Mitteltöner verpolt anschließen/lassen, Rätsel

von Blackgate, 17.02.06.

  1. Blackgate

    Blackgate Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.02.06   #1
    Moijn Forum,

    Ich will jetzt die Bäss über ein extra AMP aktiv ohne passive Weiche betreiben. Geht nächste Woche los. Teile sind alle da. Planung steht.

    Bisher hängt alles an einem Verstärker; alles mit passiven Weichen

    Anschluss bisher:

    TT 12 dB Weiche +/- ; die Weiche kommt raus>> aktiv

    MT 12dB/12dB Weiche -/+
    HT 12dB Weiche +/-


    MT/HT ein Gehäuse ein Anschluss.

    Ich habe drei Weichenbeispiele gefunden, mit diesen Tönern drin. Bei zweien ist nur der MT -/+, beim dritten alles +/-.

    Ob der MT verpolt bleiben kann? Muss sagen, da hört mein Verständnis auf....


    Wenn ich dem TT seine passive Weiche klaue, wird sich seine Phase wohl drehen. Richtig?


    Ich habe dann ab nächste Woche auch eine Aktivweiche (2-Wege Stereo), an der kann ich zwischen Bass und Mittelhoch die Übergangsfrequenz einstellen und LOW und Midhigh links wie rechts invertieren oder muten.

    Kann man dass nicht rausfinden mit Sinussweep, Pink Noise, oder in der Art? Einfaches Meßmikro und FFT Equalizer habe ich. Ohren am Kopf auch.


    Nur an der Tatsache, das MT -/+ und HT+/- angeschlossen sind, kann ich ohne Lötkölben nichts ändern..... Nur immer beides drehen am Anschluss oder der Aktivweiche.

    Wenn erforderlich kann ich das natürlich umlöten, scheue aber den Aufwand….


    Kann über die Aktivweiche einstellen:

    TT +/- und MT -/+ und HT+/-
    TT -/+ und MT -/+ und HT+/-
    TT +/- und MT +/- und HT-/+
    TT -/+ und MT -/+ und HT+/-

    Was könnte wohl die richtige Lösung sein?

    Wenn etwas falschphasig zueinander schwingt, müsste es zu Auslöschungen kommen, oder?


    Bleibt noch zu erwähnen, dass auf der anderen Seite der Tanze unter der Decke 2 Celestion MHT Hörner hängen die +/- beschaltet sind und auch auf dem Signal der MT/HT auf der anderen Seite hängen. Blöderweise haben die einen Frequenzgang, der zwischen den anderen MT/HT sich austobt. Bei den Celestions könnte ich aber die Anschlussstecker separat von der Aktivweicheneinstellung drehen oder nicht.

    Kommt den keiner von Euch Profis aus dem Harz oder Umland und will mal für 20 Pils 0,4 frisch gezapft mithelfen…?
     
  2. Rockopa

    Rockopa Globaler Moderator Moderator

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    Erstellt: 17.02.06   #2
    Die bleiben auch so.
    Eigentlicht MT+/- und HT+/-
    wie heisst denn die Weiche überhaupt.
    Der MT soll ja laut passiven Weichendesign verpolt laufen.
    D.h wenn TT und HT nach vorne geht soll MT nach hinten gehen.
    Habe ich das so richtig interpretiert.
     
  3. Blackgate

    Blackgate Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.02.06   #3
    Ja, derzeit ist das so, jedenfalls von der Beschaltung her mit passiven Weichen, einem Verstärker und ohne Aktivweiche. Klingt OK, nur das Bass zu schwach....

    Nun klaue ich dem TT seine passive Weiche, fürge eine aktive Trennung hinzu und gehe mit 2 Verstärkern ran. Sowie Boxenschieben; nicht den Raum in den Ecken mit Bass anregen...

    Was muss ich wohl beachten hinsichtlich der Polung?
     
  4. lini

    lini HCA PA-Praxis & LS-Selbstbau HCA

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    Erstellt: 17.02.06   #4
    Nachdem ich leider nicht weis, über welche Boxen wir überhaupt sprechen, würde ich epfehlen, es Aktiv genauso wie Passiv zu polen. Die Konstrukteure haben sich sicherlich was dabei gedacht.
     
  5. Blackgate

    Blackgate Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.02.06   #5
    Hallo,

    alles Eigenbau:

    Front:

    McEntire M180/H180 Eminence Kappa 15 Pro LF

    Back

    Celestion RTT-50 H/M Horn

    Werde erstmal anschließen und anhören...

    Gruß
     
  6. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 17.02.06   #6
    Ich kann auch nur beipflichten: MT/HT bleibt bezüglich der relativen Polung so, wie es ist. Im Zusammenspiel mit der aktiven Weiche muss man dann sehen, was besser klingt: TT+ und HT/MT +- oder TT- und HT/MT +-.

    Um das vorher beurteilen zu können, müsste man genau wissen, was die passive Weiche im TT gemacht hat und wie sie das Signal an die Mittelhochtonkombi weitergegeben hat.

    Gerade bei dem (hier interessanten) Übernahmebereich TT->MT hört man IMHO ganz gut, ob es stimmt oder nicht...

    Jens

    Jens
     
  7. Blackgate

    Blackgate Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.02.06   #7
    MT ist derzeit fest -/+ und HT ist derzeit fest +/-

    oder halt beide andersrumski

    Aus der Vielzahl der Beiträge muss ich folgern:

    Im Grunde genommen ist doch die ganze +/- Diskussion nur für den Phasenausgleich interassant... ich kann die Tops noch relativ zu den Bässen um +/- 5cm verschieben.

    Allein das dreht das Zusammenspiel doch auch, oder? Noch ein Freiheitsgrad..:eek:

    Ich werd erst mal den ganzen MT/HT Bereich so lassen wie er ist und mal den Bass +/- und -/+ (invertieren an der Aktivweiche) versuchen.

    Mit Pink Noise aus EQ zwischen nur zwischen 400HZ und 800 Hz@+12dB (Übergangsbereich zischen TT und MT) alle anderen Freqs @-12db müßte die richtige Phasenlage etwas lauter erscheinen als die falsche weil sich nichts auslöscht.:cool:
     
  8. FranceArno

    FranceArno Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 18.02.06   #8
    Diese +- - Bezeichnugn im Lautsprecherbau ist eben ein wenig verwirrend und suggeriert dem Nichtfachmann, dass es sich hier um Gleichstrom handelt. Das ist aber gar nicht so, die Lautsprecher werden durch Wechselstrom zum Schwingen gebracht. Und hier muss man eben darauf achten, dass alle Membranen zur gleichen Zeit nach vorne bzw. hinten gehen. Es gibt also gar nicht wirklich Plus und Minus, es ändert sich permanent (in Abhängigkeit von der Frequenz).
    Es kann nun sein, dass die Weiche aufgrund des Schaltungskonzeptes bei den Mitteltönern die Phase invertiert (so ist das nun mal bei Induktivitäten/Kapazitäten) - dann muss man eben den Speaker verpolt anschliessen, um die Phase wieder "richtigrum" zu kriegen.
    Wie Jens schon sagt, das wird man hören beim Anschliessen.
     
  9. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 18.02.06   #9
    Zu der Mitteltönerverpolung:
    Das gehört so, weil Filter im Grenzbereich die Phase drehen. Bei halber Lautstärke (-6 dB Punkt) die Tiefpässe (Mütteltöner) um +90 Grad, ein Hochpass um -90 Grad. Die Summe ergibt 180 Grad an dem Punkt an dem beide Lautsprecher sich das Signal genau teilen. Daher ist einer verpolt angeschlossen, das kompensiert die 180 Grad!

    Zu den +-5 cm:
    Da musst du schauen, beachte dass Hörner den Treiber weiter hinten haben und von daher schon eine frequenzabängige Phasenverschiebung haben (Laufzeitdelay). Das muss man auch irgendwie kompensieren, daher kann es sein, dass deswegen das Ding noch mal verpolt werden muss...
    Ansonsten sollen eben die Membrane möglichst auf derselben Höhe sein. Die DCX2496 aktive Frequenzweiche hat z.B. die Funktion über den Frequenzgang diesen Laufzeitunterschied rauszumessen und zu kompensieren, das können aber nur digitale Weichen. Verpolung kann sie auch rausmessen. Geht aber auch von Hand mit Rauschquelle und RTA, wenn man weis wonach man schauen muss.

    Ach ja, und wenn du irgendwo in die Nähe der Resonanzfrequenz eines Lautsprechers kommst, dreht der mehr oder minder unabhängig von der Frequenzweiche die Phase noch mal...

    Viel Glück!
     
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