Motivationsproblem/gute Einsteigermethoden gesucht

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jj028

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Moin zusammen.
Ich hab erst vor einem Jahr die Gitarre, die ich mit 12 im Schrank verstaut habe (seitdem sind sechs Jahre vergangen), wieder hervorgeholt und klimper seitdem wieder regelmäßig draufrum.
Seitdem seh ich bei mir aber keinerlei Fortschritt trotz Unterricht, der aber nur sehr sporadisch stattfindet und bei dem ich den roten Faden vermisse.
Es ist schlichtweg unglaublich demotivierend festzustellen, dass man in mehr als einem Jahr praktisch nichts gelernt hat...ich blätter zwar in Lehrbüchern oder lerne einzelne Songs durch Tabs aus dem Netz kurzzeitig mal auswendig und versuche, mir durch Haunschilds Harmonielehre ein bisschen Wissen anzueignen aber es verläuft wie früher im Französisch-Unterricht...
Wenn ich mir dann aber wieder die vielen Blues- und Rock-Gitarristen auf Platte anhöre, habe ich auch keine Lust einfach aufzugeben, die Gitarre ist doch so ein grandioses Instrument.
In diesem Sinne: was würdet ihr mir raten, um endlich mal einen Fuß in die Tür zu bekommen?
Nen neuen Lehrer?
Bessere Lehrbücher?

Alle Tipps sind willkommen, danke schonmal im Voraus.
 
klaatu

klaatu

E-Gitarren
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Wenn du der Meinung bist, in einem Jahr nichts dazugelernt zu haben, kann es auch daran liegen, dass der Unterricht und das Üben eben nur sporadisch stattfinden, statt immer am Ball zu bleiben. Da passen eben die Ziele nicht mit dem erfolgten Einsatz zusammen, also solltest du dir darüber Gedanken machen:

1. Was will ich erreichen
2. Wieviel Einsatz will ich geben

Wenn dies zusammenpasst, kommt Freude auf, ansonsten überwiegt der Frust. Die "vielen Blues- und Rockgitarristen auf Platte" sind sicher nicht durch "ab und zu mal üben" oder "ein wenig in der Harmonielehre blättern" so gut geworden.

Ein Wechsel des Lehrers kann eine Verbesserung darstellen, ebenso andere Gitarrenlektüre. Den größten Einfluss hast aber du und deine Einstellung zum Gitarrespielen.
 
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geka

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Hi,
erzähle doch mal, wieso es bei Dir mit dem Unterricht nicht so richtig klappt.
Wenn Dein Lehrer wirklich keinen roten Faden hat: Hast Du mit ihm mal darüber geredet?
Manchmal wünschen sich Lehrer auch, daß die Schüler von sich aus aktiver werden und Wünsche zur Richtung äußern. Aber das ist halt schwierig von außen einzuschätzen.

geka
 
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jj028

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oeatschie, danke für den Beitrag.
Natürlich sind das die zwei wichtigsten Sachen beim Lernen eines Instruments.
Hab ich sicher schleifen lassen.

Hi,
erzähle doch mal, wieso es bei Dir mit dem Unterricht nicht so richtig klappt.
Wenn Dein Lehrer wirklich keinen roten Faden hat: Hast Du mit ihm mal darüber geredet?
Manchmal wünschen sich Lehrer auch, daß die Schüler von sich aus aktiver werden und Wünsche zur Richtung äußern. Aber das ist halt schwierig von außen einzuschätzen.

In erster Linie klappt der Unterricht meiner Meinung nach nicht, weil einfach die Kontinuität fehlt, da lässt sich wohl auf zukünftig nix machen.
Mein Lehrer ist gleichzeitig ein guter Bekannter, in dessen Tonstudio ich ab und zu kleinere Jobs erledige, und ich sehe ja selbst, wie ausgebucht der Typ ist.
 
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Rosenfrfeund

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Hallo jj028,

dieh es mal so:
Du gehst in die Grundschule - aber - nur mal so ab und an - und dann wunderst du dich darüber, dass das mit dem Rechnen und Schreiben nicht so klappt.

Nichts anderes als lernen - lernen heißt üben, üben, üben - ist es auch mit beim musizieren.

Allerding besteht ein gravierender Unterschied. In der Schule, da wurde dir das Zwischenziel (Klassenziel) durch das Lehrpersonal vorgegeben. Nun mußt du dir selber Etappenziele setzen die du erreichen willst. Diese sollten nicht zu große Sprünge beinhalten und realistisch mit Fleiß deinerseits errechbar sein. Ist dies mit Hilfe deines jetzigen Lehrers - warum auch immer - nicht möglich, dann wechsel den Lehereer, vergiss aber dabei nicht, dass nicht der Lehrer den Fleiß aufbringen mußt, sondern du selber.

Ach, und noch etwas so am Rande - auslernen tut man bei der Musik nie - ich lerne nach nun 45 Jahren Gitarre spielen täglich noch dazu und das ist meine Motivation, täglich das Instrument in die Hand zu nehmen.

Gutes Gelingen wünscht dir
der Rosenfrfeund
 
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geka

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In erster Linie klappt der Unterricht meiner Meinung nach nicht, weil einfach die Kontinuität fehlt, da lässt sich wohl auf zukünftig nix machen.
Mein Lehrer ist gleichzeitig ein guter Bekannter, in dessen Tonstudio ich ab und zu kleinere Jobs erledige, und ich sehe ja selbst, wie ausgebucht der Typ ist.

In dem Fall würde ich Dir dann auch einen Lehrerwechsel nahelegen. Danke Deinem Freund für die aufgewendete Mühe, aber suche Dir lieber eine Musikschule oder einen Lehrer mit festem Stundenplan, der Dir etwas Dampf macht. Dann siehst Du auch Erfolge, die Dich weiter motivieren werden.

Bei nicht zu billigen Gebühren ärgert man sich übrigens über jede vergammelte Unterrichtsstunde aufgrund eigener schlechter Vorbereitung. ;-)

geka
 
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jj028

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Rosenfrfreund: Genau das isses...scheinbar nehm ich mir zu viel oder zu wenig vor und bin deshalb oft genervt, dass es nichts wird. Danke.

geka: So schauts aus und so hab ichs mir auch gedacht...immerhin hab ich für meinen momentanen Unterricht nichts gegeben (zumindestens kein Geld).
Werd das Thema gleich nächste Woche mal aufgreifen...
 
Mr96

Mr96

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Was Lehrbücher betrifft, so kannst du dir eine solide Grundlage mit Brümmers "Garantiert E-Gitarre lernen" erarbeiten. Zumindest hier im Forum (und das will schon was heißen) die Nr. 1 bei den Arbeitsbüchern für den Einstieg. Damit wärst du erst mal einige Monate (bei mehrmaligem Lernen und Üben (immer schön mit Taktell!) pro Woche) beschäftigt und dann könnte man, evtl. auch mit einem guten Lehrer, weitersehen.
 
Gitarrist1995

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oder Schule der Rockgitarre von Bernd brümmer ist auch ganhz, gut (lernst noten, paar riffs, licks, akkorde (sept, barré, grund -dur-moll, usw.) bekannte lieder wie, hey joe, enter sandman, ... und is mit CD

als oist zu empfhelen

mfg Marco
 
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delayLLama

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...du musst einfach den Spass und die Freude daran entdecken, das ist es was motiviert.
 
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McQuaid

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Hallo,

@Gitarrist1995, das Buch "Schule der Rockgitarre" ist nicht von Herrn Brümmer sondern von Andreas Scheinhütte, und dieses Buch ist M.E. mit eines der Besten für fundiertes lernen, man wird quasi dazu genötigt sich mit Noten zu beschäftigen da der erste Band ausschließlich in NOtenschrift erhältlich ist, im zweiten Band liegt ein Tabulaturheft mit dabei.

Viele Grüße
McQuaid
 
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