Korg OASYS: Immer noch hochwertige Alternative zum KRONOS?

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Tolayon
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Mit dem Kronos hat Korg sich ohne Zweifel selbst übertroffen und einen gleichermaßen preiswerteren wie auch in der Ausstattung überlegenen Nachfolger zu seinem einstigen High-End-Flaggschiff auf den Markt gebracht.
Dementsprechend ist der OASYS auf dem Gebrauchtmarkt in der Basisversion schon für knapp über 2100 Euro zu haben, so dass man, sofern man nicht nur 61 Tasten braucht, auch als "Otto Normalverbraucher" in den Genuss einer Multi-Synthese-Engine in einem hochwertigen Gehäuse kommen kann.

Denn genau diese Verarbeitung ist es auch, was den OASYS selbst heute noch attraktiv erscheinen lassen dürfte. Der Kronos sieht dagegen mehr aus wie ein aktualisierter Triton in Schwarz mit riesigem Display (irgendwo muss die Preisersparnis ja auch herkommen).
Hinsichtlich der Hardware habe ich in den ersten Tagen des Kronos zudem gelesen, dass gerade die 88er Tastatur anfangs einige Macken hatte (Noten wurden bei einmaligem Anschlagen doppelt getriggert). Dass etwas Vergleichbares beim OASYS oder auch nur M3 vorgekommen ist, daran kann ich mich nicht erinnern.

Wenn wir uns jetzt mal 10, 20 oder gar 30 Jahre in die Zukunft begeben, wer glaubt ihr wäre dann noch eher in aller Munde, der inzwischen schon wieder "altbackene" OASYS oder doch der aktuelle Kronos?
Hätte der OASYS wegen seiner zur damaligen Zeit einzigartigen Ausstattung und der wertigen Bauweise vielleicht sogar die Chance, in der Retrospektive zu einem Fairlight/ Synclavier des frühen 21. Jahrhunderts zu avancieren?
 
Eigenschaft
 
Wenn wir uns jetzt mal 10, 20 oder gar 30 Jahre in die Zukunft begeben, wer glaubt ihr wäre dann noch eher in aller Munde, der inzwischen schon wieder "altbackene" OASYS oder doch der aktuelle Kronos?
Auf jeden Fall der Oasys, einfach weil er zu seinem Erscheinen eine Art Kuriosum war, in Sachen Ausstattung und Preis (ob er es wert war, ist ja bis heute umstritten). Der Kronos dagegen ist im Prinzip dasselbe, nur ohne ein paar "Luxus-Features", dafür günstiger und moderner.
Hätte der OASYS wegen seiner zur damaligen Zeit einzigartigen Ausstattung und der wertigen Bauweise vielleicht sogar die Chance, in der Retrospektive zu einem Fairlight/ Synclavier des frühen 21. Jahrhunderts zu avancieren?
Definitiv nicht. Oasys, Kronos und alles ähnliche sind viel zu sehr eine Art "Best-of" der letzten Jahrzehnte Keyboardgeschichte, die aber keinen eigenen Charakter mitbringen. Und das meine ich bei weitem nicht so negativ wie es klingt.
Um in den nächsten Jahrzehnten das zu werden, was Fairlight oder Synclavier heute sind, müsste eine Workstation oder ein Synthesizer neues gegenüber allem bisher dagewesenem haben, nicht nur vorhandenes in neuer und besserer Form bieten. Spontan fällt mir der Hartmann Neuron ein, der hätte so etwas werden können wenn er nur fehlerfreier, robuster und "benutzbarer" geworden wäre. Ansonsten hatten wir hier im Forum schon einmal eine Diskussion darüber, welche der heutigen Geräte in ein paar Jahrzehnten als Klassiker gelten werden und das Fazit war damals soweit ich mich erinnere recht ernüchternd.
 
In 30 Jahren wird weder der Oasis noch der Kronos lauffähig sein.

Grund dafür ist einfach, dass beide ein PC-Mainboard verbaut haben und dieses garantiert keine 30 Jahre hält. Wenn man mal in der Comptertechnik ein paar Jahre zurückschaut, dürfte klar sein, dass es dafür dann auch keine Ersatzteile mehr gibt.

Gruss,

M
 
Auf jeden Fall der Oasys, einfach weil er zu seinem Erscheinen eine Art Kuriosum war, in Sachen Ausstattung und Preis (ob er es wert war, ist ja bis heute umstritten). Der Kronos dagegen ist im Prinzip dasselbe, nur ohne ein paar "Luxus-Features", dafür günstiger und moderner.
Ist wohl vergleichbar mit einem Kurzweil K2500XS, der in Vollausstattung alleine vom Preis her zu der Zeit jede workstation um Längen getoppt hat. Alleine daher hält er sich ziemlich lange, und ich muss auch sagen - zu recht. Kann er doch mit seinen Nachfolgern auch nach 10 Jahren immer noch Schritt halten.ö Mir gefallen auf dem K2500 viele Sounds besser als auf dem PC3, obwohl sie deutlich kleinere Samples als Grundlage nutzen, und auch die Effektgeschichte, selbst mit KDFX noch ein Witz ist, gegenüber dem was beim PC3 möglich ist. Es ist aber u.a. auch die Ausstattung, die manche Leute heute noch gern mit dem Teil arbeiten lassen. Welche Workstation hat den schon 8 separate Ausgänge, die zudem noch als Inserts genutzt werden können, um externe Effekte einzuschleifen? Mal ganz davon abgesehen, dass die Qualität, die Kurzweil damals gebaut hat in meinen Augen unübertroffen ist. Da klappern keine Tasten, Regler und Taster funktionieren wie am ersten Tag, und ich hab in 10 Jahren bei zwei K2500, die ich besitze noch nicht einen Ausfall gehabt.
 
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