Möglichkeiten zur Feinabstimmung der Bandmember aufeinander?

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ich bin jetzt relativ neu bei einer bereits bestehenenden Band dabei. Wie mein Name schon sagt: ich drumme dort :)

Was bis jetzt merklich ist:
die mitmusiker haben alle großes potential und auch einiges Auftritte jährlich, aber irgendwie fehlt noch etwas das "aufeinander hören".
gibt es Tipps und Tricks wie man das Proben könnte? Am besten vielleicht irgendwelche Übungen, die nicht abendfüllend sind, die man aber immerwieder mal als Lückenfüller und zur Auffrischung bringen kann?

Ein altes Problem war, dass der vorheriger Drummer keine große Leuchte am Drumset war ( er hat es sich auch nur angewöhnt zu spielen, weil sonst kein anderer dafür da war). Folglich hat sich die Band mehr am Gesang, als am Schlagzeug orientiert.
Sie neigt zudem zum "Schneller werden", ich habe Mühe das tempo konstant zu halten (man will ja auch nich der spielverderber sein)

Ok, also ich wäre für tipps sehr dankbar (hab die letzten 20 threads hier mal durchgesehen und konnte nix zu dieser problematik finden und für die suchmaschine fehlen mir etwas die worte nach was genau ich suchen soll)
seid bitte nachsichtig und wir wären euch für tipps sehr dankbar.

was wir für musik machen ist hier teilweise zu hören (alles selbstkomponierte sachen)
www.tot-am-strand.de

Grüße
Kathrin
 
Eigenschaft
 
Du mußt einfach klar stellen, dass Du jetzt den Takt angibst.
Habe ich bei einer unserer ersten Proben auch einfach ganz klar gesagt und dann ziemlich straight die Schnelligkeit beibehalten, auch als der Gitarrist am Tempo zerrte wie noch was. Klar kann man da im Fall der Fälle auch mal ein bißchen nachgeben aber grundsätzlich bist Du ja für die Schnelligkeit verantwortlich. Sonst nehmt den Song einfach mal auf und hört euch den nachher gemeinsam an, laßt dann z. B. einen *Click* mitlaufen.

Übrigens zum Training, wie man lernt aufeinander zu hören:
Wir jammen bei den Proben nachdem wir mit den Songs durch sind, da geht´s dann ja nicht anders und man lernt sich musikalisch besser kennen.
 
jamen gehört bei uns auch zur tagesordnung, trotzdem ist es eben ein unterschied ob der gitarrist seinen stil (er ist auch sonst eher der dominante typ ^^) durchhaut oder ob man wirklich harmonisch zusammenspielt.
Man jamt natürlich trotzdem, aber er führt das ganze eigentlich immer an und achtet nich groß auf den rest.
Da ich mich mit dem Bassisten bis jetzt so mit am meisten unterhalten hab und wir ähnliche ansichten über das weiterkommen haben versuchen wir auch immer aufeinander zu hören, aber es bringt irgendwie nix wenn die "rhythmusgruppe" zwar beisammen ist aber der gitarrist versucht eher sein ding zu machen anstatt sich uns anzupassen.

Es is vielleicht im endeffekt auch nich so gravierend wie es sich anhört, ein zuhörer, dem würde das ggf. gar nich so auffallen... aber es wäre einfach gut wenn man irgendeine übung hätte wo man sagt "so und jetzt achten wir alle aufeinander"... leider kann ich mir dazu jetzt keine direkt vorstellen.

In der letzten Probe hab ich einfach n ca 90er Tempo 4/4tel gespielt und der bassist hat immer einwas vorgespielt was der gitarrist nachgespielt hat, das war ganz lustig... aber auf die dauert ist das vielleicht doch zu sehr "kindergarten"...

hätte ja sein können, dass jemand so ne art übung kennt, wo jeder auf jeden achten muss , ausser beim jamen (da ist wie gesagt der gitarrist eigentlich der dominante punkt).

Falls jemandem noch was einfällt, bitte schreiben :)


edit:
mir ist da jetzt grad selbst ne vielleicht gute idee gekommen
beim jamen gibt einfach reihum jemand was vor (akkordfolge is vorher festgelegt) und die anderen versuchen sich drauf einzulassen, wenn demjenigen nix mehr einfällt gibt er ein zeichen und der nächste ist dran.

könnte mir vorstellen, dass das hilft.
Werde dann mal berichten obs klappt :)
 
Ihr könntet z.B. folgendes machen
Gitarrist Takt Takt, Schlagzeuger 1 Takt .... und immer drauf achten, dass es keine Pause zwischen den Takten gibt. Am Besten noch Metronom im Hintergrund laufen lassen oder die Bassdrum auf Viertel mitlaufen lassen.
Gruß Shoto
 
Auch von meiner Seite ein paar Erfahrungen und Hinweise:
1. Die Songs - zumindest Parts daraus - mal in Duos spielen, möglicherweise mit Klick - zumindest, wenn das drum nicht dabei ist. Man hört vielmehr raus, was der andere macht und ob es wirklich passt. Der Klick ist einfach ein Anhaltspunkt und zielt zudem darauf ab, dieses Schneller-Werden zu unterbinden. Geeignete Duos sind: bass+drum, bass+gitarre, git+gesang, drum+git.
2. Wie Biene3r schon sagte Sessions.
3. Aufnehmen 1. Mini-Disk oder sogar Kassette reichen in den meisten Fällen. Und dann natürlich gemeinsam abhören und drüber reden.
4. Aufnehmen 2. Auf Multi-Track oder PC - da hört man dann wirklich alle Spuren einzeln und merkt genau, wo was zuviel oder zu wenig ist etc.
5. Leise spielen. Erhöht radikal die Aufmerksamkeit.

Das sind so Sachen, die mir in diversen Bands immer geholfen haben.

In Ergänzung, weil Du mittlerweile einen zweiten Post releast hast:
6. Nur bass, Gesang und drums fangen mit dem Jammen an. Die git hat die Aufabe, nur zu untermalen, nix sonst.
7. Die git spielt mal nur ein paar schöne Hooklines, bass, voc+drums jammen darüber.
8. Reihum wird improvisiert - lediglich Reihenfolge und Taktlänge der Improvisation wird ausgemacht.
9. Spielt dem gitarristen mal ein paar songs vor, wo die gitarre für Euch stimmig ist. Kann sein, dass er das gar nicht vermutet hat. Kann sein, dass er sagt: ne, is nich mein Ding. Kann sein, dass er sagt: hört sich ja eigentlich geil an. Das ist jedenfalls offener, als zu versuchen, ihn "mit Tricks" in eine bestimmte Richtung zu bringen.



x-Riff
 
Ab und an mal eine Probe rein akkustisch spielen - A statt E-Gitarre, Cajon statt Drumset, etc. die eletr. Instrumente wie Baß + Keyboards halt nur minimalst mit Kleinst-Amps... - spielt die Songs aus euerem Repertoire.

-Und über allem einen richtig lauten Klick, sobald auch nur einer den Klick oder ein anderes Instrument nicht mehr hört - abbrechen!
-sobald der Klick länger als 2-3 Takte nicht synchron läuft - abbrechen!
-die ganze Probe aufnehmen und hinterher auswerten, dann gibt es ganz klar jemanden, der verantwortlich ist - es liegt dann an euch, was ihr aus dieser Info macht, wenns der Gitarrist dann nicht checkt, dann habt ihr ein Problem...
 
so
ich bedanke mich für die vielen vielen tipps
das mit dem leiser üben ist auf jeden fall eine gute idee, werde zur nächsten probe meine rods mitnehmen (üben in so nem keller, wo dann alles ab ner gewissen lautstärke wischi waschi wird)
der gitarrist hat eine halbakustische gitarre, das lässt sich dann auch regeln und der bass wird eben leise gezupft.
Ein cajon werd ich mir anschaffen, sobald ich wieder kohle dafür hab, das is ne sehr sehr feine sache :)

werde dann mal im laufe der nächsten zeit posten wie es so funktioniert hat :)

vielen danke nochmal für die mühe, die ihr euch gemacht habt!
Aufnehmen wollen wir sowieso bald ein paar lieder und deswegen hab ich mit dem bassisten schon abgesprochen, dass ich ab der nächste probe anfangen werde mit klick zu drummen (erstmal nur ein paar lieder zum eingewöhnen)

lg
kathrin
 
DrummerinMR schrieb:
... Ein cajon werd ich mir anschaffen, sobald ich wieder kohle dafür hab ...
Cajon war eher "symbolisch" gedacht - wollte damit ausdrücken, daß man alle Möglichkeiten (Lautstärke, Sound, Technik,...) auf das mögliche Minimum zurückfährt. Im Zweifelsfall wird auch Klatschen funktionieren...
DrummerinMR schrieb:
... ab der nächste probe anfangen werde mit klick zu drummen (erstmal nur ein paar lieder zum eingewöhnen) ...
Gerade zum Eingewöhnen sollte die gesamte Band den Klick haben, die werden zwar 2-3 Proben ziemlich gefrustet nach Hause gehen, aber zumindest wissen sie dann, wo Aufarbeitungsbedarf besteht. Erst wenn die wissen, wie das mit dem Klick ist, werden sie deine Arbeit an den Drums besser würdigen können.
 
Ihr solltet den menschlichen Faktor nicht vernachlässigen.
Geht mal zusammen 1,2 ..12 Bier trinken.
Das mein ich ernst. Für ein gutes Zusammenspiel muss man sich aufeinnander einlassen können.
 
auch wenns jetzt schon paarmal dastand:
KLICK!!
das bringt echt alles; wir haben den klick auf ner nicht ganz kleinen basscombo (mit horn) volle lotte laufen gehabt. das geht dir so durch mark und bein, das tut schon weh wenn man draus kommt. vor allem wenns rhythmisch komplexer wird eine art wundermittel.
wenn ihr keine basscombo habt, gibts ja wohl ne pa. und ruhig so weit aufdrehen, dass es richtig nervt!
ich hab beim aufnemen jetzt kürzlich auch den klick beim einsingen drauflegen lassen, damit der takt echt absolut genau ist. das geht dir zwar auf den sack, aber es hilft echt.
einziges problem ist, du musst programmieren, wenn ihr rhythmuswechsel habt.
 
also am equipment sollte es nich scheitern den klick zum laufen zu bringen. Da ist schon einiges vorhanden, was groß und laut aussieht *gg*.

boerx:
bier trinken gehört zur probe dazu *lach* und danach zB noch fußball gucken und sonstiges, also der zusammenhalt in der band ist echt klasse.
Wie schon gesagt, das "nicht aufeinander hören" ist nun nich richtig extrem, aber um endlich mal aus dem regionalen Sumpf auch überregional bekannt zu werden, dazu muss es einfach besser werden :)
Wir wollen einfach die qualität der lieder steigern und das ist unser erster schritt dazu :)

lg
 

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