Klangveränerung durch Neulackierung der Decke?

von think.funny, 11.12.07.

  1. think.funny

    think.funny Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.08.03
    Zuletzt hier:
    22.04.16
    Beiträge:
    1.227
    Ort:
    wo's am schönsten ist ;)
    Zustimmungen:
    13
    Kekse:
    3.013
    Erstellt: 11.12.07   #1
    Hallo,
    meine Taylor 414 hat am vergangenen Wochenende bei einem Gig, einen erheblichen Lackschaden an der Decke genommen. Mir wurde vom Fachhändler geraten, die Decke komplett abschleifen zu lassen und neu zu lackieren. Dabei muss der Steg entfernt und wieder aufgeleimt werden.

    Ich stehe der Sache mit Skepsis gegenüber. Der Originallack ist sehr hart, hält idR. heftigere Stöße ab und ist evtl. ausgeklügelt, mit einer ganz bestimmten Dicke aufgetragen, um genau den bestmöglichen Klang zu erzielen.

    -Wer hat Erfahrungen gemacht, was das Resultat von einer Neulackierung betrifft?
    -Wo wurde die Reperatur ausgeführt?

    Was ratet ihr mir? :(:confused:

    Grüße,
    think
     
  2. peter55

    peter55 A-Gitarren, Off- & On-Topic Moderator HFU

    Im Board seit:
    29.01.07
    Beiträge:
    49.171
    Ort:
    Urbs intestinum
    Zustimmungen:
    11.959
    Kekse:
    196.435
    Erstellt: 11.12.07   #2
    Hi think,

    ich teile deine Skepsis. Natürlich ist eine solche Schramme in der Decke etwas, was einem körperlich wehtut (jedemal, wenn man sie sieht ... ) aber sie beeinflußt nicht den Klang des Instruments (sofern es nur eine oberflächliche Schramme und keine Delle in der Decke ist). Das Entfernen des Stegs, das Abschleifen und Neulackieren stellt in meinen Augen einen erheblichen Eingriff in die "Gesundheit" der Gitarre dar. Wenn mir so etwas bei einem hochpreisigen und geliebten Instrument passieren würde, würde ich auf jeden Fall zusehen, daß das eine vom Hersteller autorisierte Fachwerkstatt bzw. ein (sehr) guter Gitarrenbauer durchführt. Ich habe einmal in meinem Musikerleben die Decke einer Akustikgitarre (meine alte Framus Texan) reparieren lassen - die Gitarre war auf die Ecke von Zarge und Decke gefallen und die Decke war richtig gebrochen an dieser Stelle. Die Bruchstelle wurde von einem Gitarrenbauer (?) geleimt, das Instrument ist seit dieser Zeit leider akustisch mehr oder weniger "tot" ...

    Mein subjektiver Rat: versuche, mit der Schramme zu leben ... Menschen bekommen im Lauf des Lebens auch Schrammen und werden dadurch nicht weniger liebenswert.

    Greetz :)
     
  3. think.funny

    think.funny Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.08.03
    Zuletzt hier:
    22.04.16
    Beiträge:
    1.227
    Ort:
    wo's am schönsten ist ;)
    Zustimmungen:
    13
    Kekse:
    3.013
    Erstellt: 11.12.07   #3
    Hi Peter,
    danke für dein Mitgefühl ;)... es ist halt echt ärgerlich, aber das mit den Schmerzen sehe o. empfinde ich nicht. Ich sag mir eher, es ist "nur" 'ne Gitarre. Schlimmer wäre eine gebrochene Hand und auch da gibt es wiederum viel Schlimmeres... :)

    Ja, das sage ich mir auch...

    Die Adresse wäre der Taylor-Vertrieb, die angeblich auch gute Reperaturen durchführen. Aber wie du das auch siehst, ich befürchte, sie ist anschließend nicht mehr das, was sie mal war.:(

    Mir ist auch bekannt, dass ein Bruch in der Decke der Tod des Instrumentes ist. Aber ein wirklich ausgezeichneter Handwerker bringt das wieder hin. Nur wer ist ein solcher Könner?

    Ich wäre dankbar, wenn jemand eine sehr gute Empfehlung abgeben könnte.

    Naja, wenigstens gehört der Schaden kaschiert.

    Ich bin mal mit meiner Flamenco-Gitarre am Türgriff angedonnert, als ich zum Telefon hasten wollte... das war eine ähnliche Macke, die von einem Schweinfurter Gitarrenbauer überpinselt wurde... da gings allerdings um einen niedrigeren Wert.

    Über weitere Statements sich freuend,
    think
     
Die Seite wird geladen...

mapping