Maximale/High-end Schlagzeug-/Studiokabine

von IsolatedFate, 04.06.08.

  1. IsolatedFate

    IsolatedFate Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.08   #1
    Servus,

    Ich lese mir seit gut einem halben Jahr ettliche Threats zum Thema Schallschutzkabinen, Gesangskabinen, Drumkabinen usw. durch. Was mir dabei auffällt ist, dass nahezu keiner die genauen Wirkungen von der Lautstärke und dem Trittschall beschreibt.
    Worauf ich hinaus will ist; ich wohne in einer sehr geilen Dach-Wohnung im zweiten Stock aus der ich eigendlich nicht raus will. Direkt unter mir sind weitere Mieter, und im Erdgeschoss ein Becker. Bisher spiele ich außerhalb der Öffnungszeiten des Bäckers eine Stunde am Tag Schlagzeug im Keller. Aus Aufnahmetechnischen und Bequemlichkeitsgründen und wegen der Tatsache das ich alles gerne direkt in meiner Wohnung haben möchte (scheiß Kabelkanäle durchs Treppenhaus und dann immer die Rennerei ;-)), bin ich am überlegen, ob es generell (!) möglich ist, jetzt mal ohne die Kosten zu betrachten, eine genügend große Kabine (mind. 2,50 lang x 2,50 breit x 2,00 hoch) zu bauen, die selbst im Obergeschoss meines Hauses keinen Lärm nach unten/außen dringen lässt. Unter anbetracht der tatsache das laut vielen Kommentaren in den oben genannten Threats nur Masse hilft, frage ich mich wie es z.b. die SAE Institute in Stuttgart schaffen, in einem vielstöckigen Bürogebäude Kabinen zu bauen, in denen den ganzen Tag so laut wie möglich gespielt werden kann, wenn darunter und darüber ettliche andere Büros, Versicherungen, Makler und so weiter sind.

    Meine konkrete Frage sollte vielleicht eher so aussehen:

    Ist es möglich eine Kabine mit den oben genannten Maßen so zu bauen, dass:

    a) man sie nicht fest in den Raum/die Wohnung integrieren muss und sie dadurch auch "mobil" bleibt (mit mobil meine ich wie gesagt eine eigenständige Kabine, egal wie lange man fürs ab-/und aufbauen benötigt)

    b) wirklich außerhalb der Kabine kein Krach über Zimmerlautstärke rauskommt, also das man auch noch Abends um 10 gemütlich ne runde Schlagzeugeln kann oder nachts um halb 4 mit Studiogästen Gitarren oder übelstes Geschrei aufnehmen kann, ...

    c) und das alles mit normaler Deckenhöhe von 2,50 - 2,60 m?

    Deshalb auch der Threattitel; Das Teil soll fürs Leben sein, das soll wirklich high-end sein, kann gerne auch +10.000 Euro kosten, aber bitte dann muss ich in jeder beliebigen Mietwohnung darin zu jeder Zeit alles machen können.

    Danke schonmal für Eure Überlegungen,

    /isolatedfate
     
  2. zionfan

    zionfan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.08   #2
    also gegen trittschall hilft nicht umbedingt masse sondern abkoppelung. d.h. du müsstest deine kabine schwimmend mit einem raum im raum konzept bauen. die wände und die decke der kabine sollten allerdings genügend masse haben.
    ich denke bei diesen finanziellen möglichkeiten ist es bestimmt möglich, solch einen raum zu bauen.
    willst du sie denn selbst bauen oder möchtest du sie bauen lassen - was für 10000 Euronen wohl drinnliegen würde...
     
  3. IsolatedFate

    IsolatedFate Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.08   #3
    Bevor ich irgendwelche Fehler mache die dann das Ergebnis der Schalldämmung beeinträchtigen, lasse ich das Teil lieber bauen..bin zwar handwerklich nicht unbegabt, aber bei so nem heiklen Thema mit Entkopplung und Akustik lass ich lieber Profis ran!

    Ich hab mitlerweile ne Anfrage bei Studiobox laufen, mal sehen was die dazu sagen - die sind auch ganz in meiner Nähe und da könnt ich sicher mal vorbeigehen und mir die Dinger anschauen; machen einen echt guten Eindruck auf mich.

    Also für das Geld müsst ich zwar mein Auto und viele anderen Sachen verkaufen :D aber das wäre es mir wert - ich hab kein Bock mehr auf Kompromisse und "ach hört man das nun?" oder "wie spät ist es, können wir noch..?".

    Nun mal ne andere Frage; reine Lautstärke in Form von Luftschall; wieviel DB ist da ungefähr Zimmerlautstärke? 30? 40? Bzw. wie laut ist Zimmerlautstärke überhaupt und wie laut ist ein Schlagzeug bzw. kann eines bei extremen Spielen werden? 100 db? Also rein auf den Luftschall bezogen, nicht Trittschall..
     
  4. J.B.Goode

    J.B.Goode Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.08   #4
    Hi Ich denke mit einem Eigenbau komms du viel günstiger weg und dass es schlechter von der Dämmung sein wird wage ich zu bezweifeln. Solltest du zudem (ev. über Kontakte günstiger an Material (Holz/ Schalldämmfenster/Tür)) kommen würrde ich aufjedenfall eigenbau empfehlen. Ich denke das Schwächste Glied in der Kette der Dämmung wird die Belüftung sein, denn die brauchst du aufjedenfall. Und wo eine Öffnung ist, kommt auch Schall heraus. Aber es gibt auch Dämmende Belüftungssysteme, diese Leiten den Schall/ die Luft u.a. über mehrere Ecken und verringern somit den Lerm.
     
  5. Donald1000

    Donald1000 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.08   #5
    Bitte tu uns das nicht an! Das schaut ja grausam aus ;-)

    Also ich sehe da nur das Problem mit dem auf und abbauen, ich meine wenn du so ne Kabine echt gut schallabdichten möchtest, ist auch masse gefragt! Schwere Platten; Feuerschutz Lärmschutztüre...
    Ich weiß zwar nicht warum du sie dauernd auf und abbauen möchtest, jedoch wenn du sie z.B an 2 Standorten bracuhst gehn sich mit 10000 euronen sogar schon 2 Stück wenn nicht 3, bei selbstbau, aus!

    Und zum Umziehen o.ä. kannste fast jede Kabine abbauen und wieder aufbauen. (Mussst halt schaun das du schrauben statt nägel verwendest ;-))

    Und ja noch ein Tip: Schau das du sie so groß wie möglich baust, denn nichts ist unangenehmer als eine zu kleine Kabine; Ich denke mal du willst da drinnen auch noch eine gscheite Akustik haben wenn du schon 10 000 Euro investierst und somit würd ich noch mal so mindestens 10 cm für akustikmaßnahmen auf jeder seite dazurechnen.

    Achja: Eigenbau kommt viel billiger, ist ja klar, individueller, da die meisten Firmen nicht sehr flexibel mit ihren Produkten sind;Eigenbau braucht jedoch zeit dich mit der materie auseinander zu setzen; am idealsten wäre ein Freund oder so der sich damit auskennt und dir dabei hilft; weil auch wenn du so viel geld hast würd ich den rest halt wo anders investieren! 10 mal gescheiter als irgendwelche arbeiter die 30 euro die stunde verlangen und "unabsichtlich" die Dämmwolle zwischen den Rigipsplatten vergessen einzubauen ;-)

    Achja noch was: Oft kann man sich mit solchen Firmen auch mal gratis bzw. gegen ein kleines entgeld zusammensetzen und die erklären dir welche Lösungen sie anzubieten hätten; lass dir das mal genauer erklären, dann weißt du schon mal in welche Richtung es geht;

    Bei fragen schreib mir einfach
    Mfg Lukas
     
  6. IsolatedFate

    IsolatedFate Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.08   #6
    Danke soweit für Eure Antworten

    Also wie gesagt, mit mobil oder auf-/und abbaubar meine ich lediglich, das sie nicht fest in die Wohnung integriert wird (einmauern) oder das man sachen an der Wohnung ändern müsste wie z.B. Fundament verstärken etc..und das eben auch nicht in einem Obergeschoss. Ich habe auch selbstverständlich nicht vor alle halb Jahr umzuziehen, aber sollte ich müssen, muss die Kabine das mitmachen ohne das ich n Kran-Führerschein machen muss :rolleyes:

    Wie oben gesagt, die Frage ist wie das mit der Masse aussieht. Nehmen wir an ich mauer mir so ne Kabine, richtig mit Ziegeln und Steinen, daszwischen Sand und jede Menge Hohlräume das ich aus nem 4x4 meter raum nen 2,5 x 2,5 m raum mache, das wird in einer Dachwohnung sicherlich nicht funktionieren, weil das die Statik nicht mitmacht. Also so denke ich zumindest. Wenn ich sehe das allein so ne Studiobox über ne Tonne wiegt, da sind 5-10 oder mehr tonnen für so ne massive Kabine sicherlich nichts...

    Ich habe mit der Firma Studiobox mal telefoniert und die meinten das man die tiefen frequenzen, egal mit was, kaum wegbekommt. Schon garnicht mit ner Holzkabine.

    [Quatsch Modus an] Wie wärs mit nem Vakuum? [Quatsch Modus aus] ;)
     
  7. Donald1000

    Donald1000 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.06.08   #7
    Also eine ganze Ziegelwand bauen ist aufwendiger und bringt weniger als ein paar rigipswände mit dämmmaterial, da die ziegel nicht mitschwingen und die platten schon..

    Ich würds so machen:

    Boden: Trittschalldämmung (darf die äusseren wände nicht berühren)

    Wände: 2fache Vorsatzschale: schaut folgendermassen aus:

    MOMENTANE MAUER / Luft ~ 10 cm / Rigips 2fachbeplankt / Mineralwolle 10cm / Luft 5cm/ Mineralwolle10cm /Rigips doppelt beplankt
    -> Das ganze wird auf Aluprofilen aufgebaut (i profile-in die Mitte komme die Mineralwolle rein und aussen drauf die Rigipsplatten)
    Und das rundherum,

    Decke würd ich einfach auf die seitenwände auflegen, bei der größe sollte das kein Problem sein;

    WICHTIG:1. GUTE TÜREN (erste Tür in die innere wand zweite in die äussere Wand eingebaut) Kaufen denn eine Konstr#uktion ist nur so gut wie ihr schlechtestes Glied...
    2. Schalldämmende Belüftung einbauen
    3. Nicht Pfuschen (Alles genau abmessen etc. ) Luftdicht abschliessen mit Silikon Acryl...
    3. Falls du noch Probleme mit Trittschall hast (Basedrum o. ä.) würd ich innen noch einen Podest bauen, der die Seitenwände wieder nicht berührt...

    Hoffe ich hab dir das halbwegs verständlich gemacht; ist somit eine Raum in Raum konstruktion; und ich denke mal wenn du das in dein Zimmer baust dürftest du mit deinen Nachbarn eigentlich kein Problem mehr haben, versprechen kann ichs aber nicht, da ich die genauen gegebenheiten nicht kenne...
     
  8. J.B.Goode

    J.B.Goode Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.06.08   #8

    Rigips ist zwar sehr angenehm zu verbauen, bringt aber wesentlich weniger Maße auf als z.B. MDF.
     
  9. gincool

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    Erstellt: 11.06.08   #9
    also zum sae ding: wir haben da schon aufgenommen und das is einfach ne raum in raum konstruktion mit 2 jeweils schallgedämmten türen.
    wenn du schon soviel kohle hast dürfte das aber kein problem sein (ausser vllt auf und abbau) schalldicht heisst halt in vielen fehlen alles verfugen usw.)

    ich würde auch mit doppelten wänden arbeiten. im baumarkt gibts spezielle holzplatten (ca 10cm dick) die schlucken ca 40db. aufbau für wand boden usw. sieht dann so aus:
    - normale wand
    - luft
    - holzplatte
    - mineralwolle
    - holzplatte
    - innen schaumstoff für die akkustik

    boden decke und wände haben exakt den aufbau. das ganze musst mit irgendwelchen winkelteilen verbinden bzw. den boden verstärken. bei der verbindung würd ich drauf achten lieber wenig und stabil als viel und weniger stabil (weniger trittschallübertragung)

    alternativ kannst auch deinen ganzen "würfel" aufhängen falls es das gewicht und die wohnung zulässt. paar träger wären gut aber das wird dann echt aufwändig ^^

    ansonsten die kabine normal nochmal vom boden entkoppeln.

    türen würd ich auf jeden fall 2 reinbaun und da richtig schwere nehmen bzw. spezielle türen für den zweck

    achja auch nicht vergessen: multicore gleich mitverlegen

    lüftung könnte ein problem werden die soll ja leise UND schalldämmend sein da würd ich bei ner firma anfragen weil das im eigenbau würde glaube ich nicht befriedigend genug

    achja: das problem seh ich hauptsächlich im trittschall. 2 bissl dickere holzwände mit wolle dazwischen schlucken schon locker 70-80db in den höhen und mitten. da biste dann bei ca 30-40db in der wohnung das is nen leises gespräch ^^ der trittschall kannst halt wirklich sinnvoll über entkopplung minimieren und das geht am besten mit aufhängen ;)
     
  10. IsolatedFate

    IsolatedFate Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.08   #10
    Vielen Dank für Eure Beiträge. Das sind schon sehr gute Angaben mit denen ich viel anfangen kann.

    Also ich bin grad am überlegen ob ich bezüglich des Trittschalls der Kickdrum nicht doch einen Kompromiss eingehen soll, der da wie folt aussieht; Kickdrum triggern, sprich bis auf die Kick n normales Akustik-Set und die Kick eben mit Meshfell. Ist die Frage ob der Trittschall, der ja das große Problem ist, wirklich nur von der Kick ausgeht oder ob Toms und Snare da auch eine Rolle spielen. Und wie sieht das mit Becken aus? Ich bin der Meinung dass die Becken mit unter das lauteste am Set sind (20" China haut rein wie Karls Kater) - nur sind das warscheinlich die Frequenzen die man nachher fast komplett weg bekommt - richtig?
     
  11. J.B.Goode

    J.B.Goode Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.08   #11
    Ricchtig, die Hohen Frequenzen lassen sich am einfachsten dämpfen. Das mit der Bass Drum Trigern ist eine sehr gute Idee finde ich, wenn man als Drummer mit einer getrigerten BD klarkommt. Aber es ist ja nicht nur der Trittschall der schlimm ist, sondern die tiefen Frequenzen. Wenn du als dir einen Fette Sub reinstellst um die BD wiederzugeben, dann kannst du gleich eine Akkuistische nehmen. Wenn du aber über Kopfhörer und Butt shaker (oder wiee die Dinger heisen) spielst, dürfte es einiges bringen.
     
  12. IsolatedFate

    IsolatedFate Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.08   #12
    Es geht was die Kickdrum angeht hauptsächlich ums Aufnehmen, aber da ich eh nur Metal und Rock produziere wird ne getriggerte für die meisten kein Problem sein. Monitoring ist in jedem Fall, egal ob jetzt mit oder ohne Trigger, über geschlossene Kopfhörer - also macht das schonmal kein Unterschied. Frage ist wie das mit tiefen Standtoms aussieht...weil Kick ist wirklich auch das äußerste der Gefühle was das Triggering angeht.
     
  13. gincool

    gincool Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.08   #13
    naja ne floortom hat auch gut bässe ^^ wenns dir hier um hiend geht machs richtig dann is au die bassdrum kein problem ^^
     
  14. roofonfire

    roofonfire Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.08   #14
    N´abend,

    wenn die Vorgabe lautet:

    dann: www.Studiobox, www.schallschutz-kabine (Desone). Schon wegen der Investitionssicherheit. Wenn Du plötzlich ein lcs-Syndrom bekommst und andere Interessen hast, dann hast Du kein totes Kapital, sondern eine marktfähige "Marke". Wenn es nach 6 Monaten in der Dämmung stockt, dann gibt´s Gewährleistung. Wenn der Lüfter ausfällt - Gewährleistung. Die Mobilität bekommst Du im Eigenbau nie so hin. Außerdem sehen alle, wirklich alle mobilen Kabinen im Eigenbau, besch.. bescheiden aus. Alle. Als Nicht-Handwerker wirst Du Dich im Eigenbau: Verletzen, bis zur Weißglut ärgern, über das gesprengte Budget wundern, mit dem Baulärm mehr Ärger bekommen als mit dem Musiklärm, eine Staublunge bekommen, die Freundin verlieren, den Innenraum häßlich finden, eine Schrott-Akkustik vorfinden, um den Spaß bringen.

    Ach ja, die Bassdrum wirst Du bei einer mobilen Kabine n i e auf Zimmerlautstärke bekommen, weder im Eigenbau noch beim Kauf der üblichen Sachen. Außer, Du spielst ppp und zwar mit Schaschlik-Spießen. Besen vielleicht, wenn du 60 % der Drahtborsten rausnimmst. Hot-Rods: Zu laut.

    Face Reality.

    Grüße
     
  15. pico

    pico HCA-Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 02.07.08   #15
  16. IsolatedFate

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    Erstellt: 04.07.08   #16
    Ich bin Raucher und hab keine Freundin :rolleyes:

    Ja Du hast schon Recht. Aber Du sagst selbst, die Kickdrum wird man nie auf Zimmerlautstärke bekommen und genau darum geht es mir aber. Wenn ich das nicht hinbekomme gibt's im Endeffekt ja nur zwei Möglichkeiten: Das Projekt verwerfen oder mit dem Kompromiss des Triggerns bei lauten Trommeln wie Toms und Kickdrum arbeiten. Ich weis aber jetzt schon das mich dieser Kompromiss nicht weiter bringt; denn irgendwann kommt der Zeitpunkt zu dem ich mit Natursounds arbeiten will und vielleicht auch muss...

    Ich hatte da eine ziemlich freaky Idee...wie wäre es mit einem Stahlgerüst (ähnlich einem Würfel) indem die Kabine aufgehängt wird. Sagen wir mal Stahlrohre mit 15 cm Durchmesser, doppelt verstrebt und verschweißt und in dem Gerüstwürfel hängt dann die Kabine an 4 oder mehr Stahlseilen. Problem, wenn die Kabine schon 2,5 m hoch ist, muss der Raum mindestens 3-3,5 m hoch sein damit genügend Platz für das Gerüst und oben und unten Luft ist. =K.O. Kriterium da es nicht in jeder Wohnung anwendung finden würde. Außerdem bezweifel ich irgendwie das so ein Gerüst eine Kabine mit einem Gesamtgewicht von 1,5 Tonnen halten kann wenn dann noch n Drummer drin rumtobt. Aber die Vorstellung ist schon geil..wenn der Drummer so abgeht das die Kabine hin- und herschwingt und dauernd gegen die anliegenden Wände kracht :D:D:D
    Oh man ich brauch Urlaub, n Psychologen oder vielleicht sollte ich einfach wieder mitm midi-keyboard drums aufnehmen ;)
     
  17. tfoal

    tfoal Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.08.08   #17
  18. wavey

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    Erstellt: 18.08.08   #18
    Ich war mehrmals in den Räumen von Studiobox und wollte mir genauso eine Box zulegen um immer unabhängig von der Zeit trommeln zu können. Ich muß Dich leider enttäuschen. Wenn Du wirklich Schlagzeug spielen willst (was ich bei Metal mal annehme) wirst Du es nie in einer Mietwohnung verwenden können. Solange Dir der Verkäufer vortrommelt denkst du, dass alles OK ist. Nimm Dir aber mal einen Kumpel mit und klär ab, wie laut er spielen soll, so laut eben wie Du, wenns mal abgeht... Da sieht die sache leider anders aus. Mir hat die Studiobox angeboten quasi 2 Boxen ineinander zu bauen (Kostenpunkt soweit ich mich erinnere 18k) was mir aber finanziell ein zu großes Risiko war. Außerdem hat es dann Probleme mit der Raumhöhe gegeben und ein richtiges Metalset mit 2 BDs hätten auch nicht mehr reingepaßt... Mein Fazit war dann, dass es eben nicht funktioniert. Daraufhin habe ich jetzt einen externen Proberaum und daheim ein E-Drumset...
     
  19. deschek

    deschek HCA PA & Mikrofone HCA

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    Erstellt: 20.08.08   #19
    Hi,

    ich fürchte Wavey hat Recht.

    Ich arbeite sehr viel im Bereich Raumakustik und kann bestätigen, daß man das bei deinen Vorstellungen einfach nicht realisieren kann.
    Um die BD usw wirklich so leise wie gewünscht zu kriegen, müsstest du mit mindestens 60-80cm Wand-Decken-Bodenstärke rechnen (egal ob Selbstbau oder professionelles Produkt wie von Studiobox) , bräuchtest also mindestens Raumhöhen von 3,20-3,50m, der Grundraum müsste mindestens 16-20qm nur für die Kabine bereit stellen - und die Tragfähigkeit des Bodens muß entsprechend hoch sein. Damit wärst du eigentlich schon auf Erdgeschoß eines Altbaus vor 1920 festgelegt oder auf ein umgebautes "Funktionsgebäude" wie Schule, Amt, Bahnhof, Fabrik- oder Werksgebäude.
    Unter bestimmten Voraussetzungen und mit gewissen Einschränkungen könnte zumindest die Bodenstärke noch reduziert werden - wenn unter dir niemand wohnt (noch besser das Haus nicht unterkellert ist) und der Boden ausgesprochen stabil und schwingungsarm ist. Aber das schränkt die Raumwahl auch extrem ein und müsste dann bei jedem Objekt neu geprüft werden, was die gewünschte Mobilität doch stark einschränkt... ;)

    Klar muß dir auch sein, daß praktisch jeder Auf- und Abbau die Funktion der Kabine in Mitleidenschaft ziehen wird (zumindest im geringen Maße, im schlimmsten Fall massiv) und kaum von einer Nichtfachkraft geleistet werden kann, weil es da einfach extrem viel zu beachten gibt und die Kabine durch die notwendige "kleinteilige" Modularbauweise sehr viel teuerer und schwerer wird als bei einem Fixbau.

    Der Versuch des eigenverantwortlichen Selberbauens (den ich normalerweise "gutheisse" und fördere) halte ich bei deinen Wunsch-Anforderungen für reine Geldverschwendung, sorry - wenn brauchst du jemanden mit dem entsprechenden Know-How und Mess- und Simulationsequipment, der dich detailliert einweist und deine Arbeit entsprechend kontrolliert und der schon im Vorfeld bei der Miet-Objektauswahl mitprüft und mitentscheidet.

    Ciao, Deschek
     
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