Klangunterschiede zwischen verschiedenen Bauformen beim Cello?

von UnpluggedErrors, 04.02.16.

  1. UnpluggedErrors

    UnpluggedErrors Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.16   #1
    Hallo

    Ich habe mal eine Frage:

    Welche Klangunterschiede ergeben sich grundsätzlich zwischen den folgenden Cellotypen, oder sind es Bauformen?

    Stradivari
    Guarneri
    Montagnana

    Es ist mir klar, dass es zudem absolut individuelle Unterschiede zwischen Celli gibt. Aber ich würde gerne wissen, ob man ganz grob etwas zu den grundsätzlichen Klangeigenschaften sagen kann.
     
  2. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service HCA

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    Erstellt: 04.02.16   #2
    Hi UE,

    nein, kann man nicht.

    Die Ausarbeitung von Decke und Boden, die Einstellung über Stimmstock und Steg,
    die Wahl des Holzes und die individuelle Verarbeitung macht hier die Musik.

    Ein Modell hat in einer mittepreisigen Liga überhaupt keine Aussagekraft.
    Das Modell wird erst interessant, wenn wir hier in der "Oberliega" herumsuchen und selbst dort,
    gibt es gewaltige Überraschungen.

    cheers, fiddle
     
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  3. UnpluggedErrors

    UnpluggedErrors Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.02.16   #3
    Hallo fiddle

    In deiner Erklärung lese ich, dass es bei höherpreisigen Instrumenten also schon einen gewissen Einfluss hast. Im Moment rede ich aber auch von Cellos in einer Klasse um die 10.000 Euro.....

    Vielleicht magst du ja doch nochmal erklären wie es sich bei höherpreisigen Instrumenten auswirkt. Die individuellen Unterschiede einzelner Instrumente lasse ich, wie ich bereits eingangs schrieb, mal aussen vor.
     
  4. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service HCA

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    Erstellt: 07.02.16   #4
    Hi Unplugged Errors,

    ein Monagnana-Modell hat eine deutlich ausladendere und voluminösere Form, als alle anderen Bauformen.
    (es ist auch schwierig für sowas nen passenden Kasten zu bekommen..)

    Hier kann man sagen, daß von der Bauform her am meisten Potential im Volumen drin ist.
    Wenn ich mich nicht täusche, dann hat Heinrich Schiff ein Montagnana.

    Ich möchte aber nochmal betonen:
    Die Bauform ist zweitrangig.
    Entscheidend ist das, was man nicht sieht - was der Geigenbauer in der Ausarbeitung daraus macht!

    cheers, fiddle
     
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  5. UnpluggedErrors

    UnpluggedErrors Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.02.16   #5
    Hallo fiddle

    Danke für deine Antwort. Ich habe mir das schon so gedacht. Werde demnächst mal 3 verschiedene, handgebaute Modelle bekommen um es dann "live" auszuprobieren....Der "individuelle" Faktor jedes einzelnen Instrumentes bleibt natürlich. Aber letzten Endes soll es ja auch einfach gefallen, egal was es für eine Bauform ist.
     
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