Mit Band regelmäßig in Kneipe/Bar spielen

  • Ersteller Eternitys Child
  • Erstellt am
Eternitys Child
Eternitys Child
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
13.04.19
Registriert
03.12.11
Beiträge
495
Kekse
3.639
Ort
München
Howdy Board,

ich hoffe, dass das hier das richtige Unterforum für meine Frage ist, wenn nicht, einfach verschieben.

Ich habe mir eben das Musikmesse-Video von Session angeschaut (http://www.youtube.com/watch?v=8YNbdEj0gvk&feature=g-vrec ) und mir ist bei der Irish-Green-Gitarre (relativ am Anfang) eine Idee gekommen. Die Strat wurde ja von einer Strat eines Gitarristen inspiriert, der jeden Abend in einem Pub in Irland Gitarre spielt. Glaubt ihr, es ist in manchen Kneipen und Bars in Deutschland möglich, jeden Abend mit seiner Bluescombo aufzutreten und damit Geld zu verdienen? Mich würde das sehr interessieren, besonders, wie es in ein paar Jahren aussehen könnte (bin im Moment noch Schüler).

LG ECHild
 
Eigenschaft
 
Ich persönlich glaube, dass das mit jedem Abend heutzutage nicht mehr klappt. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass man so etwas in bestimmten Lokalitäten auf Wochenbasis etablieren kann.
 
In Hotelbars kann sowas vll klappen oder bei Hotellketten. Anderer Tag anderes Hotel quasi.
 
Wie es in kommenden Jahren aussieht, weiss ich ned.

Wie es jetzt aussieht, weiss ich. Beschissen!

Da hat es zum einen ständig steigende Preise und Abgaben auf Seiten des Kneipers. Viele Kneiper sagen "Liebend gerne, aber wenn Du ned 150 Leute mitbringst, die mir den Umsatz bringen, dann vergiss' es..." Dann hommt die steigende Zahl Muckerpolizei hinzu, die sich bei jedem geringsten Lärm ab 22:00 Uhr genötigt fühlt, die Blauen zu rufen. Dann kommt die steigende Zahl Bands hinzu, die ebengenau in dieser Kneipe jeden Abend fiedeln will, d.h. steigende Konkurrenz. Da wird z.T. untere Schublade gearbeitet, damit andere Bands dort fiedeln können...

Die Leute in der Band spielen irgendwann auch nicht mehr nur für n' Appel und n' Ei, d.h. das Publikum soll möglichst blechen (überspitzt formuliert).

Dann hast Du die GEMA, für die Du abdrücken musst... :bad: :mad:

LG Michael
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 6 Benutzer
..na für die gema musst du nur abdrücken wenn du songs spielst, die bei der gema gelistet sind - nicht wahr ;-)
und, dass die "muckerpolizei" die "blauen" ruft habe ich soeben auch das erste mal gehört/gelesen.

zum thema
"jeden abend" kenne ich in dieser form nicht
wöchentlich existiert
 
Dann hast Du die GEMA, für die Du abdrücken musst... :bad: :mad:
GEMA ist grundsätzlich Sache des Veranstalters, wenn Du das auch zahlen sollst, dann vergiss es ganz schnell. Aber ich habe noch nicht begriffen wie Du Geld verdienen willst - spielst Du gegen Eintritt oder den Hut?
Wie auch immer davon leben kann vielleicht einer, solange er keinerlei Ansprüche ans Leben hat, eine ganze Bluesband niemals. Ich mache seit vielen Jahren Blues und kann Dir sagen, solange Du in den Kneipen spielen musst, wird das nichts mit dem Geld verdienen.

Gruss Helmut
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Erstmal danke für eure Antworten! Jeden Abend in der Woche zu spielen, war ein bisschen extrem von mir.
Ich glaube, die Frage ist auch, ob Blues in ein paar Jahren, überhaupt noch oft gehört wird. Angenommen, ich würde mit ner Bluescombo ein- oder zweimal in der Woche in einem Irish Pub spielen: Würden die Gäste überhaupt Blues hören wollen? Viele werden bestimmt ungefähr so alt wie ich sein, und im Moment hört gefühlt 90 Prozent meiner Generation Pop, Hip Hop, Rap und House usw. und kaum jemand Blues.

Wenn sich der Musikgeschmack nicht ändert (ich kann mir kaum einen Leiter einer Bank vorstellen, der "Sexy and I Know It" oder Haftbefehl hört), wird sich keiner mehr für Blues interressieren. Wenn ein Freund bei mir ist, und ich im Hintergrund ein bisschen Joe Bonamassa an habe, werde ich gleich angekackt, dass ich doch diese scheiß Musik ausmachen soll und mal richtige Musik anmachen soll... Ich habe halt richtig Glück, dass ich bald mal bei einer Bluescombo testspielen kann, wo alle in meinen Alter sind.


@Helmut: Ich meinte eigentlich im Hintergrund spielen und nicht als "Hauptact" auch noch Eintritt verlangen. Ich habe auch nie davon geredet, mit meinen Lebensunterhalt damit verdienen zu können. Einfach nur als kleiner "Nebenjob" noch ein bisschen Geld neben Studium oder Beruf verdienen.
 
Mit der Band seinen Lebensunterhalt verdienen? Höchstens als gut gebuchte Coverband (Top40 etc.), ansonsten eher unrealistisch.

Und ganz ehrlich, Blues wird in 10 Jahren noch genau so häufig gehört werden wie heute. Nämlich im Vergleich zum Mainstream so gut wie garnicht und selbst bei angesagter Mainstream Musik liegt das Geld nicht auf der Straße.
Wenn du heutzutage mit einer Band in einer Kneipe spielst und Spritgeld, sowie eine warme Mahlzeit und Freigetränke bekommst, ist das doch schon ein guter Abend gewesen.
 
Wenn du heutzutage mit einer Band in einer Kneipe spielst und Spritgeld, sowie eine warme Mahlzeit und Freigetränke bekommst, ist das doch schon ein guter Abend gewesen.

da muss ich leider zustimmen...mitlerweile sollte man sich eher mehr auf den spass beim gigspielen freuen denn geld bekommste nicht viel, am meisten bekommste noch wenn du den hut rumgehen lässt und jetzt wegen der gestiegenen gema kämpfen sowiso schon mehr clubs und pubs und co.. nur diskotheken verschwinden leider kaum..

und das mit den freunden kenn ich gut...ich hatte das gleiche mit joe bonamassa im auto, ich fuhr wurde dann nur blöd angeguckt "was ist das denn für ein gedudel" naja mit blues kann man nicht mehr viele leute fangen vorallem nicht die in meiner altersgruppe
aber den elektronik kram und hip hop kann man doch nicht wirklich musik nennen oder? da eine gute stimme finden? fast unmöglich! und sein instrument beherrschen? naja wenn du den pc instrument nennst^^ dann schon
und zu der fragen des blues in der zukunft...najaa gottseidank nicht mainstream aber verschwinden wird es nicht aber ich denke mehr leute auch nicht.
 
ich denke auch der Blues wird nicht verschwinden. Als ich jung war gab es den Blues genauso wie heute und das sind mittlerweile über 45 Jahre her. Das ist der Unterschied dieses Genres gegenüber Hip Hop oder vielen anderen Genres, die nur einen gewissen Zeitgeist repräsentieren.
Man sollte nicht vergessen, der Blues ist die Mutter nahezu aller modernen Musikformen und Leute wie Bonamassa, J. Mayer oder Clapton und Cocker füllen auch heute noch die großen Hallen.

M.E. finden viele Musiker ab einer gewissen musikalischen Reife zurück zum Blues, vielleicht wird es auch bei dem einen oder anderen von Euch zur gegebenen Zeit so sein.
Noch eine Anmerkung zum Blues spielen, ich helfe öfters mal bei irgendwelchen Bands aus und in der Probe spielt man dann zum Aufwärmen mal schnell einen sogenannten Blues - nur mit Blues hat das meistens gar nichts zu tun. Blues ist eine ehrliche aus der Seele destillierte Musik und keine Alibimusik. Es reicht halt nicht nur die 12-taktike Harmoniefolge einzuhalten.

Gruss Helmut
 
@Helmut:
Blues ist eine ehrliche aus der Seele destillierte Musik.
Stimmt. Eingutes Beispiel ist (oder war) Blind Willie McTell mit dem Dyin Crapshooters Blues. Überhaupt kein Bluesschema und die Strophe aus gerademal zwei Akkorden. Trotzdem eines der schönsten Lieder, das ich kenne.

Zurück zum Thema: Okay, damit wäre meine Frage geklärt. War halt nur so eine Idee von mir. Im Moment geht es ja nicht, weil ich noch in der Schule bin. Danke für eure Antworten!
 
Ich denke es geht mehr, wenn man gut ist oder ein Händchen fürs selbst verkaufen hat.
Wir haben schon fürn Konzert vor einer handvoll Jugendlichen 100€ + Essen im Restaurant + unbegrenzt Freigetränke an der Bar bekommen.

Hab auch schon von Bands gehört, die in nem kleine Club 600€ kassiert haben.
Das ist alles sehr ortsabhängig.
Als Metalband bekommt man z.B. im Ruhepott oder in Polen/Tschechien deutlich mehr Gage.
Es ist eben immer eine Frage des potenziell vorhandenen Publikums und der Größe der Bar bzw. des Clubs.
 
Da hast Du nicht ganz unrecht. Ich schröb über das hiesige Umfeld. In anderen Regionen und mit einem "offeneren" Publikum kann man viel mehr erreichen.

Auch macht es sehr viel aus, ob man z.B. auf einem Straßenfest solo fiedelt.

CU MM
 
Bin ja selber Veranstalter im Ruhrgebiet und kenn daher auch viele andere Veranstalter/Booker. Aber gute Gagen gibts hier auf keinen Fall, das sah vor 7 Jahren noch anders aus, aber da war hier auch wesendlich mehr im Underground los.
 
Ich spiel ja auch zufällig in einer Bluesband.
Hier von "Geld verdienen" zu sprechen ist geradezu lächerlich. Zumindest im Vergleich zu dem was eine Tanzmukker- oder eine Coverband verdienen kann.
Das ist grade mal ein Kostenersatz oder ein besseres Taschengeld - und wenn du externe Musiker oder Tonmenschen dazunehmen musst dann kannst du das mit dem "Geld verdienen" knicken.
Desweiteren: ein Irish Pub nimmt vielleicht mal ausnahmsweise auch mal eine Bluesband rein. Aber keinesfalls jeden Abend.
Deshalb heißt das Ding ja "Irish Pub" und die Musik dort ist entsprechend gewünscht.
Die Anfrage in einer Hotelbar kann man sich eigentlich sparen - die wollen ganz was anderes - aber kein Blues geschweige denn Bluesrock.

Ganz anders sieht es aus, wenn du das mit deiner Bluesband eine Nummer größer aufziehst. Also keine Kneipengigs.
Aber dazu sind Engagements - sprich Türklinken putzen bei den Veranstaltern, Vitamin B usw.usw. - notwendig. Und die bekommst du nur dann attraktiv bezahlt wenn dein Gegenwert entsprechend ist - so wie überall im Leben.
d.h. da kannst du nur dann punkten wenn z.B. eine oder sogar zwei Sängerinnen, Bläser, Bühnenshow usw. dabei sind.

Es gibt zwar eine Blues-Fangemeinde. Aber allzu riesig ist die nicht.
d.h. es empfiehlt sich, auch ein paar Soul- oder Funknummern einzustreuen wenn nicht nach einer Stunde nur noch die Hälfte der Zuhörer da sein soll.

Ansonsten: meinen Glückwunsch zur Wahl dieser Musik. Die ist zeitlos. Das ist der große Vorteil :)

Und an der Stelle nochmal der deutliche Hinweis bezüglich GEMA: die Gebühr übernimmt der Veranstalter - d.h. in dem angesprochenen Fall der Kneipenbesitzer. Nicht die Band.
Die Band muss nur dann die GEMA bezahlen wenn sie auch gleichzeitig der Veranstalter ist und wenn GEMApflichtige Musik gespielt wird (natürlich).
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Ich habe in meiner Stadt zwei Irish Pubs, wenn es dann soweit wäre, also nach dem Abi in vielleicht 2 Jahren, frag ich mal da. Ich weiß, dass das sehr voreilig ist, mir jetzt schon gedanken zu machen, aber mich hats mal interessiert :)
 
Ich spiel ja auch zufällig in einer Bluesband.
Hier von "Geld verdienen" zu sprechen ist geradezu lächerlich. Zumindest im Vergleich zu dem was eine Tanzmukker- oder eine Coverband verdienen kann. ....
Ganz anders sieht es aus, wenn du das mit deiner Bluesband eine Nummer größer aufziehst. Also keine Kneipengigs.
Aber dazu sind Engagements - sprich Türklinken putzen bei den Veranstaltern, Vitamin B usw.usw. - notwendig. Und die bekommst du nur dann attraktiv bezahlt wenn dein Gegenwert entsprechend ist - so wie überall im Leben.
d.h. da kannst du nur dann punkten wenn z.B. eine oder sogar zwei Sängerinnen, Bläser, Bühnenshow usw. dabei sind.
Ja, aber lass mich das noch allgemeiner formulieren, im Grunde ist das Musikgenre für den Veranstalter gar nicht so wichtig, eine Band bekommt entsprechend dem Publikumsbesuch mehr oder weniger Gage. Das gilt nahezu in allen Veranstaltungs-Bereichen auch in den sogenannten künstlerisch anspruchsvolleren.
Es gibt zwar eine Blues-Fangemeinde. Aber allzu riesig ist die nicht. d.h. es empfiehlt sich, auch ein paar Soul- oder Funknummern einzustreuen wenn nicht nach einer Stunde nur noch die Hälfte der Zuhörer da sein soll.
Ja in Bezug auf die Größe der Blues-Fan-Gemeinde, wobei wenn man einigermassen gut ist, hat man in den einschlägigen Clubs, in denen man öfters spielt, schon 100 Zuhörer, aber man muss sich die Reputation erarbeiten. Das andere mit Soul und Funk deckt sich nicht meiner Erfahrung.
Ansonsten: meinen Glückwunsch zur Wahl dieser Musik. Die ist zeitlos.
:great:

Die Band muss nur dann die GEMA bezahlen wenn sie auch gleichzeitig der Veranstalter ist und wenn GEMApflichtige Musik gespielt wird (natürlich).
ergänzend zu GEMAfreier Musik, die GEMA verlangt auch im Falle, wenn GEMAfreie Musik gespielt wird eine GEMA-Liste (Titel, Komponist, Texter, etc.) und prüft/entscheidet anhand dieser Liste, ob eine Gebühr bezahlt werden muss oder nicht. Leider ist die GEMA dazu berechtigt. :bad:

Gruss Helmut
 
Also im hiesigen Irish Pub ist jeden Freitag ein Liveauftritt, Singer/Songwriter, 3Mann Akustikband usw. Eintritt ist dann 2€, ob er dann quasi den Eintritt bekommt weiß ich nicht allerdings wirft auch fast niemand Geld in einen Hut (da dieser auch meist garnirgends liegt), weswegen ich davon doch ausgehen würde. Jeden Tag ist allerdings sehr! utopisch, manche Performer sieht man jeden Monat einmal oder auch zweimal, meistens am Freitag und Samstag aufeinanderfolgender Tage. Aber auch nur wenn sie wirklich gut sind, selbst aus Irland sind und einen mehrwöchtigen Stop hier machen. Schließlich läuft auch Livesport, Karaoke, Pub Quiz, Open Mike undundund.
 
Moin Helmut,

...ergänzend zu GEMAfreier Musik, die GEMA verlangt auch im Falle, wenn GEMAfreie Musik gespielt wird eine GEMA-Liste (Titel, Komponist, Texter, etc.) und prüft/entscheidet anhand dieser Liste, ob eine Gebühr bezahlt werden muss oder nicht. Leider ist die GEMA dazu berechtigt. :bad:

so kenn' ich das auch nur. Aber ich lasse mich gern eines besseren belehren.

@ Harry,

kann ich nur bestätigen - selbst bei Rockmusik wird es immerr schlimmer. Klinken putzen, Plakate drucken lassen, usw. usf. Da überschneiden diese Kosten schnell mal den Erlös des Abends. Und wennn man nicht in einer Veranstalter-Clique drin sitzt, wo sich Mitglieder von Bands gegenseitig schmieren, dann kommt man nicht mal mit einer guten Demo-CD rein.

CU MM
 

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben