Ma n Dämmvorschlag (Baumarktstyle)

ich führ den thread grad nochma ans tageslicht um ne "neue" variante zu präsentieren die ich mir grad in den kopf gesetzt habe.

die rohre im raum werden mit steinwolle und so ner folie (weiß net wie se heißt, ähnelt alufolie, is aber fest.. wird dafür glaub ich in der regel verwendet) ummantelt und dann kommt das eigentliche. es wird jetzt doch ein raum im raum gebaut, allerdings nicht mit der üblichen konstruktion aus spanholz und/oder rigipsplatten, sondern ich dachte da an was "massiveres".
ich hab vor die neue wand mit kartons (etwa wie ne pc-gehäuseverpackung) aufzuziehen die mit panzertape verstärkt und dicht gemacht sind, damit der sand der da reinkommt nicht rausrieselt. den klaren vorteil seh ich darin, dass man ne recht massive wand hat, die man auch leicht entfernen kann, falls man an eins der rohre dranmuss.
außerdem stell ich mir das von unten nach oben etwa so vor: |karton||brett||karton||brett||karton||decke
die bretter dafür, dass man da evt noch ne holzwand dranschrauben kann, ideellerweise über die fugen.
wie die decke dann allerdings genau aussieht weiß ich noch nicht genau. die liegt dann auf dem letzten karton oben und zwischen der eigentlichen decke und der neuen wird der zwischenraum mit steinwolle gefüllt, was mir aber nicht unbedingt schwer genug ist, allerdings halten die platten da oben auch nicht viel aus, also geht da wohl nicht viel.

meinungen, kommentare, morddrohungen und geldspenden bitte jetzt :)
 
Zur Decke. Auch bei mir tut eine Raum-in-Raum-Konstruktion ihren Dienst, übrigens durchaus mit Effekt. Auch mein Raum ist niedrig, die Konstruktion bietet etwa 3x4 Meter Platz. Das reicht für vier Menschen zum Proben, wenn man kuschelt auch für fünf. Und da ist auch ein komplettes Schlagzeug dabei!

Die Konstruktion ist frei stehend. Hierzu liegt ein Holzboden aus OSB-Platten auf Autoreifen. Die Platten sind einfach mit Teppich belegt. Auf diesen Platten sind dann auch Rahmenschenkel verschraubt und bilden das Gerüst für die Wände. Diese haben außen Rigips, nach innen hin Steinwolle, dann Teppich - mit langen Schrauben durch die Steinwolle in die Rahmenschenkel der Stützkonstruktion verschraubt.

Achso, ich wollte nur was zur Decke sagen ;-) Auf die Stützkonstruktion habe ich in Abständen wiederum Schenkel gelegt, über diese einen Teppich drüber gezogen - war ne scheiß arbeit. Auf diese Teppiche hab ich Steinwolle gelegt. Fertig. Ursprünglich wollte ich zur Sicherheit das ganze nach oben abhängen: 5cm außerhalb der Ecken Schwerlastanker in die Decke, Hakenlasche mit M10 rein, von der Lasche ne Bandschlinge lose zu der Stützkonstuktion - sollte verhindern, daß das ganze wie n Kartenhaus umfällt. Aber es steht so gut, daß ich das gelassen hab.

Zu den Effekten:
Es handelt sich um ein Reihenhaus mit durchgehender Bodenplatte in einer biederen Vorstadt im Rhein-Main-Gebiet. Hier schießen Nachbarn auf Katzen, einmal im Jahr gibt es Rundschreiben von der Stadt, daß Kinder nicht ohne weiteres auf den Wiesen spielen dürfen usw usw.
Getestet wurde durch Proben einer Rockband Sonntags ganztägig bis um 23:30h.
Ergebnis. Im Betrieb bekomme ich keine 100%ige Dämmung hin. Aber eine 80%ige. Im Haus hört man die Musik noch in Zimmerlautstärke, vor dem Haus - direkt vor Türe oder Fenstern - keinen Ton.

Schwachpunkte:
- Unter dem Schlagzeug hab ich dann später noch weitere Maßnahmen durchgeführt, weil die Bassdrum immer noch durchkam.
- Die Tür ist das größte Problem. Ich wollte eine große Tür, durch die man bequem Eqipment raus- und reinfahren kann. Also hab ich die aus Rigips selbst gefertigt. Das ist viel zu wenig. Mache ich aber den notwendigen schweren Aufbau an der Tür, so muß ich die ganze Türkonstruktion verstärken.
- An der Seite habe ich einen Kabelaustritt gelassen, über den lediglich Teppich drüber liegt. Da muß mehr ran, hier kommt zuviel durch.

Ansonsten, wenn Du nicht 100%ge Ruhe haben willst, sondern 80% auch reicht, kannst Du das verzweifelte suchen nach der letzten offenen Fuge auch lassen: Da geht schon was ;-)
 

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