Minimalistische Sakral-Orgel, zum Üben, aber mit richtigem Pedal - wie zusammenstellen?

opa_albin
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Hi,
immer mal wieder wünsche ich mir, Orgel spielen zu können. Mein Traum wäre sowas wie das Es-Dur-Präludium BWV 552, die Triosonaten von Bach, oder einfach schöne Choralbearbeitungen.
Manualiter geht es ja, aber die Füße müsste ich von null an lernen. Eine Lehrerin könnte ich sicher finden.

In einer Kirche hatte ich mal gefragt wegen Üben, das ist aber kompliziert, wenn man nicht jemanden ganz persönlich kennt. Und zum Üben immer dahin fahren, Schlüssel holen, im Winter in der Kälte sitzen, das wird nicht effektiv.
Deshalb überlege ich mir, ob ich mir eine minimalistische Übe-Orgel für zu Hause zusammenstellen kann.

Eine Heim-Sakralorgel gibt es so ab 5000 ... 6000 Euro, die sind schick, aber eigentlich zu viel für mich. Ich brauche keine Registrierung, Keyboards habe ich. So um die 1500 Euro wären in Ordnung, ggf auch etwas mehr.

Folgende Gedanken hab ich mir schon gemacht:

Manuale: Keyboards sind bei mir genug vorhanden, so dass ich mir zwei Manuale ohne weiteres hinstellen könnte. Einen entsprechenden Ständer findet man vermutlich.
Sound: Einen Orgelklang kann man ja über Organteq (laut Tests gut, 269,--), Numa Player (kostenlos, nur drei Register), Hauptwerk oder ähnliches erzeugen. Dazu bräuchte ich MIDI - weiß aber noch nicht, wie das mit mehreren Quellen und einer Software funktioniert ...
Pedale: Das ist der Hauptpunkt. Um für eine "richtige" Orgel üben zu können, bräuchte ich ein "richtiges" Vollpedal (kein Stummel) mit einem entsprechenden Tonumfang.
Bedienung: Ich brauche keine Simulation der Registerzüge (die Knöpfe, an denen man zieht), ein paar unterschiedliche Klänge genügen, die ich während eines Stücks auch nicht wechseln muss.
Eine Orgelbank kann ich kaufen oder bauen oder bauen lassen. Muss nicht schick sein, nur funktionieren.

Könnt Ihr mir da ein Stück weiterhelfen, also vor allem
1. was für ein Pedal ist da empfehlenswert - Tonumfang, Bauweise, MIDI, was sollte man ausgeben?
2. wie kann man drei Keyboards (2 Manuale + Pedal) über MIDI an eine Software wie Organteq o.ä. anschließen, und kann die dann drei verschiedene Sounds gleichzeitig erzeugen?

oder gibt es vielleicht auch praktische Erfahrung?
 
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Zuerst prüfen, wie viele Midi-in-Channels simultan verarbeitet werden können in der Software. Du hast einen Midi-in-Stecker.
Also die Keyboards über Midi-in/out/through als Chain stecken, ich habe auch noch einen Midimerger, da gibt es viele Dinger. Einfach Manuals lesen und Signalfluss zeichnen.
In meinem Keyboard ist so viel Kirchenorgel drin, so fromm kann ich nicht werden. Kann alleine 4 Parts gleichzeitig spielen.
Fußpedal an Keyboard anschließen und als Basschannel deklarieren, müsste easy sein. Erfahrung fehlt mir.
Der Organist vor Ort hat mir mal ein Privatkonzert an der Riesenorgel in der Kirche gegeben. Da ist viel Platz zum üben. Bombastischer Sound!
Im Gemeinderaum nutzt man hier ein Uraltkeyboard, drunter steht ein großes Fußpedal. Auch damit könnte vermutlich jeder üben, der mitmachen will.
 
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Hier sei als kleiner Tipp auch die kostenlose Alternative GrandOrgue genannt - da gibt es auch zahlreiche wirklich sehr gute Samplesets!
Dazu bräuchte ich MIDI - weiß aber noch nicht, wie das mit mehreren Quellen und einer Software funktioniert ...
Das ist keine große Sache: Wie @Poppotov schon schrieb, gibt es verschiedene Möglichkeiten:
  • Analog-Midi: Geräte hintereinander schalten (MidiOut1 -> MidiIn2 -> MidiOut2 -> MidiIn3...), hier ist nur wichtig, dass es eine Einstellung für Merge Input to Output o.ä. gibt. Ansonsten ist auch ein kleiner Midimerger sinnvoll, damit vermeidet man die Summierung der einzelnen kleinen zeitlichen Verzögerungen und alles bleibt schön synchron.
  • USB-Midi: Hier einfach alles an den PC anstecken. Fast alle Programme können mehrere Midi-Geräte problemlos verwalten. Und du nutzt glaube ich ja ein MacBook, oder? Da lassen sich viele Routing-Funktionen direkt über das MacOS umsetzen, falls notwendig.
Pedale: Das ist der Hauptpunkt.
Wenn du "richtig" Kirchenorgel spielen möchtest, dann auf jeden Fall ein Vollpedal, wie zum Beispiel: https://www.thomann.de/de/viscount_midi_bass_pedal_30_light_oak_515692.htm. Da gibt es auch immer wieder mal ganz gute Gebraucht-Deals. Wie man an diesem Beispiel erkennt: Häufig haben Midi Bass-Pedale auch Midi-Anschlüsse für mehrere Manuale direkt integriert.
Ob gerade oder konkav ist Geschmacksache bzw. auch Gewohnheit.

Hier gab es übrigens mal eine ähnliche Frage: https://www.musiker-board.de/threads/elektronische-kirchenorgel.758729/ - das ging dann vor allem in Richtung "Selbstbau-Midifizierung von Orgelpedalen" 🙂
 
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