Eure Tipps für schnellen Aufbau mit Soundcheck einer 5-köpfigen Bands in kleinen Locations

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André 2AM

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Hallo zusammen,

Am Wochenende haben wir einen Kneipen-Gig gespielt und uns zum ersten Mal selber abgemischt.

Die Ausgangslage: die Bar hatte eine Bühne, ein Yamaha MG12XU, eine PA mit Subwoofer, einen Bass-Amp und ein Drum-Kit. Bequeme Ausgangslage für unsere Band 2AM mit 2x Gitarre, 2x Vocals, Bass, Keyboard und Drums. Seitens Bar gab's keine technische Unterstützung. Die Benutzung der Anlage erfolgt nach dem DIY Prinzip. Ergänzen möchte ich noch, dass wir für die Gitarren keine analogen Amps haben, also auf PA und Monitore angewiesen sind.

Mitgebracht haben wir Mikros und -Ständer, eine grosse Kiste mit Kabeln, Keys und -Ständer, einen Yamaha DBR10 als Monitor und einen Roland CM-30 als (optionaler) Monitor für den Drummer. Gebraucht haben wir letzteren jedoch nicht. Für den Keyboarder hatten wir optional noch Kopfhörer und einen Mini-Mixer dabei, der aber ebenfalls nicht nötig war. In-Ear und Funk-Mikros haben wir zu Hause gelassen, um es einfach zu halten.

Für Aufbau und Soundcheck haben wir ca. 1:30h gebraucht. Ich war für die Tontechnik verantwortlich, was ich etwas stressig fand, weil ich mich (Gesang & Gitarre) selber einpegeln musste und ich einige Durchgänge gebraucht habe bis die PA, der Bass-Amp und das unmikrofonierte Schlagzeug im Raum ausgewogen zusammen getönt haben. Und wir dann noch einen brauchbaren Mix auf dem Monitor hatten (Vocals, Gitarren und Keys).

Alles in allem hat es gut funktioniert: Wir wurden gelobt, dass wir nicht zu laut waren und es gut getönt hat. Kann also nicht komplett verkehrt gewesen sein 😉 Ein Foto der Bühne gibt es hier.

Trotzdem glaube ich, dass der ganze Aufbauen und Soundcheck Vorgang noch effizienter und entspannter ablaufen könnte. Wie macht ihr das? Wie lange braucht ihr, bei ähnlicher Ausgangslage und Band-Formation? Seht ihr Verbesserungspotential für uns? Etwas, das ich mir schon mal vorgemerkt habe: eine grosse Kiste mit allerlei bunt gemischten Kabeln (XLR, Line, Strom, Adapter, etc.) ist im Schummerlicht einer Bar ziemlich unpraktisch 😅 Vielleicht würde so was helfen.
 

Wir brauchen auch eine gute Stunde mind.. Die Vereinfachung kommt dadurch, dass wir unser eigenes Mischpult und PA-Boxen nehmen, die auf uns voreingestellt sind, aus dem Proberaum oder früheren Auftritten (Digitalmixer Allen&Heath QU16, gespeicherte Szenen). So muss man in kleinen Locations nicht mehr viel nachregeln, weil Mikros, Instrumente immer die gleichen sind. Eigene PA natürlich super dafür, aber andere Aktivboxen der Location machen ggf. nur eine Main-EQ-Anpassung nötig... Weiterer grosser Vorteil, man kennt seinen Mixer.
Wir sind 6 Musiker, ich bin Toni und Keyboarder. Den Soundcheck MEINER Teile lasse ich ggf. von einem Mitmusiker "abhören".
Eine weitere Idee wäre (bei eigenem Digitalmixer) ein virtueller Soundcheck mit zuvor aufgenommenen Multitrackspuren aller Eingänge. Dann kannst Du ganz ohne Musiker Soundcheck von vor der PA, wie sich das gehört, machen, durch Abspielen der Multitrack-postgain-Aufnahmen aus dem Übungsraum z.B.. Damit habe ich jetzt angefangen. LG, Frank
 
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Ich bin bei @uro-frank . Ist bei uns ähnlich. Wir nutzen den virtuellen Soundcheck und nehmen dafür immer in der Location auf (bisher war genug Zeit). Der Soundcheck findet dann nur mit dem Drummer statt.

Das geht theoretisch auch recht schnell mit einer älteren Aufnahme. Dann könnte man die restliche Zeit bis zum Auftritt dann noch den Rest aufbauen und (über In-Ears) einen Line-Check machen.

Wir haben mittlerweile für sowas Checklisten, mit denen wir einen funktionierenden Ablauf sicherstellen und alle mit anpacken können.
 

In so kleinen Locations machen wir es uns einfach und beschallen über die Backline, was möglich ist. Wenn man es im Proberaum schafft, dass jeder einen okayen Sound hat, geht das auch in kleineren Bars. In eurem Fall heißt das zwei Gitarrenamps und den Bassamp soweit aufdrehen, dass es zum unmikrophonierten Schlagzeug passt. Dann Gesänge und Keyboard über die PA dazu mischen.

Keep it simple.
 
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Wir haben an mehreren Stellen optimiert:
-Verkabelungsaufwand reduzieren, durch dezentrale Stageboxen (dadurch kurze Kabel 2-5m, und als Core nur jeweils ein Netzwerkkabel), außerdem durch IEM und Funkstrecken mit vorverkabeltem Rack (Verbindung zum Mixer besteht aus drei kurzen 1m Netzwerkkabeln, damit sind dann Mainvocals, Inear, Playback, und Talkback bereits fertig verkabelt)
-möglichst feste Aufgabenteilung, dadurch weiß jeder was er tut
-Standard-Kabel wie Kaltgerätekabel, etc. waren teilweise in den jeweiligen Gerätecases. Wir haben für uns festgestellt, dass es schneller geht, wenn man eine zentrale Kiste mit meinetwegen 20 Kabeln hat, da durch das Öffnen und Schließen der verschiedenen Cases, oder Taschen jedes Mal Zeit verloren geht.
-Wir haben Kabel in drei verschiedenen Längen. Jede Länge hat eine andere Farbe. Dadurch sieht man sofort welches Kabel man nehmen muss.
-Wenn mal kein Mischer dabei ist, mach ich das. Bis der Drummer fertig ist, ist genug Zeit für virtuellen Soundcheck. Gitarren, Bass, Keyboard usw. müssen bei uns so gut wie nie großartig bearbeitet werden (EQ flat). Oft reicht dadurch bei uns, den Main EQ anzupassen, je nach PA und Location (Raumresonanzen).
-Da der Drummer unser limitierender Faktor ist, helfen ihm i.d.R. zwei Leute beim Mikrofonieren und Verkabeln.
-Wir stellen erst mal alles weit genug weg von der Bühne ab, damit beim Aufbauen nichts im Weg umgeht.
-Die meisten Signale außer Drums Backingmikros, und Talkbackmikros sind bei uns digital, d.h. die Geräte (Kemper & Co.) sind schnell aufgebaut und per XLR verkabelt. Am Anfang wird direkt eine „Ringleitung“ mit Steckdosenleisten um die Bühne gelegt, damit jeder irgendwo anschließen kann. Der Sansamp des Bass ist noch schöner, der läuft über Phantomspeisung. IEM & Main-Vocals laufen über Funk.
-Bei uns gibt es nur XLR zur Stagebox. Wenn ein Instrument nur Klinke hat, wird direkt am Instrument adaptiert. Somit braucht keiner nach verschiedenen Kabeln suchen.
-Absoluter Gamechanger für uns, wenn die Belegung an Stagebox/Mischpult fix ist: BESCHRIFTEN.
Nachschauen an Mischpult, Tablet, etc. kostet Zeit.

-Mit Tontechniker ist es nochmal deutlich entspannter für uns
 
Eine fremde PA, nach DIY Prinzip ist halt schwer vorzuplanen.
1,5 Stunden ist zum Aufbauen IMO nicht wahnsinnig lang.
Ein paar Abläufe kann man vorplanen, so dass man sich nicht erst die Schuhe uns dann die Socken anzieht.

Einen „General“ Stage Ride erstellen und möglichst nicht erst bei der Location diskutieren: Wo steht überhaupt wer?
Die großen schweren/voluminösen Dinge zuerst aufbauen.
Möglichst auch Strom schnell dahin, wo Strom auch gebraucht wird bzw. entsprechend dem Stage Rider geplant (es ist oft einfacher einen Verstärker einen Meter näher an die Mehrfachsteckdose zu stellen, als ein Verlängerungskabel zu besorgen…)
220 Volt und PA/Instrumenten Kabel getrennt aufbewahren.
Einer macht 220 Volt und einer PA und einer Monitor Verkabelung (und zwar komplett mit sicherem Einschalten am Ende. Aktiv Boxen, wo erst bei Soundcheck auffällt, dass die gar nicht eingeschaltet sind, rauben wertvolle Nerven…)
Mikro-Ständer & Co und die (kleinen) Instrumente, so spät wie möglich auf die Bühne, damit man sich nicht den Weg versperrt.
Eine laminierte, großformatige Liste mit der Kanalbelegung am Mixer erstellen.
XLR-Kabel vom Mixer/Stagebox weg, hin zum Mikro oder Aus-/Eingansquelle verlegen. Die Kabel sind in der Regel länger als notwendig. Wenn alles überschüssiges Kabelzeug beim Mixer landet, gibt da am Ende einen super Kabelknoten (auch super beim Abbauen…). Wenn da ein Kabel falsch gesteckt und nicht beschriftet ist, findet man nie raus wohin das geht.
Kabel beschriften, ist generell eine gute Idee, erfordert aber, dass man beim Aufbauen sich das entsprechende Kabel raussuchen muss…

Wenn man sich selbst abmischen muss, ist ein digitales Mischpult Gold wert. Einer der Instrumentalisten geht mit Instrumenten Funk und Tablet vor die Bühne und kann so wenigsten einigermaßen den FOH Sound beurteilen.

Gut ist natürlich, wenn alle Bandmitglieder sich für den gesamten Aufbau verantwortlich fühlen. Die Regel ist aber, dass das technische Verständnis/Wissen sehr unterschiedlich ausgeprägt ist und Arbeit und Verantwortung bei wenigen - meist nur einem- hängen bleibt. Das ist beim Gig IMO eine extreme Belastung, macht gar kein Spaß und gut spielen soll man ja auch noch. So eine ungleiche Belastung ist IMO nicht tolerierbar und da müssen langfristig Lösungen her!
Den Bandkollegen beibringen, wie man Kabel ohne sie zu vertwisten aufwickelt.
 
1:30 mit so viel Leuten in einer unbekannten Location inklusive Soundcheck ist ok.

Ich habe mehrere Euroboxen 60x40 cm und zwar die flachen. (https://www.alutec.net/produkte/kunststoffbehaelter/) 60x40x12 cm. Die kann man stapeln, je nach Beladung auch bis zu 3 (evtl4) gleichzeitig tragen. In einer sind Stromverteiler (Mehrfachdosen mit 4, 5, 6, 10m Kabel). In einer weiteren sind Kaltgerätekabel. Die sind mit Klettbändern als Wickel leicht entnehmbar. Auf den Steckern steht die Länge (2.5m, 3m, 5m, 10m) Ohne ist kürzer. Auch leicht zuzugreifen. In weiteren Boxen ist dann noch mein Zeug für meine Isntrumente (Amp Modeler, Stage Box, Tablet, Netzteile ..) und Zubehör für's Msichpult (LAN Kabel, Multicore, Zwillingskabel zum Subwoofer). Mein XLR Kabel sind auf 2 Kabeltrommeln (Lang 8m, 10m) und kurz (2,7 . 6m). Oben drauf noch 1 passender Deckel.
Wenn ich eine Location kenne, dann bereite ich das so vor, dass bei den Lautsprechern auch gleich das passende Anschlusskabelset beiliegt. Dann muss man es nur noch zusammenstecken.
Pult in der Regel ein eigenes - oder es ist mit dem Veranstalter abesprochen, dass es ein geeignetes gibt, wenn möglich dann mit Bedienpersonal.

Für die Stadtfestbühne (Auto direkt davor zum Ausladen, aber dann noch wegparken) brauche ich (alleine) für Ton und Licht ca 1 Stunde
Aufbau.jpg

Inklusive mein Arbeitsplatz mit BCR2000 + Lichtcontroller am Mikroständer und Modeller + meine Instrumente im Gitarrenständer. (Subwoofer unter der Bühne)
Danach kommt noch die Percussion (Percussionist kommt vorverkabelt und wirft mir bis zu 8 Kabel der Reihe nach zu, (XR18 steht neben der Percussion als größtem Anschlussfeld) und der Bass (nur 1 Kabel auswerfen zum Pult.
Man sieht hier übrigens rechts unter dem Monitor den Stapel von 4 der Euro Boxen. Die lassen sich nämlich ganz dezent verräumen oder nutzen.

Wichtig ist mir, dass ich freie Bahn beim Aufbau habe und niemand schon gleichzeitig auf der Bühne herumturnt.
Gut ist, wenn man das Material mitten auf der Bühne oder vor der Bühne hinlegen kann, damit alles gut zugreifbar ist.
Wenn ich mit meinen Kabeln hinter anderen herumturnen muss kostet das extra Zeit.
Letztes Jahr hatte ich gut meinende Helfer, aber vermutlich wäre ich alleine schneller gewesen, wenn ich meine Handgriffe nur hätte abspulen müssen. So musste ich immer wieder überlegen, welche Subtasks sich deligiern lassen und nachher noch manches korrigieren.

Wenn man da mit mehreren parallelisieren will, muss da vorher geübt werden und alle müssen wissen was sie tun.
Wenn z.B. Jeder Sänger sein Mikrofonstativ aufbaut, Mikrofon dranschraubt und ein Kabel dran macht (und das zunächst noch aufgerollt am Mikroständer hängen hat), dann ist schon viel geholfen.
Bei unserer monatlichen Open Stage klappt das hervorragend, denn da wissen 3 Leute, was nachher wo hin muss und können parallel arbeiten und sich proaktiv aus dem Weg gehen. Die Anlage (nicht meine) ist aber immer gleich aufgebaut.

Ein großer Punkt ist immer der Transport der Anlage vom Auto zum Ort des Geschehens. Letzten Freitag war dei Tiefgarage 50m weit weg. Normalerweise wäre Sackkarre angesagt gewesen, um weniger Gänge zu haben, aber zunächst Tür mit schwerem Schließer, Treppe und dann noch 40m Weg. Oben an der Treppe alles hinstellen und dann Sackkarre war auch keine Option, denn da ist der Busbahnhof und man weiß nicht, ob oben noch alles dasteht, wenn man mit der nächsten Fuhre kommt. Bei jeder Fuhre 1 Instrumenten Gigbag auf dem Rücken und beide Hände voll.
 
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XLR-Kabel vom Mixer/Stagebox weg, hin zum Mikro oder Aus-/Eingansquelle verlegen. Die Kabel sind in der Regel länger als notwendig. Wenn alles überschüssiges Kabelzeug beim Mixer landet, gibt da am Ende einen super Kabelknoten (auch super beim Abbauen…). Wenn da ein Kabel falsch gesteckt und nicht beschriftet ist, findet man nie raus wohin das geht.
Oh, das ist ein guter und oft unterschätzter Punkt, der spätestens beim Abbauen über Himmel oder Hölle entscheiden kann :D

Kabel beschriften, ist generell eine gute Idee, erfordert aber, dass man beim Aufbauen sich das entsprechende Kabel raussuchen muss…
Bei uns hat das mit Beschriftung eher länger gedauert, als ohne, weil man dann ewig mit Suchen beschäftigt ist, während man sonst einfach das nächstbeste Kabel nehmen kann, v.a. wenn jedes Kabel gleich ist.
Wo uns das viel nützt, ist im Proberaum, wenn die Sachen nach Gigs wieder verkabelt werden.
 
In so kleinen Locations machen wir es uns einfach und beschallen über die Backline, was möglich ist. Wenn man es im Proberaum schafft, dass jeder einen okayen Sound hat, geht das auch in kleineren Bars. In eurem Fall heißt das zwei Gitarrenamps und den Bassamp soweit aufdrehen, dass es zum unmikrophonierten Schlagzeug passt. Dann Gesänge und Keyboard über die PA dazu mischen.

Keep it simple.
Der TE schreibt, dass sie keine analogen Amps haben, sprich immer über die PA bzw. Monitore verstärken!!

Ansonsten ist für mich in solchen Fällen der wesentlichste Tipp, das eigene Mischpult mitzunehmen und ggf. noch erforderliche Monitore aus dem eigenen Bestand.
 
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  • #10
Als Organisationshilfe schlage ich (wenigstenst) eine selbstlernende Checkliste vor. Da fließen ein:
  • Eure eigenen Erfahrungen
  • Wissen von hier
  • wechselnde Bedingungen vor Ort
  • u.v.a.
Und das ist dann der Effekt ...
Trotzdem glaube ich, dass der ganze Aufbauen und Soundcheck Vorgang noch effizienter und entspannter ablaufen könnte.

Schreib(t) mich gerne an, wenn Ihr das einmal ausprobieren wollt.
 
  • #11
Ich hatte bei einer (weitestgehend) Akustikband Kabel + Mikros + Ständer durch die jeweiligen Spieler schleppen lassen. Zwar alles mein Besitz, aber vor dem Konzert / den Konzerten (auch mal 3 Orte am Tag) kriegt jeder seins und ist für den Transport verantwortlich. Als Kabel die bunten pro.snake, dann ist klar, dass clar 1 grün, clar 2 blau ist oder was auch immer. (Nachtrag: Das ist sooo simpel, da können auch die Sänger:innen mithelfen, "gib mal das blaue Kabel") Jeder bringt "seinen" Krams zum Platz (ich hatte noch den Mixer und die Säule), lässt das Kabel aber am Platz liegen. Ich musste dann nur noch die Mikeständer aufbauen, Mikes dranschrauben (mache ich aus Gründen lieber selbst, die Halterungen für Sennheiser MD441 sind teuer ...), Kabel von den Leuten zum Mixer auf dem Boden herumrollen, hineinstecken. Funktionierte.
Und, klar: Standardisierung, Standardisierung, Standardisierung...
 
  • #12
5-P-Regel: Proper Planning Prevents Poor Performance

Dann fällt mir noch ein:

Aufbaureihenfolge, z.B. mache ich gerne Strom zuerst: So teste ich gerne als allererstes den Stromanschluss vor Ort, und lege dann überall dahin, wo es per Rider vorgesehen ist, Mehrfachsteckdosen, und teste dann examplarisch (meist ein Anschluss pro Mehrfachsteckdose) durch. Erst dann kommen die ersten Geräte auf die Bühne. Wäre nicht das erste mal, daß eine später mitgebrachte, dazugesteckte, irgendwo hinter einem Amp versenkte alte, ausgeleierte, verstaubte und schmutzige Steckerleiste ("die hat immer funktioniert") den typischen "Gitarristentod"-Mikrofon-Lippenstromschlag verursacht oder Störgeräusche. Vermeide ich gern.

Laufwege freihalten Nichts bremst einen Aufbau mehr, als wenn auf einer engen Bühne jeder Musiker seinen ganzen Kram noch im verpackten Zustand (Koffer, Gigbag, Hardcases) gleich mal auf die Bühne legt und dort schonmal im Weg rumliegen lässt während er erstmal alle begrüsst und fachsimpelt, dann später vielleicht später in Seelenruhe alles auspackt, aufbaut, und dann anfängt, auf seinem Instrument rumzunudeln, während die Kofferburg um ihr herum noch herumliegt.

"Kein Gefiddel" Trotz aller Vorplanung ist beim Aufbau oft mündliche Kommunikation notwendig - jeder Musiker, der dauerhaft auf seinem Instrument herumnudelt, sabotiert effektiv die Zusammenarbeit. Ich kann da penetrant sein, und hebe meine Stimme nicht gegen das Genudel an an, die die Musiker sich gegenseitig selbst zur Ruhe mahnen :evil:
 
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  • Ersteller
  • #13
So viele gute Tipps, Danke! 🙏🏼 Ich denke, davon kann ich einiges mitnehmen:
  • Eigenes Mischpult mitbringen: kann ich mir gut vorstellen. Bei uns im Proberaum sind wir gut versorgt mit dem Soundcraft Ui24R. Das möchte ich aber lieber dort lassen, weil viele Kabel dran hängen. Aber ein kleiner Digi-Mixer mit 8-12 Kanälen wäre für solche Zwecke praktisch. Und die Möglichkeit vom virtuellen Soundcheck ist natürlich auch cool.
  • Kanalbelegung mitbringen (=weniger denken)
  • Aufbaureihenfolge: tatsächlich waren mir Ständer und Monitor einige Male im Weg.
  • Kabelmanagement optimieren
  • Aufgaben verteilen/Verantwortung teilen: ist einen Versuch wert. Ob's funktioniert, wird sich zeigen 😉
  • Anfahrt/Ausladen: habe ich hier ausgeklammert. Wir versuchen das natürlich vorher abzuklären, aber manchmal gibt es vor Ort dann trotzdem unerwartete Herausforderungen und Zeitfresser.
Die Planung im Vorfeld machen wir m.M. schon recht gut, braucht aber auch viel Zeit. Aber das ist ein anderes Thema...

... und beschallen über die Backline, was möglich ist.
Wie eingangs erwähnt: bei uns ist alles digital. Wir haben keine physischen Amps/Backline. Aber du hast recht, diese Lösung wäre simpel 🙂
 
  • #14
bei uns ist alles digital
Ein Punkt, der wiederum für ein eigenes Mischpult spräche. Einer der Vorteile bei digitaler „Backline“: die Konsistenz. Die Signale sind immer gleich, sodass zumindest die Preamps gleich bleiben können, oft auf die EQs, Kompressoren, etc.
 
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  • #15
Eigenes Mischpult, ja. Ich habe für meine Band immer das XR18 mit (inkl. X-Touch) von dem aus ich eine eventuell vorhandene PA vom Haus gehe. Damit sind wir bisher sehr gut gefahren, weil ja schon einiges so eingestellt ist, dass nicht extra noch viel geschraubt werden muss. Auch wenn das bei den paar Kanälen ja auch keine Hexerei wäre.

Kanalbelegung ist bei uns immer die selbe und jeder kennt "seine" Kanäle, sind ja nicht sooo viele.

Aufbaureihenfolge und Verteilung der Aufgaben sind extrem wichtige Punkte. Wenn man keine Dienstleister, die das alles machen, bezahlen kann/will dann müssen alle das als Team gemeinsam machen. Und da regelt man das auch als Team wer was macht. Es muss ja nicht der/die Kleinsten die PA hoch wuchten oder Lichtbalken bestücken z.B. Aber wichtig ist eben dass da jeder die zugeteilte Aufgabe kennt und auch ausführt. Bei den eigenen Dingen wie Instrumente und Mikros ist es einfach, nur die gemeinsam genutzten Dinge sollten klar verteilt werden. Und auch die Reihenfolge sollte so sein, dass zuerst die allgemeine Infrastruktur, wie Stromverkabelung oder der Aufbau und Anschluss von Ton und Licht vorher gemacht wird, damit man nicht diese Kabel erst hinter die bereits aufgestellten Instrumente verlegen muss. Beim Abbau ist es eben umgekehrt. erst die sperrigen Dinger von der Bühne damit man leichter zu den Kabeln kommt. Und die Aufgabenverteilung MUSS funktionieren. sonst ist das keine wirkliche Band.

Kabelmanagement: Ich habe für unsere Band nur gleiche Kabel mit. XLR Kabel sind alle schwarz, 5 Meter lang und mehr als ausreichend vorhanden. Sollte wider Erwarten ein Kabel länger gebraucht werden, dann wird halt mit einem zweiten verlängert. Vom Beschriften und unter von unterschiedlichen Längen halte ich gar nichts, da geht mehr Zeit in die Suche nach dem passenden Kabel drauf. Strom verwende ich ein System von Adam Hall mit True1 Kabel Dqamit kann man sich den Strom schnell auf der Bühne im Ring verteilen. Auch da sind die Verbindungskabel alle 5 Meter lang. Das hat sich am Ende als die ideale Länge erwiesen. Nur ein Kabel ist da anders, das mit dem man dieses Strom System an eine Schuko Dose ansteckt, natürlich mit Reserve.
 
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