Latenz mit Scuffham S-Gear?

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Mr. ES-333
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Hallo lieber Mitmusiker,

seit Jahren pflege ich mein Feierabendblueserdasein und spiele gerne abends eine Runde über mein Interface (ein altes Focusrite Scarlett 2i2), über unseren etwa 8 Jahre alten iMac sowie Scuffham S-Gear. Mir gefällt der Sound gut, ebenso der reduzierte Ansatz, da ich nicht viele Sounds nutze. Ich habe nun an den Einstellungen gedreht, weil ich mal sehen wollte, was noch rauszuholen ist. Im Endeffekt bin ich bei einer Latenz von 6,9 ms gelandet. Nach meiner Rechnung ist das in etwa so wie 3-4 Meter neben einem echten Amp zu stehen. Ist das noch vertretbar oder sollte ich beispielsweise mal über ein neues Interface nachdenken? Mir geht es darum, dass ich mir durch jahrelanges Spielen mit zu hoher Latenz kein ‚Timingproblem‘ antrainiere, falls ich doch noch mal auf einer Jamsession oder in einer Garagenband lande.

Freue mich über Tipps.
 
Ich hätte es ähnlich formuliert, war aber zu faul. Deswegen habe ich meine neue Freundin gefragt ... ;)

Um Plugin-Latenz zu minimieren, ist oft ein neuerer Rechner mit schneller CPU und mehr RAM wichtiger für die allgemeine Performance, während ein hochwertiges Interface mit Thunderbolt/schnellem USB und gutem ASIO-Treiber die Latenz direkt beim Abhören reduziert, aber ein besserer Rechner ermöglicht niedrigere Buffer-Sizes; idealerweise verbessert beides die Situation, aber ein starker Computer ist die Basis für niedrige Latenz bei vielen Plugins.
Wann ein neuer Rechner besser ist:
  • Viele CPU-intensive Plugins: Wenn dein aktueller PC bei vielen Plugins an seine Grenzen stößt (starke Auslastung), hilft ein schneller Prozessor und mehr RAM, um die DAW-Engine effizienter laufen zu lassen und niedrigere Buffer-Sizes zu ermöglichen.
  • Stabile Treiber: Ein modernerer Computer unterstützt oft aktuellere und bessere ASIO-Treiber, was die Latenz verbessert.
Wann ein neues Audio-Interface besser ist:
  • Interface-spezifische Latenz: Manche Interfaces haben von Haus aus schlechte Treiber (besonders ältere USB-Geräte), selbst wenn der PC schnell ist.
  • Direkt-Monitoring: Ein gutes Interface bietet Direct Monitoring, um das Eingangssignal ohne Umweg über den PC abzuhören (nahezu null Latenz).
  • Schnelle Anschlüsse: Thunderbolt-Interfaces bieten in der Regel die geringsten Latenzwerte, gefolgt von schnellen USB 3.0/USB-C.
Die optimale Lösung:
  1. Starker Rechner als Basis: Investiere zuerst in einen leistungsstarken PC (schnelle CPU, genug RAM).
  2. Hochwertiges Audio-Interface: Ergänze dies mit einem Interface, das gute, dedizierte ASIO-Treiber und schnelle Anschlüsse (Thunderbolt/USB 3+) hat (z.B. von Marken wie RME, die für niedrige Latenz bekannt sind).
Fazit: Ein neuer Rechner gibt dir mehr Spielraum für die Software, während ein besseres Interface die Übertragungsgeschwindigkeit von und zum PC optimiert. Beides trägt zur Minimierung der Latenz bei, aber ein starker Rechner ist die wichtigste Voraussetzung, um überhaupt niedrige Latenzen mit Plugins erreichen zu können
 
@Mr. ES-333 :
mit 6,9ms Latenz wird m.E. kein Timingproblem antrainiert. Timingproblem hat man erst, wenn man sich hinter statt vor den Zug wirft😎
Im Orchester sitze ich zuweilen locker 20m von einigen KollegInnen entfernt mit denen ich auf den Punkt die Einsätze bringen muss, nicht wirklich ein Problem…
Klar kann neues Equipment helfen -boisdelac hat das ja schon gut ausformuliert- aber ich hab neben meinem StudioMac auch noch ein olles MacBook (ich glaube von2018), das mit einer Focusrite Scarlett2i2 (auch nicht das jüngste Modell) noch wacker S-Gear abliefert, ohne dass ich mich bei schnellen Läufen selbst überhole…..übrigens für mich eine der besten Softwarekäufe der letzten Monate…..für mich sound-und latenzmäßig deutlich besser als die „neuen“ Amps von Universal Audio, die leider -trotz meines Apollo Interfaces - nicht in den latenzfreien Slot des UA Mixers gepackt werden können.
 
Kritisch für eine extrem niederige Latenz sind vorallem 2 Dinge
- Treiberqualität des Audiointerfaces
- Optimierung des Systems für Audio Produktion

6,9ms Latenz finde ich jetzt auch nicht so schlecht, aber das ist noch Luft nach oben, vielleicht kannst du ja auch noch 2-3ms rauskitzeln, wie niedrig hast du die Buffersize im Audiotreiber eingestellt und kannst du auch noch eine Stufe runter (32samples oder auf 64 samples) ?

Geräte wie Kemper und Axe FX, aber auch die UAFX Amp Modeller Pedale laufen alle im Bereich ca 3ms Latenz, und die werden ja als Referenzklasse gehandelt
 
Vielen dank schon einmal für die hilfreichen Antworten. Ein neuer Mac scheidet leider finanziell aktuell aus…

Einen Treiber habe ich nie installiert. Das war mit dem Interfface eher Plug and Play. In der Software ist der Buffer schon maximal niedrig eingestellt…

Ich hatte mich gefragt ob ein externes Pedal wie UAFX oder das neue Valeton GP-50 überhaupt niedrigere Latenzen bringen würde, wenn ich es doch wieder durch das olle Interface und iMac schicke?
 
Schnelle Anschlüsse: Thunderbolt-Interfaces bieten in der Regel die geringsten Latenzwerte, gefolgt von schnellen USB 3.0/USB-C.
es kommt aber immer auf Treiberqualität an
RME bietet bei normalem USB Anschluss schon super geringe Latenzen, weil sie einfach die besten Treiber weit und breit haben, und das selbst bei recht alten Geräten.

und das alte Firewire Protokoll war megagut in Sachen Latenz und Perfomance.
mein 19" Universal Audio Apollo das früher auf Firewire lief, aber mittlerweile auf Thunderbolt, hatte ich mit Firewire eine bessere Latenz und Performance, als nun mit Thunderbolt, und das aber nur weil UA den WindowsTreiber für ihre Apollo Linie leider sehr stiefkindlich betreut, da wäre noch mehr drin, (siehe RME) aber wenn der Hersteller selber nicht will, was soll man machen.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ich hatte mich gefragt ob ein externes Pedal wie UAFX oder das neue Valeton GP-50 überhaupt niedrigere Latenzen bringen würde, wenn ich es doch wieder durch das olle Interface und iMac schicke?
ein guter und wichtiger Punkt,
du mußt es dann im Interface über Direkt Monitoring abhören, dabei treten so gut wie keine zusätzlichen Latenzen auf, das Signal wird quasi nur durchgeschliffen.
Wenn du nun aber im Rechner Effekfe und EQ und Kompressor etc anwenden willst, sieht die Sache anders aus, dann kommt zu den 3ms Latenz das zb ein UAFX Pedal hat, natürlich noch die gesam Latenz deines Computersystems dazu.. da ist man dann vielleicht sogar schnell über den jetzigen 6.9ms
 
Direct Monitoring läuft dann aber nicht über das Plugin im Rechner. Das heißt, der Sound ist absolut clean oder genau der Sound, der aus einem davor geschalteten Hardwaremodeller wie z.B. dem GP-50 kommt. Wozu (außer zum Einspielen von Backing Tracks oder eventuellen Aufnahmen) braucht man dann überhaupt einen Rechner. Mit einem Valeton GP 50 könnte man sogar vom Handy über Bluetooth Backing Tracks einspieln. Dann brauchts noch nicht einmal einen Rechner. Die Stromversorgung erfolgt dann einmal über GP-50-Akku und den Handy-Akku. Wobei man beim GP-50 allerdings auch schon mit einer Latenz von rund 5ms rechnen sollte. So schießm man sich wieder ins Bein.
 

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