Line out Pegel anpassen

Hoaxel
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Ich überlege, ob es nicht eine elegante Lösung wäre, den Lineoutpegel bei denABC und M100 Orgeln so zu verringern wie es beim 122er gemacht ist, GG gegeneinander mit Poti runterzuregeln und eine abzugreifen. Bei einem als kleinem externem Amp umgebauten AO 49 hab ich das mit gutem Erfolg ausprobiert. Gäbe es Einbußen im Klangverhalten? Axel
 
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löwenzahn
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Servus Axel,

Einbußen im Klangverhalten gibt es mit der 122er Eingangstufe nicht und man kann das auch so machen. Eine Signalwelle wird halt gegen Masse kurzgeschlossen, wenn man den Monoklinkenstecker hineinsteckt.

Für einen unsymmetrischen Line Out rege ich an, einen G Ausgang und Masse zu nehmen.

Michael
 
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Eine Signalwelle wird halt gegen Masse kurzgeschlossen, wenn man den Monoklinkenstecker hineinsteckt.

Für einen unsymmetrischen Line Out rege ich an, einen G Ausgang und Masse zu nehmen.

Michael

Verstehe nicht ganz. Eine Signalwelle gegen Masse kurzschließen gibt Kurzschluß und geht gar nicht. Oder meintest Du nach 10K? Wie soll dann die Schaltung aussehen?
Ich überlege, ob es nicht eine elegante Lösung wäre, den Lineoutpegel bei denABC und M100 Orgeln so zu verringern wie es beim 122er gemacht ist, GG gegeneinander mit Poti runterzuregeln und eine abzugreifen. Bei einem als kleinem externem Amp umgebauten AO 49 hab ich das mit gutem Erfolg ausprobiert. Gäbe es Einbußen im Klangverhalten? Axel
Axel, was ist ein AO-49 ? Ich kenne AO-29 und AO-67. Und wo wären beim AO-29 bzw. AO-67 G-G Ausgänge?
 
.Jens
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Eine Signalwelle gegen Masse kurzschließen gibt Kurzschluß und geht gar nicht. Oder meintest Du nach 10K? Wie soll dann die Schaltung aussehen?
Eine symmetrische Verbindung hat ja zwei Signale (eins davon invertiert). Wenn man sowas - wie oft üblich - als TRS rausführt und dann dort ein TS-Kabel einsteckt, dann hat man nur noch eine unsymmetrische Verbindung - und typischerweise ist dann sind dann R und S kurzgeschlossen.* Das heißt, man sollte in so einem Fall dafür sorgen, dass man den Ausgang ggf. nochmal kurzschlussfest puffert statt einfach nach einem Spannungsteiler rauszugehen.

* Bei den meisten modernen Geräten mit symmetrischem Ausgang ist das aber eben kein Problem. Obwohl das invertierte Signal gg. Masse kurzgeschlossen ist, liefert Masse gegen positives Signal immer noch ein sauberes Signal.
 
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Eine symmetrische Verbindung hat ja zwei Signale (eins davon invertiert). Wenn man sowas - wie oft üblich - als TRS rausführt und dann dort ein TS-Kabel einsteckt, dann hat man nur noch eine unsymmetrische Verbindung - und typischerweise ist dann sind dann R und S kurzgeschlossen.* Das heißt, man sollte in so einem Fall dafür sorgen, dass man den Ausgang ggf. nochmal kurzschlussfest puffert statt einfach nach einem Spannungsteiler rauszugehen.

* Bei den meisten modernen Geräten mit symmetrischem Ausgang ist das aber eben kein Problem. Obwohl das invertierte Signal gg. Masse kurzgeschlossen ist, liefert Masse gegen positives Signal immer noch ein sauberes Signal.
Danke, Jens. Nun ist die Hammond kein "modernes Gerät" und einen der symmetrischen Ausgänge auf Masse zu legen, hat die Röhrenendstufe bzw. der AÜ nicht so gern, weil das Signal von einem AÜ mit Mittelanzapfung generiert wird, und eine Windung würde dann einfach kurzgeschlossen, deshalb fragte ich, wie der Schaltplan aussehen solle.
 
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Gerade beim AÜ sollte das doch sogar fast noch am einfachsten sein, wenn da eine Hälfte fehlt. Korrigiere mich, aber da sollte sich doch dann sogar die sonst übliche Halbierung des Pegels selbst kompensieren, oder nicht?

Der Röhrenamp davor kann jedenfalls mit Kurzschluss besser umgehen als wenn er ohne Last läuft ...
Beitrag automatisch zusammengefügt:

PS mit dem Hinweis auf modernes Gerät wollte ich nur darauf hinaus, dass es eben mitnichten so ist, dass ein "halbseitig kurzgeschlosses" symmetrisches Signal dann gar nicht mehr funktioniert.

Ob das jetzt hier im konkreten Fall so empfehlenswert ist, dazu müsste man sich sicher vorher nochmal gemeinsam über den (angedachten) Schaltplan beugen, da gebe ich dir Recht.
 
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Gerade beim AÜ sollte das doch sogar fast noch am einfachsten sein, wenn da eine Hälfte fehlt. Korrigiere mich, aber da sollte sich doch dann sogar die sonst übliche Halbierung des Pegels selbst kompensieren, oder nicht?

Verstehe jetzt nicht, was Du mit "Halbierung des Pegels selbst kompensieren" meinst.
Du hast bei G gegen Masse natürlich die Hälfte dessen, was Du bei G gegen G hast.
Aber beim "auf Masse legen" des einen G kompensiert sich da nix. Im Gegenteil, der noch offene G geht dann zusätzlich in die Knie, weil die Stufe gegen den Kurzschluß arbeitet.

Ich nehme für galvanisch entkoppelten und brummfreien Lineout immer (oder oft) einen 1:1,1 Leslie-Kit Trafo /der Faktor 1:1,1 kompensiert die Trafo-Verluste). Habe noch kein vergleichbares Modell im Handel gefunden (man könnte den Trafo einer DI-Box nehmen). Das geht dann auch mit den Lautsprecherausgängen einer M-100.

Die G-G Ausgänge kommen bei den B/C/A-100 Orgeln aus dem AÜ des AO-28, getrieben von einer 12BH7-Hälfte im Class-A Betrieb. Der AÜ kann ohne Last prima arbeiten, ist aber ausgelegt für 600 Ohm Ausgangsimpedanz. Und das einfachste ist natürlich, nur einen G-Ausgang und Masse zu nehmen für den Lineout, wie es auch immer gemacht wird, wenn es richtig gemacht wird. Ich störte mich nur am "an Masse legen des anderen G-Ausgangs", was einfach falsch ist (siehe in der Skizze unter "AUA"). Und weil die Eingangsschaltung des 122er Lesies als "Vorbild" hinzugezogen wurde vom OP, war ich da auf die Schaltung gespannt.
 

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Ach so, ich denke daher rührt das Missverständnis. Es war IMHO nicht so gedacht, dass der eine G gegen Masse kurzgeschlossen werden sollte, sondern es wird ein symmetrischer Lineout statt eines unsymmetrischen angestrebt.

Frage war dann nur, was schlimmstenfalls passiert, wenn dann da mal jemand an der Buchse unsymmetrisch mit einer Monoklinke abgreift. In dem Fall würde dann eine Seite kurzgeschlossen - Frage ist nun wirklich, wie dramatisch das ist. Hier liegt ja noch nicht wirklich Leistung an, und gegen hochohmige Eingänge dahinter sieht dann der AÜ in jedem Fall mehr als 600 Ohm. Das sollte nach meinem Verständnis nicht so tragisch sein.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

PS: der Kurzschluss wäre ja auch dann nicht da, wo du ihn eingezeichnet hast (das wäre in der Tat evtl böse für den AÜ), sondern an der Ausgangsbuchse, d.h. hinter dem Poti und dem Entkoppel-C. Notfalls spendiert man am Poti noch einen passend dimensionierten 1k in Serie, damit auch bei voll aufgedrehtem Poti kein kompletter Kurzschluss vorliegt.
 
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PPS: und weil ein ungewollter harter Kurzschluss der Wicklung nicht gut ist, deswegen schrieb ich ja auch weiter oben schon:
Das heißt, man sollte in so einem Fall dafür sorgen, dass man den Ausgang ggf. nochmal kurzschlussfest puffert statt einfach nach einem Spannungsteiler rauszugehen.
Das wäre dann die sauberste Lösung.
 
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Entschuldigung für späte Antwort. Ja, nach den 10k Widerständen wird das Signal kurzgeschlossen. Wie es Jens sehr gut erklärt hat.

Michael
 
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Dann wäre die "kleine" Lösung, den 10k-Potis noch einen 1k in Reihe zu spendieren, der im Zweifel die volle Leistung abkann, die der AÜ liefern kann (1/4W wird wahrscheinlich knapp, wieviel genau müsste man mal rechnen). Dafür hat man bei Rechtsanschlag nur ca 90% des Pegels, was aber für einen Line Out immer noch dicke reichen sollte.

Die ganz saubere Lösung wäre dann statt dessen ein Buffer aus zwei OpAmps, die das symmetrische Signal erstmal Puffern und gegen Kurzschluss absichern. Das kann man ggf. ganz einfach lösen mit einer aktiven DI-Box die man per Netzteil aus der Orgel direkt versorgt, wenn man ein Modell findet, das ohne Pad auch symmetrischen Linepegel ausgibt.
 

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