Mikrofonauswahl für ORTF

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pepre

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Hallo zusammen,

ich plane aktuell die Aufnahme eines Blasorchester-Konzerts in einem sehr dumpf klingenden Turnsaal und hätte gerne eure Einschätzung zur optimalen Mikrofonwahl aus dem vorhandenem Equipment.

Geplant ist ein ORTF-Stereosystem welches von der Decke abgehängt wird.

Vorhandene Mikrofone:
In den letzten Jahren wurden immer die beiden Sennheiser* verwendet. Ich tendiere aktuell aber eher zu den Rode* M5, bin mir aber unsicher, ob das die bessere Lösung ist. (Weil angeblich Nieren Mikrofone wesentlich besser für ORTF geeignet sein sollen?)
  1. Welche Mikrofone würdet ihr für das ORTF-Hauptsystem verwenden?
  2. Würdet ihr zusätzlich Stützen einsetzen – wenn ja, mit welchen Mikrofonen?
Ich freue mich über eure Meinungen!

Vielen Dank!
 

Ich kenne deine Mikros leider nicht (mache meine ORTFs seit 20 Jahren mit zwei Neumann KM184, die Konstellation klingt exzellent), aber wenn ich mich recht erinnere, verlangt ORTF definitiv nach Nieren.
 
Also von der reinen Definition her ist ORTF zwingend mit Nieren, sonst ist es halt "Aquivalenzstereophonie mit 17cm Basis und 96 Grad Öffnungswinkel EDIT: Aufnahmebereich", aber eben kein ORTF mehr.

Das braucht dich aber nicht abhalten, denn ORTF ist meiner Ansicht nach auch nur ein Stereo-Mikrofon-System von vielen.
Ja gut, es funktioniert in der Praxis natürlich gut, hat sich bewährt, und ist daher mit einen vierbuchstabigen Namen geadelt worden.

Ich würde aber raten, lass dich von den vier Buchstaben nicht zu sehr beindrucken, z.B. sondern bestimme die Ausdehnung des Orchesters (in Grad gemessen) von der Position des Mikrofonsystems aus betrachtet, dann rechne mit diesem Rechner hier
einfach aus, welchen Mikrofonwinkel du brauchst, um den gewünschten Aufnahmewinkel zu erhalten.

Von den beiden Mikrofonpaaren - ich kenne beide nicht aus eigener Praxis Ich halte das Sennheiserpaar für hochwertiger, hätte aber Sorge bei so nem Richtrohrding, daß die Off-Axis Response sehr ungleichmäßig und damit unvorteilhaft ist.
Je nach Raumakustik (viel Hall?) könnte die engere Richtcharakteristik dennoch zum besseren Ergebnis führen.

Die M5 sind einfacher und günstiger, die Nierencharakteristik würde ich erstmal bevorzugen. Ich kenne sie aber klanglich nicht - Kleinmembraner-Nieren-Stäbchen-Mikrofone sind sich aber untereinander generell ähnlicher als z.B. die Großmembraner oder Gesangsmikrofone (die oft absichtlich herbeigeführten "Charakter" haben) , von daher würde ich sagen:

Ich weiss nicht - vielleicht zwei Stereosysteme ausrechnen, einen Mikrofon-Weihnachtsbaum aufhängen, vierkanalig aufnehmen, und danach erst entscheiden?
 
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Die Rode M5 sind doch Nieren, oder nicht? Supernieren würde ich nicht verwenden. Gründe wurden schon genannt.

Die Shure Mikros sind dynamische Mikros, die würde ich auf keinen Fall nehmen.

Aber warum nicht passende und gute Mikros leihen, wenn es nur um gelegentliche Sessions geht? Ich mache das so, wenn ich nur ab und an mal was Spezielles brauche, was ich nicht selbst habe. Echoschall ist da meine erste Anlaufstelle. Leihe Dir ein Pärchen KM84 und Du bist glücklich.
 
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Bei der Auswahl ganz klar, die M5. Dass es jetzt bessere Mikrofone zum Leihen oder Kaufen gibt mag sein, aber sie sind definitiv geeignet und die passende Wahl.
 
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Leih Dir zwei Schoeps-Nieren! Die ME 66 sind für ORTF nicht geeignet.
 
Aus dem vorhandenen Material würde ich auch die beiden M5 für das ORTF-Array nehmen. Bei diesem wird die Positionierung an der Decke relativ zum Orchester den Ausschlag darüber geben, ob es ausgewogen klingt oder nicht. Ich weiß nicht, wie frei Du da bist und ob ihr vor dem Konzert etwas probieren könnt, aber das würde sich mit Sicherheit lohnen.
Die M5 gegen bessere (geliehene) KMK zu tauschen, würde es auch noch mal verbessern, aber die Positionierung macht definitiv mehr aus. Ich würde das nur machen, wenn a) ein Budget da ist und b) die Aufnahme zu mehr als einer schönen Erinnerung oder Videoton benutzt werden soll.

Wenn Mehrspuraufnahme möglich ist:
  • Die Richtrohre würde ich ins Publikum ausrichten, um die Publikumsreaktionen adäquat mit zu nehmen. Das macht vor allem für die Akteure hinterher einen großen Unterschied.
  • Ein SM58 würde ich als Ansagermikrofon mit Aufnehmen.
  • mit den SM57 könntest Du etwas stützen, was sonst immer viel zu leise war oder sie links und rechts als Solistenmikrofone bereit stellen, falls es Soli im Programm geben sollte.
 
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