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90110n
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Hallo zusammen,
aktuell habe ich bei mir folgendes Equipment rum liegen:
- 2x AKG C 1000 S (Kleinmembran Kondensatormikro, Niere)
- 1x RODE NT1A (Großmembran Kondensatormikro, Niere)
- 1x Philips SBC ME570 (10+ Jahre altes dynamisches Stereo-Mikro, Kugel)
- 2x Zoom Rekorder (H5 und H1n, also genau die Rauschmonster leider... werden aber erstmal nicht ersetzt)
- 2x 2,5m hohe Stative + 1x 1,7m hohes Stativ mit 70cm Galgen (war beim RODE dabei)
- 1x Schwanenhals-Halterung (etwa 0,5-0,7m Länge, ist aktuell aus anderen Gründen bestellt, aber noch nicht hier...)
- obligatorischer Kabelsalat + XLR-Klinke Adapter mit Phantomspeisungs-Zwischenstecker für das Rode (bevor jemand frägt wie ich das am H5 oder H1n neben den AKGs betreiben möchte)
Ist alles also nur Heimstudio / Amateur-Equipment; die Aufnahme ist auch keine Auftragsarbeit für einen Kunden oder so, sondern nur Privat
Ich möchte trotzdem alles so gut wie mit dem Equipment möglich abgreifen, ohne etwas zukaufen zu müssen.
Nun folgende Problem-Situation:
Der Abzugreifende Chor steht in einer Kirche, und zwar NICHT vorne, sondern leider auf der zweiten Empore im hinteren Bereich - quasi direkt an der Brüstung.
Eine andere Platzierung im vorderen Bereich ist leider aus Platzgründen nicht möglich, daher hat man sich die letzten Jahre wohl immer dafür entschieden und ist dabei geblieben (kleiner Altarraum).
D.h. eine Aufnahme ein paar Meter vor dem Chor (oder gar per Overhead-Mikro) ist schwierig... Die Orgel steht hier leider ebenfalls mittig direkt an der Brüstung, wodurch ein Galgenstativ seitlich so weit weg stehen müsste, dass der notwendige Mindestabstand nicht erreicht werden kann in dem der Galgen einfach "über die Brüstung" hinaus geschoben wird.
Hier einmal eine Skizze:
Ein paar Testaufnahmen habe ich während einer Proberunde bereits durchgeführt:
- Stehen beide AKGs links und rechts auf den Seitenaltaren ganz vorne, sind diese definitv zu weit weg - der Klang ist verschwommen und matschig.
- Stehen diese "auf halber Strecke und höhe" auf der rechten Seite (dort ist so ein "Wand-Podium" mit Treppen hoch, kennt ihr vielleicht), ist der Detailgrad nahezu optimal finde ich - aber das Podium gibt es nur auf einer Seite, und es steht direkt an der Wand (zu weit außen, wegen Reflexionen problematisch wahrscheinlich... Ist etwa 3-4m vom Chor weg).
- Stehen die AKGs auf der ersten Empore ganz vorne unten drunter, klingt das zu Dumpf (diese steht nicht weiter vor wie die zweite...)
Aufgrund dessen bin ich mir eigentlich sicher (korrigiert mich gerne, falls ich falsch liege), dass die Lösung nur zwei möglichst hohe Stative aus den hinteren Bankreihen heraus sein können... Daher hatte ich mir bereits ein paar günstige Verlängerungen zugelegt, womit ich nun auf die besagten 2,5 - 3,0m kommen würde (je nachdem wie viele davon ich einbaue). Stabilisiert habe ich die Stative unten zusätzlich noch mit weiteren Metallplatten, damit die nicht umkippen.
Jetzt kommen aber weitere Fragen dazu:
Wie weit weg von Chor positioniere ich die Mikros unten?
--> Aktueller Plan: Mindestens 5m Weg von der Brüstung, damit der Chor nicht "über" das Mikro singt - diagonal nach oben sind das dann aber immer noch locker 7-8m an Luftstrecke, auch wenn ich 2-3m per Verlängerung "nach oben" überbrücken kann)
Wie weit auseinander voneinander?
--> Aktueller Plan: 1-2m auseinander - Chor steht auf einer Fläche von etwa 6-7m, also vermutlich eher 2m Abstand?
AB, XY, ORTF, evtl. Decca?
--> Aktueller Plan: Wie oben beschrieben AB, mit 1-2m Abstand. Die Kirche ist keine Kathedrale, aber Hall gibt es natürlich... Macht hier XY ggf. mehr Sinn um Phasenprobleme zu vermeiden?
Zum Thema Decca Tree siehe unten, aber ich ich bin mir fast sicher, dass das nicht sinnvoll ist bei den kleinen Abständen...
Welche Mikrofone wo?
-->Das Rode hatte ich jetzt leider nicht zur Verfügung während der Proberunde... Das wäre aber meine Hoffnung jetzt aufgrund der zwangsweise notwendigen Entfernung zum Chor, da Großmembran und verhältnismäßig empfindlich.
Nebengeräusche erwarte ich, nehme ich aber bei der Aufnahme in Kauf (ist eh quasi ein "live-Gottesdienst" mit Besuchern, das ist da halt nunmal so...).
Idee 1: Ich platziere das Rode quasi "Mittig" zwischen die beiden AKGs per Schwanenhalterung am Stativ - wie das von der Statik her ist wenn ich das so weit oben befestige, muss ich noch testen. So wären alle drei Mikrofone aber auf gleicher Höhe zumindest.
Ich hatte hier schon die Überlegung eine Decca Tree Schiene zu kaufen um das Rode etwas weiter vorne zu platzieren, aber die kosten irgendwas um die 1000€ "nur" für eine Metallhalterung mit Stellschrauben?
www.thomann.de
Würde ich notfalls versuchen aus Holzlatten oder so selbst zu bauen, aber ein Decca macht wahrscheinlich bei Chören ohnehin keinen Sinn?
Idee 2: Ich besorge mir weitere Verlängerungsstangen und ein Stativ mit möglichst langem Galgen, und nehme mit dem Rode dann quasi ~2,5 - 3m ÜBER dem Chor, und möglichst weit im vorderen Bereich, auf (wirklich "vor" den Chor werde ich das Mikro so aber nicht bekommen, die längsten Galgen die ich gefunden habe waren knapp 1m bei Thomann).
Meine Hoffnung hier ist, dass die Niere dann nach unten hin "flacher" wird, und den Chor gleichmäßig aufnimmt. Alternativ könnte ich hier auch das Philips mit der Kugel nehmen, aber das kann es klanglich natürlich nicht mit einem Kondensator aufnehmen...
Idee 3: Wahrscheinlich der beste Vorschlag: Ich belass es bei den zwei AKGs, da das Rode nicht wirklich für diesen Einsatzweck geeignet ist, und das "billige Philips" die zumindest halbwegs ausgeglichene Frequenzkurve der AKGs im endgültigen Mix zu sehr torpedieren würde?
------
Soweit jetzt erstmal zur Situationsbeschreibung - für weitere Ideen bin ich immer offen.
Bzw. auch mal so gefragt: Wie würde es ein Tonstudio in dieser Ausgangssituation denn "richtig" machen? Mit Deckenhalterungen und 6+ Spot-Mikrofonen direkt am Chor? Und dann noch zwei "in der Luft" als Stützmikros?
aktuell habe ich bei mir folgendes Equipment rum liegen:
- 2x AKG C 1000 S (Kleinmembran Kondensatormikro, Niere)
- 1x RODE NT1A (Großmembran Kondensatormikro, Niere)
- 1x Philips SBC ME570 (10+ Jahre altes dynamisches Stereo-Mikro, Kugel)
- 2x Zoom Rekorder (H5 und H1n, also genau die Rauschmonster leider... werden aber erstmal nicht ersetzt)
- 2x 2,5m hohe Stative + 1x 1,7m hohes Stativ mit 70cm Galgen (war beim RODE dabei)
- 1x Schwanenhals-Halterung (etwa 0,5-0,7m Länge, ist aktuell aus anderen Gründen bestellt, aber noch nicht hier...)
- obligatorischer Kabelsalat + XLR-Klinke Adapter mit Phantomspeisungs-Zwischenstecker für das Rode (bevor jemand frägt wie ich das am H5 oder H1n neben den AKGs betreiben möchte)
Ist alles also nur Heimstudio / Amateur-Equipment; die Aufnahme ist auch keine Auftragsarbeit für einen Kunden oder so, sondern nur Privat
Ich möchte trotzdem alles so gut wie mit dem Equipment möglich abgreifen, ohne etwas zukaufen zu müssen.
Nun folgende Problem-Situation:
Der Abzugreifende Chor steht in einer Kirche, und zwar NICHT vorne, sondern leider auf der zweiten Empore im hinteren Bereich - quasi direkt an der Brüstung.
Eine andere Platzierung im vorderen Bereich ist leider aus Platzgründen nicht möglich, daher hat man sich die letzten Jahre wohl immer dafür entschieden und ist dabei geblieben (kleiner Altarraum).
D.h. eine Aufnahme ein paar Meter vor dem Chor (oder gar per Overhead-Mikro) ist schwierig... Die Orgel steht hier leider ebenfalls mittig direkt an der Brüstung, wodurch ein Galgenstativ seitlich so weit weg stehen müsste, dass der notwendige Mindestabstand nicht erreicht werden kann in dem der Galgen einfach "über die Brüstung" hinaus geschoben wird.
Hier einmal eine Skizze:
Ein paar Testaufnahmen habe ich während einer Proberunde bereits durchgeführt:
- Stehen beide AKGs links und rechts auf den Seitenaltaren ganz vorne, sind diese definitv zu weit weg - der Klang ist verschwommen und matschig.
- Stehen diese "auf halber Strecke und höhe" auf der rechten Seite (dort ist so ein "Wand-Podium" mit Treppen hoch, kennt ihr vielleicht), ist der Detailgrad nahezu optimal finde ich - aber das Podium gibt es nur auf einer Seite, und es steht direkt an der Wand (zu weit außen, wegen Reflexionen problematisch wahrscheinlich... Ist etwa 3-4m vom Chor weg).
- Stehen die AKGs auf der ersten Empore ganz vorne unten drunter, klingt das zu Dumpf (diese steht nicht weiter vor wie die zweite...)
Aufgrund dessen bin ich mir eigentlich sicher (korrigiert mich gerne, falls ich falsch liege), dass die Lösung nur zwei möglichst hohe Stative aus den hinteren Bankreihen heraus sein können... Daher hatte ich mir bereits ein paar günstige Verlängerungen zugelegt, womit ich nun auf die besagten 2,5 - 3,0m kommen würde (je nachdem wie viele davon ich einbaue). Stabilisiert habe ich die Stative unten zusätzlich noch mit weiteren Metallplatten, damit die nicht umkippen.
Jetzt kommen aber weitere Fragen dazu:
Wie weit weg von Chor positioniere ich die Mikros unten?
--> Aktueller Plan: Mindestens 5m Weg von der Brüstung, damit der Chor nicht "über" das Mikro singt - diagonal nach oben sind das dann aber immer noch locker 7-8m an Luftstrecke, auch wenn ich 2-3m per Verlängerung "nach oben" überbrücken kann)
Wie weit auseinander voneinander?
--> Aktueller Plan: 1-2m auseinander - Chor steht auf einer Fläche von etwa 6-7m, also vermutlich eher 2m Abstand?
AB, XY, ORTF, evtl. Decca?
--> Aktueller Plan: Wie oben beschrieben AB, mit 1-2m Abstand. Die Kirche ist keine Kathedrale, aber Hall gibt es natürlich... Macht hier XY ggf. mehr Sinn um Phasenprobleme zu vermeiden?
Zum Thema Decca Tree siehe unten, aber ich ich bin mir fast sicher, dass das nicht sinnvoll ist bei den kleinen Abständen...
Welche Mikrofone wo?
-->Das Rode hatte ich jetzt leider nicht zur Verfügung während der Proberunde... Das wäre aber meine Hoffnung jetzt aufgrund der zwangsweise notwendigen Entfernung zum Chor, da Großmembran und verhältnismäßig empfindlich.
Nebengeräusche erwarte ich, nehme ich aber bei der Aufnahme in Kauf (ist eh quasi ein "live-Gottesdienst" mit Besuchern, das ist da halt nunmal so...).
Idee 1: Ich platziere das Rode quasi "Mittig" zwischen die beiden AKGs per Schwanenhalterung am Stativ - wie das von der Statik her ist wenn ich das so weit oben befestige, muss ich noch testen. So wären alle drei Mikrofone aber auf gleicher Höhe zumindest.
Ich hatte hier schon die Überlegung eine Decca Tree Schiene zu kaufen um das Rode etwas weiter vorne zu platzieren, aber die kosten irgendwas um die 1000€ "nur" für eine Metallhalterung mit Stellschrauben?
AEA Mini Decca Tree
AEA Mini Decca Tree; Decca Tree Mikrofonschiene; bestehend aus einer 100 cm und einer 43 cm breiten Schiene; 4 Mikrofonhalterungen mit 5/8" Gewinde; Markierungen ermöglichen ein exaktes Einstellen
€969,00
Würde ich notfalls versuchen aus Holzlatten oder so selbst zu bauen, aber ein Decca macht wahrscheinlich bei Chören ohnehin keinen Sinn?
Idee 2: Ich besorge mir weitere Verlängerungsstangen und ein Stativ mit möglichst langem Galgen, und nehme mit dem Rode dann quasi ~2,5 - 3m ÜBER dem Chor, und möglichst weit im vorderen Bereich, auf (wirklich "vor" den Chor werde ich das Mikro so aber nicht bekommen, die längsten Galgen die ich gefunden habe waren knapp 1m bei Thomann).
Meine Hoffnung hier ist, dass die Niere dann nach unten hin "flacher" wird, und den Chor gleichmäßig aufnimmt. Alternativ könnte ich hier auch das Philips mit der Kugel nehmen, aber das kann es klanglich natürlich nicht mit einem Kondensator aufnehmen...
Idee 3: Wahrscheinlich der beste Vorschlag: Ich belass es bei den zwei AKGs, da das Rode nicht wirklich für diesen Einsatzweck geeignet ist, und das "billige Philips" die zumindest halbwegs ausgeglichene Frequenzkurve der AKGs im endgültigen Mix zu sehr torpedieren würde?
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Soweit jetzt erstmal zur Situationsbeschreibung - für weitere Ideen bin ich immer offen.
Bzw. auch mal so gefragt: Wie würde es ein Tonstudio in dieser Ausgangssituation denn "richtig" machen? Mit Deckenhalterungen und 6+ Spot-Mikrofonen direkt am Chor? Und dann noch zwei "in der Luft" als Stützmikros?

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