Korg CX-3 (analog) für 195€ – Schnapper oder Briefbeschwerer? (Drawbar-Problem)

  • Ersteller LustigePerson
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Ich würde den Fehler auf der Platine KLM-245 suchen. Eingang-Ausgang IC 1 4558 prüfen. und weiter mit FET F1. Dort auch die Spannung an dessen Gate checken. Evtl. auch mal um das IC 7 4069 prüfen, das für die Ansteuerung des F1 zuständig ist. Und hier kann man dann GEZIELT den einen oder anderen Elko tauschen.
Also um erst mal das Drawbar Problem anzgehen, folgende Ergebnisse zu KLM-245:
IC 1 (4558):
  • Pin 4: Masse (0V, stabil)
  • Pin 8: Versorgungsspannung (11,7V, stabil)
  • Pins 1, 2, 3: 5,7V (stabil)

IC 7 (4069):
  • Pin 7: Masse (0V, stabil)
  • Pin 14: VSS (11,7 V, stabil)
  • Pin 8 (Steuerung): * Preset-Modus: 11,7V
    • Drawbar-Modus: Springt bei Tastendruck auf 0V, wandert dann innerhalb von 2 Sekunden wieder zurück auf 11,7V.
  • Wenn ich Pin 9 messe (IMHO der eingang des invertrs für Pin 8) springt er beim Druck auf Drawbars GANZ kurz hoch (3-4 V, aber das ist nciht sauber messbar) und geht wieder auf 0, hier fließt also Spannung über das Multimeter ab, die Messung hilft wohl kaum
  • Wenn ich PIN9 manuell auf 11,7V lege (Brücke zu PIN 14) bleibt der Ton da.

FET F1 (2SK30A):
Gate: 5,7V (stabil)

Ich hatte es nicht explizit erwähnt: die LED des Drawbar Schalters faded zusammen mit dem Ton weg.

Ich habe jetzt irgendwie die Ecke um C41 (Folienkondensator) und R106/107 im Verdacht. in der Ecke sieht aber ncihts sehr oxidiert etc aus, so dass ich kein direktes Anzeichen für Kriechstörme oder so sehe.


=======================

Den Percussion Bereich (IC5) habe ich auch noch aml angeguckt.

Die Percussion 2 2/3' zeigt ein sehr instabiles Verhalten. Meistens glimmt die LED nur schwach und der Schalter zeigt keine Funktion. Nach dem Messen war die Funktion oft komplett weg. Direkt nach dem Einschalten der Orgel hat sie zwischendurch aber auch schon mal korrekt funktioniert (obwohl der Schalter auch dann keine Reaktion zeigte, ich glaube ich hatte aber auch shcon gemessen, evtl. habe ich also was berührt). Die Percussion 4' scheint logisch korrekt zu schalten.

Hier sind die Messwerte aller 14 Pins von IC 5:

Versorgungsspannung: Pin 14 = 11,8 V | Pin 7 = 0 V
PinZustand / AktionMesswert (V)Kommentar / Besonderheit
1​
Taste Perc. 2 2/3' drücken0 -> 0,1 bis 0,4 VGanz kurzer Impuls, schwer messbar
2​
Ruhezustand11,45 VKeine Reaktion
3​
Ruhezustand11,45 VKeine Reaktion
4​
Ruhezustand0 VKeine Reaktion
5​
Taste Perc. 4' AN0 -> 11,3 V11,3 V statt 11,8 V
6​
Taste Perc. 4' AN11,8 -> 0 V
7​
-0 VMasse (stabil)
8​
Ruhezustand0 VKeine Reaktion
9​
Ruhezustand11,3 VImmer 11,3 V (nicht 11,8 V), Keine Reaktion
10​
Taste Perc. 4' AN0 -> 11,8 V
11​
Taste Perc. 4' AN11,8 -> 0,3 V0,3 V statt 0 V
12​
Taste Perc. 4' AN11,8 -> 0,3 V0,3 V statt 0 V
13​
Taste Perc. 4' AN0 -> 11,75 V
14​
-11,8 VVersorgungsspannung (stabil)


Zu Rotary bin ich jetzt noch nicht gekommen, da scheint ja auch an IC 7 zu hängen, auch wenn ich die BEschriftung im plan dort leider kaum entziffern kann.

Und an euch Alle nochmal @hervshahn, @löwenzahn, @.Jens, @FZiegler, @Jenzz: 1000 DANK für eure Hilfe!
 
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Hast Dir wirklich viel Mühe gemacht.

Leider geht aus dem Schaltplan keine Pinbelegung hervor.. Egal. Erstmal.

Die Taster scheinen zu arbeiten. Versorgungsspannung auch ok. Schon mal gut.

Da mit nix besseres einfällt und bevor man ewig herumsucht, würde ich mal die Elkos C29, 46, 47, die Dioden D12,13, 27, 28, 29, 32 und die 4069 (IC 5 und 7) (wenn möglich bitte Fassungen verwenden) tauschen. Wenn man eh am Bestellen ist, würde ich auch mal 3 FET´s mitbestellen.

Michael
 
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Kleines Update: C29, 46, 47 habe ich getauscht, die hatte ich da. Dioden habe ich auch da, aber die Messung am Board hat bei den genannten und allen in der Umgebung ergeben: sperren sauber. IC7 scheint mir der heiße Kandidat zu sein. An Pin 8 bekomme ich eine ganz kurze Mini-Spitze von <1V und Pin 1 hat ~200 Ohm gegen Erde (Pin 7). Ich wüsste nicht, wie die „außenrum“ zustande kommen sollten, und vermute, der ist hin.
Ich werde mal zwei neue ICs bestellen und sicherheitshalber noch zwei bis drei 2SK30 FETs. Werde die ICs dann auf Sockel, die ich da habe, bringen und hoffe, dass es dann geht.
Die gute Nachricht ist aber:
Alle Funktionen bekomme ich (vermutlich) ans Laufen, wenn ich die entsprechenden Pins an den ICs manuell „auf Level“ ziehe.
Pin 9 IC7 auf 12V -> Drawbars
Pin 4 IC7 auf 12V -> Rotary Fast
Bei IC5 ging auch Percussion 2 2/3" irgendwie mal; vermutlich kam ich irgendwo dran, das habe ich nicht mehr gecheckt.
Leider muss ich hier abends immer alles wegräumen. Ich melde mich, wenn alles da ist. ;)
 
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So, Ersatzteile kamen, ich werde heute mla die ICs raus nehmen und gegen neue (in Socklen) tauschen und dann mal schuane ob das hilft, oder b noch weitere Elkos etc getauscht werden müssen.

Eine Sache bei der ich aber noch eure hilfe brauchen könnte: Direkt als ich die orgel aufgemacht habe fiel mir auf, dass wohl mla jemand, eher unschön, ein neues Netzkabel angelötet hat. Dies elötstellen wollte ich sauber noch mal neu machen. Allerdings frage ich mich, ob a Trafo der falsche Abgriff genutzt wird.

Früher war die Netzspannung ja etwas niedriger und ich habe hier 3 Abgriffe:
Unten rechts kommt netz an und geht direkt weiter zum Trafo, unten links auch, von dort geht es über die sicherung zum schalter und von dort auf den Ornagen leiter zum Trafo.
Wenn ich jetzt zwischen Gelb/Orange/Braun und jeweil schwarz mese sehe ich folgende widerstände (v.l.n.r):

Gelb: 390 Ohm (Vmtl. für 240V?)
Orange: 345 Ohm <-- Da hänge ich dran (Vmtl. für 220V?)
Braun: 78 Ohm (vmtl. für 100/110V? Ich vermute dickerer Draht daher der niedrige Widerstand)

Müsste ich bei unseren modernen 230V+ Netzen ggf. an Gelb? Ich habe zwar 12V auf der Platine gemessen, aber ich will sicher gehen dass der Spannungsregler nicht latent überlastet wird.
Ich messe ~30V nach dem Trafo zwischen den jeweiligen aueßnabgriffen und je 13V zum mittleren Abgriff. Das klingt für mich erst mal gut, bei aktueller Netzspannung von 227V.
 

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UPDATE:

IC7 & IC5 getauscht (und vorher ja schon C29, 46, 47).
Und ich kann verkünden: Operation Erfolgreich, Patient lebt!
Die Orgel funktioniert einwandfrei! 🥳


Ich habe jetzt keine weiteren Elkos, FETs oder opAMPs getauscht, Frage ist ob das auf Grund des alters klug wäre. Ich habe auch noch PET kondensatoren als Ersatz für C41 & co mitbetsellt, aber das lasse ich jetzt mal in Ruhe.

Der Einzige Moment, in dem ich kurz mal in den Kühlschrank schreien musste: Ich habe extra Präzissionssockel mitbestellt und beim Zusammenbau fiel auf: Die sind zu hoch mit dem IC und die Platine passt nicht mehr richitg rein. Also IC7 wieder ausgelötet und direkt auf die Platine gesetzt.

Danke für eure Hilfe, ich würde mich noch freuen wenn jemand einen Gedanken dazu teilen kann, ob ich den Netzstrom an die 390 Ohm Windung anschließen sollte.
 
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Ehrlich gesagt würde ich da primärseitig nicht rumpfuschen, wenn nicht 100% klar ist, wie die Wicklungen liegen. Wir haben schon zig Jahre 230V, und wenn die Orgel jetzt läuft: so lassen. Don't fix it when it ain't broken.

Die Spannungsregler haben ja offenbar schon einige Zeit überlebt, es sind sekundär die Spannungen alle korrekt, und was schlimmstenfalls passiert (IMHO) ist, dass irgendwann einer der Linearregler ersetzt werden müsste. Ich würde es definitiv so lassen.
 
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Ehrlich gesagt würde ich da primärseitig nicht rumpfuschen, wenn nicht 100% klar ist, wie die Wicklungen liegen.
Guter Punkt, sollte ich Sie noch mal aufmachen könnte ich es testweise wechseln, denn der abgang ist per Stecker angeschlossen. Wenn ich den löse besteht keine Gefahr für die orgel selbst. Aber so lange es läuft sollte alles passen, denke ich
 
Die DIN EN 50160 erlaubt eine Toleranz der Spannung von +-10%.
Da sollte alles passen, wenn nicht gerade der obere Toleranzwert erreicht wird.

Elektrische Grüße

Wolfgang
 
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Die DIN EN 50160 erlaubt eine Toleranz der Spannung von +-10%.
Guter Punkt, ich habe mich ahlt nur gefragt: Waren die Geräte vor über 40 Jahren auch darauf ausgelegt und "schont" es die Elektrik nciht mehr den 240V anschluss zu nehmen, so es denn einer ist. Aber auf der anderen seite sieht die Spannung hinter dem Trafo für den spannungsregler ja ok aus.

Ich frage mich nur trotzdem was die bieden ICs gekillt hat.
 
Die ICs mag das schiere Alter gekillt haben oder ein einmaliger Äußerer Einfluss. Sowas passiert...

Da ist auch viel CMOS verbaut in der Kiste, vielleicht hat das mal jemand mit ESD nicht so penibel genommen und hat so die ICs gegrillt.

Bevor ich mir die Frage stelle, ob 1979 schon Geräte auch für +-10% ausgelegt hat, würde ich mich eher fragen, ob damals schon jemand in prophetischer Weitsicht da einen 230V-Anschluss vorgesehen hat. Ich glaube eher nicht...
 
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Bevor ich mir die Frage stelle, ob 1979 schon Geräte auch für +-10% ausgelegt hat, würde ich mich eher fragen, ob damals schon jemand in prophetischer Weitsicht da einen 230V-Anschluss vorgesehen hat. Ich glaube eher nicht...
Das glaube ich nicht, was ich aber sehr wohl glaube ist, dass der Trafo für die damaligen 100/110 Volt Netze ins Asien/Nordamerika, 220V Netze in Kontinentaleuropa und das 240 V Netz in UK ausgelegt war. Denn das dürften die relevanten Märkte gewesen sein.

Und wenn ich zwischen 220 und 240 V wählen könnte würde ich denken dass man mit 240 "sicherer" fährt.

Aber wenn ich das richtig sehe ist die Meinung eher: Sollte passen, wovon ich grundsätzlich auch ausgehe.
 
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Ich hab aus Spaß nochmal die KI gefragt (Gemini). Der sieht das auch so, dass es wahrscheinlich eine 240V-Wicklung für UK damals gab (hat sich gerade mit der letzten Antwort überschnitten). Und Gemini empfiehlt dann auch, diese Wicklung jetzt zu benutzen.

Nun muss man dazu natürlich im Hinterkopf haben, dass auch die KI sich irren kann. Das Service-Manual schweigt sich leider dazu aus. Insofern liegt es evtl doch nahe, es zu probieren. Aber grundsätzlich tendiere ich eher zu "don't change a running system". Zumal die wirklich schwer zu beschaffenden Ersatzteile SM 304/5 nicht gefährdet sind, sondern wenn dann 08/15 Spannungsregler...
 
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Hier wurde gemessen und braun war wohl in Japan verdrahtet und Gelb scheint in der Tat für 230V zu passen.
Dort wurden aber 16V aus den 230 V (bin aber nicht sicher ob direkt hinter dem Trafo, oder dem Gleichrichter was besser passen würde), ich hatte bei 227 V ja 13 Volt gemessen je Seite (hinterm Trafo). An einer "längeren" Wicklung müsste die Spannung ja noch weiter sinken. Ich denke Mal der Regulator kommt um ehrlich zu sein auch so klar. Nach Gleichrichtung und Siebung werden da ja so ca 27V raus kommen, was für den 7812 ja passen sollte.

Wenn ich Mal Langeweile habe, messe ich es vielleicht mal explizit, man kann den Transformator wie gesagt leicht Abkommen zum Messen.
 
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Freue mich, dass die Orgel wieder läuft.

CMOS IC´s gehen nur noch ganz selten durch statische Aufladungen vor oder beim Einbau kaputt. Im Gegensatz zu den frühen CMOS IC´s hat man später Schutzdioden hinzugefügt. Aber die Dinger gehen einfach mal so kaputt. Isso.

Wegen der primärseitigen Verdrahtung des Netztrafos:

Viele Exportmodelle wurden mit 110V, 220V und 240V Primärwicklungen ausgestattet. So ziemlich sicher auch hier.

Ich neige eher dazu, wenn eine 240V Wicklung vorhanden ist, diese auch zu nutzen. Je weniger der Spannungsregler herunterregeln muss, umso besser. Auch wenn er noch ein wenig von seinen Maximaldaten entfernt ist.

WAHRSCHEINLICH ist der gelbe Draht die 240V Wicklung. Man könnte den probehalber anschließen und mit einem Variac die Netzspannung vorsichtig hochregeln und dabei paralllel die sekundärseitige Trafospannung messen. Alternativ die sekundärseitogen Kabel ablöten.

Michael
 
Alternativ die sekundärseitogen Kabel ablöten.
Gar nicht nötig, wie gesagt es gibt eine Steckverbindung direkt hinter dem Trafo wo man super messen kann. Daswäre also easy. Ich müsste aber eigentlich mal messen was hinter dem Gleichrichter raus kommt, nicht dass das zu knapp wird.

Und danke für den Rest des Beitrags.
 
Wenn Du die Sekundärseite abziehst, bedenke die höhere sek. Leerlaufspannung des Trafos wegen fehlender Last (Orgel) bei Deiner Messung.

Natürlich kann man ein Auge auf die Eingangsspannung am Spannungsregler haben. Ich denke, wenn Du die 240V Wicklung wählst, wird die DC Spannung am Input des 78xx Reglers um ca. 3V sinken. Die verminderte DC Spannung sollte dicke reichen.

Michael
 
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Update: Ich habe noch mal gemessen und bin auf den gelben Abgriff gewechselt. Vorher kamen am Spannungsregler 7812 20,8V an, jetzt noch ca 18,6V. Der Regler kommt mit beidem klar und liefert 11,8V stabil, aber so läuft er etwas kühler, was ja zumindest mal nicht schaden kann.
 
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Danke für die Rückmeldungen. So macht Helfen einfach Freude.

Herzlichst

Michael
 
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