Mit EQ und Studiomonitoren verschiedene Abhörsituationen simulieren ?

von stonarocka, 08.08.16.

  1. stonarocka

    stonarocka Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.16   #1
    Ist das möglich?

    Ich habe mir den HEAR EQ http://hear.de.softonic.com/ auf meinem DAW Läppi installiert, bisher verwende ich den nur um eine Raummode bei 120Hz zu bekämpfen. Jetzt ist mir in den Sinn gekommen, das ich damit ja eigentlich auch mehr anstellen könnte.

    Die Idee ist den Frequenzgang von HiFi Boxen nachzustellen, oder auch Frequenzgänge von spezielleren Abhören wie Behritones.

    Würde mir halt ersparen meine Projekte immer erstmal zu exportieren um sie im Wohnzimmer auf der HiFi Anlage, oder im Auto, anzuhören, ich könnte das dann direkt in meinem "Studio" erledigen.
    Die Anschaffung von Behritones wäre dann auch nicht mehr nötig ... :ugly:

    Ist das praktikabel?
    Gibt es weitere sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten ?
     
  2. Zelo01

    Zelo01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.16   #2
    Hi:hat:

    Klar ist das möglich, aber ich würde mir davon nicht zu viel versprechen.
    Hier vergisst du den Raum. Nicht nur die Lautsprecher klingen verschieden, sondern auch die Räume. Du sagst du hast eine Raummode bei 120 Hz? Im Wohnzimmer ist die Raummode vielleicht bei 170 Hz und im Auto bei 300Hz. Es geht nicht nur darum, sich den Mix auf anderen Lautsprechern anzuhören, sondern die ganze Abhörsituation verändert sich, wenn man in einem anderen Raum ist.
     
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  3. Vinterland

    Vinterland Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.16   #3
    Guten Morgen zusammen

    Interessantes Thema, womit ich und mit Sicherheit auch viele andere Homerecordler zu kämpfen haben.

    Berechtigter Einwand.
    Nur die Frage, die ich mir direkt dabei gestellt habe ist, wie machen es denn die ganzen Tontechniker in ihrem Tonstudio ??.
    Die haben doch auch ihren Aufnahmeraum und ihren Raum, wo die Aufnahme später gemixt und gemastert wird.
    Also ich war bisher in drei verschiedenen Tonstudios und bei keinem könnte ich mich jetzt daran erinnern, das die den Mix in unterschiedlichen Räumen abgehört b.z.w.
    beurteilt haben. Klar haben die in ihrem Studio optimierte Räume aber dennoch müssen diese Leute sich doch auch auf diese einzige Abhörsituation verlassen.
    Oder liege ich da falsch. Jedenfalls, habe ich keine Situation mitbekommen, wo der Tontechniker in verschiedene Räume gegangen ist um dort ein Tape zu beurteilen.
    Kann aber auch sein, das der dass gemacht hat, nachdem wir nach Hause gefahren sind. :D
     
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  4. Bassyst

    Bassyst Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.16   #4
    Hey,

    also ich hab es mir damals bei unserem Homerecording-Projekt auch einfach gemacht und mir quasi EQs zur Simulierung unterschiedlicher Lautsprecher zusammengebaut, die ich auf die Masterspur gelegt habe.

    Wirklich genau waren meine Einstellungen nicht. Aber mir ging es nur um die grobe Simulation bestimmter physikalischer Effekte :-).

    1. Z.b. machen viele günstige Lautsprecher bei unter 100 Hz einfach schlapp. Hab mir angehört, wie mein Master klingt, wenn alles ab 100-120 Hz wegknickt. Wenn dabei zu viel Energie verloren geht, ist der Master einfach stark basslastig ... und wird bei den meisten Hörern eh nicht so ankommen.

    2. Dann hab ich noch ganz drastisch ein "Küchenradio" simuliert. Alles unter 250Hz wegschneiden, bei 2-4kHz ordentlich breit anheben und bei über 8kHz dann wieder abschneiden. Faustregel für mich war, dass man bei diesen Einstellungen immer noch was von der Bassgitarre und der Basedrum hören muss und alle Instrumente irgendwie identifizierbar sind. Ihr glaubt gar nicht, wieviele Leute noch mit ihren Laptoplautsprechern Mukke hören (meine Freundin zum Beispiel) und der beschriebene Frequenzgang kommt dem schon sehr nah :-).

    Grüße
     
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  5. Zelo01

    Zelo01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.16   #5
    hmmm ich glaube das wird unterschiedlich gehandhabt. Ich war auch mal in einem Studio. Die hatten im selben Raum 2 verschiedene Referenz-Monitore (Midfield und Nearfield), eine Hifi-Anlage, und sowas ähnliches wie ein Laptop-Lautsprecher. Das konnten die umschalten. Im Aufenthaltsraum, hatte es noch eine normale Stereoanlage. Da hat er zum Schluss auch nochmal reingehört, und mir zusätzlich geraten, das noch auf verschiedenen anderen Anlagen gegenzuhören.

    Wobei ich denke: Wenn man seine Abhöre kennt, und weiss wo sie ihre "Problemchen" hat, kann man schon sehr vieles auf einer einzigen Abhöre beurteilen. In einem Profistudio ist einerseits die Raumakustik, aber auch die Monitore besser als zu Hause. Zudem arbeitet der den ganzen Tag da drin, und kennt dadurch seine Abhöre vermutlich viel besser, als ich meine kenne, ganz einfach weil ich meine nicht 8h am Tag benutze^^
     
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  6. stonarocka

    stonarocka Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.16   #6
    Ich werde das einfach mal probieren. Klar wird dann immer noch an anderen Orten gegegehört, aber halt erst später.
    Das gleiche kann man sicher auch mit Kopfhörern machen, also den Klang von typischen Smartphone-Micky-Mäusen in den Studiohörern simulieren.
    Jetzt muß ich mich nur noch schlau machen, welche EQ Einstellungen da jeweils sinnvoll wären als Preset gespeichert zu werden.
     
  7. Signalschwarz

    Signalschwarz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.16   #7
    Sowas habe ich noch nicht gesehen, was soll das sein? Wenn es typisch ist, müsste das ja der Mehrheit der Smartphones beiliegen bzw. müsste die Mehrheit der Musik-über-Smartphone-Hörer sowas nutzen.
     
  8. Zelo01

    Zelo01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.16   #8
    Ich glaub das spielt keine grosse Rolle. Was bereits gesagt wurde, finde ich macht Sinn: Bässe mal komplett weg lassen. Weil viele Lautsprecher (Küchenradio etc) da echt nichts hergeben.

    Ansonsten finde ich die Einstellungen weniger wichtig, wichtig finde ich dass du dir oft "Referenz-Musik" damit anhörst, und dir einprägst, wie sich dein Referenztrack in den verschiedenen Einstellungen anhört. So lernst du deine Einstellungen kennen. Sonst hast du ja überhaupt kein Anhaltspunkt wie dein eigener Mix klingen muss.

    Nachtrag: Ich verwende zwar keine verschiedenen EQ Einstellungen, aber bei mir ist beim Mischen ein EQ im Masterkanal (Der natürlich normalerweise gemutet ist), aber ich fahr da gerne mal zwischendurch beim Mischen durch die Frequenzen, und achte darauf wie sich die Summe verhält. Dabei fallen mir manchmal Dinge im Mix auf, die mir sonst nicht auffallen würden.
     
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  9. stonarocka

    stonarocka Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.16   #9
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