Live Beatboxen -> Feedback -> Kopfhörer?

von guitarfreak-b., 27.03.17.

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  1. guitarfreak-b.

    guitarfreak-b. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.17   #1
    Hallo :)

    Ich habe mal eine Frage, auf die mir das Internet bisher keine Antwort bieten konnte:

    Die Situation: Ich mache in meinem Soloprojekt Musik mit einer Loop-Station. Dazu loope ich Beatbox-Beats ein (mit einem Sennheiser 945) und spiele dann Gitarrenspuren drüber usw.

    Das Problem: für den typischen Beatboxsound umschließt man mit der Hand die Kapsel des Mikrofons, was wiederum die Feedbackanfälligkeit drastisch erhöht. Zuhause ist das kein Problem, aber live ist die Lautstärke ja meistens höher.

    Was ich bisher recherchiert/probiert habe:
    Erst habe ich versucht, ohne abkapseln zu beatboxen. Allerdings konnte ich trotz (rudimentären) EQ den Sound nicht so einstellen, dass er mir wirklich gefiel (zumindest nicht so sehr, wie er mir vorher gefallen hat)
    Dann habe ich geschaut, wie das andere Loop-Musiker machen, die auch beatboxen (Rico Loop, Dub FX, Kawehi, Beardyman als er noch normale Mikrofone nutzte usw.). Die fassen auch alle an der Kapsel an... und haben offenbar keine Probleme mit Feedback.
    Dann habe geschaut, ob ich ein anderes Mikrofon kaufen sollte. Aber eigentlich ist das Sennheiser E945 ja schon eine gute, feedbackresistente Wahl gewesen.

    Meine Frage: Besteht die Lösung des Problems darin, live Kopfhörer zu nutzen?

    Was dafür spricht: Keine Monitore bedeutet weniger Feedbackanfälligkeit. Es strahlen ja keine Boxen mehr DIREKT auf das Mikrofon.

    Was dagegen spricht: die Anlage, die nach vorn ins Publikum strahlt ist live ja meist trotzdem laut und das Mikrofon nimmt durch das Abkapseln ja Sounds von allen Seiten auf. Indirekt schallen also die Reflektionen der PA trotzdem ins Mikrofon hinein.

    Ich muss dazu sagen, dass ich mit der ganzen Looperei noch nicht live gespielt habe. Die Gedanken sind also alle recht theoretisch. Aber es ist mir einfach wichtig, von Anfang an vernünftig auftreten zu können.

    Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand mit Erfahrung im Mixing helfen könnte. ich weiß ja, dass ich mich bei Mischern durch diese Mikrofon-Technik sehr unbeliebt mache, aber irgendwie gehts bim Beatboxen nicht anders... sollte es noch andere Lösungsmöglichkeiten geben, dann immer her damit :)
     
  2. Klangwerk Schwelm

    Klangwerk Schwelm Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.17   #2
  3. guitarfreak-b.

    guitarfreak-b. Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.17   #3

    Die beiden Threads habe ich bereits gesehen. Abgesehen davon, dass es dort auch ums Cuppen geht, haben die absolut garnichts mit meiner Frage zu tun :)

    Ich erkläre dir warum:

    1. In den Threads geht es um Metalsänger. Sprich, es geht ums Shouten, Growlen, Singen. Bei mir geht es ums Beatboxen. Das ist was völlig anderes. Da geht es nicht um Sprachverständlichkeit, sondern darum, ausschließlich mit Konsonanten Schlagzeugbeats zu imitieren. Das ist eine völlig andere Situation. Wie bereits gesagt: im Beatboxen ist es auch wesentlich weniger kontrovers zu cuppen.

    2. In de Threads wird die Frage ob Kopfhörer statt Monitorboxen helfen würden nirgends diskutiert. Und das ist ja meine Frage :D

    3. Die dort diskutierenden Leute spielen alle in einer Band. Ich spiele allein. Dadurch habe ich, abgesehen vom cupping für das Beatboxen, die komfortabelste Monitorsituation überhaupt. Ich muss kein Instrument auf der Bühne übertönen, da ich dem Mischpultman nur ein einziges Summensignal sende, in welchem ich selbst bestimme, wie laut und leise ein Instrument ist (mein Signalpfad: Gitarre/Mikrofon/Keyboard -> Mischpult -> Multieffektgerät -> Loopstation). In kleinen Locations könnte ich sogar ganz auf Monitorlösungen verzichten.

    Ist nicht böse gemeint, aber meine Frage führt sehr stark an den Threadinhalten vorbei

    Vllt. zur Verdeutlichung: in dem Video hier beatboxt der Künstler auch seinen Beat am Anfang (bei 0:42). Er cuppt und hat kein Feedback. Da will ich ebenfalls hin und ich frage mich, ob das durch In-Ear (bzw. Kopfhörer) erreicht wird oder ob da noch andere Tricks im Spiel sind.



    Hier nochmal das Gleiche mit einer anderen bekannten Loop-Künstlerin:



    Liebe Grüße
    Brian
     
  4. Mfk0815

    Mfk0815 PA-Mod & HCA Digitalpulte Moderator HCA

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    Erstellt: 28.03.17   #4
    Wird das Mikro nur zum Beatboxen verwendet oder auch zum Singen?
    Wenn ja, dann hilft es vielleicht ein zweites Mikro nur am Looper zu verwenden. Da kannst du am Monitor das Gesangsmikro optimal fürs singen (ohne cuppen) einstellen. Da das zweite nur in den Looper geht, ist dessen Pegel am Monitor weniger relevant.
    Ansonsten würde ich schauen ob man mit einem Filter am Monitor noch etwas Gain rauskitzeln kann, nur die Physik lässt sich halt nicht betrügen.
    Kopfhörer bzw. Inear wäre zwar eine Variante nur musst du halt selber wissen ob das zum Image passt oder nicht.
     
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  5. chris_kah

    chris_kah HCA PA- und E-Technik HCA

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    Erstellt: 28.03.17   #5
    So sehe ich das gerade auch.
    Das E945 kann man auch bis zu einer gewissen Lautstärke zuhalten, ohne dass was koppelt. Das kommt auf deine Bühnenlautstärke an. Ich könnte das in meinem Setup durch Cuppen nicht zum Koppeln bringen, aber wir haben auch eine moderate Bühnenlautstärke.

    Wenn du mit Loopstation eine Performance ablieferst, wirst du wohl eher nicht einen mörderlauten Drummer hinter dir haben, gegen den du anbrüllen musst (auch mit deinem Monitor).

    Ich sehe es eher als unkritisch an.
     
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  6. guitarfreak-b.

    guitarfreak-b. Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.17   #6
    Ich beatboxe damit tatsächlich nur! :)
    Die Variante mit zwei Mikrofonen habe ich schon öfter mal gesehen. Hab mir auch gedacht, dass das wohl daran liegt, dass man beim singen eben nicht cuppt und deswegen weniger Pegel hat. Wobei ich, wenn ich singen wollen würde, auch manuell den Pegel mit meinem kleinen Bühnenmischpult regeln könnte.

    Mein Hauptinstrument ist die Gitarre. Imagemäßig gibt's da auch nichts zu verlieren, bin sowieso kein Coolnesstyp :D

    Falls es hilft, poste ich mal einen Link zu einer Songskizze: https://soundcloud.com/brian-the-brain/idea-21032017-genre

    Wie ist das denn eigentlich: Gitarre und Mikrofon schicke ich VOR dem Looper in ein Mackie 402 VLZ 4. Da gibt es ja nun zwei Regler für die Lautstärke: Gain und Level. Was ist da die feedbackresistentere Variante: Viel Gain und wenig Level oder Wenig Gain und viel Level? (ist bestimmt eine Anfängerfrage, aber mit Mischen habe ich nur wenig Erfahrung :)). Bzw. gibt es da Faustregeln?



    Ah Danke, genau das war die Antwort, auf die ich gehofft habe! Moderate Bühnenlautstärke ist für mich nämlich überhaupt kein Problem :)
     
  7. chris_kah

    chris_kah HCA PA- und E-Technik HCA

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    Erstellt: 28.03.17   #7
    Zuwenig Gain -> zuwenig Pegel und es rauscht eher. Zuviel Gain -> es übersteuert.

    Den Gain dreht man so weit auf, dass das Signal auf maximal möglichen Pegel kommt, ohne zu übersteuern. Das heißt, man bleibt etwas von der Übersteuerungsgrenze weg. Das nennt man Headroom.
    Mit Level stellt man sich dann die gewünschte Lautstärke ein.

    Beim Mischpult macht man das nicht wie beim Röhren-Gitarrenamp (mit Gain den Zerrgrad einstellen und mit Level die Lautstärke anpassen). Da bleibt man unter der Übersteuerungsgrenze.

    Die erste Eingangsstufe ist in der Regel so gebaut, dass sie auch hoch verstärken kann, ohne viel Rauschen zu produzieren. Die weiteren Stufen fühlen sich eher bei hohen Pegeln wohl.
    Wird die Verstärkung erst am Ende gemacht, tragen diese Stufen in der Mitte (z.B. Equalizer) mehr zum Rauschen bei.

    Edit: die Feedbackneigung ist nur abhängig von der Gesamtverstärkung. Wie du die Verstärkungsfaktoren verteilst ist egal, solange du nicht ins Clipping gehst.
     
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  8. guitarfreak-b.

    guitarfreak-b. Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.17   #8
    Ah, ich verstehe!

    Vielen Dank für eure Hilfe! :)
     
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