Möglichkeit zur Proberaumdämmung

von Pfeife, 25.09.16.

  1. Pfeife

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    Erstellt: 25.09.16   #1
    Mal keine Frage sondern eine Möglichkeit:
    Bestand:
    Außenwand: 24er Mauerwerk fraglicher Konsistenz mit mit dünnem Putz
    Dach: 8/15 Sparren mit lose verlegten Styroporplatten im Zwischenraum, Brettschalung und Bitumenschweißbahn

    erster Test mit drumset ergab an den drei Außenwänden im Abstand von ca. 3m 55-57 dB, über dem Dach 68 dB. :confused::gruebel:

    Als erstes die alte Dämmung entfernt, und das Dach mit 140mm Zwischensparrendämmung 'beruhigt'.

    Fußboden: Gummigranulat-Bautenschutzmatte mit Holzklötzchen zum Höhenausgleich im Raster von ca. 0,70m, darauf 2 Lagen 15mm OSB kreuzweise verleimt und verschraubt, so daß eine 30mm starke stabile Platte mit 4cm Abstand zu allen Wänden entsteht.

    Wände und innere Decke: 6/10 Ständerwände aus KVH mit 120mm MiWo ausgedämmt, so daß 2cm Abstand zu allen Wänden und der Decke bleiben. Innenseitig Dampfbremsbahn komplett verklebt. Auf der Dampfbremsbahn umlaufend einen Sockel von 1,35m Höhe(ergibt sich aus zwei Breiten von 0,675m) OSB 15mm auf die Ständer verschraubt. Darauf einen 0,25m hohen Kabelkanal umlaufend montiert. Oberhalb des Kabelkanals partiell 40mm Noppenschaum, oberhalb des OSB-Sockels und an der Decke 300g-Bühnenmolton gespannt. Luftdichte Tür und Fenster erfunden und gebastelt, Teppich rein und fertig. :whistle:

    Pegelmessung steht noch aus, aber der erste Schlagzeugtest ergab, daß man außen die Bassdrum und die snare hören kann, wenn man an der Wandsteht, und keiner spricht. In drei Meter Entfernung übertönt der Straßenlärm (Abends, Innenhof, ruhige Lage) alles.

    Allerdings ist das nicht unbedingt low-budget, wenn man nicht über geeignete Quellen für die Materialien und ein gewisses Maß an handwerklichem Geschick, bzw. Vorbildung verfügen kann.
     

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  2. mika

    mika HCA - Raumakustik HCA

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    Erstellt: 25.09.16   #2
    Um die genannte Konstruktion noch zu verbessern eignen sich anstatt Bautenschutzmatten Sylomer (den Arbeitsbereich aus den Datenblatt entnehmen), und zwischen den OSB Lagen im Boden sollte eine Lage GKF Rigips verlegt werden. Die Masse der Innenschale der Wand kann man auch noch durch eine weitere Lage GKF Rigips verbessern, und wenn man es wirklich schalldicht haben will, dann kommt zwischen die Lage Rigips und OSB noch eine Lage Schwerfolie.

    Lass uns wissen was die neuen Messungen sagen.
    cheers
    Mika
     
  3. Pfeife

    Pfeife Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.09.16   #3
    10mm Bautenschutzmatte war vorhanden, Sylomer müßte gekauft werden. ;) Das mit der zusätzlichen Lage GKF im Fußboden mußt du mal erläutern. Ich habe zwei Lagen 15mm OSB 2,50/0,675 als Nut-Feder-Platten verlegt. Stöße verleimt, und die zweite Lage um 90° gedreht verleimt und verschraubt, so daß eine halbwegs biegesteife Scheibe mit nur 30mm entsteht. Aufgrund der vorhandenen Raumhöhe mußte ich beim Aufbau mit jedem Zentimeter geizen, und nebenbei noch 73mm Fußbodengefälle ausgleichen.
    GKF im Wandaufbau wäre aber nur auf der Innenseite möglich gewesen, und da wollte ich bewußt nicht die Wände vollflächig schallhart beplanken, um die Dämmung so ganz nebenbei auch als Breitbandabsorber zu nutzen.:D
     
  4. Pfeife

    Pfeife Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.10.16   #4
    Hab gestern Abend mal versucht zu Messen. :confused:
    Leider kann ich keine Ergebnisse in Zahlen anbieten.
    An den gleichen Messpunkten ergab sich kein Pegel, der in irgendeiner Art über den Umweltgeräuschpegel (~ 10-15dB) ging. Allerdings ist mein Meßgerät auch nur ein einfaches Teil von Elektro-Conrad.
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    Mir gings ja ursprünglich nur um eine Dokumentation der Veränderungen. Daß wir die Bude so dicht bekommen, hatte ich selbst nicht erwartet.:juhuu:

    Allerdings tun sich dadurch neue Probleme auf. Wir haben bisher immer über unsere PA (X32Compact; 2x RCF312) geprobt. Das erweist sich nun in diesem kleinen Raum, der nahezu reflektionsfrei ist, als schlecht, da die Boxen zu große tote Winkel haben. Nächster Test wird vermutlich 4 Studiomonitore in den Raumecken, damit jeder alles hört.
     
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  5. Basselch

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    Erstellt: 15.10.16   #5
    Hallo, Pfeife,

    ...ist doch ein schöner Erfolg :great: Glückwunsch!! Und eine schöne Anleitung mit schaff-baren Baumaßnahmen. Jetzt bin ich aber noch auf die Lösung des "Innen"-Problems gespannt...

    Viele Grüße
    Klaus
     
  6. Pfeife

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    Erstellt: 15.10.16   #6
    Das hat nun wieder was mit Geld zu tun.....
    Wobei der Vorteil bei uns ist, daß der Manager und der Techniker die selbe Person sind.:D
     
  7. Pfeife

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    Erstellt: 19.04.17   #7
    Update zur Beschallung:
    Wir haben uns 4
    https://www.thomann.de/de/samson_auro_d208.htm
    mit Wandhalterung
    https://www.thomann.de/de/millenium_multi_monitormount_mm1.htm
    gegönnt. Vorteil von der Wandhalterung ist, daß man die Boxen liegend mit 'nem kleinen Packriemen sichern kann. Das schafft wieder mehr Kopffreiheit.
    Die Samson haben wir allerdings noch Anfang März noch zum alten Preis von 129€/Stück gekauft!
    Der Vorteil ist, daß die Teile live als Monitore eingesetzt werden, und damit wieder alter Schranz entsorgt werden kann.
     
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