Neuentwicklung Akkordeon

Wenn man also ein Instrument mit einem Gewicht von 9,4 kg kaufen möchtet, könnte das Gewicht von Instrumenten problemlos im Bereich von 9,4 bis beispielsweise 10,2 kg wechseln.

leichte Instrumente sind grundsätzlich erstmal nicht schlecht... Wobei das Gewicht wie die Größe auch die Spielweise beeinflusst. Je leichter, desto unruhiger tendentiell das Spiel. Denn ein gewisses Gewicht ist auch gut um das Ganze zu stabilisieren.

Und wo ist jetzt da die Grenze? ... -> keine Ahnung

Der Erlkönig hat etwas über 10 Kg erreicht.
mit dem Gewicht liegt der Erlkönig auf jeden Fall nooch sehr gut in der Hand und am Körper und ist definitiv nicht zu leicht


Ich hätte keine Idee mehr wo noch eine Gewichtsreduzierung möglich wäre. Dann geht es auf Qualitätsverlust.

... Und das ist das Problem - wenn man nur stur auf die Gewichtsangaben schaut dann kann man nicht erkennen wo das Gewicht gespart wurde und ob das schon auf die Qualität geht. Da wird bisweilen für den Casottoschacht auch schon nur noch 0,5 mm dickes Blech verwendet um noch Gewicht zu sparen (verbauen ein paar in ihre Serien!). Das Ergebnis ist, dass diese Schachtwannd nicht mehr stabil ist und mit den Tönen mitschwingt ... was dem klanglichen Ergebnis ganz sicher nicht mehr gut tut.

Auch am Gehäuse selbst kann man noch ne Menge sparen. Die Deckplatten entsprechend dünner ausführen - bringt auch gleich nochmal richtig Gewicht...aber man muss dann schon aufpassen dass man nicht zu stark draufdrückt...

Die Gewichtsreduzierung durfte nicht das Endergebnis beeinflussen.

Und das ist der springende Punkt! :

Gewichtsreduzierung unter in Kauf nahme von Stabilitätseinbußen gibt minderwertige Qualität - und das kann und darf nicht das Ziel sein.

Der Erlkönig gewinnt hier vermutlich nicht den Preis für das leichteste Akkordeon seiner Klasse - aber das Instrument ist im Vergleich zu den "üblichen" sehr wohl teilweise spürbar leichter ...aber definitiv stabil und robust . Den kann man auch richtig anfassen und hernehmen, ohne dass was dran zerbricht.

-> und das muss das Ziel sein: nicht mit aller Gewalt das leichteste zu bauen, sondern ein sehr leichtes seiner Klasse, das dennoch uneingeschränkt benutzt werden kann und klanglich keine Einbußen erzeugt...Und unter dem Aspekt hat er Erlkönig sein Ziel erreicht.

-> Das Ziel muss heißen nicht Gewicht sparen um jeden Preis, sondern Gewicht einsparen wo überflüssiges Gewicht verbaut wurde! Und das Ziel wurde beim Erlkönig m.E errreicht.
 
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Ich hätte keine Idee mehr wo noch eine Gewichtsreduzierung möglich wäre.
Nach meinem Geschmack: Ausloten, wie sehr die Tastatur verkleinert werden kann, ohne dass die Spielbarkeit leidet, und dann das Gehäuse entsprechend mitverkleinern.
Wieviel Gewicht würde es denn z. B. schätzungsweise bringen, auf ein 4 cm schmaleres "37er-Gehäuse" und die dazu passende Tastenbreite von 18 statt 20 mm umzusteigen?
 
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Ich habe eine Weltmeister OPAL mit 18 mm Tasten, die ich deshalb gesucht habe und komme damit klar. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass jeder auf so schmalen Tasten spielen will. Das würde den Interessentenkreis erheblich einschränken.
 
Das georgische Akkordeon hat eine Tastenbreite von ca 17 mm wie der Orientalbajan (qarmon).
Da die Tasten aber recht kurz und stark gewölbt sind rückt die Erreichbarkeit der nebenliegenden Tasten von der Kante weiter zur Mitte.
Da unbekannt ließe sich das hier sicher nicht wirtschaftlich umsetzen.
 
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Ausloten, wie sehr die Tastatur verkleinert werden kann,
Das hängt zum einen davon ab wie breit die Finger sind, die die Tastatur bedienen sollen und wie exakt man spielen kann.

Je breiter die Finger sind, desto breiter müssen auch die Tasten sein, um nicht unbeabsichtigt benachbarte Tasten mit zu treffen. Meine Finger sind ca. 20 mm breit damit komme ich gut klar mit den üblichen Tastenbreiten von ca. 19 bis 20 mm, weil die Fingerkuppe ja etwas schmäler ist. Kinderfinger sind schmäler deshalb können Kindertastaturen auch problemlos etwas schmäler sein als Erwachsenentastaturen ohne zu stören.
Meine Imperial IIa hat eine Tastenbreite von ca. 15 bis 15,5 mm - kann man als Erwachsener auch drauf spielen...irgendwie... aber bequem und gut ist was anderes.

Von daher denke ich, dass die derzeitigen Tastaturbreiten schon in etwa das sinnvolle und praktische Minimum darstellen - das für die Mehrheit an Spielern gleichermaßen gut passt.

Halbtontasten können auch schmäler sein, weil hier immer eine Lücke zur nächsten schwarzen Taste da ist und der Finger quasi links und rechts "überhängen" kann, ohne bereits die nächste Haltontaste zu treffen.

Und es ist auch ganz klar:
je schmäler die Tasten sind, desto exakter muss man spielen, desto weniger Fehlertolerant ist die Tastatur. Ich denke, dass nicht umsonst beim Klavier die Tasten über die Jahrhunderte hinweg nach wie vor - im Vergleich zum Akkordeon - relativ breit geblieben sind! ... Und je mehr man sich auf die exakte Positionierung der Finger konzentrieren muss, desto weniger Konzentration bleibt für das eigentliche musikalische Spiel übrig.

Das gleiche gilt natürlich sinngemäß auch für Knopftastaturen. Je kleiner die Knöpfe und je enger die zusammen liegen, desto genauer muss man spielen und desto mehr Aufmerksamkeit muss man auch dem exakten Spiel zugestehen.
 
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Akkordeontasten sind ja an sich schon ein ganzes Stück schmaler als die Standard-Klaviertastatur. Das hat mir am Anfang, also die ersten Jahre, etwas Probleme bereitet. Inzwischen habe ich mich darauf eingestellt. Wenn es noch kleiner wird, ist aus meiner Sicht der Problempunkt die weiße Taste zwischen den schwarzen Tasten. Bei Akkorden oder Läufen muss man immer mal mit dem Zeige- und Mittelfinger dazwischen und wenn der Finger nicht mehr zwischen die schwarzen Tasten passt, dann wird es aus meiner Sicht nicht mehr vernünftig spielbar.
 
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Bei der Frage nach
lag die Annahme zugrunde, daß ein vorhandenes Gehäuse genutzt wurde. Daher die Frage welches Gewicht das Spenderakkordeon seinerzeit hatte.
 
Als Vergleichs-Gewicht müßte die Cantora von Weltmeister gelten. Es stand keine zur Verfügung, die man hätte wiegen können. Es war auch nicht die Ausgangsbasis meiner Entwicklung. Deshalb mußte ich ja viele Einzelkomponenten auf ihre Funktionsmöglichkeiten berücksichtigen.
 
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Ist denn das Gewicht so entscheidend?
Das hängt doch wie auch bei anderen Akkordeons u.a. von der Anzahl der Register ab, natürlich auch der Gehäusebauweise usw.
Leicht ist natürlich erstmal schön, aber wenn das Instrument super ist, wären ein paar kg. mehr für mich kein KO-Kriterium für ein Konzertinstrument.

Spielt man im Stehen oder auf einem Karnevalsumzug laufend, ist das anders, aber das ist ja nicht das Ziel dieses Instruments ...
 
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