausprobieren.

    Aktuell werde ich eh nur Probemitschnitte machen, d.H. die Tommikrofonierungen gehen bis besseres da ist so noch in Ordnung, das EM700 und Opus hatte ich nur mit reingeschrieben, weil ich genügend Kanäle am Interface habe und die Spuren zur Not halt einfach nachträglich abschalte.
    Generell sind aber für die Zukunft auch anständige Tommikros geplant.

    Mir ist nach meinen t.bone Erfahrungen nur wichtig, dass ich nicht wieder irgendeinen kram kaufe den man weder vernünftig nutzen, noch am Gebrauchtmarkt verticken kann. die t bone habe ich mir halt vor ewigkeiten gekauft als ich es nicht besser wissen wollte :D

    Bassdrum:
    das Beta 52 gefällt mir ganz gut, hatte bisher nur das Audix D6 am Schirm, dank Youtube hatte ich da jetzt auch diverse Direktvergleiche, das könnte es tatsächlich werden ;-)

    Zwecks Overheads:
    ich hab online jetzt ein Video mit den AKG C1000s im Vergleich zu diversen anderen Overheads gesehen und muss sagen, dass mir die ziemlcih gut gefallen. Gibts da noch mehr Leute die das nutzen? bin da jetzt nur etwas verunsichert, da es mir gänzlich unbekannt ist und scheinbar eher für andere Anwendungen genutzt wird.

    Zur Raumakustik kann ich noch nichts sagen, wir müssen den Proberaum räumen und der neue ist noch nicht fertig. Größe ist laut Plan 22m² (knap 6*4 Meter) Deckenhöhe etwas über 2,5 meter. ja und dann halt noch was wir an Dämmung und so reinbauen.



    Grüße Sebi
     
  10. Astronautenkost

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    Erstellt: 07.02.18   #10
    Die AKG C 1000 sind halt die ersten billigen Kleinembrankondensatoren von AKG gewesen, für Leute denen die C 451 unerschwinglich waren. Mittlerweile sind sie in der vierten Überarbeitung zu haben.
     
  11. Mtree

    Mtree Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.18   #11
    Wie gesagt, das ist vor allem Sache der Ausrichtung und des Mixes. Wenn man die Overheads vom Recording bis zum Mix gezielt für die Becken bzw. für die Crashbecken nutzt, wird man die Snare dort ziemlich weit runter kriegen. Im Mix geht das z.B. mit EQing und Lautstärke Automation. Andy Wallace automatisiert die Overheads z.B. bei Crashbecken Anschlägen um einige dB lauter. Mach ich auch meistens. Wenn man dann noch mit einem Low-Shelf großzügig Tiefmitten rausdreht, stehen die Einzeltrommelspuren wie aus dem Ei gepellt da. Dann werden allerdings gute Raumspuren bzw. Simulationen wichtig.

    Guter Ansatz. Schaden kanns nicht. Kleiner Tipp: Becken klingen am Rand meistens am weichesten und unaufdringlichsten. Richtmikrofone (Niere) haben On-Axis meistens den ausgeprägtesten Höhen-Anteil, insbesondere im erweiterten Höhenbereich, wo vor allem Hi-Hats zu Hause sind.

    Sennheiser e604 oder e904 ;)

    Hier mal ein brauchbares Vergleichsvideo (bei 2:30 gehts los):


    Hier noch ein brauchbares Vergleichsvideo. Hier sind Neumann KM184 Referenz:


    Mein Urteil: Raum Mikros kannst du dir sparen ;)
     
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  12. Sebi Knetzgore

    Sebi Knetzgore Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.18   #12
    Jo das mit den Kickdrums ist echt nicht leicht, aber ich denke es wird entweder Audix oder Beta 52a.

    Bei den Overheads find ich die Neumann echt geil, aber preislich komm ich da mit den Berlinern nicht zam, das ist mir zu viel fürs Hobby :D
    Allerdings ist die Auswahl da echt schwierig.

    auf jeden fall schonmal vielen Dank für die vielen Info jetzt muss ich mal grübeln was es werden soll ^^
    --- Beiträge zusammengefasst, 07.02.18, Datum Originalbeitrag: 07.02.18 ---
    wie sehen eigentlich die Erfahrungen mit Großmembranmikros als Overheads aus? das hab ich auch ab und an schon gesehen, ist sowas generell auch eine Option oder ist das eher eine kompromissbehaftete Lösung wenn nichts anderes da ist?
     
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  13. Mtree

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    Erstellt: 07.02.18   #13
    Ich sags mal so: die Qualitäten und Klangeigenschaften von Großmembran-Kondensator Mikros werden bei Overheads nicht unbedingt gebraucht.
    Bei schlechten Räumen mit geringer Deckenhöhe sind Kleinmembran-Kondensator Mikros sowieso die bessere Wahl, weil sie eine bessere Richtwirkung haben und off-axis (zur Decke gerichtet) nicht so viel einfangen.

    Also es ist sehr üblich, KMK Mikros als Overheads zu benutzen. Am besten gleich mit einem Stereopaar ;)

    Die Wahl der Mikros ist Budget- und Geschmackssache. Ich bin bei Oktava MK-012. In dem Video ist auch schön zu hören, wie "blechern" und "scheppernd" die Rode NT-5 klingen. Da kommen die MK-012 schon eher in die Nähe der Neumanns.
     
  14. Sebi Knetzgore

    Sebi Knetzgore Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.18   #14
    jo das leuchtet ein. d.H: wenn man ein Großmembran nehmen wollte, dann eines das mit Nierencharakteristik ausgestattet ist, richtig?
     
  15. Astronautenkost

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    Erstellt: 07.02.18   #15
    Die Hauns sind für Overheads ein guter Kompromiss, wenn es für die Neumann nicht reicht. Du kannst, wenn mal was sein sollte, auf den Service in Obrigheim zugreifen. Kleinmembrankondensatoren haben den Vorteil durch die geringere Masse der Membran schneller zu sein und sie verfügen über eine bessere Rückwärtsdämpfung (180 Grad) sowie grund sätzlich ein unverfälschteres ansprechen offaxis (außerhalb der Besprechachse). Prinzipiell lässt sich aber auch mit Großmembranern an den Overheads sehr gut Aufnahmen machen. Du kämst aber z.b. mit 2 AT 2035 Einsteiger GMKs auch nicht günstiger weg. In meiner optimalen Drummikrofonierung kämen bei mir zwei U 67 zum Einsatz. Aber da würde ich die BD auch mit dem U 47 fet abnehmen ;-)
     
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  16. Mtree

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    Erstellt: 07.02.18   #16
    Für Overheads, ja. Für Raum Aufnahmen eignet sich Kugel Charakteristik aber meistens besser ;)

    Ich sehe bei dir aber keinen Grund, GMKs als Overheads zu benutzen. Das lohnt sich vielleicht, wenn man wirklich hochwertige GMKs benutzt, die dann aber auch ein paar Mille kosten. Für 300-400€ bekommst du ein solides KMK Pärchen. Wie gesagt, ich empfehle Oktava MK-012. Die Meinungen gehen da aber weit auseinander. Die MK-012 haben jedenfalls die unaufdringlichsten Höhen in dieser Preisklasse. Alle anderen vergleichbaren Mikros haben, soweit ich das bisher gehört habe, schärfere und aufdringlichere Höhen.
    Ein bisschen Höhen anheben macht sich bei Drums sowieso gut, bei den Trommelspuren mehr als bei den Becken. Wenn man auf den Overheads dann noch, wie ich oben beschrieben habe, Tiefmitten rausdreht und auf der Drums Summe zusätzlich noch etwas Höhen anhebt, bleiben die Becken mit den Oktavas trotzdem "cremig", während bei anderen das Scheppern und "Brizzeln" erst richtig zum Vorschein kommen würde.

    Aber wie gesagt, die Meinungen gehen diesbzgl. weit auseinander. Es gibt viel Material im Netz. Hier ein sehr aufschlussreicher Test mit Hörbeispielen von über 40 Kleinmembran-Kondensator Mikros:

    https://www.bonedo.de/artikel/einze...einmembran-kondensatormikrofone-komplett.html

    Oktava MK-012:
    https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/oktava-mk-012-msp6-test.html

    https://www.thomann.de/de/oktava_mk_01201_mkiimatched_pair.htm
     
  17. Sebi Knetzgore

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    Erstellt: 07.02.18   #17
    Das mit den GMKs war nur zum nachvollziehen, meine Frau hat ein Rode NT2, d.H. sowas brauch ich mir nicht auch noch zulegen, ging da wirklich nur ums Verständnis, bzw. wenn es da entscheidende Vorteile gegeben hätte, dann hätte ich mir halt noch ein NT2 zugelegt und bei bedarf das Zweite von meiner Frau geliehen ;-)
     
  18. Mtree

    Mtree Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.18   #18
    Das NT2 mit Kugel Charakteristik könntest du aber (möglichst weit weg vom Drumset) mal als Raum Mikrofon ausprobieren, wenn du genug Kanäle über hast. ;)
     
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  19. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 07.02.18   #19
    Hallo,

    ...und immer wieder gerne empfohlen:



    Auch die weiteren Folgen der Reihe lohnen sich...

    Die Oktava MK012 passen am Schlagzeug schön, die klingen recht "erdig". Ich habe allerdings auch schon mit Audio Technica 4035SV (...etwas ältere Großmembraner) gute Erfahrungen als Overhead machen können. Sicherlich alles auch eine Frage des gewünschten Sounds...

    Viele Grüße
    Klaus
     
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  20. Sebi Knetzgore

    Sebi Knetzgore Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.18   #20
    Werde ich auch nochmal probieren. Bisher hab ich es nur für Mono-Mitschnitte der gesamten Probe genutzt, das war ok, mehr aber nicht, liegt aber vermutlich an der schlechten Akustik im Proberaum (16m², niedrige Decke, Quadratisch, etc) sollte dann aber im nächsten raum nicht mehr so das Problem sein, der hat eine bessere Geometrie und die Decke ist auch höher.
    --- Beiträge zusammengefasst, 08.02.18, Datum Originalbeitrag: 08.02.18 ---
    Ja cool, das Video ist definitiv interessant, werde ich mir am Wochenende alles mal reinziehen. der Trick mit der Schnur beim Glyn John Setup zur Mikropositionierung ist zwar sau simpel, aber einfach umzusetzen und war mir bisher nicht bekannt :great: ich denke diese Glyn John technik werde ich mal antesten, das kann ich, wenn auch mit Einschränkung dass ich aktuell kein vernünftiges Kick und kein vernünftiges zweites OH mikrofon im neuen Proberaum gleich mal antesten, evtl. hab ich bis dahin zumindest ein Kickmikro, das muss ohnehin noch her.

    --- Beiträge zusammengefasst, 08.02.18 ---
    Nachdem hier gerade so viel Hilfestellung geleiste wird mag ich mich nochmals bedanken, das bringt mich definitiv insgesamt ne ganze Ecke weiter, ich hoffe das ist jetzt nicht zu Off-Topic, aber ich habe einen Grundriss vom neuen Proberaum (Bezugsfertig voraussichtlich ab Mai)

    Hat jemand evtl. ne empfehlung wo das Drumset idealerweise geparkt werden kann?
    Ich habe im Grundriss 3 Punkte eingezeichnet, Rot, gelb und Grün, der Drummer würde jeweils immer Richtung Mitte des Raumes schauen. bei welchem Farbpunkt würdet ihr das Drumset aufstellen?

    Der Raum ist 22m² groß und es müssen noch Gitarren und Bassboxen von 2 Bands rein, ebenso eine Gesangsanlage.

    Grüße Sebi

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