Musette-Noten gesucht für Akkordeon und Querflöte (oder Melodieinstrument in C)

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mohr
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Hallo zusammen,

ich (eine Querflöte) möchte zusammen mit einem Bekannten (Akkordeon) Musik machen - und es soll am liebsten Musette sein :)

Nun stellt sich die Frage nach den Noten. Ich habe gerade schon eine Weile gesucht um festzustellen, dass es gar nicht so einfach ist Duo-Noten für Akkordeon und ein anderes Melodieinstrument aufzutreiben.... mein einziger Fund bisher (Besetzung: Melodieinstrument C, Akkordeon):

http://www.stretta-music.com/noten/...-musette/musette-2-110-success-nr-358588.html

Ich finde die Vorschau ja wunderbar, da kann man schon einmal reinspielen :)

Nun zu meiner (vielleicht total naiven) Frage an euch: Ist das wirklich für zwei Instrumente?? Ich habe ja keine Ahnung davon, wie Akkordeonnoten auszusehen haben, aber mir sieht das doch sehr nach einer Solostimme aus. Oder spielt das Akkordeon einfach alles und das Melodieinstrument nur die Melodielinie? Aber das wäre ja auch irgendwie langweilig. Oder spielt das Melodieinstrument die Melodie und das Akkordeon nur die Akkorde, die obendrüber stehen und improvisiert vielleicht noch ein wenig dazu? Oder ist mit der Angabe für die Besetzung Melodieinstrument ODER Akkordeon gemeint? :confused:

Ich vermute stark, dass mein Spielpartner nicht mit den Akkordsymbolen vertraut ist - er spielt seit einem halben Jahr, aber sehr engagiert. Da ich also vermutlich leider nichts mit meinem obigen Fund anfangen kann (oder vielleicht doch?) direkt meine zweite Frage an euch:

Kennt ihr schöne Musette-Noten für ein Akkordeon und ein Melodieinstrument in C (bzw. Querflöte). Die Akkordeonstimme sollte möglichst einfach sein, die Melodieinstrumentenstimme darf beliebig schwer sein - muss aber nicht, hauptsache schön, das ist das Wichtigste :) Wo kriegt man so Noten her??

Wie macht ihr das? Arrangiert ihr die Noten selber?

Schon einmal vielen Dank und liebe Grüße!

PS: Ich finde Akkordeon/Querflöte ja eine hervorragende Kombi ;) : http://www.youtube.com/watch?v=Lqp6M5E0RZU
 
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Nun zu meiner (vielleicht total naiven) Frage an euch: Ist das wirklich für zwei Instrumente?? Ich habe ja keine Ahnung davon, wie Akkordeonnoten auszusehen haben, aber mir sieht das doch sehr nach einer Solostimme aus.

Hallo mohr,

das ist natürlich eine gute Frage. Wie sehen Akkordeonnoten aus?
Einerseits sind Noten zunächst einmal nur Noten. Sie können für verschiedene Instrumente arrangiert sein, dann werden sie z. B. zu Akkordeonnoten.
Im vorliegenden Fall ist es so, daß die Begleitsimme ("linke Hand") nicht ausnotiert ist, sondern nur Akkordsymbole angegeben sind.
Das ist einerseits schön, gewissermaßen professionell, es läßt einem alle Freiheiten. Nach diesen Akkordsymbolen kann man mit allen möglichen Instrumenten spielen, das ist in keinster Weise auf Akkordeon eingeschränkt.
Die Melodiestimme(n) sind wiederum ebensowenig auf Akkordeon eingeschränkt, und wie man sich beim Spielen organisiert, bleibt den Musikern selbst überlassen.
Wenn das Akkordeon die Querflöte doppelt, ist das immer etwas schade. Ich würde bei Mehrstimmigkeit die Stimmen aufteilen und ansonsten auf dem Akkordeon teilweise nur begleiten und Einwürfe spielen...

Alles in allem eine recht freie Angelegenheit, eher vergleichbar mit dem Real Book im Jazz, nicht alles ist explizit ausnotiert (betrifft hier vor allem die Begleitung), man hat die Freiheit, mit einer beliebigen Anzahl von Musikern und Instrumenten nach diesen Noten zu spielen.
Natürlich ist das Akkordeon ein typisches Instrument für diese Musik und es ist auch auf dem Titel abgebildet, aber streng genommen sind das ganz gewöhnliche "Lead Sheets" ohne spezifische Instrumentenbindung (und auch die Anzahl der Instrumente ist offen).
Solche eine "C-Stimme" hast Du also in allen Akkordeon-Noten automatisch, einfach deshalb, weil das Akkordeon genausowenig transponiert wie die Querflöte.

Wenn Ihr mit dieser Notation ewas anfangen könnt - nur zu, es spricht nichts dagegen. Falls nicht, lassen sich auch alle anderen Noten verwenden.

Viele Grüße
Torsten
 
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Hallo mohr,

bei einem versierteren Akkordeonspieler würde ich sagen, seht Euch in der Kombi Klavier + Melodieinstrument um, der Akkospieler muss sich dann halt aus der Kla4stimme etwas basteln. Aber so?

Eine Möglichkeit wäre vielleicht, wenn Ihr Euch Akkordeonnoten mit leichter zweiter Stimme sucht und das Akkordeon dann die zweite Stimme + Bass übernimmt und Du mit der Flöte die erste Stimme. Dann gehen allerdings eventuelle Doppel- (oder Mehrfach-)Griffe der ersten Stimme flöten (im Sinne des Wortes) ...

Ich fürchte, Euch wird nichts anderes übrigbleiben, als Euch irgendwie selbst etwas zu arrangieren.
Wenn man sich das von Dir verlinkte Video ansieht (das übrigens verwirrenderweise seitenverkehrt ist), kann man feststellen, dass das Akkordeon da wo die Flöte auch spielt, zu einem großen Teil Begleitakkorde spielt:
- anfangs als hm-ta-ta; das hm im Bass, ta-ta mit der rechten Hand
- später als gebrochene Akkorde
- noch später auch mal flächig
nur relativ wenig spielt es entweder eine Nebenmelodie oder doppelt die Melodie der Flöte.

Vielleicht tastet Ihr Euch an die Materie ran, indem in einem Stück das Akkordeon wirklich nur Begleitung spielt. Sucht Euch ein Lied, in dem die Melodie + (Gitarren-)Akkorde notiert sind. Gehen wir, um über das gleiche zu reden, vom ersten Titel im von Dir verlinkten Heft aus ("Toi qui vas en Auvergne"). Du spielst mit der Flöte die Melodie, da muss ich Dir nichts zu sagen (hoffe ich ;-) ). Nach dem Doppelstrich in der ersten Zeile sind über den Noten die Akkorde angegeben; taktweise abwechselnd D7 (Re7) und G (Sol). Der Akkordeonist spielt immer auf den Schlag 1 mit dem Grundbass den Grundton, also D und G. Und mit der rechten Hand auf die Schläge 2 und 3 jeweils einen Akkord D7 bzw. G (wenn er das nicht anhand der Akkordbezeichnungen kann, ruhig die Noten der Akkorde ausschreiben). Und wenn dem Akkordeonisten das zu langweilig wird, kann er anfangen zu variieren: mal andere Basstöne spielen (entweder ausprobieren oder mit Harmonielehrekenntissen ausrechnen), die Akkorde in anderen Umkehrungen spielen, die Akkorde brechen, rhythmisch variieren u.s.w.

Das würde ich mal nur mit einem Stück probieren (also nicht unbedingt ein ganzes Heft kaufen - evtl. reicht ja sogar eine ausgedruckte Probeseite) und sehen, ob das (a) funktioniert und (b) die Richtung ist, die Euch vorschwebt.

Noch ein Gedanke: wenn der Akkordeonist erst seit einem halben Jahr spielt, nimmt er ja möglicherweise Unterricht. Dann kann bestimmt auch der Lehrer helfen, sowohl bei der Notenfindung als auch beim Selbst-Arrangieren von Stücken.

Ich hoffe,
 
M
mohr
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Vielen Dank für eure Antworten!! Sehr hilfreich!

Ich werde mich dann wohl daran machen müssen, uns die Stücke selbst zu arrangieren und gegebenenfalls die Akkordenstimme auszuschreiben. Aber das ist ja auch mal eine gute Übung! Mein Akkordeonpartner spielt autodidaktisch - ich habe schon (erfolglos) versucht, ihn zu Unterricht zu bekehren... wir werden uns selbst organisieren müssen, aber ich bin da zuversichtlich :)

Liebe Grüße,
Morle
 

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